Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd
Initiative zur Eindämmung derHobbyjagd

 

Auf dieser Seite informieren wir Sie über Vorfälle und Aktionen im Großraum Pfaffenhofen, Ingolstadt und Neuburg/SOB und halten Sie allgemein über aktuelle Entwicklungen im Bereich Jagd auf dem Laufenden. Außerdem finden Sie hier Informationen zu umstrittenen Jagdmethoden.

Januar 2020

In Nürnberg regt sich Widerstand gegen eine Jagdkanzel, die in einem viel besuchten Naherholungsgebiet aufgestellt worden ist. Bewohner des nahe gelegenen Wohngebiets fühlen sich nicht mehr sicher. Auch in diesem Fall hört man von offizieller Seite nur die immergleichen Argumente, die Befürchtungen der Anwohner werden nicht ernst genommen. Offensichtlich sind aber immer weniger Menschen bereit, das Vorgehen der Jagd- und Forstbehörden kampflos hinzunehmen. Einen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter  https://www.br.de/nachrichten/bayern/aufregung-um-jaegerstand-in-nuernberg,Rn9Oysu?fbclid=IwAR3Wq1VkYIzyzYGiC1m1CGxnijaPItu-MJUf82yP_pwD1MruEH2yh-MOWJQ.

Ein weiterer Artikel ist auf nordbayern.de erschienen:  https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/schusse-am-tiergarten-neuer-jagerstand-sorgt-fur-arger-1.9707459

Der Jagdwagen auf der folgenden Aufnahme befindet sich ebenfalls nahe an einem Wohngebiet in unmittelbarer Nähe eines Spazierwegs. Wie sicher würden Sie sich bei einem Spaziergang in der Dämmerung fühlen? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie ständig damit rechnen müssten, dass Ihre Katze vom nächsten Ausflug nicht mehr nach Hause kommt - weil sie vom Jäger erschossen worden ist - und das direkt vor der eigenen Haustür?

Januar 2020

Zu den gerade wieder überall stattfindenden "Fuchswochen" erreichte uns ein kritisches Schreiben, in dem die Methoden der Jäger anschaulich beschrieben werden. Außerdem macht sich der Verfasser Gedanken darüber, wie ein solches Vorgehen mit unserem Tierschutzgesetz vereinbar ist. Den lesenswerten Beitrag finden Sie in der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung".

 

Januar 2020

Im Artikel "Streit um Hasenjagd" äußert ein Jäger offen Kritik an der Hasenjagd und somit auch an seinen Jagdkollegen. Bleibt zu hoffen, dass sich diese vernünftigen Stimmen innerhalb der Jägerschaft weiter durchsetzen. 

https://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Streit-um-Hasenjagd-_arid,702511.html?fbclid=IwAR1mxpP4KnJcOsav6Dcr5gf-brMV4g0iVzdT1c7CX56qhiVDVZJAOHiGELk

Januar 2020

Nachdem ein Jäger einen in einer Falle gefangenen Hund per Kopfschuss getötet hat, wurde er nun zu einer Geldstafe verurteilt, außerdem musste er seinen Jagdschein eingezogen. Die ganze Geschichte finden Sie unter https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Hund-erschossen-Jaeger-muss-seinen-Jagdschein-abgeben;art769,10379079#anker

Dezember 2019

 

Wie jedes Jahr, so stellte unser Jagdpächter auch in diesem Jahr zusätzlich zu den in ausreichender Menge vorhandenen fest installierten Hochsitzen einen mobilen Schießwagen auf. Die Aufnahme entstand von einem unserer Kinderzimmer aus. Auch wenn der Jäger sein Gefährt dieses Mal so aufgestellt hat, dass nicht in Richtung Wohnbebauung geschossen wird, ist die Ausübung der Jagd so nahe an einem Wohngebiet nicht akzeptabel. Der Schuss auf der Aufnahme ist nicht echt, vermittelt aber durchaus ein realistisches Bild davon, was Anwohnern hier zugemutet wird. 

Dezember 2019

In Baden-Württemberg will die grün-schwarze Landesregierung die Jagd erleichtern und ausweiten. Unter anderem soll die Jagd in befriedeten Gebieten ermöglicht werden. Der Gesetzentwurf ist unter folgendem Link einzusehen:

https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/lp-16/aenderung-des-jagd-und-wildtiermanagementgesetzes/

Außerdem können interessierte Bürger hier noch bis zum 10.1.2020 ihre Meinung zu diesem Gesetzentwurf äußern.

 

 

Dezember 2019

Am 7.12.2019 fand an der Straße zwischen Pöttmess und Kühnhausen eine Jagd statt. Einer Autofahrerin, die an diesem Tag gegen 15.00 Uhr auf dieser Straße unterwegs war, fielen (ca. 50-80m von der Straße entfernt) mehrere Jäger auf. Sie ging davon aus, dass es sich um eine Treibjagd handelte und wunderte sich, dass keinerlei Warnschilder aufgestellt waren. Um zu erfahren, ob diese Jagd genehmigt war und warum nichts unternommen worden war, um Passanten auf die Gefahr hinzuweisen, wandte sie sich an die Untere Jagdbehörde in Aichach und bekam eine erstaunliche Antwort – nachzulesen unter der Rubrik „So reagieren die Behörden“.  

 

Dezember 2019

Die Fallenjagd erfreut sich offensichtlich bei der Jägerschaft  zunehmender Beliebtheit. Immer wieder bekommen wir Anfragen von Menschen, die zufällig auf eine Falle gestoßen sind und wissen möchten, was sie dagegen tun können. Obwohl die Fallenjagd sehr umstritten ist und von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnnt wird, halten die Jäger weiter daran fest. In einem Beitrag vom NDR https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Beliebt-und-umstritten-Jagd-mit-Lebendfallen,fallenjagd100.html kommen Tierschützer, der NABU, der Ökologische Jagdverband und konventionelle Jäger zu Wort. Wenig überraschend, dass allein die konventionellen Jäger die Fallenjagd in vollem Umfang befürworten. Auf dem Bild oben ist eine Kofferfalle zu sehen. Es handelt sich hierbei um eine sog. Lebendfalle, d. h. die Tiere werden lebend gefangen und dann "waidgerecht" getötet. Nicht selten sind die Tiere allerdings beim Öffnen der Falle bereits tot. Gestorben an Stress und Erschöpfung aufgrund verzweifelter Befreiungsversuche. PETA hat ein youtube-Video veröffentlicht, auf dem eindrucksvoll zu sehen ist, was Fallenjagd für die bejagten Tiere bedeutet. Es stellt sich die Frage, wie diese Jagdpraxis mit unserem Tierschutzgesetz zu vereinbaren ist. Das Video finden Sie unter folgendem Link:  https://www.youtube.com/watch?v=EUiZ0ZVafak

Dezember 2019

 

Auch dieses Jahr forderte die Jagd Todesopfer, zahlreiche Menschen wurden verletzt oder durch rücksichtsloses Verhalten seitens der Jägerschaft in Angst und Schrecken versetzt, es landeten Kugeln in Wohnhäusern, Kühe und Pferde wurden mit Wildschweinen verwechselt und "versehentlich" erschossen, ebenso fielen zahlreiche Hunde und Katzen den Jägern zum Opfer. Eine Auswahl der Zwischenfälle des vergangenen Jahres hat die Initiative zur "Abschaffung der Jagd" zusammengetragen:  https://www.abschaffung-der-jagd.de/menschenalsjaegeropfer/jagdunfaelle---straftaten-2019/index.html

 

 

Dezember 2019

 

Ein weiterer interessanter Artikel zum Thema "Drückjagden" ist im  AK-Kurier erschienen. Sie können den Artikel unter folgendem Link nachlesen: https://www.ww-kurier.de/artikel/85874--totmacher--im-westerwald-?_ga=2.18728573.534093671.1576760769-362208304.1576760768

Die unter dem Link  https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/86038-drueckjagd-im-westerwald-lesermeinungen  veröffentlichten Lesermeinungen zeigen, dass solche Treibjagden in der Bevölkerung zunehmend kritisch gesehen werden.

 

 

Dezember 2019

 

Über folgenden Artikel  https://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Zarpen-Unbekannte-feuern-Schrotkugeln-auf-Kater-Filou-ab darf sich jeder gerne seine eigenen Gedanken machen. Sollte der Kater Filou also von einem "Nichtjäger" angeschossen worden sein, wäre es nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat und der Täter ein "Tierquäler" - sollte die gleiche Tat von einem Jäger begangen worden sein, wird sie völlig anders bewertet. Der Artikel ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie gut Jägerschaft und Lokalpresse zusammenarbeiten. Kritische Nachfragen? Fehlanzeige! Wieso ausgerechnet einen Hundetrainerin, zu deren Kundschaft nach eigener Aussage auch viele Jäger gehören, hier als Expertin (wofür?) zitiert wird, bleibt das Geheimnis des Verfassers. Vor dem Hintergrund, dass jedes Jahr mehrere Hundert Hunde und Zehntausende Katzen (Zahlen Deutscher Tierschutzbund) von Jägern getötet werden, ist der Verdacht, dass der Täter ein Jäger war, ganz so abwegig dann doch nicht. 

 

 

Dezember 2019

 

Immer wieder kommt es zu kriminellen Handlungen an geschützten Tierarten. Ein Großteil dieser Vergehen bleibt ungeklärt und für den Täter folgenlos. Tatsächlich wurde erst in diesem Jahr zum ersten Mal ein Täter in Bayern für seine Tat zur Rechenschaft gezogen. Bei den betroffenen Tieren handelt es sich hauptsächlich um Greifvögel, Eulen, Biber, Fischotter, Luchse und auch Wölfe. Um die Aufklärungsquote zu erhöhen, hat die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (GLUS) gemeinsam mit dem LBV das Projekt „Tatort Natur“ ins Leben gerufen. Unter www.tatort-natur.de finden Sie viele interessante Informationen zu diesem Thema. Die Seite klärt über die Hintergründe zu solchen Taten auf und zeigt, wie man vorgehen soll, wenn man den Verdacht hat, dass man auf einen Fall von Naturschutzkriminalität gestoßen ist. Gleichzeitig kann man Verdachtsfälle auch auf der genannten Seite melden.

 

 

Dezember 2019

Im Presseportal ist ein lesenswerter Beitrag von "Wildtierschutz Deutschland" erschienen. In dem Artikel erfahren Sie, was bei einer Drückjagd passiert, warum das Fleisch der geschossenen Tiere oft nicht mehr verwertbar ist und warum diese Art der Jagd sogar unter Jägern nicht unumstritten ist. Den Beitrag " Totmacher in deutschen Wäldern - warum Tiere bei Drückjagden besonders leiden" finden Sie unter folgendem Link:   https://www.presseportal.de/pm/133267/4459318 

 

 

November 2019:

In Elsendorf (Landkreis Kelheim, Bayern) flüchten sich zwei Wildschweine in Wohnhäuser. Die Wildschweine waren durch eine Treibjagd, die offenbar viel zu nah an einem Wohngebiet stattgefunden hat, in Panik geraten. Dass hierbei nur ein Sachschaden entstand und niemand verletzt wurde, ist reiner Zufall. Abgesehen davon, dass Treibjagden aus Tierschutzgründen abzulehnen sind, stellt sich die Frage, wie lange Anwohner noch mit solchen Vorkommnissen leben müssen. Den  Bericht finden Sie unter folgendem Link https://www.br.de/nachrichten/bayern/flucht-vor-treibjagd-wildschwein-durchschlaegt-wohnungsfenster,RixDWFM?fbclid=IwAR266-_WfVr8_bE5ZJl2M_Wi8I-Iw3W2ywFZejM-YZxXAwMlQ9m-70zwHiE 

 

 

 

November 2019:

Hiermit möchte ich Sie auf ein lesenswertes Interview mit Kurt Eicher von der Initiative "Abschaffung der Jagd" hinweisen. Das Interview ist unter dem Titel "Die Natur reguliert sich selbst" erschienen. Hier der entsprechende Link: https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/interview-_die-natur-reguliert-sich-selbst_-40691630.html?fbclid=IwAR3pMB8LmaeCBFqNt-fXplCwZ9mZqJqavIsVmkFiRUWOFXr1PIRuWGp0BmQ

 

 

Achtung! TV-Tipp für kommenden Montag, 21.10.2019 um 22.45 Uhr im Ersten:

 

   Rabiat - Auf der Jagd.

 

Informationen finden Sie jetzt schon unter :

 

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/rabiat/sendung/auf-der-jagd-100.html

Bitte nach der Sendung möglichst zahlreich kommentieren, um zu zeigen, dass das Thema die Menshen interessiert.

 

 

Oktober 2019: 

Passend zu den zur Zeit wieder überall stattfindenden Treib- und Drückjagden hat uns eine Leserreaktion erreicht, die die Zustände sehr treffend schildert. Sie finden diese unter der Rubrik "Reaktionen". 

 

September 2019:

Anlässlich des Welt-Tollwuttages am 28.09.2019 hat das Aktionsbündnis Fuchs eine Pressemitteilung herausgegeben - diese können Sie bei uns unter der entsprechenden Rubrik nachlesen. 

Auch wir möchten den Welt-Tollwuttag dazu nutzen, nochmals ausdrücklich darauf hinzweisen, dass Deutschland seit September 2008 offiziell als tollwutfrei gilt. Bereits vor mehr als 10 Jahren wurden die Landratsämter (bzw. die zuständigen Kommunen) daher angewiesen, noch vorhandene Schilder mit der Aufschrift "Wildtollwut - Gefährdeter Bezirk" zu entfernen. Dennoch sind viele dieser Schilder auch heute noch zu finden. Nach wie vor rechtfertigen Jäger ihr umstrittenes Tun, indem sie mit den Ängsten einer meist schlecht informierten Öffentlichkeit spielen. 

Sollten Sie daher noch irgendwo ein ensprechendes Schild finden, wenden Sie sich bitte an die zuständige Gemeinde. Städtische Gemeinden verhalten sich meist durchaus kooperativ und entfernen die Schilder ohne Probleme. In ländlichen Gemeinden ist der Widerstand deutlich höher, hier braucht man deutlich mehr Geduld, um ans Ziel zu kommen. 

Als Argumentationshilfe könnte Ihnen folgendes Schreiben von der Bayerischen Staatsregierung dienen: 


..."wir danken für Ihr Schreiben, zu dem wir Ihnen Folgendes mitteilen möchten:

Das heutige Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz .....
hat mit Schreiben an die Regierungsbezirke mitgeteilt, dass seit September 2008 Deutschland nach den internationalen Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) offiziell als tollwutfrei gilt. Da seitdem kein Tollwutfall bei Haus- oder Wildtieren aufgetreten ist, gibt es auch keine "gefährdeten Bezirke" im Sinne des § 8 der Tollwutverordnung mehr.

Gefährdete Bezirke sind nach § 8 Abs. 2 der Tollwut-Verordnung durch Schilder zu kennzeichnen, wobei die Gemeinden für das Aufstellen und Entfernen der Schilder (Wildtollwut Gefährdeter Bezirk) zuständig sind. Die Landratsämter wurden gebeten, die Gemeinden zum Entfernen von noch vorhandenen Schilder aufzufordern...."


Mit freundlichen Grüßen
Ihre Servicestelle
der Bayerischen Staatsregierung

 

 

 

September 2019:

Nachdem immer wieder Anfragen über die Rechtmäßigkeit von Wildtierfütterungen bei uns eingegangen sind, haben wir uns an das zuständige Ministerium gewandt, um die rechtliche Lage zu klären. Vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erhielten wir dazu folgende Antwort:

"Wie von Ihnen angesprochen ist zwischen der Fütterung von Wild und dem Betreiben von Kirrungen zu unterscheiden. Unter Fütterungen sind Stellen zu verstehen, an denen Futtergaben ausgebracht werden mit dem Zweck, dem Wild Nahrung zu bieten. An diesen Stellen wird nicht gejagt.

Dabei dürfen keine Futtermittel ausgebracht werden, die nach Zusammensetzung, Qualität oder Menge den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen der jeweiligen Wildart nicht entsprechen. Das Füttern von Schalenwild ist darüber hinaus nur in der Notzeit erlaubt, anderenfalls liegt eine missbräuchliche Wildfütterung  vor. Diese und weitere Regelungen zur Fütterung finden sich in Art. 43 des Bayerischen Jagdgesetzes sowie in § 23a der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz.

Kirrungen dagegen sind bestimmte Stellen, an die das Wild mit geringen Futtergaben zum Zweck der leichteren Erlegbarkeit gelockt wird. Die Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes in Bayern enthalten Vorschriften über die Kirrung bei der Schwarzwildbejagung. 

Danach ist die Kirrung auf den geringst möglichen Umfang zu beschränken. Ausreichend ist ein Kirrplatz je 100 ha Revierfläche, beschickt mit ca. 1 kg artgerechtem Kirrmaterial wie Getreide einschließlich Mais und Waldfrüchte. Im Feld soll grundsätzlich keine Kirrung bis zum Abernten erfolgen.

Die genannten Vorschriften finden Sie auf der Seite http://www.wildtierportal.bayern.de/jagd/094822/index.php unter "Rechtliche Grundlagen"..."

 

 

Die folgenden drei Fotos wurden an der gleichen Stelle aufgenommen (in einem Waldstück bei Geisenfeld). Da sich direkt neben der Fütterungsstelle ein Hochsitz befand, ist davon auszugehen, dass es sich wohl um eine Kirrung handeln muss. Ob sich die ausgebrachte Futtermenge (und auch deren Zusammensetzung) mit den oben aufgeführten Vorschriften in Einklang bringen lässt, darf angezweifelt werden.

Rund um den oben abgebildeten Futtertrog waren jede Menge Rüben zu finden. Die empfohlene Höchstmenge von 1 kg Kirrmaterial wurde auf jede Fall weit überschritten. Im Zweifelsfall sollten Sie solche Fütterungsstellen bei der zuständigen Behörde melden. 

 

 

Da in letzter Zeit vermehrt Autos mit dem Aufkleber "Jagdschutz" zu sehen sind, haben wir ebenfalls beim zuständigen Ministerium nachgefragt, was es mit diese Aufklebern auf sich hat und wozu die Inhaber einer solchen Plakette berechtigt sind. Hier die Antwort:

 

"...Sie erkundigen sich außerdem nach den Rechten von Personen, die die Plakette "Jagdschutz" in ihrem Auto angebracht haben. Plaketten mit dieser Aufschrift sind jedoch frei verkäuflich. Daher ist allein aufgrund der Plakette nicht ohne weiteres zu erkennen, mit welchen Rechten die Person ausgestattet ist..."

 

April 2019

Fuchsjagd: Offener Brief an den Deutschen Jagdverband 

Wildtierschutz Deutschland hat gemeinsam mit der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht, dem Aktionsbündnis Fuchs und weiteren Tierschutzorganisationen einen offenen Brief zur Fuchsjagd an den Deutschen Jagdverband (DJV) gerichtet.

Anlass waren die alljährlich im Januar und Februar stattfindenden so genannten Fuchswochen, bei denen regelmäßig während der Paarungszeit große Teile der Jagdstrecke gemacht werden. Die Fuchsjagd während dieser Zeit des Jahres wird von Tierschützern besonders kritisch gesehen:  Einerseits werden dabei Fuchsrüden erschossen, die als künftige Elterntiere für das Überleben des Nachwuchses erforderlich sind. Andererseits kommen bereits im Februar die ersten Fuchswelpen zur Welt, die nach dem Tod ihrer Eltern verhungern müssen.

Wir wollen vom DJV erfahren, wie der Verband das Thema Weidgerechtigkeit seit seiner im Jahr 2000 aufgeschriebenen „Grundsätze zur Weidgerechtigkeit“ insbesondere im Hinblick auf die Fuchsjagd weiterentwickelt hat und mit ihm eine öffentliche Diskussion dazu führen. Wir hinterfragen den Sinn der Fuchsjagd und stellen die Frage nach der Gewährleistung des Schutzes der zur Aufzucht von Jungtieren erforderlichen Elterntiere. Uns interessiert, wie die Jägerschaft zu Themen wie der seit langem wissenschaftlich belegten Selbstregulierung von Fuchsbeständen oder zur Jagd als “Schädlingsbekämpfung“ steht.

Während in Deutschland jedes Jahr noch weit über 400.000 Füchse erschossen werden, geht das Fuchsjagdverbot im benachbarten Luxemburg in das fünfte Jagdjahr. Die Behörden haben dort weder eine Zunahme der Zahl der Füchse festgestellt, noch eine Zunahme von Krankheiten. Im Gegenteil, die Befallsrate mit dem Fuchsbandwurm ist seit dem Jagdverbot sogar signifikant rückläufig. 

Hier der Link zum Brief:

www.djgt.de/system/files/242/original/190424_Offener_Brief_an_den_DJV_endgültig.pdf

März 2019

 

Mit diesem Schild wird im Raum Geisenfeld während der Brut- und Setzzeit direkt neben einem beliebten Spazierweg vor Fallen gewarnt. Genauere Informationen finden Sie auf der Seite "So reagieren die Behörden". 

 

Hinweise auf weitere Schilder, bzw. Fallen nehmen wir gerne entgegen.

 

Mittlerweile wurde uns ein weiteres Schild gleich hinter Holzleiten gemeldet. Wir haben uns die Stelle angesehen. Hier befindet sich das nächste Wohngebiet gleich auf der anderen Straßenseite. Als wir uns die Stelle angessehen haben, konnten wir auch zwei Dorfkatzen im "Sperrgebiet" entdecken. Wir haben mittlerweile neben der Unteren Jagdbehörde auch die Stadt Geisenfeld und den Tierschutzverein Pfaffenhofen informiert. Außerdem wird inzwischen in den sozialen Netzwerken wohl ebenfalls vor den Fallen gewarnt. 

Über die weitere Entwicklung halten wir Sie auf dem Laufenden.

 

11. April 2019: Nachdem die Obere Jagdbehörde eingeschaltet wurde, wurden die Schilder nach Angabe der Behörde wohl gestern Abend (10.April) durch den Revierpächter entfernt. Ob in den betroffenen Gebieten Fallen vorhanden waren oder die Schilder nur aufgestellt wurden, um unliebsame Spaziergänger (vor allem solche mit Hunden) abzuschrecken, kann letztendlich nicht mehr geklärt werden. Angeblich hat der Revierpächter "vergessen", die Schilder rechtzeitig zum Beginn der Brut- und Setzzeit abzumontieren. Das Foto oben wurde Mitte März aufgenommen. Das zweite Warnschild, welches nur ein paar Meter neben dem fotografierten Schild aufgestellt wurde, war zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gar nicht vorhanden....

Bedanken möchten wir uns außerdem beim Bund Naturschutz/Pfaffenhofen und beim Bürgermeister der Stadt Geisenfeld, die ebenfalls in der Sache tätig geworden sind. Warum ausgerechnet der Tierschutzverein Pfaffenhofen hier offensichtlich keinen Handlungsbedarf sah, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. 

 

Die Reaktionen aus der Bevölkerung haben uns auch gezeigt, dass viele Menschen die Fallenjagd grundsätzlich ablehnen, vielen war gar nicht bewusst, dass immer noch mit Fallen gejagt werden darf. Dass durch die Warnschilder so viele Menschen für das Thema "Fallenjagd" sensiblisiert werden konnten, werten wir durchauch positiv.

 

 

März 2019

Diese Fotos wurden bei einem Spaziergang aufgenommen. Was passieren kann, wenn Sie solche Funde bei den Behörden melden, können Sie auf den Seiten "Reaktionen" und "So reagieren die Behörden" lesen.

 

Diskussion „Ist Jagd nötig?“

 

Am Freitag (24.06.2016) luden die Ingolstädter Jäger zur Diskussion „Ist Jagd nötig?“ ein.  Schon an der Teilnehmerliste war zu erkennen, dass die Diskussion ziemlich einseitig ablaufen würde. Echte Jagdgegner waren nämlich gar nicht erst eingeladen worden.

In der Eröffnungsrede wurde das schlechte Image in der Öffentlichkeit beklagt. Diese schlechte Meinung über die Jäger wurde damit erklärt, dass die Jägerschaft nicht genügend Werbung in eigener Sache machen und die Öffentlichkeit nicht ausreichend über die Wichtigkeit der Jagdausübung informieren würde.  Jagdkritiker wurden als weltfremde Bambi-Beschützer dargestellt, die aber sofort nach dem Jäger schreien würden,  sobald der Marder am eigenen Auto ein Kabel durchgefressen hat.

Anschließend begann die sog. Diskussion. Zuerst wurde die Frage gestellt, ob Jagd denn überhaupt nötig sei. Danach folgten endlose Monologe seitens der Jagdbefürworter. Auch die Vertreter vom Vogelschutzbund und vom BUND Naturschutz wurden dazu befragt. Beide Organisationen lehnen die Jagd zwar nicht grundsätzlich ab, sehen aber doch hier und da Reformbedarf.

Dann wurden einzelne Kritikpunkte abgearbeitet. So wurde vom Vertreter des Vogelschutzbundes kritisiert, dass der Eichelhäher, der im Bestand gefährdet ist, nach wie vor bejagt wird. Ein Jäger aus dem Publikum meldete sich zu Wort und lieferte folgenden qualifizierten Diskussionsbeitrag ab: „Und was ist mit den ganzen Vögeln in Italien, da sagt ihr nichts!!!“  Von offizieller Seite wurde die Bejagung damit erklärt, dass dort, wo es keine Eichelhäher gibt, die Jäger freiwillig auf die Jagd verzichten würden, wenn aber ein Jäger durch intensive Hege einen hohen Bestand schaffen konnte, der die Bejagung erlaubt, dann darf er natürlich auch schießen. Das sei immerhin legal, darüber brauche man nicht weiter zu diskutieren.  Dieser Argumentation kann wohl auch nur ein Jäger folgen.

Ein weiterer Kritikpunkt wurde vom BUND Naturschutz angebracht: die illegalen Tötungen der Luchse. Daraufhin ergriff der Vorsitzende das Wort und wies darauf hin, dass in seinem Büro immerhin ein Plakat angebracht sei, das die illegalen Abschüsse verurteilt. Und „schwarze Schafe“ würde es schließlich überall geben. Ende der Diskussion.

Ich habe die Veranstaltung nach zwei Stunden verlassen, weil die Strategie der Jäger klar war. Und die Argumentation mit steigendem Alkoholkonsum nicht besser wurde. Sowieso in der Überzahl, wurden sämtliche Fragen abgeschmettert, indem man auf die Legalität bestimmter kritisierter Jagdpraktiken hinwies.

 Interessanter als die Diskussion selbst fand ich allerdings die Gespräche vor der eigentlichen Veranstaltung. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, gemeinsam mit Jägern an einem Tisch zu sitzen. Offensichtlich ist man gar nicht auf die Idee gekommen, dass auch jemand anwesend sein könnte, der die Jagd nicht ganz so toll findet. So erklärte ein angehender Jäger an meinem Tisch, dass er sich jetzt doch für den kurzen Kurs zum Jagdschein entschieden habe, für den längeren Kurs habe er keine Zeit. Daraufhin meinte ein anderer Jäger, dass es trotzdem kein Problem sei, den Jagdschein zu bestehen, weil der angehende Jagdkollege ja alle Fragebögen zu Hause habe. Die müsse er halt auswendig lernen. Ist das das „Grüne Abitur?“

 Der gleiche Jäger ließ sich auch in aller Ausführlichkeit darüber aus, dass ihm ein Verbot von bleihaltiger Munition egal sei, da er zu Hause noch Bestände habe, die bis zu seinem Lebensende reichen würden. Und für die Entenjagd gibt es halt nichts Besseres. Kontrollen gibt es wohl auch nicht. Trotzdem war dieser Jäger einer von denen, die am lautesten klatschte und „so isses! „ brüllte, als während der offiziellen Diskussion von Seiten der Jägerschaft behauptet wurde, dass Jagd Naturschutz ist.

Und um das Maß voll zu machen, wurden am Nebentisch auf einem I-Phone stolz Fotos von der letzten Safari in Afrika herumgezeigt. Der Jäger in der üblichen Pose: ein Fuß auf dem erlegten Tier, zwei schwarze Jagdhelfer an seiner Seite und ein glückliches Lächeln im Gesicht. 

Eine Anmerkung zum Schluss: falls die Jäger wirklich darüber diskutieren wollen, ob Jagd notwendig ist, dann sollten sie sich das nächste Mal auch ein paar Jagdgegner einladen. Eine Liste mit entsprechenden Vorschlägen habe ich dem Vorsitzenden der Ingolstädter Jäger zukommen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Sollten Ihnen in Ihrer Umgebung ähnliche Absperrungen aufgefallen sein, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Diese Absperrungen - von wem auch immer errichtet - befinden sich in der Nöttinger Heide bei Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen

 

Wir möchten Sie auf eine Petition zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes hinweisen. Einzelheiten finden Sie unter folgendem Link:

http://www.abschaffung-der-jagd.de/kampagnen/novellierungderjagdgesetzejetzt.html

 

 

 

 

Unter folgendem Link finden Sie ein Beispiel dafür, wie durch überhöhte Gebühren verhindert werden soll, dass Menschen, die die Jagd ablehnen, aus der Jagdgenossenschaft austreten und ihr Grundstück befrieden  lassen:  http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/pfarrkirchen/1770959_Antrag-auf-Befriedung-sorgt-fuer-Streit.html

 

 

 

 

 

Am 28.12.2015 gerieten zwei Reiterinnen bei Wolnzach in eine nicht abgesicherte Treibjagd, die Betroffenen meldeten den Vorfall bei der Polizei:

 

http://www.radio-in.de/wolnzach-treibjagd-gefaehrdet-reiter-102739/http://www.ingolstadt-reporter.de/polizeimeldungen/geisenfeld/treibjagd-gefaehrdet-reiterinnen

http://ingolstadt-today.de/lesen--schuesse-pfiffen-um-die-ohren%5B22861%5D.html

 

 

 

 

 

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