Initiative zur Eindämmung der Hobbyjad
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjad
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd

 

Auf dieser Seite informieren wir Sie über Vorfälle und Aktionen im Großraum Pfaffenhofen, Ingolstadt und Neuburg/SOB und halten Sie allgemein über aktuelle Entwicklungen im Bereich Jagd auf dem Laufenden. Außerdem finden Sie hier Informationen zu umstrittenen Jagdmethoden.

Januar 2021

Die Teilnahme niederländischer Jäger an einer Treibjagd in der Uckermarck wirft Fragen auf. Trotz Reisebeschränkungen und Übernachtungsverbot für Touristen sehen weder der Vertreter der Landeswaldoberförsterei noch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz hier ein Problem. Der zuständige Förster weist darauf hin, dass die hohen Abschusspläne ohne die Unterstützung ausländischer Jäger unmöglich zu erfüllen seien, zumal man ja nebenbei noch die Afrikanische Schweinepest eindämmen müsse. Das Ministerium hält die Jagdveranstaltung für legitim, solange passende Hygienepläne vorlliegen und die Abstandsregeln eingehalten würden. Abgesehen davon, dass die Aussage des Ministeriums ein Schlag ins Gesicht derjenigen ist, die trotz vorbildlicher Hygienepläne ihre Theater, Restaurants und Geschäfte schließen mussten, hat die jüngste Vergangenheit gezeigt, dass sich viele Jäger bei derartigen Veranstaltungen eben nicht immer an die geltenden Hygieneregeln halten. 

Noch ein Wort zum Argument des verantwortlichen Försters: die Aussage, dass die Unterstützung der niederländischen Jäger nötig sei, um die Afrikanische Schweinepest einzudämmen, ist nicht haltbar. Auch wenn von offizieller Seite gerne die Wildschweine für die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verantwortlich gemacht werden, hat das mit der Realtität wenig zu tun. Der Erreger wird nämlich hauptsächlich durch den Menschen verbreitet: über Tiertransporte, Essensreste und nicht zuletzt durch den Jagdtourismus. Vor diesem Hintergrund sollte die verstärkte Bejagung der Wildschweine unter dem Vorwand der Bekämpfung der Schweinepest kritisch gesehen werden. Abgesehen davon, dass die Jäger den Erreger munter von einem Revier zum nächsten schleppen, hat die intensive Bejagung noch einen weiteren Nachteil: in dem Versuch, die ASP durch Treibjagden einzudämmen, erreicht man das genaue Gegenteil. Bei dem Versuch, der Bejagung zu entkommen, legen die Tiere viel weitere Strecken zurück, als sie es unter normalen Umständen tun würden. Und schleppen so unter Umständen den Erreger in bis dahin gesunde Bestände ein. In Bestände, mit denen sie ohne Bejagung nie in Kontakt gekommenn wären.

https://www.nordkurier.de/uckermark/auslaendische-jaeger-in-der-uckermark-trotz-corona-zulaessig-1342050201.html

Januar 2021

Gemeinsam mit der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht und dem Bund gegen Missbrauch der Tiere ist es Wildtierschutz Deutschland gelungen, ein breites Bündnis gegen den vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegten Entwurf zur Änderung des Bundesjagdgesetzes schaffen. Insgesamt 28 Organisationen lehnen in einer gemeinsamen Stellungnahme den Entwurf ab. Hauptkritikpunkt: der Gesetzesentwurf sei wildtier- und tierschutzfeindlich und berücksichtige weder gesellschaftliche Entwicklungen noch wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte.

Fazit: der Tierschutz soll künftig noch stärker den Interessen der Forstwirtschaft und der Jagdlobbyisten untergeordnet werden. 

Unter den Unterzeichnern findet sich unter anderem das Aktionsbündnis Fuchs, welchem zahlreiche weitere Organisationen angeschlossen sind. Auch der Deutsche Tierschutzbund, PETA, Tasso und Soko Tierschutz sind mit dabei. Eine vollständige Übersicht über die beteiligten Organisationen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/tierschutz-stellungnahme-bundesjagdgesetz

Dass ausgerechnet die großen Naturschutzverbände BUND, NABU und LBV hier fehlen, ist zwar enttäuschend, aber wenig überraschend. In den genannten Organisationen sind viele Jäger aktiv, sowohl in den Ortsvereinen als auch in Führungspositionen. Und verhindern dort offenbar erfolgreich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Wie lange die Mehrzahl der Mitglieder bereit sein wird, diesen Weg mitzugehen, bleibt abzuwarten. 

Dezember 2021

Im Dezember 2020 wurde in Frankreich ein junger Mann während einer Treibjagd von einem Jäger erschossen. Der Mann war in der Nähe seines Hauses beim Holz hacken gewesen, hatte mit der Jagd also nichts zu tun. Der Täter hat nach eigenen Angaben eine "schwarze Masse" gesehen und abgedrückt. Nach dem Tod des jungen Mannes wurde versprochen, die Umstände der Tat aufzuarbeiten und Konsequenzen aus dem Unglück zu ziehen. Passiert ist - nichts. Der für die Region zuständige Staatsanwalt möchte die Gefährdung der Bevölkerung nicht länger hinnehmen und dafür sorgen, dass geltende Sicherheitsvorschriften auch eingehalten und Jäger besser ausgebildet werden. Unterstützung kommt aus dem Dorf des Opfers. Dort war die Empörung groß, als sogar während eines Schweigemarsches zu Ehren des Opfers Schüsse aus benachbarten Jagdrevieren zu hören waren. Dies führte nun zur Gründung eines Aktionsbündnisses. Offenbar ist für viele der Bogen jetzt überspannt. Allerdings entzweit der Protest das Dorf: die zahlreichen im Dorf lebenden Jäger unterstützen die Forderung nach mehr Sicherheit und besserer Ausbildung scheinbar nicht. Das Aktionsbündnis lässt sich davon aber ebenso wenig abschrecken wie von der Tatsache, dass es in Frankreich ebenso wie in Deutschland nahezu unmöglich ist, sich gegen die übermächtige Jagdlobby durchzusetzen.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.folgen-eines-jagd-unfalls-ein-dorf-wehrt-sich-gegen-die-hobby-jaeger.771150bd-6b3a-4500-8ac7-56ac497f9f00.html?fbclid=IwAR0RXMQZmsBwxy5SSB5bJuoeEjdD8u0SAEqzc-0Cd6jtiTnDuAloZkashms

Januar 2021

Auf youtube äußert sich ein Förster, passionierter Hundeführer und Jäger folgendermaßen zum Thema Fuchsjagd: "Oft wird man gefragt: "Warum bejagt man den Fuchs überhaupt?" Erstens, und das muss man mal ganz klar sagen, Fuchsjagd macht Freude. Es ist eine schöne Sache, den Fuchs zu bejagen..."  Anschließend wird die grausame Baujagd als verbindendes und erhebendes Erlebnis einer eingeschworenen Jägergemeinschaft  geschildert, Vor- und Nachteile unterschiedlicher Waffen erörtert und natürlich darf auch das Scheinargument "Niederwildschutz" nicht fehlen. Ausführlich wird über die Jagdhund-Ausbildung in sog. Schlieferanlagen berichtet - dass diese Anlagen immer wieder in Kritik geraten, weil sie mit unserem Tierschutzgesetz eigentlich nicht vereinbar sind, scheint den begeisterten Jäger nicht zu beeindrucken. Im Beitrag gibt es außerdem interessante Einblicke in unser Jagdrecht: so ist in Baden-Württemberg die Jagd am Naturbau wohl verboten. Dort bleibe dem Jäger gar nichts anderes übrig, als sich mit der Thematik der Revierkunstbauten auseinanderzusetzen - die Bejagung in Kunstbauten ist aus welchen Gründen auch immer wohl erlaubt. Füchse haben als Mäusejäger und Aasfresser eine wichtige Aufgabe in unserem Ökosystem. Dass diese Tatsache von Jägern gerne geleugnet wird, ist nichts Neues. Erschreckend an diesem Beitrag ist aber die absolute Emotionslosigkeit, mit der über die unsinnige massenhafte Tötung dieser intelligenten und sozialen Tiere berichtet wird. Das Video können Sie sich unter folgendem Link ansehen: 

https://www.youtube.com/watch?v=VQMfqFm5BPo&fbclid=IwAR1MsSEg-noHmuVUh_Tg2BB3zKsTOR0_BatCJ1xfhs58Ze15IqTUkU6D9mQ

Januar 2021

Im Park von Schloss Bellevue lebt seit neuestem ein Fuchs. Offenbar ist Bundespräsident Steinmeier so fasziniert von ihm, dass er in den sozialen Medien dazu aufgefordert hat, Namensvorschläge für den Fuchs zu machen. Wir hoffen, dass dieser Fuchs eine Art "Botschafter" für seine Artgenossen sein kann. In einem Schreiben haben wir deshalb versucht, den Fokus des Bundespräsidenten auf das alltägliche Leid der Füchse in Deutschland zu lenken. Das Schreiben finden Sie unter der Rubrik "So reagieren Behörden und Politiker".

Dezember 2021

Dieser grausame Anblick bot sich einer Spaziergängerin am vergangenen Sonntag in einem Wald in Bayern. So wie diesem Fuchs ergeht es in Deutschland Jahr für Jahr unzähligen seiner Artgenossen. Etwa eine halbe Million Füchse werden jährlich von Jägern getötet. In vielen Bundesländern gibt es keine Schonzeit für Füchse, viele von ihnen werden bereits als Welpen im elterlichen Bau getötet. Bei der Fuchsjagd kommen so grausame Jagdmethoden wie die Fallen- und Baujagd zum Einsatz. Für Jäger sind Füchse Beutekonkurrenten - es wird keine Gelegenheit ausgelassen, öffentlich Stimmung gegen diese klugen und sozialen Tiere zu machen. Sie werden als Schädlinge und Krankheitsüberträger bezeichnet. Dabei sind Füchse in unserem Ökosystem äußerst wichtig: Füchse ernähren sich hauptsächlich von Mäusen (und sind somit nützlich für die Land- und Forstwirtschaft) und Aas (und tragen somit zur Gesunderhaltung des Wildbestands bei). Mittlerweile gibt es in Europa mehrere Gebiete, in denen Füchse nicht mehr bejagt werden dürften. Die von der Jägerschaft prophezeiten Horrorszenarienn sind ausgeblieben. Im Gegenteil: Fuchspopulationen sind in jagdfreien Gegenden stabiler auf einem niedrigerem Niveau als in Gegenden mit hohem Jagddruck. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es also keinen Grund, Füchse zu bejagen. Dennoch ist die grausame Fuchsjagd in Deutschland noch immer traurige Realität. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie bei www.wildtierschutz-deutschland.de oder www.aktionsbuendnis-fuchs.de

Januar 2021

Wieder "musste" ein Jagdpächter einen Hund erschießen. Der Hund war seinem Frauchen während eines Spaziergangs entlaufen. Wanderer beobachteten wie der Hund ein Reh gerissen hat und riefen die Polizei. Um den Hund von dem bereits toten Reh abzubringen, sah der herbeigerufene Jagdpächter nur eine Möglichkeit: der Hund musste getötet werden. Der Tod des Hundes ist für die Besitzerin offenbar noch nicht Strafe genug: sie erwartet nun zusätzlich eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.

Selbstverständlich nutzen Jäger gerne die Gelegenheit, sich bei solchen Zwischenfällen als Beschützer der Wildtiere darzustellen. Nichts jedoch ist weiter von der Realität entfernt als dieses immer wieder bemühte Bild. Jäger töten in Deutschland jedes Jahr über eine Million Rehe, die Zahl der von entlaufenen Hunden gerissenen Rehe ist dagegen verschwindend gering. Die Tötung des Hundes ist absolut unverhältnismäßig. Natürlich sollte nach Möglichkeit verhindert werden, dass Hunde Rehe hetzen oder töten. Insgesamt  jedoch sind Jäger für unsere Wildtiere ein wesentlich größeres Problem als frei laufende Hunde. 

https://www.all-in.de/immenstadt-i-allgaeu/c-polizei/freilaufender-hund-reisst-reh-in-immenstadt-und-wird-von-jaeger-erschossen_a5098913?fbclid=IwAR3_nomnwkE_B6LDCpmoGvtVpOuIqheteURqwuG8TnNMzYE1t9-InBNzhW4

Dieses Foto bildet die Realität weit besser ab. Dieses Reh wurde von einem Jäger getötet und dann in unmitteibarer Nähe eines Hochsitzes abgelegt - dort soll es Beutegreifer anlocken, die dann ebenfalls getötet werden. Dass Beutegreifer gnadenlos verfolgt werden, ist kein Geheimnis. Bei so viel Einsatz zu ihrem Schutz, müssten für Rehe in deutschen Wäldern ja geradezu paradiesische Zustände herrschen. Das Gegenteil ist der Fall: ursprünglich haben Rehe auf Feldern, Wiesen und am Waldrand gelebt, sie waren tagaktiv. Erst durch den enormen Jagddruck wurden sie zu scheuen, dämmerungsaktiven Waldbewohnern. Durch gezielte Maßnahmen wurde der Bestand immer weiter erhöht, gleichzeitig geht mant  äußerst aggressiv gegen mögliche Beutekonkurrenten vor. Anschließend beklagt man das Fehlen natürlicher Feinde. Durch den ständigen Jagddruck stehen die Tiere permanent unter Stress. In regelmäßigen Abständen werden Treib- und Drückjagden durchgeführt. Bei diesen Veranstaltungen werden die Tiere über Stunden gehetzt, in Todesangst versetzt und oft nur angeschossen, so dass die Tiere noch stunden- oder gar tagelang leiden müssen. 

Die meisten Menschen dürften unter Wildtierschutz aber etwas anderes verstehen. 

Januar 2021

Im Fall der bei Augsburg in einer Lebendfalle illegal erschossenen Katze äußern sich immer mehr Jäger auf Online-Plattformen. Die Tendenz: verurteilt wird nicht die Tat an sich, sondern der Umstand, dass man sich dabei hat filmen lassen. Außerdem werden Vorwürfe gegen die Führung des BJV erhoben. Dessen Vorsitzender hatte das Verhalten der Jägerin scharf kritisiert.Ebenso unverständlich finden es einige Jäger die Berichterstattug des Bayerischen Rundfunks und auch auf "Jagderleben.de". Auch scheint man sich bei den geltenden rechtlichen Vorschriften nicht einig zu sein. Hier einige Auszüge: 

 "Die Aufnahme des Privatlebens der Jägerin ist fragwürdig. Ob hier ein öffentliches Interesse vorliegt, wenn eine Katze im Jagdgebiet wildert, ist auch sehr fraglich. Ich bin für eine weitere Umwandlung von öffentlichen Wäldern in privat Jagdgebiete die man umzäunen kann. Dies ist mein Resultat aus dem Geschehen..." oder  "Bevor man seitens des BR einen derartigen Beitrag so tendenziös bringt, sollten die Verantwortlichen auch bedenken, daß das Material von "Tierschützern" geliefert wurde, welche ihrem Auftrag nicht gerecht geworden sind. Hätten diese das Tier aus der Falle befreit, wäre sie mit dem Leben davongekommen. Offenbar haben sich die Herrschaften jedoch in den Hintgerhalt gelegt und gewartet, bis die Jägern erschien und ihnen einen willkommenen Anlaß zu einer pauschalen Verunglimpfung "der Jäger" geliefert hat..." Auch schön ist dieser Beitrag: "Warum muss das aufgenommen und veröffentlicht werden? Jeder weiß doch, wie emotional das Thema "Katzen und Hunde" in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Leider trägt diese Jägerin nicht dazu bei, die Jagd gut zu präsentieren. Aber auch das ist eine unserer Aufgaben und wir müssen darüber reden, wie mit Leuten umgegangen wird, die den Stand der Jägerschaft derartig diskreditieren..".  Und hier schimpft ein Jäger über den BJV: "Ich empfehle diesen Herren die hier, so scheinheilig, den Entzug des Jagdscheins fordern, den §23 des Bundesjagdgesetz und den Art. 40 Abs.2 des Bayrischen Jagdgesetzes zu studieren. Darin ist ganz klar die Verpflichtung zur Ausübung des Jagdschutz, insbesondere der Schutz vor wildernden Hunden und Katzen gefordert. Bei 100 Millionen/Jahr gefangenen und getöteten, zum Teil unter Schutz stehenden, Wirbeltieren ist die Menge von umherstreunenden Katzen einfach nicht mehr erträglich.Aber anstatt sich wie es sich für eine Interessenvertretung gehört, sich hinter ein Verbandsmitglied zu stellen, das sich aus meiner Sicht vollkommen gesetzeskonform verhalten hat, wird medienwirksam mit dem Verbandsausschluß gedroht und der Jagdscheinentzug empfohlen.Zeigt endlich Flagge und steht zu unserer Sache. Ständiges wegducken kann kein aufrechtes Rückgrat erzeugen. Die Jagd braucht aufrechte und standfeste Vertreter und keine dem urbanen Mainstream folgenden Politiker". Und diesem Jäger geht es vor allem darum, dass all die Märchen, die man den Kindern in Projekten wie "Lernort Natur" erzählt, durch solche Aufnahmen unglaubwürdig werden: "Wir können uns Jahrelang "den Arsch aufreissen" Lernort Natur etc. wenn solche Leute ungestraft so agieren können, ist unsere Öffentlichkeits-Arbeit auf Jahre geschädigt..."  Diese und weitere Kommentare finden Sie unter https://www.jagderleben.de/news/katzen-abschuss-bjv-uebt-harte-kritik-vorgehen-jaegerin-712397#comment-277

Januar 2021

Schon die recht schwammige Ankündigung der Grünen, Wildtierhandel und Trophäenhandel verbieten zu wollen, bringt die Jägerschaft auf die Barrikaden. Unter der reißerischen Überschrift "Ende der Schonzeit: Die Grünen wollen jetzt der Trophäenjagd endgültig den Garaus machen" machen die Jäger auf www.jagdzeit.de ihrem Ärger Luft. Das Versprechen der Grünen auf eine bessere Zukunft, wird als Drohung und Kampfansage aufgefasst. Die Motive der Jäger seien eben vielfältig: der eine möchte den Wald vor den Rehen retten, der nächste Wildbret verkaufen und ein anderer möchte sich eben Trophäen an die Wand hängen. Abgesehen davon, dass die Grünen nun wirklich keine Anti-Jagd-Partei sind, scheint den Jägern nicht klar zu sein, dass solche Aussagen nur dazu führen, dass immer mehr Menschen die Jagd ablehnen. Trophäenjagd dürfte für die meisten Menschen eben kein legitimer Grund für die Jagd sein. Hier der Link zum Artikel: 

https://www.jagdzeit.de/meldungen/18?fbclid=IwAR0bWBA5gmi9TjSiPpZ8pHULmbQlbaFkiZkDqg1j6Vbu-kEIUNBs_yMsMIo

 

Januar 2021

Folgender Beitrag https://www.katzen-verein.de/so-fangen-jaeger-freigehende-katzen.html?fbclid=IwAR0LdhXFZ60qSdtB2N3JOILzRs43pu6seCmenY3RbwiAIXpGdYPlNhX6eWE macht deutlich, wie skrupellos Jäger auf Katzenjagd gehen. Zum Einsatz kommen Katzenlockmittel, mit denen die Katzen zu den augestellten Fallen gelockt werden. Auch Katzen, die sich normalerweise in der Nähe ihres Zuhauses aufhalten würden, werden so zu den Fallen gelockt. 

Januar 2021

Folgender Vorfall macht sprachlos: am 4.1.2021 berichtet BR 24 über einen Vorfall im Landkreis Bamberg. Ein Unbekannter hatte auf ein Anwesen geschossen, das Projektil hatte einen Sichtschutzzaun sowie eine dahinter stehende Regentonne durchschossen. Laut BR24-Bericht nehme die Polizei den Vorfall sehr ernst, das Landeskriminalamt sollte eingeschaltet werden. https://www.br.de/nachrichten/bayern/unbekannte-schiessen-auf-ein-anwesen-im-landkreis-bamberg,SL7jMBP

Nur einen Tag später bezeichnet die Polizei die Ermittlungen als abgeschlossen. Die Begründung der Polizei: man gehe davon aus, dass ein Jäger in Richtung Ortschaft auf ein Tier gezielt habe. Möglich sei auch, dass der Jäger die Ortschaft gar nicht gesehen habe. Der Schuss wurde wohl aus etwa 4 km Entfernung abgegeben - so weit sei das Gebiet gar nicht einsehbar. Aufgrund des geringen Sachschadens gehe man davon aus, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstellen werde. Dass der Jäger grob fahrlässig gehandelt hat und anstatt der Regentonne auch einen Menschen hätte treffen können, scheint die zuständigen Stellen nicht sonderlich zu interessieren.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/nach-schuss-auf-anwesen-in-rattelsdorf-polizei-vermutet-jaeger,SLCtH0H

Januar 2021

Nachdem eine Spaziergängerin mit ihrem Hund in eine Treibjagd geraten war, wandte sie sich an die Lokalpresse. Sie wollte wissen, warum solche Jagdveranstaltungen denn nicht rechtzeitig in der Presse bekannt gemacht würden - so könnten solche problematischen Begegnungen verhindert werden. Der Landesjagdverband Hessen allerdings hält gar nichts von diesem Vorschlag. Und zwar mit folgender Begründung: Jagdgegner könnten Störaktionen planen. Eine ungestörte Jagd scheint den Jägern ja sehr wichtig zu sein - da nimmt man im Zweifelsfall auch die Gefährdung Unbeteiligter in Kauf. Interessant auch, wie der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes in Hessen seine Mitbürger einteilt: in Landwirte und "normale" Hausbesitzer auf der einen Seite und radikale Tierschützer auf der anderen Seite. Dazwischen scheint es nichts zu geben. Sein Tipp, falls man unvorbereitet in eine Treibjagd gerät: den Wald auf dem kürzesten Weg verlassen. Im Übrigen müsse man auf dem Land immer mit Jägern und Treibern rechnen. In diesem Punkt hat er leider Recht. Allerdings darf bezweifelt werden, dass das tatsächlich so sein muss.

 https://www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/friedberg-ort28695/wetterau-hunde-treibjagd-pressemeldungen-ankuendigungen-konflikt-friedberg-13950796.html?fbclid=IwAR38Ns6ciG5anOHFXQtd70E01UGcBoPJiPU0tiiOOE3-pyNxUKs4k_TScm0

Januar 2021

Im Fall der bei Augsburg von einer Jägerin auf grausame Art und Weise getöteten Katze wurde jetzt eine Petition gestartet. Ziel der Petition ist eine angemessene Strafe für die Täterin. Leider werden immer noch viel zu viele Verstöße gegen das Tierschutzgesetz von den Strafverfolgungsbehörden nicht in ausreichendem Umfang verfolgt. Landet doch einmal ein Täter vor Gericht, sind die Strafen oft lächerlich gering - gerade Jäger kommen viel zu oft mit einem blauen Auge davon. Das möchte die Intitiatorin der jetzt gestarteten Petition verhindern: das Urteil muss eine abschreckende Wirkung haben. In Zukunft sollte sich jeder Jäger ganz genau überlegen müssen, ob er Nachbars Katze wirklich erschießen möchte - oder ob ihm die Gefahr einer Verurteilung doch zu groß ist. Hier geht´s zur Petition:

 https://www.change.org/p/richter-amtsgericht-augsburg-gef%C3%A4ngnisstrafe-gegen-j%C3%A4gerin-die-eine-hauskatze-grausam-hinrichtete

Januar 2021

Zum Jagdschein in nur 4 Tagen? Eine Jagdschule in der Eifel bietet genau das an. Nach einer Vorbereitungszeit zu Hause - welche sich vermutlich auf das Auswendiglernen der bekannten Multiple-Choice-Fragen beschränkt - kann man nach nur vier Tagen Präsenzunterricht den Jagdschein erwerben. Für die Prüfung muss man allerdings nochmal zwei volle Tage opfern. Waffen können ausgeliehen werden. Eine jagdliche Vorbildung ist übrigens nicht nötig. So also sieht die angeblich so anspruchsvolle Jägerausbildung aus. Kostenpunkt: 4.299,-- Euro. Den Link zu diesem Angebot finden Sie hier:

 https://jagdschule-rheinahreifel.de/jagdkurse/intensivkurs/?fbclid=IwAR1WCajZGHwXf9Af9IurUml5yOp6K8DlYAHoDWbAfrmYguAUYIlqInmXUpU

 

Januar 2021

In Hessen beobachtete ein Wanderer, wie Jagdhunde ein Wildschwein erst hetzten und dann angriffen. Wildtierschutz Deutschland hat nun Anzeige erstattet - wegen illegaler Hetzjagd. 

https://www.facebook.com/wildtierschutz/videos/738702520378116

Januar 2021

In einem Wald zwischen Aichach und Friedberg hat eine Jägerin eine in einer "Lebendfalle" gefangene Katze auf grausame Art und Weise getötet. Der ganze Vorgang wurde gefilmt und dankenswerterweise ins Netz gestellt. Unter dem Link https://www.facebook.com/sokotierschutz.ev/videos/1363092054025745/ können Sie die Tötung der Hauskatze sehen. Da der ganze Vorgang äußerst brutal ist, versehen wir den Link mit einem Warnhinweis. Wie BR 24 berichtet https://www.br.de/nachrichten/bayern/jaegerin-erschiesst-hauskatze-in-waldstueck-bei-friedberg,SL1Nsn5  ging bei der Polizei in Augsburg bereits am 27.12. eine Anzeige ein, mittlerweile hat auch die "SOKO Tierschutz" Anzeige erstattet. Leider ist es in Bayern immer noch erlaubt, sog. "wildernde" Katzen zu töten - wobei eine Katze schon dann als wildernd gilt, wenn sie sich mehr als 300 Meter vom letzten bewohnten Gebäude entfernt hat. Allerdings ist es nicht erlaubt, eine in einer Falle gefangene Katze zu töten - diese hätte von der Jägerin zu ihrem Besitzer zurückgebracht werden müssen. Auch das Motiv, welches zur Tötung der Katze führte, ist interessant: offenbar ging es der Jägerin darum, eigens zur Jagd gezüchtete teure Fasane vor der Katze zu beschützen. Fasane sind bei Jägern sehr beliebt, weil sie gute Zielscheiben abgeben. Friedrich Mülln von der Soko Tierschutz äußert sich folgendermaßen:"Dass eine Katze sterben muss, weil die Jägerin um ihre in Massentierhaltungen gezüchteten, lebenden Zielscheiben fürchtet, zeigt, wie irrsinnig diese Tat wirklich ist."

Während man in der Führungsebene des BJV um Schadensbegrenzung bemüht ist und öffentlichkeitswirksam empfiehlt, dass der Jägerin der Jagdschein entzogen werden soll 

https://www.jagderleben.de/news/katzen-abschuss-bjv-uebt-harte-kritik-vorgehen-jaegerin-712397, lässt die Einsichtsfähigkeit in diversen Jagdforen doch noch zu wünschen übrig, hier sehen doch sehr viele kein Fehlverhalten der Jägerin. HIer äußert sich ein Jäger folgendermaßen: 

der Fall ist aus Bayern, der Fang ist nach Bayrischen Recht grundsätzlich erlaubt. Ein vernünftiger Grund, ernsthaft? Jagdschutz ist ein vernünftiger Grund!

Ich kann nicht feststellen das hier eine Fahrlässigkeit oder gar eine GROBE Fahrlässigkeit vorliegt. Sind Jäger irgendwie verpflichtet, immer mit dem ersten Schuss sofort tödlich zu treffen? Mir ist keine solche Vorschrift bekannt. In keinem Bundesland. Ich kann auch nicht feststellen, dass die Dame nicht weiss was sie tut. Was hätte sie denn stattdessen tun sollen ? Ich kenne Jäger, die schiessen auf 100- 150 mtr auf den Kopf. Das sie nicht auf Anhieb getroffen hat kommt wohl vor. Ist das strafbar? Nicht das ich wüsste!

Eine Eignung zum führen einer Waffe abzusprechen auf Grund dieses Videos finde ich ein starkes Stück.

Die vollständige Diskussion zu diesem Thema finden Sie hierhttps://www.facebook.com/groups/JagdDiskussion/permalink/1776495119171140/?comment_id=1776580885829230&reply_comment_id=1776628485824470

 

Januar 2021

Dieses Schild wurde uns aus der Gemeinde Fensterbach/Kreis Schwandorf gemeldet. Hier wird die zu Recht umstrittene Fallenjagd mit der Tollwutbekämpfung gerechtfertigt - und das, obwohl Deutschland seit mehr als 12 Jahren offiziell tollwutfrei ist. Außerdem möchte der Jagdpächter offensichtlich Menschen von "seinem" Jagdrevier fernhalten. So warnt er davor, dass das Betreten des Waldes nur "mit größter Vorsicht" möglich sei. Wir haben uns sowohl an die zuständige Gemeinde als auch an die örtliche Jägervereinigung gewandt und darum gebeten, dafür zu sorgen, dass das Schild entfernt wird und der Jäger umgehend dafür sorgt, dass ein gefahrloses Betreten des Waldes wieder möglich ist. Unser Schreiben finden Sie unter der Rubrik "So reagieren die Behörden und Politiker".

Januar 2021

Auch in Frankreich ist die Jagd zunehmend umstritten. Allerdings ist man uns dort schon einen Schritt voraus. Während es in Deutschland nach wie vor undenkbar ist, dass Gemeinden ein Jagdverbot auf gemeindeeigenen Grundstücken aussprechen, ist dies in Frankreich offenbar durchaus möglich. So regieren in Montpellier die Grünen gemeinsam mit der "Partie Animaliste". Beide Parteien hatten im Juni unter anderem vereinbart, die Jagd auf kommunalen Grundstücken zu verbieten. Diese Vereinbarung wurde jetzt im Dezember umgesetzt. Da auch in Frankreich die Jäger nicht bereits sind, solche Verbote widerstandslos hinzunehmen, wird der Tierschutzbeauftragte der Regierung nun seitens der Jägerschaft in den sozialen Medien mit unzähligen Drohungen und Beleidigungen bedacht - darunter finden sich auch viele rassistische und homophobe Aussagen. Dennoch möchte sich der Tierschutzbeauftragte nicht einschüchtern lassen. Bleibt zu hoffen, dass das Beispiel Schule macht und der Tierschutz auch hierzulande von der Politik stärker berücksichtigt wird. Hier geht´s zum Beitrag: 

https://france3-regions.francetvinfo.fr/occitanie/herault/montpellier/montpellier-elu-du-parti-animaliste-eddine-ariztegui-pris-violemment-partie-reseaux-sociaux-1909612.html 

In diesem Zusammenhang möchten wir nochmal auf die neu gegründete Bewegung "Die Stimme der Tiere im Ingolstädter Stadtrat" hinweisen, dich sich unter anderem für ein kommunales Jagdverbot einsetzen würde. Weitere Informationen zu dieser Organisation finden Sie unter  https://www.stimmedertiereingolstadt.de/

Dezember 2020

Bei einem Spaziergang stieß ein Ehepaar auf mehrere am Waldrand abgelegte Eier. Da es sich hierbei möglicherweise um Giftköder handelt, wurde der Fund bei "Tatort Natur" gemeldet. Ob es sich in diesem Fall tatsächlich um vergiftete Eier handelt, ist noch nicht endgültig geklärt. 

Dennoch möchten wir den Fund zum Anlass nehmen, die Öffentlichkeit für das Thema Giftköder zu sensibilisieren. Laut "Tatort Natur" ist das Ausbringen von mit Gift präparierten Ködern die mit Abstand am häufigsten nachgewiesene Methode beim Töten geschützer Wildtiere. Ziel solcher Aktionen sind oft Greifvögel. Die Mehrheit der vergifteten Greifvögel findet sich laut Tatort Natur "in intensiv jagdlich genutzen Revieren mit hohem Niederwildanteil." Sollten Sie auf verdächtige Eier oder andere mögliche Köder stoßen, rufen Sie die Polizei und melden Sie den Fund bei "Tatort Natur". Fassen Sie die Köder (oder evtl. verendete Tiere) auf keinen Fall an. Die verwendeten Gifte sind oft hochtoxisch und wirken auch über Hautkontakt. Weitere Informationen zu diesem Thema sowie ausführliche Verhaltensregeln im Falle eines Fundes finden Sie hierhttps://www.tatort-natur.de/fakten-naturschutzkriminalitaet/methoden/vergiftung/

Dezember 2020

Unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung"  haben wir einen äußerst lesenswerten Beitrag zum Thema "Jäger in Schulen und Kindergärten" veröffentlicht. Der Verfasser kritisiert etwa den Einsatz sog. "Lernort-Natur-Mobile", mit denen Jäger des DJV in Schulen und Kindergärten unterwegs sind. Dort soll "eine angemessene Vermittlung der Jagd" stattfinden. Das bedeutet, dass sich Jäger ungehindert als Tier- und Naturschützer inszenieren dürfen, während die grausamen Einzelheiten bewusst verschwiegen werden. Mit der Jagdrealität haben solche Veranstaltungen nichts zu tun, Bilder wie das oben abgebildete werden den Kinder selbstverständlich nicht gezeigt. In Kindergärten und Grundschulen wird also massiv Einfluss auf Kinder genommen, welche aufgrund ihres Alters noch gar nicht in der Lage sind, das von den Jägern vermittelte "Wissen" eigenständig zu reflektieren. Warum diese Einflussnahme auf Kinder für Jäger so wichtig ist und was Eltern dagegen tun können, können Sie ebenfalls im genannten Beitrag nachlesen.

Dezember 2020

Zum Jahresende dann doch noch eine postitive Nachricht: nach intensiven Recherchen konnte das "Komitee gegen den Vogelmord" Strafanzeigen gegen insgesamt neun Unternehmen aus Bayern, Niedersachsachsen und Nordrhein-Westfalen erstatten. Die betroffenen Unternehmen boten trotz strenger Vermarktungsverbote tote Rabenvögel und seltene Entenarten zu Schleuderpreisen als "Schleppwild" an. Abnehmer der geschossenen Eichelhäher, Reiherenten, Elstern und Rabenkrähen waren Jäger, welche die toten Tiere als "Übungswild" in der Jagdhundeausbildung verwenden. Den beteiligten Firmen drohen nun wegen Verstoß gegen die Vermarktungsverbote des Bundesnaturschutzgesetzes hohe Geldstrafen sowie der Entzug des Jagdscheins. 

https://www.facebook.com/Komitee.CABS/posts/3482340001885902?__xts__[0]=68.ARCc3GqAanEjiSLNzCaudk5hvmw7YCpEfrGUqIN1UIXzV5wnrHiWNCdrOh45u94xqXlsQExlU2uWWkTR5J-LVhjVhLSCUdEQ4D1RdgGhtEgozHuYYQa7nGNBldY9eba0zSKwIwwnKL6h_56LUR5eoDB-QBEc5Qc5ZaNuUR1FMe-7Kb5zsHbhcWF2EpdnArSp4qmXee7VFj1z6fC16MLSGVQN3uwy4NFfF4YtHA2Zr-jxFrK4T8JOaL_-Ah8sI4w7BbGyV5BCb7n45ZMGAWCA73cO-FOx4Pc2k5wYgNIxOOMS9ZFfV_UjjXH0pV64_PFNYGFomXLG9e-e7jMACKpbS3hkF-DvzuF4pMh9mdsqbdZYgFEIBkl4zFIF6xONiPtM1kmZoC8s_9kIxopxd3HvuooMqs8vbsNVZwPBGbzy8G22IsKDVjUjiFI92qGibNwaJzqw1HExJOep5SXExFdySenR3EMoRpxBtPQ0gPIXLIk_IeS9RSf67W0M

 

Dezember 2020

Wieder wurde ein Kind durch eine Totschlagfalle verletzt: ein neunjährige Junge aus Bayreuth geriet beim Spielen mit dem Arm in die verrostete Eisenfalle und steckte über eine Dreiviertelstunde fest. Diese und weitere Fallen hatte ein Jäger in der Nähe eines Wohngebiets aufgestellt, um Marder zu töten. Da der Jäger mit der Aufstellung der Fallen gegen das Jagdgesetz verstoßen hat, hat PETA jetzt Anzeige gegen den Jäger erstattet.

Hier geht´s zum Bericht:

https://www.bayreuther-tagblatt.de/nachrichten_meldungen_news/todesangst-bayreuther-kind-9-schwer-durch-rostige-totschlagfalle-verletzt-das-sind-die-folgen/?fbclid=IwAR2T2FxGxWNzSeqx33_ghMrYyanLELy_cltcOBBNLtIgy2C5zO5ysM2n37o

 

Dezember 2020

Die "Initiative  zur Abschaffung der Jagd" berichet auf ihrer Seite regelmäßig über Jagdunfälle und Straftaten im Zusammenhang mit der Jagdausübung. Auch in diesem Jahr ist hier einiges zusammengekommen: tödliche Jagdunfälle - Menschen, die beim Joggen, im Freibad oder auf ihrem eigenen Grundstück angeschossen wurden - Jäger, die alkoholisiert mit ihrer Waffe unterwegs waren - Jäger, die Spaziergänger und Reiter beleidigen und bedrohen - Menschen, die sich plötzlich in nicht abgesicherten Treibjagden wiederfinden - Kinder, die beim Spielen in Fallen geraten. Nachzulesen sind all diese Vorfälle unter folgendem Link:

 https://www.abschaffung-der-jagd.de/menschenalsjaegeropfer/jagdunfaelle---straftaten-2020/index.html

 

Dezember 2020

In Baden-Württemberg kam es erneut zu einer folgenschweren Verwechslung. Ein Jäger auf Wildschweinjagd sah mehrere Wildschweine am Waldrand, verlor diese dann aber aus den Augen. Als er - dank seiner Wärmebildkamera - glaubte, die Wildschweine wiedergefunden zu haben, gab er aus gut 80 Metern Entfernung einen Schuss ab. Als der Jäger überprüften wollte, ob er etwas erlegt hatte, stellte sich heraus, dass es sich bei der angeblichen Wildschweinrotte um Ponys auf einer Weide gehandelt hatte. Ein Pony war durch den Schuss schwer verletzt worden. Der Jäger informierte die Polizei, das Pony musste sich einer Notoperation unterziehen. Ob es überleben wird, ist noch ungewiss. Gegen den Jäger wurde Anzeige erstattet. Eigentlich sollte jedem klar sein, dass man nur dann einen Schuss abgeben darf, wenn man absolut sicher ist, auf was man schießt. Diese elemenare Erkenntnis scheint sich bei Jägern nur schwer durchsetzen zu können. Hier geht´s zum Artikel. https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-jaeger-eigene-waffe-toedlich-getroffen-712347

 

Dezember 2020

Wieder kam es zu einem tödlichen Jagdunfall - als ein Jäger seine Waffe in den Kofferraum legen wollte, löste sich ein Schuss. Der Schuss traf den Jäger, der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-jaeger-eigene-waffe-toedlich-getroffen-712347

Dezember 2020

In einer Diskussion im Forum "Wild und Hund"  https://forum.wildundhund.de/threads/niederwildjagden-2020-21.129085/ zum Thema Niederwildjagd-Jagden entlarven sich die Jäger einmal mehr selbst. Wer immer noch glaubt, die Bejagung von Beutegreifern sei nötig, um das Niederwild zu schützen, sollte sich die Kommentare unter dem angegebenen Link aufmerksam durchlesen. Die Beutegreifer werden bejagt, damit Jäger bei Treibjagden möglichst viel Niederwild erlegen können. Hier ein Auszug aus einem Kommentar: "Ich denke eher, die Herren haben Ihre Hausaufgaben bei der Raubwild Jagd gemacht. Seitdem wir dies seit 7 Jahren intensiviert haben, und die erst 4 Jahre nur beobachtet habe, konnten wir die letzten 3 Jahre wieder das Niederwild bejagen. Strecke der letzten Jagd vor der Steigerung der Raubwild Jagd lag bei 5-8 Kreaturen. Nun liegen wir wieder im Schnitt bei 50."  Ein anderer Jäger äußert sich so: "Hatten gestern bei bestem Wetter die erste Niederwild-Treibjagd für dieses Jahr. Wir waren 20 Jäger und 9 Hunde. Insgesamt lagen am Ende des Tages 124 Feldhasen, 4 Fasane und 1 Iltis auf der Strecke. Konnte selbst 12 Hasen und einen Fasan beitragen, hat gestern Lust auf mehr gemacht" Das also verstehen Jäger unter Niederwild-Schutz. Nur nochmal zur Erinnerung: Feldhasen stehen seit Jahren auf der Liste der bedrohten Arten - trotzdem ist man stolz darauf, diese Tiere nach intensiver Bejagung der Beutegreifer in großer Zahl töten zu können. Auch das Töten von Fasanen, die immer noch oft genug extra zu Jagdzwecken gezüchtet werden, verkauft man als Beitrag zum Tier- und Naturschutz. 

Dezember 2020

Über diesen Vorfall berichteten wir bereits mehrmals: eine junge Frau geriet beim Joggen im Wald in Gefahr, als ein Jäger in ihrer unmittelbaren Nähe das auf diesem Foto abgebildete Reh erschoss - der betagte Jäger gab den Schuss ab, obwohl er wusste, dass die Joggerin in der Nähe unterwegs war. Da sich in der Nähe kein Hochsitz befindet, geht man davon aus, dass der Schuss ebenerdig oder aus dem Auto abgegeben wurde. Gemeinsam mit ihrer Mutter rekonstruierte die junge Frau den Vorfall, fertigte Skizzen an und zeigte den Jäger an. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, weil laut Auffasssung des Staatsanwaltes keine Straftat vorliegt. Allerdings bewertete auch der Staatsanwalt das Verhalten des Jägers als fahrlässig und leitete den Fall an das zuständige Ordnungsamt weiter, welches die Zuverlässigkeit des Jägers überprüfen sollte. Vor diesem Hintergrund fand jetzt vor ein paar Tagen ein Ortstermin statt. An diesem Termin nahmen teil: ein Vertreter der Unteren Jagdbehörde, ein Vertreter des Ordnungs- und Gewerbewesen, der zuständige Jagdberater, der beschuldigte Jäger sowie die betroffene Joggerin und ihre Mutter. Der 80-jährige Jäger, der die meiste Zeit über recht abwesend wirkte und oftmals Schwierigkeiten hatte, dem Gespräch zu folgen, verstrickte sich immer wieder in Widersprüche. Einmal behauptete er, an dem besagten Tag gar keine Waffe dabei gehabt zu haben, dann behauptete er, das Reh nach einer Drückjagd gefunden zu haben - diese Drückjagd fand allerdings erst einige Zeit nach besagtem Vorfall statt. Dann behauptete er, dass nur Jäger Druckwellen spüren können, für Nichtjäger hingegen seien Druckwellen nicht spürbar. Ob das fahrlässige Verhalten des Jägers Konsequenzen haben wird oder ob er weiter Menschenleben gefährden kann, werden die Betroffenen übrigens nicht erfahren - hier wird der Datenschutz des Jägers höher bewertet als das berechtigte Interesse der Betroffenen. 

Lesen Sie den aufschlussreichen Bericht der Betroffenen unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung."

Dezember 2020

Bei Bensheim (Hessen) laufen zwei Hunde in den Wald und kommen nicht wieder. Die Besitzer hören Schüsse und machen sich auf eine stundenlange, ergebnislose Suche. Schließlich wird die Polizei eingeschaltet. Nach kurzer Zeit wird den Hundehaltern mitgeteilt, dass der zuständige Jagdpächter zugegeben hat, die beiden Hunde erschossen zu haben. Danach hat der Jäger die getöteten Hunde einfach ins Gebüsch geworfen. Nach diesem Hinweis finden die Besitzer ihre Hunde und bringen sie in die Tierklinik. Der örtliche Jagdverein stellt sich erwartungsgemäß vor den Jagdpächter und verteidigt sein Verhalten. Die Tötung von Hunden sei zwar das letzte Mittel, aber es gebe starke Indizien, dass die Hunde zuvor ein Reh getötet hätten. Außerdem könnten auch Menschenleben gefährdet werden, wenn aufgescheuchtes Wild über die Straße rennt.

Diese Argumentation ist an Verlogenheit kaum noch zu überbieten. Während man selbst keine Probleme damit hat, Treib-, Drück- und Erntejagden direkt neben viel befahrenen Straßen abzuhalten, Hochsitze gerne in unmittelbarer Nähe zu Bundesstraßen, Autobahnen oder Wohngebieten aufstellt und so die Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf nimmt, möchte man jetzt die völlig sinnfreie Tötung der Hunde auch noch als notwendige Maßnahme zur Gefahrenabwehr darstellen. Ebenso ärgerlich ist das zweite Argument. Es gibt also starke Indizien dafür, dass die Hunde ein Reh getötet hätten. Welche Indizien? Die Aussage des Jägers? Bei der Untersuchung in der Tierklinik stellte sich heraus, dass die Hunde keinen Kontakt zu einem Reh gehabt hatten. Und nun? Der Jäger kann sich entspannt zurücklehnen, er muss nicht beweisen, dass die Hunde gewildert haben. Die Beweislast liegt beim Hundebesitzer. Ob die Hunde in diesem Fall "gewildert" haben oder nicht, wird man wohl nicht mehr klären können. Letztendlich spielt es auch keine Rolle. Der Schaden, den freilaufende Hunde in unseren Wäldern anrichten, ist verschwindend gering. Worüber wir als Gesellschaft allerdings dringend diskutieren sollten, ist der Schaden, den Jäger in unserer Natur anrichten. Angefangen bei tierschutzrelevanten Jagdmethoden über die Vergiftung unserer Natur mit Bleimunition bis hin zu illegalen Tötungen streng geschützter Tiere. 

Hier geht´s zum Artikel:

https://www.rtl.de/cms/bensheim-zwei-freilaufende-hunde-werden-von-jaeger-erschossen-4660686.html?utm_term=rtl-aktuell&utm_medium=echobox&utm_campaign=post&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR0MQOoSz4y7L-LVGCAh3pEposHXftVi4kHnYGPi1eNaJOZcQeenvCovMmg#Echobox=1606896638

 

Dezember 2020

In diesem kurzen Video erklärt Peter Wohlleben, warum Wildschweine nicht vom Klimawandel profitieren - und widerlegt damit ein beliebtes Argument aus Jägerkreisen. Hier geht´s zum Filmhttps://www.facebook.com/PeterWohlleben.Autor/videos/702088997403204

 

Dezember 2020

In Ingolstadt entsteht gerade eine neue Bewegung, die dazu beitragen möchte, dass die Rechte der Tiere im Ingolstädter Stadtrat stärker berücksichtigt werden. Neben der Förderung von Biodiversität und vegetarischer/veganer Lebensweise, ist ein weiteres erklärtes Ziel der Bewegung, die Hobbyjagd in Ingolstädt möglichst weitreichend zu verbieten. Eine geeignete Maßnahme auf Kommunalebene wäre etwa ein Verbot der Hobbyjagd in Landschaftsschutzgebieten. Außerdem sollen Jagdvereine von der Stadt nicht mehr finanziell gefördert werden. Durch eine stärkere Überwachung von Jagdveranstaltungen soll erreicht werden, dass rechtliche Vorgaben auch eingehalten werden. Mitarbeiter des Ordnungsamt sollen sensibilisiert und geschult werden, Naturschutzorganisationen, die sich in jagdfreien Gebieten für den Erhalt von Lebensräumen einsetzen, besser unterstützt werden. Weitere Informationen über diese vielversprechende neue Bewegung finden Sie hier:  https://www.stimmedertiereingolstadt.de/ 

 

 

Dezember 2020

Spaziergänger, die am vergangenen Sonntagmorgen auf der Rheininsel Langenau unterwegs waren, wurden Zeuge einer fragwürdigen Drückjagd. So mussten sie mit ansehen, wie ein älteres Rehkitz von mehreren Jagdhunden gehetzt, angegriffen und getötet wurde. Solche Hetzjagden sind in Deutschland allerdings verboten - auch Hunde von Jägern dürfen keine Wildtiere reißen. Mehrere Personen, die den Vorfall beobachtet hatten, riefen die Polizei. Außerdem wurden der Polizei mehrere Corona-Verstöße gemeldet, so wurde wohl der Mindestabstand nicht eingehalten, auch auf Masken wurde verzichtet. Nachdem die Polizei vor Ort war, wurde die Jagd abgebrochen. Der Jagdleiter versucht, den Vorfall damit zu rechtfertigen, dass die Hunde außer Kontrolle geraten seien, als sie die Rehe gewittert hätten. Man sei an diesem Tag auf Wildschweinjagd gewesen, mit Rehen im Jagdgebiet habe man nicht gerechnet. Offenbar ist es für den Jagdleiter in Ordnung, dass Jagdhunde hin und wieder außer Kontrolle geraten - bei Hundebesitzern ohne Jagdschein ist man da weniger nachsichtig.

Die Polizei prüft, ob ein Straftatbestand vorlliegt. Einen ausführlichen Bericht zu diesem Vorfall finden Sie hier: 

https://www.fnp.de/lokales/kreis-gross-gerau/ginsheim-gustavsburg-ort893416/hunde-jagd-langenau-ginsheim-gustavsburg-entsetzen-blutrausch-90117437.html

November 2020 

Wir berichteten bereits mehrmals über den Fall dieser illegalen Habichtfalle. Nun kommt die Angelegenheit wohl zu einem Abschluss: die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt. Begründung: die Verurteilungswahrscheinlichkeit sei zu gering.

Wir fassen nochmal kurz zusammen: ein Spaziergänger beobachtet zwei Männer, die einen großen Gegenstand in den Wald tragen. Er merkt sich das Autokennzeichen. Nachdem die Männer weg sind, schaut er nach und findet diese illegale Habichtfalle. Er schaltet den LBV ein. Es wird Anzeige erstattet. Bei den Ermittlungen findet man auf dem Grundstück des Beschuldigten eine weitere, fast identische Falle. Trotzdem liegt nach Auffassung der Staatsanwaltschaft kein hinreichender Tatverdacht vor. Der Beschuldigte gibt zwar zu, dass er sich zum besagten Zeitpunkt in der Nähe der Falle aufgehalten hat. Mit der Falle will er aber dennoch nichts zu tun haben. Dass man auf seinem Grundstück eine weitere Falle gefunden hat, erklärt er damit, dass diese aus einer Zeit stamme, in der die Habichtjagd mit Sondergenehmigung noch legal war. Offenbar reichen der Staatsanwaltschaft diese völlig unglaubwürdigen Aussagen, um das Verfahren einzustellen. So wird man das Problem der Jagdwilderei mit Sicherheit nicht in den Griff bekommen. Das vollständige Schreiben der Staatsanwaltschaft können Sie unter der Rubrik "So reagieren Behörden und Politiker" nachlesen.

November 2020

Mitten in der Corona-Pandemie feiern 50 Jäger eine Party. Mit dabei: ein Top-Beamter der Kreisverwaltung. Mindestabstand? Masken? Fehlanzeige! Offensichtlich ist man hier der Meinung, dass die Regeln, an die sich der Rest der Bevölkerung halten muss, für die "systemrelevante Jägerschaft" nicht gelten.

Hier geht´s zum Beitrag in der Siegener Zeitung:

https://www.siegener-zeitung.de/burbach/c-lokales/normale-jagd-oder-pandemie-fest_a217480?fbclid=IwAR24C9c68BHeiyS_AEwUB5gRCNNCfQ6Y1zEjDY83eGUiinTc8rSl9vEthEs

 

November 2020

Bei Erfurt liefen mehrere Wildschweine auf die Autobahn - ein LKW und mehrere Autos konnten nicht mehr ausweichen. Vier Tiere starben, Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Offenbar fand in der Nähe der Unfallstelle eine Jagd statt. Abgesehen davon, dass es aus Tierschutzgründen abzulehnen ist, Tiere in den Tod zu hetzen, macht dieser Vorfall wieder einmal deutlich, dass bei der Jagdausübung immer wieder auch Menschen in Gefahr geraten. Jeder, der in der Nähe einer Autobahn oder einer viel befahrenen Bundesstraße seiner jagdlichen Tätigkeit nachgeht, nimmt zumindest billigend in Kauf, dass auch Menschen durch sein Tun zu Schaden kommen. Leider fehlen hier gesetzliche Vorgaben und wirksame Sicherheitsvorschriften völlig. Und so wird es auch in Zukunft Vorfälle wie diesen geben. Hier geht´s zum Artikel:

 https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/autobahn-wildschweine-unfall-wildunfall-rotte-vieselbach-jagd-100.html?fbclid=IwAR2M8qk1w-k2_ySXK-I9KK2xVD9h23Yn3Yli9qICiFiDJx9W82i-EbUEEu8

 

November 2020

Unter folgendem Link https://www.naturwelt.org/der-wald/der-hase/ setzt sich Naturwelt.org mit den Problemen auseinander, die Feldhasen in unserer Kulturlandschaft haben. Der Feldhase hat es schwer, ist in seinem Bestand bedroht. Intensive Landwirtschaft, Monokulturen, fehlende Hecken als Unterschlupf, keine Brachflächen und Blühstreifen, Pestizide, Jagd - all dies hat dazu geführt, dass der Feldhase mittlerweile zu den bedrohten Arten gehört. Nun präsentieren sich Jäger der Öffentlichkeit ja gerne als Beschützer dieser gefährdeten Arten und bezeichnen die grausame Jagd auf Beutegreifer auch noch zynisch als aktiven Tier- und Artenschutz. Die Bejagung von Beutegreifern löst aber das Problem nicht. Nur wenn den Tieren ausreichend geeigneter Lebensraum zur Vefügung steht, können sie auch Überleben. In einem intakten Lebensraum stellen auch Beutegreifer kein Problem dar. 

Übrigens: einerseits behaupten Jäger, die Jagd auf Beutegreifer sei nötig, um gefährdete Tierarten wie den Feldhasen zu schützen. Andererseits haben die Jäger aber kein Problem damit, selbst Feldhasen zu jagen. 

Im Klartext: erst wird der Fuchs getötet, um den Hasen zu schützen - danach tötet man den Hasen selbst. 

Auch andere gefährdete Tiere werden gerne bejagt. Fasane etwa werden extra zu Jagdzwecken gezüchtet. Kurz vor der Jagd setzt man diese in freier Wildbahn seltenen Tiere dann aus, um sie anschließend abzuschießen. Viele Menschen dürften unter Artenschutz etwas anderes verstehen.

November 2020

Auf Naturwelt.org ist ein äußerst lesenswerter Beitrag zum Thema Fuchs erschienen. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 600.000 Füchse von Jägern getötet. Dabei kommen nach wie vor so grausame Jagdmethoden wie die Fallen- und die Baujagd zum Einsatz. Die Ausbildung der Hunde, die für die Baujagd eingesetzt werden sollen, finden in sog. Schlliefanlagen statt. In einem System aus Betonröhren werden die Füchse, die extra für diesen Zweck gefangen wurden, von den Hunden gejagt und getötet. Begründet wird die Bejagung des Fuchses mit den immer gleichen Argumenten: Schutz des Niederwildes, Schutz vor Krankheiten. Der Beitrag auf Naturwelt.org zeigt auf, dass diese Argumente einer näheren Überprüfung nicht standhalten und dass eine intensive Bejagung des Fuchses durchaus auch problematisch sein kann. Sprachlos macht auch der ebenfalls in diesem Beitrag zu findende Bericht einer Frau, die einen kranken Fuchswelpen findet und ihm helfen möchte. Von offizieller Seite alleine gelassen, bedroht von Anzeigen wegen "Wilderei" und schließlich die Erkenntnis, dass ein Tierarzt ein Wildtier nicht behandeln darf. Lesen Sie den ganzen Beitrag unter folgendem Link: https://www.naturwelt.org/der-wald/die-fuchsjagd/

November 2020

Auf der Seite von Wildtierschutz Deutschland findet sich ein aktueller Bericht über eine unangekündigte Gesellschaftsjagd im Hochtaunuskreis. Da Warnhinweise kaum zu finden waren, hielten sich während der Jagd zahlreiche Wanderer und Freizeitsportler in dem Gebiet auf, die sich unvermittelt mitten im Jagdgeschehen wiederfanden. Zu dieser Jagdveranstaltung waren Jäger aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus der Schweiz angereist - und das in Pandemiezeiten. Einige von ihnen kamen sogar aus Hochrisikogebieten. Wie Beobachter berichteten, wurden keine Masken getragen, auch die Abstandsregeln wurden nicht eingehalten. Den kompletten Bericht finden Sie unter folgendem Link: 

https://www.he-wildtierschutz.de/post/gesellschaftsjagd-corona?fbclid=IwAR2lniIV6SyEUSOBRo5JH6qS4gVW_tUH2XL95TA56hiAhI9rvOuq8WjI8z4

November 2020

Da in einigen Gebieten die Mäusepopulation wohl überhand nimmt, ist es per Notfallzulassung  erlaubt, noch bis 6. Januar 2021 Ratron Giftweizen gegen Feld- und Erdmäuse auszubringen. Erlaubt ist die Anwendung in Acker- und Obstkulturen sowie auf Wiesen und Weiden. Die Auswirkungen auf unser Ökosystem sind nicht abzusehen. Die Mäuse sterben nicht sofort an dem Gift. Andere Tiere können vergiftete Mäuse fressen und das Gift dadurch ebenfalls aufnehmen. Um das "Mäuseproblem" in den Griff zu bekommen, greift man also zu ziemlich drastischen Maßnahmen. Gleichzeitig werden in Deutschland weiterhin jedes Jahr mehr als 420.000 Füchse getötet, anderen Beutegreifern ergeht es nicht besser. Ein Fuchs vertilgt pro Tag 20 Mäuse, ein Bussard immerhin noch 10. Auch Katzen ernähren sich in freier Wildbahn überwiegend von Mäusen. So ist am Beispiel der "Mäuseplage" sehr gut zu sehen, wie wichtig die genannten Beutegreifer für unser Ökosysstem sind und welche negativen Konsequenzen deren intensive Bejagung nach sich zieht. 

https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Fachmeldungen/04_pflanzenschutzmittel/2020/2020_09_10_Fa_Notfallzulassungen_Ratron_Giftweizen.html?fbclid=IwAR0mZ645dBE-_PFWEZxC4Eq4fPIPso-PuNe1d2c7EauZNOLfS-v-4l6vgwM

November 2020

Ohne öffentliche Diskussion wurde vom Landwirtschaftsministerium eine Jagdgesetznovelle auf den Weg gebracht. Die Devise lautet "Wald vor Wild". Wie bereits berichtet, waren Tierschutz- oder Tierrechtsorganisationen an den Verhandlungen nicht beteiligt. So verwundert es nicht weiter, dass der Tierschutz in der Jagd weiterhin keine Rolle spielt. Künftig soll es den Jägern sogar erlaubt sein, nachts mit Scheinwerfern und Nachtzielgeräten zu jagen. Der Jagddruck nimmt also weiterhin zu - mit allen bekannten negativen Auswirkungen. Was "Wald vor Wild" bedeutet, zeigt ein Video von "Wildtierschutz Deutschland", zu sehen unter folgendem Link:

https://www.facebook.com/wildtierschutz/videos/1029857687479038

 

November 2020

Josef H. Reichholf ist emeritierter Biologieprofessor und Jagdkritiker. Im Positionspapier "Vom Versagen der Jagd im Nationalpark Harz" werden seine Argumente nochmals sachlich und wissenschaftlich fundiert erläutert. So wird unter anderem aufgezeigt, welchen Einfluss die Jagd auf die Reproduktionsrate der bejagten Tiere hat. Außerdem wird deutlich, dass gerade eine intensive Bejagung den Wildverbiss fördert. Nachzulesen sind seine Argumente unter folgendem Link: 

https://franzjosefadrian.com/facher/nationalpark-harz/wildverbiss-durch-rothirsche/6/?fbclid=IwAR1JERV98tz9sI-nl3gscWZ4L0MmzghlxxRgVAIlVoHR4jpj_F632fw_s0c

November 2020

In Zeiten, in denen Menschen der Massentierhaltung immer kritischer gegenüberstehen, versuchen Jäger zunehmend, ihr Wildfleisch als tierschutzfreundliche Alternative zu vermarkten. Der Beitrag "Jagd: Unterschätzte Tierschutzproblematik" auf Geo online macht jedoch deutlich, dass auch die Jagd mit großem Tierleid verbunden ist. Da Jäger noch immer keine verpflichtenden Schießübungen absolvieren oder ihre Treffsicherheit anderweitig nachweisen müssen, sind Fehlschüsse vorprogrammiert, viele Tiere verenden deshalb qualvoll. Aber auch vor ihrem Tod führen diese Tiere kein "glückliches" Leben. Durch den hohen Jagddruck sind die Tiere permanentem Stress ausgesetzt, sie sind ständig auf der Flucht. Aus Tierschutzgründen Wildfleisch zu essen, macht wenig Sinn - zumindest dann, wenn man sich mit dem System, welches hinter der "Wildfleischerzeugung" steht, kritisch auseinandersetzt. 

Den Artikel können Sie hier nachlesen 

https://m.geo.de/natur/nachhaltigkeit/23531-rtkl-jagd-unterschaetztes-tierschutzproblem-zehntausende-rehe-verenden?fbclid=IwAR0cdt4U9mOWj2m_-FEbTuYsZ93mbds9uKUmWCcnI8qBGC2PzCgGX3hJxhw

November 2020

Und wieder wurden zwei unbeteiligte Menschen durch die Jagdausübung verletzt. Bei einer Entenjagd übersahen die anwesenden 19 (!!!) Jäger zwei Männer, die sich zu diesem Zeitpunkt am gegenüber liegenden Ufer aufhielten. Die beiden Männer wurden durch Schrotkugeln verletzt. Die Polizei ermittelt.

https://www.zvw.de/blaulicht/jagdunfall-in-winterbach-zwei-m%C3%A4nner-durch-schrotkugelnverletzt_arid-276428?fbclid=IwAR28Zsb_4Brc1f7MOXPr9NoFu3dTuVDU6PxSeYsA0mOsAx1tWQ1B7k_VxAA

 

Oktober 2020

Am Mittwoch wurde von der Bundesregierung beschlossen, das öffentliche Leben erneut drastisch einzuschränken. Viele Branchen geraten dadurch unter Druck, so mancher steht vor dem finanziellen Ruin. Trotz funktionierender Hygiene-Konzepte müssen Gastwirte ihre Betriebe schließen, Veranstaltungen werden abgesagt. Jeder ist dazu aufgerufen, seine persönlichen Kontakte weitestgehend einzuschränken. Völlig unverständlich ist vor diesem Hintergrund der erneute Ruf des DJV nach Ausnahmeregelungen für die Jägerschaft: so sollen Drückjagden, an denen viele Jäger und Treiber teilnehmen, weiterhin erlaubt bleiben. Reisebeschränkungen und Beherbergungsverbote sollen für Jäger nicht gelten. Wie die Jäger die Sache sehen, können Sie hier nachlesen: 

https://www.jagdverband.de/djv-fordert-bewegungsjagden-trotz-corona-pandemie?fbclid=IwAR0RRJgfN4TbFFN5TfXGHNb74zNJ6xYmN3hDLeIjs6dOwupyHTYApkyTEK8

Aufgrund hervorragender Verbindungen in die Politik werden die Jäger ihre Ausnahmegenehmigung wohl erhalten. Es bleibt allerdings die Frage, warum die Jäger unbedingt verhindern wollen, dass die Jagdausübung in irgendeiner Form eingeschränkt wird. Selbst eine zeitlich begrenzte Einschränkung ist ja offenbar nicht akzeptabel. Könnte es sein, dass die Jäger Angst habe, es könnte sich herausstellen, dass Jagd in vielen Bereichen eben doch überflüssig oder gar kontraproduktiv ist? 

 

 

Oktober 2020

Die Bundesregierung plant, das Jagdgesetz möglicherweise noch in diesem Jahr zu erneuern. Die Diskussion zu diesem Thema findet allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In den Medien wird darüber nicht berichtet. Tierrechtsorganisationen bleiben bei den Verhandlungen außen vor. Immerhin ließ das Ministerium PETA Ende September eine Stellungnahme zukommen. Wie zu erwarten, bringt der Entwurf keine Fortschritte für den Tierschutz. Weiterhin erlaubt wären so grausame Jagdmethoden wie die Bau- und die Fallenjagd, die Jagdhundeausbildung am lebenden Tier, der Haustierabschuss, Rehe würden uneingeschränkt zum Abschuss frei gegeben. Tierschutz und wildbiologische Erkenntnisse werden nicht berücksichtigt. Lesen Sie dazu einen Beitrag von "WildbeimWild":

 https://wildbeimwild.com/law-order/bundesjagdgesetz-erlaubt-weiterhin-grausame-jagdpraktiken/41528/2020/10/27/

Oktober 2020

Wir berichteten vor kurzem über einen Vorfall, bei dem eine junge Frau beim Joggen im Wald in Gefahr geriet, weil ein Jäger in ihrer unmittelbaren Nähe auf ein Reh geschossen hatte. Bei der Rekonstruktion des Vorgangs erhärtete sich der Verdacht, dass der Mann aus dem Auto heraus geschossen haben könnte. Der Vorfall wurde der zuständigen Behörde gemeldet, außerdem wurde Anzeige erstattet. Mittlerweile hat sich die Staatsanwaltschaft Darmstadt bei den Betroffenen gemeldet. Zwar bescheinigt die Staatsanwaltschaft nach Prüfung des Falls dem beschuldigten Jäger ein "äußerst bedenkliches und gefährliches Verhalten", die Aufnahme eines Strafverfahrens lehnt die Staatsanwaltschaft aber trotzdem ab. Eine vorsätzliche Gefährdung sei dem Jäger nicht nachzuweisen - er habe bei Schussabgabe darauf vertraut, niemanden zu treffen. Offenbar ist das nach deutschem Recht ausreichend. Immerhin leitete die Staatsanwaltschaft den Vorgang aber an die zuständige Behörde für Waffenrecht weiter. Dort soll nun überprüft werden, ob der Jäger die notwendige Zuverlässigkeit zum Führen einer Waffe besitzt. Die Begründung der Staatsanwaltschaft können Sie unter der Rubrik "So reagieren Behörden und Politiker" nachlesen. 

Oktober 2020

Mit solchen Schildern versuchen Jäger, sich in der Öffentlichkeit als Tierschützer, Artenschützer und Naturschützer darzustellen. Wenn man dem Text auf diesem Schild glaubt, ist der Jäger unermüdlich im Einsatz, um das kleine Rehkitz vor gefährlichen Hunden und rücksichtslosen Spaziergängern zu beschützen. 

Diese Vorstellung allerdings hat mit der üblichen Jagdpraxis wenig zu tun. Eine Naturliebhaberin aus der Voreiffel hat uns Fotos zukommen lassen, welche die Jagdrealität besser abbilden. 

Dieses Tier etwa wurde angeschossen und ist dann elendig an seiner Schussverletzung zugrunde gegangen. Solche Fotos findet man auf den Werbeschildern der Jägerschaft aber nicht. Weitere Fotos, welche o.g. Naturliebhaberin bei ihren Spaziergängen im Wald aufgenommen hat, finden Sie unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung". 

Diese Fotos zeigen sehr deutlich, was Jäger unter Tier- und Artenschutz verstehen.

Und es spiegelt die traurige Realität in unseren Wäldern wieder. 

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist unübersehbar.

Oktober 2020

Ein Beitrag aus der Serie Planet E mit dem Titel "Die jungen Jäger - Zwischen Jagdfieber und Verantwortung" schlägt in den sozialen Medien hohe Wellen. Zwar kamen durchaus auch Jagdkritiker zu Wort, dennoch wurde den Jägern (in diesem Fall handelte es sich wieder einmal um die "Hunter-Brothers") unverhältnismäßig viel Sendezeit zur Verfügung gestellt, um Werbung für ihr umstrittenes Hobby zu machen. Warum man beim ZDF nun zum wiederholten Male auf diese Weise mit den "Hunter-Brothers" zusammenarbeitet, bleibt das Geheimnis der Verantwortlichen. Die Waffenlobby jedenfalls dürfte sich über die fortgesetzte Schleichwerbung durchaus gefreut haben. Die Empörung in den sozialen Medien ist groß. Allerdings sollte man auch bedenken, dass die Selbstdarstellung der beiden Brüder bei unvoreingenommenen Zuschauern eher abstoßend gewirkt haben dürfte. Überzeugende Argumente fehlten durchgehend. Letztendlich konnte man den Eindruck gewinnen, dass es den beiden Herren nur darum geht, möglichst viele Jagdvideos im Netz hochzuladen. Und je mehr "Klicks", umso höher die Werbeeinnahmen für die beiden. So also soll für eine größere gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd gesorgt werden? Hier geht´s zum Beitrag: 

https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-junge-jaeger-30-100.html?fbclid=IwAR30V2RYSq12fJUvHKtig3KWRbLe2J4OkI_DL0LTGnbHN0e1NKAj9YlCosA

 

 

Oktober 2020

Bei Wunsiedel hat ein Jäger "versehentlich" einen Luchs erschossen und sich daraufhin selbst angezeigt. Offenbar war der Jäger der Meinung gewesen, auf ein Wildschwein geschossen zu haben. Bei der erforderlichen Nachsuche entpuppte sich das vermeintliche Wildschwein dann allerdings als Luchs. Nun sehen sich Luchs und Wildschwein nicht besonders ähnlich - selbst Laien dürften in der Lage sein, die Tiere voneinander zu unterscheiden. Dass dem Jäger dies nicht gelang, legt folgenden Schluss nahe: der Jäger hat gar nicht richtig gesehen, auf was er geschossen hat. Somit wurde wieder einmal die elementarste Sicherheitsvorschrift im Umgang mit Schusswaffen außer Acht gelassen, nämlich nur dann zu schießen, wenn man sich absolut sicher ist, auf was man schießt. Immer wieder kommen geschützte Tiere, Pferde, Kühe, Hunde und auch Menschen durch solche "Verwechslungen" zu Schaden. Einzelfälle? Oder doch eher ein Fehler im System?

Hier geht´s zum Bericht: 

https://www.frankenpost.de/region/fichtelgebirge/fichtelgebirge/art654373,7439983?fbclid=IwAR3KUEhkNUq418jaswGJS0U7oGjrNVrqo4ib3kDIV7bKP4PiEPylwNFGlhs

Oktober 2020

Bei Frankfurt wurden Spaziergänger unfreiwillig Zeuge einer Krähenjagd und haben sich entsetzt an das "Projekt Oase - Mensch und Tier im Einklang" gewandt. Offenbar waren einige der Tiere nur angeschossen worden und haben vor Schmerzen laut geschrien. Was genau geschehen ist, können Sie unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" nachlesen. Wir möchten diesen Vorfall zum Anlass nehmen, um einmal mehr darauf aufmerksam zu machen, dass sich der Krähenbestand durch Bejagung nicht beeinflussen lässt. Mit anderen Worten: Es gibt keinen vernünftigen Grund, Krähen zu töten. Trotzdem halten die Jäger weiterhin daran fest. Wer sich näher mit den Zusammenhängen zwischen Bejagung und der Bestandsentwicklung bei Krähen auseinandersetzen möchte, dem möchte ich nochmals das Buch "Rabenschwarze Intelligenz" von Josef H. Reichholf ans Herz legen. 

 

Oktober 2020

Ende September war eine junge Frau im Wald joggen. Dabei hatte sie eine unangenehme Begegnung mit einem Jäger. Zuerst wurde in ihrer unmittelbaren Nähe ein Schuss abgegeben. Als sie kurz darauf wieder auf den Jäger traf, musste sie sich anzügliche Bemerkungen anhören. Aufgrund der Umstände und der zeitlichen Abfolge verstärkte sich bei der Frau zunehmend der Verdacht, dass der Schuss aus dem Auto abgegeben worden sein könnte. Dies allerdings würde gegen die Sicherheitsvorschriften verstoßen. Die junge Frau traf sich unmittelbar nach ihrer Joggingrunde noch mit ihrer Mutter zu einem Spaziergang im gleichen Gebiet. Dort trafen sie wieder auf den Jäger. Die Frauen sprachen ihn erneut auf den Vorfall an, der Jäger behauptete erst, dass alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Dann fing er an zu pöbeln, weil die Hunde der beiden Frauen nicht angeleint waren. Die Frauen haben den Vorgang so gut es ging rekonstruiert und den Vorfall beim zuständigen Ordnungsamt gemeldet, von dort sollte die Meldung an die Untere Jagdbehörde weitergeleitet werden. Außerdem wurde der Vorfall der Polizei und der Staatsanwaltschaft Darmstadt gemeldet. Es gibt wohl auch eine weitere Augenzeugin, die den gleichen Jäger bereits zu einem früheren Zeitpunkt dabei gesehen hatte, wie dieser ebenerdig schoss. In diesem Fall war die Schussabgabe um die Mittagszeit erfolgt, als sich viele Menschen in besagtem Gebiet aufhielten. Bis jetzt liegt noch keine Reaktion der Behörden vor, wir halten Sie aber auf dem Laufenden. 

Den Bericht der Mutter haben wir zusammen mit den "Tatort-Fotos" in unserer Rubrik "So reagieren die Behörden" veröffentlicht, den Bericht der Tochter finden Sie in unserer Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung".

Oktober 2020

Die Sendung "quer" strahlte vor kurzem einen interessanten Beitrag aus. Es geht um einen Jagdpächter, der in seinem Revier Wildschweine füttert und durch Zäune daran hindert, in andere Gebiete abzuwandern. Da das Revier in diesem Fall in einem Naturschutzgebiet liegt, versuchen Naturschützer und Lokalpolitiker, gegen diese Praktiken vorzugehen und haben sich deshalb an die zuständige Naturschutzbehörde gewandt. Auf eine abschließende Stellungnahme der Behörde warten Bürgermeister und Naturschützer seit nunmehr 8(!!) Jahren. Hier geht´s zur Sendung:

 https://www.youtube.com/watch?v=DqD1g2REqEE 

Dieser Fall gelangte an die Öffentlichkeit, weil die umstrittene Fütterung in einem Naturschutzgebiet stattfndet. Aber auch außerhalb von Naturschutzgebieten werden Wildtiere in beträchtlichem Umfang gefüttert - und das ist nicht weniger problematisch. Hier wird massiv zugunsten jagdbarer Arten (denn nur diese werden gezielt gefüttert) in das natürliche Gleichgewicht eingegriffen. Die so "gehegten" Arten vermehren sich immer mehr, was zu den bekannten Problemen führt. Dieser Probleme versucht man dann, mit einer Intesivierung der Jagd wieder Herr zu werden. Es wäre an der Zeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und die Wildfütterung nur noch in extremen Notsituationen zuzulassen.

Oktober 2020

In diesem Facebook-Video äußert sich ein Jäger zum Thema "Beleidigungen und Drohungen im Internet". Während er den Umgangston im Internet beklagt, hat er offenbar keine Bedenken, seine Kritiker als "Vollidioten" und "dumme Arschlöcher" zu bezeichnen  - wobei er damit nicht nur Jagdkritiker meint, sondern durchaus auch Jagdkollegen, die seine Meinung nicht teilen. Wie der Mann auf die Idee kommt, mit solchen Videos die Akzeptanz der Jagd in der Bevölkerung zu erhöhen, bleibt sein Geheimnis.

Machen Sie sich selbst ein Bild und schauen Sie sich den Film an:

https://www.youtube.com/watch?v=gJHqz-794lg&fbclid=IwAR0WOHFRw5P_PlZtkRwEKFphPipaqQhv9W2-N5bX3oVEAcVEwRgJFODXSkc 

 

Oktober 2020 

Dieses Mal kommt die Kritik aus den eigenen Reihen: ein Berufsjäger, angestellt bei den Bayerischen Staatsforsten, kann die Jagd, wie sie bei seinem Arbeitgeber praktiziert wird, aus ethischen Gründen nicht mehr mittragen und wirft hin. Seine Gründe können Sie unter folgendem Link nachlesen:

https://wildundhund.de/im-namen-des-waldes-ein-berufsjaeger-packt-aus-hier-der-ganze-beitrag/?fbclid=IwAR0w36dyM_7Te38U-DC0dc86NuqudAX_d62fjNO8ycLSMm3Yy31-LSsCJPI

Auch der Verein "Wildes Bayern" hat im Jahr 2019 gegen mehrere Forstbeitriebe Anzeige erstattet. Dabei ging es etwa um einen Abschuss neben der Winterfütterung, um Hetzjagden, Tierschutzvergehen, Verstöße gegen die Fleischhygiene oder Drückjagden im Schutzgebiet.

 

Oktober 2020

Hier ein Link zu einem Bericht einer Frau, die sich plötzlich inmitten einer Treibjagd wiederfand. Der Vorfall ereignete sich zwar in der Schweiz, könnte sich aber auch bei uns jederzeit genauso abspielen:

https://www.20min.ch/story/das-reh-wurde-fast-gekoepft-und-blieb-schwer-verletzt-liegen-211233375966?fbclid=IwAR1pzFKx_mdgKABLDl6y3HgG_e6ms-6WmhzWNLNbx11S2aUZTj7k6mCm3mY

 

Oktober 2020

Lange ist der neue Vorsitzende des NABU noch nicht im Amt - und sorgt dennoch schon für einigen Wirbel. So erklärte der passionierte Jäger unlängst in einem Interview, dass er aktuell in drei Revieren auf die Jagd gehen würde. Brisanterweise liegen alle drei Reviere in Schutzgebieten - also in Gebieten, in denen die Ausübung der Jagd von vielen Menschen besonders kritisch gesehen wird. Auch gegen die Fuchsjagd hat er grundsätzlich nichts einzuwenden - und bringt so Jagdkritiker und Tierschützer gegen sich auf. Das Töten von Tieren begründet er übrigens damit, dass er "schließlich etwas im Sinne der Natur verändern" wolle. Offenbar muss aus seiner Sicht die Natur vor den Tieren geschützt werden. Dieser Argumentation dürften viele Mitglieder nicht folgen können. Das ganze Interview können Sie hier nachlesen: 

https://www.nabu.de/news/2020/09/28615.html#:~:text=NABU%2DPr%C3%A4sident%20J%C3%B6rg%2DAndreas%20Kr%C3%BCger%20ist%20selbst,J%C3%A4ger%20und%20schildert%20seine%20Sicht.

In den sozialen Medien wird bereits heftig über diese Aussagen diskutiert. Offenbar gab es auch schon Austritte, weil so mancher diese Art von Naturschutz nicht mit seinem Geld finanzieren möchte. Andere haben beim NABU nachgefragt und Antworten erhalten, die auch vom DJV hätten stammen können. Was besonders negativ auffällt: offenbar ist man an einem echten Austausch mit seinen Mitgliedern überhaupt nicht interessiert. Kritik am Vorsitzenden ist nicht erwünscht. Hier ein Beispiel: 

 

.."vielen Dank für Ihre offene Kritik.
Unser Präsident Jörg-Andreas Krüger ist in erster Linie Klima-, Naturschützer und Vogelexperte - und (nebenbei) auch als Jäger für den Naturschutz im Einsatz.
Das stimmt. Die Jagd übt er, wenn er dazu kommt, als ein Mittel des Wildtiermanagements mit Naturschutzziel aus. Denn in vielen Naturschutzflächen muss tatsächlich gejagt werden, um eine natürliche Waldentwicklung zu ermöglichen.
Unser Präsident jagt daher nicht aus Spaß an der Freude, sondern auf Flächen der NABU-Stiftung und in WWF-Schutzgebieten.
Weitere Infos haben wir unter dem nachfolgenden Link für Sie
zusammengestellt:
Unter diesem Link findet man erstaunliche Positionen zum Thema Jagd, unter anderem auch ein Plädoyer für die aus Tierschutz-Gründen heftig umstrittene Treibjagd.
 

 

Oktober 2020

Im März hat ein Jäger einen Jagdkollegen erschossen, weil er ihn mit einem Nutria verwechselt hatte. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Einen Bericht über diesen Vorfall nahm PETA zum Anlass, noch einmal ein Ende der Hobbyjagd zu fordern - dies wiederum gefällt den Nienburger Jägern so gar nicht. In der Kreiszeitung kommt der Vorsitzende der Jäger zu Wort, der der Auffassung ist, dass Jäger "passionierte, verantwortungsvolle Menschen" seien. Er versucht auch zu erklären, warum die Hobbyjagd auf keinen Fall abgeschafft werden kann. Seine Argumente können Sie hier nachlesen: https://www.kreiszeitung.de/lokales/nienburg/nienburg-jagd-unfall-tierschutz-marklohe-tierrechtsorganisation-peta-hobbyjagd-ende-sicherheit-90058747.html

Wir haben zu diesem Beitrag einen Leserbrief eingereicht, nachzulesen unter der Rubrik Leserbriefe.

 

 

Oktober 2020

Ich möchte Sie hier auf einen lesenswerten Beitrag des Vereins "Wolfsschutz Deutschland" aufmerksam machen. Immer wieder findet man im Wald Schilder mit der Aufschrift "Wild-Ruhe-Zone", gleichzeitig wird man aufgefordert, diese Bereiche nicht zu betreten. Dass diese "Wild-Ruhe-Zonen" für das Wild in Wirklichkeit aber gar keine sicheren Rückzugsgebiete sind, sondern Orte, an denen sie intensiv bejagt werden, zeigt der Faktencheck von "Wolfsschutz Deutschland", nachzulesen unter folgendem Link

https://wolfsschutz-deutschland.de/2020/10/07/faktencheck-jaegerlatein-todesterrorzone-statt-wildruhezone/

 

 

Oktober 2020

Im Nordkurier ist ein Bericht über eine Erntejagd erschienen, der die Schwächen unseres Jagdsystems offenbart. Der Bericht liest sich wie ein Abenteuerroman, es werden mehrere brenzlige Situationen beschrieben, die der Jäger bravourös meistert. Als Leser hat man allerdings den Eindruck, dass es nur ein glücklicher Zufall war, dass bei dieser Erntejagd niemand zu Schaden kam. Berichtet wurde über diese Erntejagd übrigens nur, weil der Jäger ein besonders großes Wildschwein geschossen hatte und dieses freudige Ereignis mit seinen Mitmenschen teilen wollte. Wir haben zu diesem Beitrag einen Leserbrief an die Zeitung geschickt, den Sie unter der Rubrik Leserbriefe nachlesen den können. Zum Artikel geht´s hier:

https://www.nordkurier.de/mueritz/jaeger-aus-kambs-erlegt-riesiges-wildschwein-im-maisfeld-0940972710.html 

 

Oktober 2020

Ende September wurde dem Landtag in Brandenburg  eine Petition vom Landestierschutzbund Brandenburg überreicht, in der ein sofortiges Verbot des Haustierabschusses gefordert wird. Über 9400 Menschen hatten die Petition unterschrieben. Offenbar möchten viele Menschen den Haustierabschuss nicht länger akzeptieren. Ob man in Brandenburg die Petition zum Anlass nimmt, sich endlich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen und längst überfällige Reformen einzuleiten, bleibt abzuwarten. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Oktober 2020

Und wieder kam es bei einer Erntejagd zu einem Unfall. Ein 65-jähriger Jäger zielte auf flüchtendes Schwarzwild und traf stattdessen einen Traktorfahrer. Dieser musste im Krankenhaus stationär behandelt werden, gegen den Jäger wird wegen Körperverletzung ermittelt. 

 https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-geschoss-trifft-traktorfahrer-erntejagd-712177

 

Oktober 2020

Hier ein Link zu einer Umfrage, die sich mit dem Zusammenleben von Wildtieren und Menschen im Siedlungsraum befasst.  https://www.soscisurvey.de/stadtwildtiere2020/

In der Umfrage werden positive und negative Erfahrungen mit Wildtieren erfasst, eventuelle Probleme sollen aufgezeigt werden. Die Ergebnisse könnten dann dazu führen, das spezielle Rückzugsorte für Wildtiere in Städten geschaffen oder Umweltbildungsmaßnahmen ins Leben gerufen werden. Leider kann das Ergebnis aber auch dazu führen, dass die Zahl der Wildtiere in Städten reduziert wird. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Wildtierfreunde an der Umfrage teilnehmen. Es dürfen übrigens nicht nur Stadtbewohner an der Umfrage teilnehmen.

Außerdem ist eine neue Petition gestartet worden, mit dem Ziel, die Fuchsjagd abzuschaffen. Bitte unter folgendem Link unterschreiben: https://www.change.org/p/lovis-kauertz-jagdverbot-f%C3%BCr-f%C3%BCchse?recruiter=225764981&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=psf_combo_share_initial&utm_term=facebook&recruited_by_id=eb650460-ad5c-11e4-9ac7-7528de14fd96

 

Okotober 2020

Dieses Foto wurde bei einem Spaziergang aufgenommen. Der Hochsitz befindet sich direkt an einer Pferdekoppel, mehrere weitere Koppeln sind in der Nähe. Da die Jagdausübung überwiegend bei schlechten Sichtverhältnissen (Dämmerung/Dunkelheit) stattfindet, sind Verwechslungen vorprogrammiert. Das zeigt auch folgender aktuelle Fall:

In der Nacht vom 25. auf den 26.9. kam es in Rohrbach (Rheinland-Pfalz) zu einer folgenschweren Verwechslung. Ein Jäger saß in der Nähe einer Pferdekoppel auf seinem Ansitz und wartete auf Wildschweine. Als sich auf der Koppel etwas bewegte, kam er zu dem Schluss, dass es sich nur um ein Wildschwein handeln könne. Er schoss und traf eine Stute tödlich. Auf die Idee, dass sich Pferde auf der Koppel befinden könnten, kam er offensichtlich nicht. Der Jäger hat somit die wichtigste Sicherheitsregel bei der Jagdausübung missachtet. Nämlich erst dann zu schießen, wenn man sich zu 100% sicher ist, auf was man schießt. Ob dieser Vorfall Konsequenzen für den Jäger haben wird, bleibt abzuwarten. Offenbar wurde bis jetzt nur Anzeige wegen "Sachbeschädigung" erstattet.

https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-pferd-wildschwein-verwechselt-712176

Passend zu diesem Vorfall finden Sie unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" ein Schreiben einer Betroffenen, deren Pony im Jahr 2017 ebenfalls von einem Jäger erschossen wurde. Eindrucksvoll wird geschildert, wie es zum Tod des Pferdes kam. Leider hat sich an den geschilderten Zuständen bis heute nichts geändert.

Oktober 2020

Unter folgendem Link finden Sie einen interessanten Beitrag zum Thema Jagd im Bayerischen Rundfunk: 

https://www.br.de/nachrichten/kultur/warum-menschen-heute-auf-die-jagd-gehen,SBsThy7?fbclid=IwAR0K07WfH3CrVYJORW0KB7ryCsqgxhfUACWpXBe83wdnjpRkamZsJzuM6yk

Allein die Existenz solcher Berichte zeigt, dass die Jäger mit dem Rücken zur Wand stehen und sich zunehmend für Ihr Tun rechtfertigen müssen. So recht gelingen will das nicht. So wird in diesem Beitrag darauf hingewiesen, welch umfangreiches Wisssen sich angehende Jäger aneignen müssen: Waffenkunde, rechtliche Vorschriften, Jagdhundewesen, Naturschutz und Wildhege. Gleichzeitig gibt man aber offen zu, dass dieses umfangreiche Wissen in nur 120 Theroriestunden vermittelt werden soll. Da stellt sich schon die Frage, wie fundiert dieses erworbene Wissen sein kann.  Die jüngsten Teilnehmer des Kurses sind übrigens 14 und 15 Jahre alt. Ob in diesem Alter die geistige Reife für eine derartige Tätigkeit vorliegt, darf bezweifelt werden. Mehrfach wird betont, dass es den Jägern nicht in erster Linie darum geht, Tiere zu töten, sondern darum, sich in der freien Natur aufhalten zu können. Das dies auch ohne Jagdschein möglich ist, scheint noch nicht allgemein bekannt zu sein. Wieder einmal ist der Versuch, Jagd positiv darzustellen, nach hinten losgegangen. Denn auch dieser Beitrag gewährt aufschlussreiche Einblicke in die Defizite unseres Jagdsystems.

Oktober 2020

Ein Ehepaar war in Nordhausen mit seinem Hund spazieren. Plötzlich waren Schüsse zu hören, eine Kugel schlug in der Nähe des Ehepaars ein. Kurz darauf rannten vier aufgescheuchte Wildschweine auf das Ehepaar zu. Glücklicherweise konnten die Eheleute rechtzeitig ausweichen, so dass in diesem Fall niemand zu Schaden kam. Im MNZ wird über diesen Vorfall ausführlich berichtet. Bemängelt wird vor allem, dass keine Warnhinweise vorhanden waren, obwohl die Erntejagd in der Nähe eines Wohngebiets stattgefunden hat. Laut Auskunft der Unteren Jagdbehörde besteht für solche Erntejagden weder eine Genehmigungs- noch eine Anzeigepflicht. Auch sei es nicht zwingend erforderlich, die Anwohner vorab zu informieren. Die Jäger müssten sich allerdings an die Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften halten und dafür sorgen, dass niemand gefährdet wird. Das dies nicht ausreichend ist, zeigt dieser Vorfall. Der Hinweis, dass "das Strafgesetzbuch greift", sollte dennoch jemand zu Schaden kommen, ist schon sehr zynisch. Wäre es nicht besser, dafür zu sorgen, dass solche Erntejagden endlich vernünftig abgesichert werden? 

Den Bericht finden Sie unter folgendem Link: https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=281706&fbclid=IwAR3UTJQKmqjMR44RlBOHFtyDfnfPt9rdEGenegELnGCd-AqyX0VfNV2j4fk

 

 

September 2020

In einem Wohngebiet in Teltow geriet eine Frau, die gerade ihre Kinder aus der Kita abgeholt hatte, in eine Wildschweinjagd. Abgesehen davon, dass die grausamen Szenen die Kinder verstört haben, beklagt sie vor allem fehlende Hinweise oder Absperrungen und fühlt sich in ihrer Sicherheit bedroht. Stadtverwaltung und Jäger verteidigen die Vorgehensweise. Denn natürlich habe sich der Jäger vor Schussabhabe versichert, dass er niemanden gefährdet. Landbewohner schlagen sich schon lange mit diesem Problem herum, nun müssen sich offensichtlich auch Stadtbewohner damit auseinandersetzen. Grundsätzlich darf durch die Jagd niemand gefährdet werden. Ob in einer speziellen Situation eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann, entscheidet allein der Jäger. Und wie oft es hier zu einer Fehleinschätzung kommt, zeigen die Toten und Verletzten, die Jahr für Jahr zu beklagen sind. Hier geht´s zum Bericht: 

https://www.berliner-kurier.de/berlin/wildschweinjagd-im-wohngebiet-li.105604?fbclid=IwAR20ZQ15Jl9VC5qEeRzl3emXWMP3evt3cC_AQ0dD1yBMMgljFofeIl_Ji4w

 

September 2020

Auch in Frankfurt/Oberrad führen Schüsse in der Nähe eines Wohngebiets jetzt zu Diskussionen. Anwohner und Nutzer des Naherholungsgebiets fühlen sich durch die Jagd  auf Krähen gestört und auch bedroht. Nun wollen die Grünen ein Verbot der umstrittenen Krähenjagd durchsetzen. Sie sehen in der Krähenjagd eine unangemessene Nutzung des Naherholungsgebietes, die Bejagung sei tierschutzrechtlich fragwürdig, der Sinn der Krähenjagd wissenschaftlich widerlegt. So klare Worte würde man sich seitens der Politik öfter wünschen. Dass der Jagdpächter anderer Meinung ist und sich als Opfer militanter Jagdgegner sieht, versteht sich von selbst. Hier geht´s zum Artikel:

https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-oberrad-schuesse-auf-kraehen-aengstigen-anwohner-jagd-gruene-90046724.html?fbclid=IwAR19vI-goev5Ma-Ah5amJkIJ1Pp0dJUZXhKAPbcZb6hL7U-tX1UDvsp1o1Q

September 2020

Die Kritik an der Jagd wächst, der Rechtfertigungsdruck nimmt zu. Haustierabschuss, Prädatorenbejagung, Verwendung von Bleimunition, illegale Tötungen geschützter Tiere, Jagdtourismus, das Züchten und Aussetzen von Tieren zu Jagdzwecken - all dies stößt bei der breiten Bevölkerung auf wenig Akzeptanz. Um von diesen Missständen abzulenken, präsentieren sich die Jäger in der Öffentlichkeit gerne als Tier- und Naturschützer. Bis jetzt geschah das vor allem über positive Berichterstattung in der Lokalpresse oder auch über verschiedene "Bildungsangebote" für Kinder in Schulen und Kindergärten. Offenbar reicht dies jedoch nicht mehr aus. Immer öfter machen Jäger jetzt auch auf Plakaten in der freien Natur Werbung für ihr umstrittenes Hobby. Doch so ganz scheint die Strategie nicht aufzugehen. Die Menschen scheinen durchaus in der Lage zu sein, diese Art von Propaganda zu durchschauen auch das Anlegen so genannter "Wildäcker" wird sehr kritisch gesehen. 

Ein Radfahrer, der auf einer Tour auf ein solches Plakat gestoßen ist, bringt die Sache auf den Punkt. Lesen Sie seine Meinung zu dem Thema unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" nach. 

 

September 2020

Seeben Arjes ist als Nachsuchenführer a.D. ein Kenner der Jagdszene. In einem offenen Brief 

äußert er sich jetzt sehr kritisch über die Hobbyjagd - vor allem in der Kommerzialisierung sieht er den "Sargnagel für die ehrbare Jagd". Wildtierschutz Deutschland hat Auszüge aus diesem Brief unter folgendem Link https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/jagd-kritik veröffentlicht.

Was viele Hobbyjäger immer noch verdrängen, sieht Seeben Arjes ganz klar. Er sagt:

"Unsere Gesellschaft hat sich human weiterentwickelt. Sie hat die aktuelle Hobbyjagd bereits zu einer geächteten Randgesellschaft gemacht und wird sie mittelfristig aus Gründen sozialer Hygiene über den Rand hinausgeleiten.“

 

 

September 2020

Hier ein Link zu einem interessanten Beitrag im Bayerischen Fernsehen:

 https://www.facebook.com/Unser.Land/posts/1706145646208376

Es geht um die Frage: Dürfen Tierschützer und Tierrechtler Vorträge an Schulen halten? Der bayerische Bauernverband ist erwartungsgemäß dagegen. Insbesondere die bayerischen Landfrauen wehren sich gegen die in ihren Augen einseitige Meinungsmache - sie haben sich deshalb jetzt an den Kultusminister gewandt. Eigene Projekte - vom Besuch auf dem Bauernhof bis zur Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, Postern und Flyern - werden nicht so kritisch gesehen. Ebenso wie die Jagd gerät aber auch die konventionelle Landwirtschaft zunehmend unter Druck. Und ebenso wie die Jäger dürfen auch Vertreter der konventionellen Landwirtschaft Kindern ungefiltert ihre Sicht der Dinge näher bringen. Solange dies so ist, ist es zwingend notwendig, hier ein Gegengewicht zu schaffen und auch Tierschützern und Tierrechtlern im gleichen Umfang Zeit an Schulen zur Verfügung zu stellen. Den Kindern sollte ermöglicht werden, diese wichtige Thematik von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten, um sich dann eine eigene Meinung zu bilden können. 

 

 

September 2020

In Ungarn steigen die Corona-Zahlen, die Grenzen werden geschlossen. Aus Sicht vieler Jäger kommt die Grenzschließung zu einem ungünstigen Zeitpunkt: stellt doch die "Jagd auf den reifen Brunfthirschen" für viele den Höhepunkt der Jagdsaison dar. Um als Jagdtourist doch noch an einer der begehrten Jagden teilnehmen zu dürfen, wird jetzt versucht, über die deutsche Botschaft eine "Sondereinreisegenehmigung" für Jäger zu erwirkenhttps://www.jagderleben.de/news/hirschbrunft-untersagt-ungarn-deutschen-jaegern-einreise-712089

 

September 2020

Zwei bewaffnete Männer, die über einen Campingplatz gelaufen waren und kurz danach mehrere Schüsse abgegeben hatten, lösten jetzt in Rheinland-Pfalz einen Polizeieinsatz aus. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich bei den beiden Männern um Jäger, die an der Mosel auf Entenjagd gehen wollten. Konsequenzen wird dieses rücksichtslose Verhalten übrigens für die beiden nicht haben: da beide jagdausübungsberechtigt sind, sind sie rein rechtlich nicht zu belangen. Wieder einmal müssen sich die Interessen der nichtjagenden Bevölkerung - und das ist immer noch die große Mehrheit - den Interessen der Jäger unterordnen. Ökologisch gesehen ist die Jagd auf Enten übrigens völlig unsinnig. 

https://www.jagderleben.de/news/jaeger-loesen-ungewollt-polizeieinsatz-beim-entenjagen-712107

 

September 2020

In diesem Bericht in der "Volksstimme"  entlarven sich die Jäger einmal mehr selbst: 

https://www.volksstimme.de/lokal/burg/jaegerschaft-bilanz-mehr-woelfe---weniger-rehe?fbc=fbshares&fbclid=IwAR38HownNUsUe_3E0VRWgEDhHfxh4d9ILeC_sE4L1NEHynGFV4rpWa12gk0

Jahrzehntelang wurde von den Jägern das Fehlen von Beutegreifern beklagt. In der Öffentlichkeit wurde unermüdlich das Bild des Jägers als Natur- und Tierschützer gezeichnet. Ihre Hauptaufgabe wollten viele Jäger in der Hege sehen. Immer wieder wurde es so dargestellt, als ob viele Jäger nur ungern Tiere erlegen würden - um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten, seien sie jedoch gezwungen, die Aufgabe der Beutegreifer zu übernehmen. Nun also sind die Beutegreifer zurück - und die Jäger enthüllen ihre wahren Motive: im Jagdrevier Burg seien die Strecken an Rehwild in den vergangenen Jahren um 35% zurückgegangen, beim Rotwild gar um 50%. Beim Schwarzwild wird ein Einbruch der Jagdstrecke um 60% prognostiziert. Eigentlich müssten die Jäger also froh sein - nimmt der Wolf ihnen doch viel Arbeit ab. Dem ist jedoch nicht so. Da die Jagdstrecken (also die Anzahl der von Jägern erlegten Tiere) kontinuierlich abnehmen würde, sei es schwierig, die betroffenen Reviere zu verpachten. Logische Konsequenz: der Abschuss der Wölfe müsse erleichtert werden - damit die Jäger wieder gute Strecke machen können.

 

September 2020

Hier ein Link zu einem Video, auf dem eine wehrlose Hauskatze von mehreren Jagdhunden grausam getötet wirdhttps://www.facebook.com/jens.niehtouus/videos/1558308411041636

Auch dies fällt aus Jägersicht wohl unter Tier- und Artenschutz.

 

September 2020

An der TU Dresden kann man jetzt an einer Umfrage teilnehmen, mit dem das Bild der Jäger und Jägerinnen in der Öffentlichkeit ermittelt werden soll. Bitte zahlreich teilnehmen unter folgendem Linkhttps://bildungsportal.sachsen.de/umfragen/limesurvey/index.php/134777?lang=de&fbclid=IwAR1id_HZj5Uw6A47Kf_iLnWwyM09Cd9oldY3oLR7IgvtbUgJk8SIWCoFIpo

 

September 2020

Auf einen Bericht in der Süddeutschen Zeitung über die Probleme des "Vorreiterprojekts Fellwechsel" in Corona-Zeiten haben wir mit einem Leserbrief reagiert, den Sie unter der entsprechenden Rubrik nachlesen können. Den Bericht  finden Sie unter folgendem Link: https://www.sueddeutsche.de/leben/tiere-rastatt-probleme-wegen-corona-fuer-vorreiterprojekt-fellwechsel-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200830-99-360572

Den Betreibern von "Fellwechsel" wurde eine ganze Seite zur Verfügung gestellt, um Werbung für ihr Projekt zu machen. Kritische Nachfragen fehlten leider völlig.

 

 

September 2020

In Stuttgart wurde jetzt Anzeige gegen einen Jäger erstattet, der es für angemessen hielt, zwei vierzehnjährige Jungen, die ihm einen Streich gespielt hatten, mit der Waffe zu verfolgen. Einen der beiden zwang er dazu, mit ihm mitzukommen. Der Vater des Jungen schaltete die Polizei ein, der Jäger muss sich nun wegen Nötigung verantworten. Das Ordnungsamt prüft den Fall ebenfalls, da Zweifel an der nötigen Zuverlässigkeit zum Führen einer Waffe vorliegen. Hier der Bericht: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.polizeieinsatz-in-stuttgart-vaihingen-jaeger-droht-14-jaehrigen-nach-streich-mit-waffe.d3c4a433-5c2c-473d-99ff-f28902f839a2.html?fbclid=IwAR3sVu3ONLFKL3n2VbusNbFt56T5IalOUjff_A_AUcR14w1jbcre0zG6_Rk

 

August 2020

Wie bereits berichtet, hatte ein Jäger und Diplom-Forstwirt auf Facebook gepostet, dass er in diesem Jahr schon 28 Katzen "in den Katzenhimmel umgesiedelt" habe. Nach massiver Kritik äußerte sich der Jäger jetzt auf Facebook nochmals zu dem Thema. Was er zu sagen hat, können Sie unter der Rubrik "Reaktionen von Jägern" nachlesen. 

Aufgrund dieses Vorfalls startete jetzt der Landestierschutzverband Brandenburg eine Petition, in der er ein sofortiges Verbot des Haustierabschusses fordert. Außerdem wird gefordert, oben genannten Jäger die Jagdberechtigung zu entziehen. Die Petition finden Sie unter folgendem Linkhttps://www.change.org/p/landtag-brandenburg-sofortiges-jagdverbot-auf-hunde-und-katzen-im-land-brandenburg?utm_content=cl_sharecopy_24388670_de-DE%3A2&recruited_by_id=ec68d900-ea7c-11ea-a120-49cfe18bc127&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=psf_combo_share_initial&utm_term=psf_combo_share_initial

 

 

August 2020

PETA hat eine Petition gestartet, um die sinnlose und grausame Fuchsjagd endlich zu stoppen. Unter dem Link https://www.peta.de/fuchsjagd-stoppen finden Sie sowohl die Petition als auch viele Informationen zum Thema Fuchs und Fuchsjagd. 

 

August 2020

Ein Jagdscheininhaber und Diplom-Forstwirt gibt bei Facebook in einem öffentlichen Post damit an, dass er in diesem Jahr bereits 28 Katzen erschossen hat. In seinem Post bezeichnet der Jäger den Abschuss der Katzen als "aktiven Artenschutz", Katzenhalter bezeichnet er als "unverantwortliche Egoisten". Zudem ist er der Auffassung, dass Katzen "in unserer Landschaft absolut nichts verloren haben". Er rechtfertigt sein Vorgehen damit, auf diese Weise "vielen Hunderten Vögeln das Leben gerettet zu haben." Dagegen sei doch "nix einzuwenden." Im Übrigen würde er sich täglich mit dem Artenschutz befasssen, nämlich um 5.30 Uhr auf seinem Hobchsitz und vor ihm "liegen zwei Füchse auf der Wiese". Dieser Post wurde mittlerweile sehr oft geteilt, Tierschützer fordern Konsequenzen. Auch in der Jägerszene wird über diesen Post diskutiert - die vorherrschende Meinung scheint wohl zu sein, dass man sich beim Katzenabschuss an die goldene Regel "Schießen - Schaufeln - Schweigen" halten sollte. Hier ein Link zu einer der Diskussionen. 

https://forum.wildundhund.de/threads/militante-katzenfanatiker-wollen-erwebssituation-eines-waidkameraden-zerstoeren.128553/?fbclid=IwAR1snF4b5n-cHPkqoSSGFksFyog93MQewL8y_FtfPOrtnFlnsMbv_2TDZOk

Wer sich dafür einsetzt, dass der Haustierabschuss endlich verboten wird, wird als "militanter Katzenfanatiker" bezeichnet. Und das, obwohl es unzählige wissenschaftliche Studien gibt, die belegen, dass der Einfluss von Hauskatzen (übrigens auch der von verwilderten Katzen) auf unser Ökosystem verschwindend gering und eine Verfolgung der Tiere nicht gerechtfertigt ist.
Der Post des Jägers ist leider nicht mehr online.
 

August 2020

Im Münchner Merkur wird über einen Jäger berichtet, der verbotenerweise ein Rotwild-Muttertier erschossen hat. Zwei Wanderer hatten die Schüsse gehört und Anzeige erstattet. Auch in diesem Fall wurde ein Polizeibeamter mit den Ermittlungen betraut, der selbst Inhaber eines Jagdscheins ist. Mittlerweile läuft zwar ein Strafverfahren gegen den Jäger - ob die Tat Konsequenzen haben wird, ist trotzdem fraglich. Offenbar konnte er überzeugend glaubhaft machen, dass es sich um "ein Versehen" gehandelt habe. Obwohl hier eindeutig ein Verstoß gegen das Jagdrecht und gegen das Tierschutzgesetz vorliegt, betonen die örtlichen Jäger dennoch, dass Jagd und Tierschutz untrennbar miteinander verbunden sei. Eine zufriedenstellende Erklärung für diese Aussage bleiben die Jäger aber schuldig. Hier geht es zum Artikel: https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/garmisch-partenkirchen-ort28711/garmisch-partenkirchen-jaeger-muttertier-reh-kitz-tot-gesetz-wanderer-schuesse-kalb-13828529.html

 

 

 

August 2020

Auch in der Schweiz gerät die Trophäenjagd unter Druck. Vor allem grüne Politiker sezten sich für ein Verbot  der Jagd auf geschützte Tiere ein. Auch hier argumentieren die Jäger damit, dass sie durch das Töten von geschützten Tieren ihren Beitrag zum Artenschutz leisten würden. Eine Argumentation, der wohl nur Jäger folgen können. Die Argumente beider Seiten könne Sie in einem Beitrag des SRF nachlesen und nachhören.

 https://www.srf.ch/news/schweiz/trophaeenjagd-schweizer-jaeger-toeten-im-ausland-pro-jahr-50-geschuetzte-tiere

 

August 2020

In der Hildesheimer Allgemeinen wurde darüber berichtet, dass die örtliche Jägerschaft vermehrt als Lehrer aktiv werden möchten. Der Trend, dass Jäger in Schulen Werbung für ihr umstrittenes Hobby machen dürfen, hält unvermindert an. Wir haben einen Leserbrief an die Zeitung geschickt, den Sie unter der Rubrik "Leserbriefe" nachlesen können.

 

August 2020

In Halver wurden Anwohner und Waldspaziergänger durch unzählige Schüsse im Wald aufgeschreckt. Der Presseobmann des örtlichen Hegerings erklärt die Schüsse mit dem sog. "Krähensilvester". Am 1. August beginnt traditionell die Krähenjagd. Diese sei notwendig, weil es laut Meinung der Jäger einfach zu viele Krähen gibt - und diese seien auch noch sehr gefährlich. Sie würden lebenden Kitzen die Augen herauspicken (bei dieser Aussage dürfte es sich eher um Jägerlatein handeln als um eine faktenbasierte Aussage). Außerdem entstehen der Landwirtschaft angeblich enorme Schäden durch die Krähen (die Höhe dieser Schäden kann aber ebenfalls nicht beziffert werden). Die Rechtfertigungsversuche für die Krähenjagd wollen nicht so recht überzeugen. Zumal dann nicht, wenn man weiß, dass sich der Krähenbestand durch Bejagung sowieso nicht regulieren lässt. Aber offenbar ist man es in Havel nicht gewohnt, dass sich Menschen über die Jagdausübung beschweren. Der Presseobmann des Hegerings hat zu diesem Verhalten auch eine ganz spezielle Meinung: "

„Nur weil sie ein Waldbetretungsrecht haben, haben die Leute kein Mitbestimmungsrecht im Wald“, stellt Bette klar. „Die Waldbesitzer müssen es laut Gesetzgeber schon hinnehmen, dass ihr Eigentum kostenfrei von anderen betreten werden darf und müssen auch für die Schäden aufkommen, die durch zertrampelte Böschungen, ausgerissene Pilze oder weggeworfenen Müll entstehen.“
In Deutschland ist ein Großteil des Waldes in Staatsbesitz und gehört somit doch wieder allen Bürgern. Doch selbst wenn sich Waldbesucher in einem Privatwald aufhalten, haben sie durchaus das Recht, sich gegen Schüsse in unmittelbarer Nähe zu wehren oder den Sinn der Krähenjagd zu hinterfragen - auch wenn den Jägern das nicht gefällt.
 
August 2020

Während der letzten Jagdmesse "Jagd und Hund" in Dortmund kam es zu massiven Protesten. 

Tier- und Naturschutzverbände, Jagdkritiker und auch viele Einzelpersonen wandten sich an die Stadt Dortumund. Kritisiert wurde hauptsächlich, dass auch Anbieter umstrittener Trophäenjagden auf der Messe vertreten waren, deren Angebote zumindest zum Teil nicht mit deutschem Recht kompatibel waren. Dieser Protest hat jetzt Wirkung gezeigt.Die beiden Oberbürgermeister sprachen sich dafür aus, Anbieter von Trophäenjagden künftig nicht mehr auf der Messe zuzulassen. Diese Entscheidung wiederum bringt jetzt die Jäger auf die Palme. Von den Linken und den Grünen habe man nichs anderes erwartet, dass sich aber auch der Oberbürgermeisterkandidat der FDP gegen die Jagd auf geschützte Tiere ausspricht, ist für viele Jäger offenbar schwer zu verkraften. Da wird vom Selbstbestimmungsrecht afrikanischer Länder gesprochen und davon, dass die Jäger durch die Teilnahme an solchen Jagden die Armut in den Ländern bekämpfen würden. Das Argument des Oberbürgermeisterkandidaten, dass durchaus auch durch eine andere Art von Tourismus Geld erwirtschaftet werden könne, kann offenbar nicht nachvollzogen werden -  in den Kommentaren wird von "unreflektiertem Müll" gesprochen, die FDP sei mit einer solchen Position nicht mehr wählbar. Nochmal zur Erinnerung: nur etwa 1% des Betrags, den ein Jäger für den Abschuss eines Löwen oder Elefanten zahlt, kommt bei der Bevölkerung an. Den Großteil bekommen die Anbieter dieser Reisen, die Jagdfarmen und korrupte Politiker. Von daher ist die Entscheidung in Dortmund nur zu begrüßen. Und die Jäger enlarven sich einmal mehr selbst. Der Artikel ist unter diesem Link https://www.jagderleben.de/news/jagd-hund-fdp-will-trophaeenjagdangebote-verbieten-712039 nachzulesen. 

Übrigens: die Bundes-FDP hat sich von der Meinung des Oberbürgermeisterkandidaten distanziert, die CDU möchte weiterhin an den Trophäenjagden festhalten, die SPD konnte sich noch zu keiner Meinung durchringen.

 

 

August 2020

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wird von Politikern und Jägern gerne zum Vorwand genommen, um die intensive Jagd auf Wildschweine zu rechtfertigen. Den Wildschweinen wird unterstellt, Hauptüberträger der Seuche zu sein. Bereits im Jahr 2018 erschien in der Zeit ein Interview mit dem Wildbiologen Sven Herzog, der die vermehrte Bejagung als "irreführende Propaganda" und "fehlgeleiteten politischen Aktionismus" bezeichnet. Im Interview wird deutlich, dass die Wildschweine eher die Opfer der Seuche sind, Hauptüberträger ist der Mensch, der das Virus an Schuhen oder Kleidung einschleppt. Wildschweine infizieren sich hauptsächlich über weggeworfene, infizierte Nahrung und verbreiten die Seuche auch nur in einem kleinen Umkreis weiter. Ebenfalls längst erwiesen ist, dass vermehrte Abschüsse nur kurzfristig und lokal Einfluss auf den Wildschweinbestand haben - ganz unabhängig von ASP. Das lesenswerte Interview finden Sie unter folgendem Link https://www.zeit.de/2018/03/afrikanische-schweinepest-wildschweine-ausbreitung-sven-herzog-interview

All diese Informationen scheinen bei Jägern und Politikern noch nicht angekommen zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) stolz verkündet, dass im vergangenen Jagdjahr zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest so viele Wildschweine geschossen wurden, wie nie zuvor. Um genau zu sein: 96.559 Tiere! Allein in Mecklenburg-Vorpommern! 

https://www.welt.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/article213127710/Rekord-Jagd-auf-Wildschweine-96-559-Tiere-erlegt.html?cid=onsite.onsitesearch

Übrigens: im Zeit-Interview mit dem Wildbiologen Sven Herzog wird auch erwähnt, welche negativen Auswirkungen die vermehrte Jagd auf Wildschweine auch auf andere Wildtiere und den Wald hat. Durch die ständige Beunruhigung durch die Jagd verlasssen die Tiere den Wald seltener zur Futtersuche, was dann wiederum zu vermehrtem Wildverbiss an Jungbäumen führt. Dieses Problem soll dann wiederum mit einer Intensivierung der Jagd gelöst werden. 

 

 

August 2020

Viele Jäger möchten auch im Urlaub nicht auf ihr Hobby verzichten und reisen dann gerne nach Afrika, um Jagd auf Löwen oder Elefanten zu machen. Da eine solche Reise in diesem Jahr aufgrund von Corona nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist, haben die deutschen Jäger jetzt ein neues Tier für sich "entdeckt": das Murmeltier. In Deutschland gibt es eine ganzjährige Schonzeit für das Murmeltier, in Österreich hingegen darf das Murmeltier gejagt werden. Und so eilen die deutschen Jäger ihren österreichischen Kollegen jetzt zu Hilfe. Gebucht wird meist ein Pauschalangebot, im Preis stets enthalten: der Abschuss eines Murmelbären. Trifft der Jäger nicht, gibt es Geld zurück. Die Nachfrage ist groß, Murmeltierjagden sind ausverkauft. Einen Bericht hierzu finden Sie unter https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/pauschalangebote-fuer-murmeltierjaeger-wie-das-geschaeft-mit-der-jagd-auf-die-nagetiere-laeuft/26054960.html

Das Murmeltier scheint übrigens ziemlich gefährlich zu sein, denn: das Murmeltier gräbt Gänge!! Und ist somit eine Gefahr für die Allgemeinheit. Almen werden untergraben, Almhütten zum Einsturz gebracht, sogar Strom- und Telefonmasten werden destabilisiert. Dieser Rechtfertigungsversuch ist dermaßen haarsträubend - da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

August 2020

In der Mittlebayerischen Zeitung erschien vor ein paar Tagen ein Beitrag, in dem der Hegeringleiter mit der Aussage zitiert wurde, dass es zum Schutz der soeben ausgesetzten Rebhühner nötig sei, "Raubzeug wie Fuchs und Habicht" kurz zu halten. Da der Habicht unter strengem Schutz steht, haben sich viele Bürger an die Zeitung gewandt. Wir haben ebenfalls an die Zeitung geschrieben, außerdem wurde das Komitee gegen den Vogelmord, Tatort Natur und weitere Naturschutz- und Vogelschutzverbände auf den Artikel aufmerksam und haben reagiert. Wildtierschutz Deutschland hat Anzeige erstattet, diese mittlerweile aber wieder zurückgezogen. Nun hat die Zeitung mit folgendem Beitrag reagiert: https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/wirbel-um-aufruf-zur-jagd-von-habichten-21416-art1927360.html Da der Beitrag leider nur nach Anmeldung komplett zu lesen ist, hier eine kurze Zusammenfassung. Offensichtlich ist man um Schadensbegrenzung bemüht. Der Hegeringleiter spricht von einem Missverständnis und einer "unglücklichen Aussage." Der Revierpächter wird folgendermaßen zitiert: "Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat." Weitere Erklärungsversuche wirken derart an den Haaren herbeigezogen, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Selbst der LBV äußert sich zurückhaltend - hatte man doch selbst das Rebhuhnprojekt zuvor als "sehr ehrenwert" gelobt. Hier zeigt sich, dass die Zusammenarbeit mit Jägern für Natur- und Tierschutzverbände schnell zum zweischneidigen Schwert werden kann. So versucht der LBV die Äußerung des Hegeringleiters dadurch zu relativieren, dass dieser seine Empfehlung vermutlich "aus alter Literatur" heraus abgegeben habe - und ist gerne bereit, den Hegeringleiter nochmals über den Schutzstatus des Habichts aufzuklären.

Die Versuche, die Aussage des Hegeringleiters zu relativieren, sind völlig unglaubwürdig. Vermutlich hat er genau das gemeint, was er gesagt hat. Solche Äußerungen sind unter Jägern nicht ungewöhnlich - viele Jäger machen kein Geheimnis daraus, dass "Raubzeug" und Beutegreifer allgemein im Jagdrevier nicht erwünscht sind.  Allerdings hat der Hegeringleiter gegen eine wichtige Regel verstoßen: solche Aussagen äußert man nur, wenn man unter sich ist, aber niemals öffentlich.

Übrigens: die auf dem Bild abgebildete, von einem Jäger illegal aufgestellte Habichtfalle wurde keine 5 km von dem Ort entfernt gefunden, an dem jetzt die Rebhühner ausgesetzt wurden. Die Aufforderung, den Habicht kurz zu halten, fällt offenbar auf fruchtbaren Boden.

Wir haben erneut einen Leserbrief an die Zeitung geschrieben. Diesen können Sie auch unter der Rubrik "Leserbriefe nachlesen".

 

August 2020

Vor ein paar Tagen erst wurde ein Rentner auf seinem eigenen Grundstück bei einem Jagdunfall schwer verletzt. Jetzt traf es einen 68-jährigen Freibad-Besucher. Der Mann befand sich auf der Liegewiese, als er von einer Kugel getroffen wurde. Direkt neben dem Freibad fand eine Erntejagd statt. Als ein 80(!!!)-jähriger Jäger auf flüchtendes Wild schießen wollte, traf er stattdessen den Badegast. Der Mann hatte wohl Glück und wurde nur leicht verletzt. Erst letztes Jahr wurde ein Mensch bei einer Erntejagd getötet. Offensichtlich hat man nichts dazu gelernt, die Politik ist nach wie vor untätig. Und so wird auch dieses Opfer mit Sicherheit nicht das letzte sein.

https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-projektil-trifft-badegast-712015

 

 

August 2020

Im Juni erschien in der Rhein-Neckar-Zeitung ein Bericht, in dem der Fuchs wieder einmal sehr negativ dargestellt wurde. Daraufhin wandte sich eine Leserin in einem Leserbrief an die Zeitung. Als dieser nicht gedruckt wurde, versuchte die Leserin es mit einer gekürzten Fassung erneut. Auch diese wurde nicht gedruckt. Dafür bekam sie Post vom zuständigen Redakteur. Ausführlich wird erklärt, warum Jagd als Regulativ unverzichtbar sei. Obwohl der Redakteur und Jagdscheininhaber betont, dass die Jagd genauso legitim sei wie ihre Ablehnung, möchte er eine jagdkritische Meinung in "seiner" Zeitung nicht lesen. Offensichtlich sollen hier Meinungen, die nicht ins eigene Weltbild passen, unterdrückt werden. Vielleicht hat man auch Angst, dass die Argumente der "Gegenseite" überzeugender sein könnten als die eigenen. Sie finden den Leserbrief und die Antwort unter der Rubrik "Reaktionen von Jägern". Den Leserbrief haben wir zusätzlich in unsere Leserbrief-Sammlung aufgenommen.

 

Juli 2020

Und wieder wurde ein Mensch durch rücksichtslose Jagdausübung verletzt. Dieses Mal traf es einen Rentner in Niedersachsen. Der Mann befand sich im Anbau seines Hauses, als er  angeschossen wurde. Der Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Verletzungen des Mannes schwerer sind als ursprünglich angenommen. Wann endlich werden Anwohner vor solchen "Unfällen" geschützt? https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-verirrtes-projektil-trifft-anwohner-712005?fbclid=IwAR0vh3N1hsBIjO4Zam7fv-tZC8B2WadH3n2aMZ8ohDNksbgH_PXq4UWgLj0

 

 

Juli 2020

Anfang Juli erschien in der Mittelbayerischen Zeitung ein Artikel, in dem die Zunahme der Wilderei streng geschützer Tiere beklagt wird. Wilderei sei kein Kavaliersdelikt und müsse konsequent verfolgt werden. In der gleichen Zeitung wurde jedoch heute (30.7.20) ganz offen dazu aufgerufen, streng geschützte Tiere zu töten. Jäger haben Fasane gezüchtet und diese nun ausgesetzt. Dieses Engagement der Jäger wird von den beiden Bürgermeistern gelobt - gerne ist man bereit für ein gemeinsames Foto mit den Jägern. Gleichzeitig ruft der Hegeringmeister ganz offen dazu auf, Raubzeug wie Fuchs und Habicht "kurz zu halten". Offenbar ist keinem der Beteiligten aufgefallen, dass der Habicht - übrigens vom NABU zum Vogel des Jahres 2020 auserwählt - streng geschützt ist. Das Töten von Habichten ist illegal. Dass Raubvögel von Jägern gehasst werden, ist nicht neu - will man doch die jetzt ausgesetzten Rebhühner später selbst erlegen. Über die Zeitung zum Töten streng geschützter Tiere aufzurufen, ist aber mehr als dreist. Hier geht´s zum Artikel  https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/25-junge-rebhuehner-wurden-ausgewildert-21416-art1926583.html

Und das sagt der NABU über den Habichthttps://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/jagd/jagdbare-arten/greifvoegel/04510.html

 

Juli 2020

Im folgenden Beitrag https://www.jagderleben.de/mediathek/jaegerleben-folge-2-lockjagd-gaense-711964 nehmen ein paar Jäger Sie mit auf Gänsejagd. Nachdem Lockvögel auf dem Boden festgebunden worden sind, legt man sich gut getarnt auf die Lauer. Fallen vorüberfliegende Gänse auf den Trick herein und es gelingt, ein Tier zu töten, ist die Freude der Jäger groß. Die Gänsejagd ist höchst umstritten, oftmals kommt hier auch hochgiftige Bleimunition zum Einsatz. Dennoch kann auf die Bejagung der Gänse aus Jägersicht nicht verzichtet werden. Die Zunahme von "Gänsefraß" und  "Verkotung" der Felder sei den Landwirten nicht mehr zuzumuten. Offizielle Zahlen darüber, wie groß die Schäden tatsächlich sind, werden aber nicht genannt. Wieder einmal soll vermittelt werden, dass Jäger keinen Spaß am Töten von Tieren haben und dies nur aus uneigennützigen Motiven tun - die Bilder vermitteln jedoch etwas anderes. 

 

Juli 2020

Gibt es zu viele Störche? Die Jäger in Nidderau sind offensichtlich dieser Meinung. Während sich die meisten Menschen freuen dürften, wenn sie einen Storch sehen, können Teile der Jägerschaft diese Freude nicht teilen. Bis jetzt habe man den Storch geduldet, aber jetzt seien die negativen Auswirkungen der Störche auf das Ökosystem nicht mehr hinnehmbar - zu dieser Einschätzung kommen Jäger und Landwirte in Nidderau. Gleichzeitig wirft man dem Naturschutzbund  wieder einmal falsch verstandenen Artenschutz vor. Was genau die Jäger dazu zu sagen haben, können Sie unter folgendem Link nachlesen: https://www.op-online.de/region/main-kinzig-kreis/nidderau/nidderau-zu-viele-stoerche-machen-jaegern-zu-schaffen-voegel-machen-jagd-auf-hasen-90010939.html  

Einmal mehr  werden Niederwild und Bodenbrüter vorgeschoben, um ein Tier in ein schlechtes Licht zu rücken. Bei vielen anderen Tierarten ist diese Praxis schon lange an der Tagesordnung - nun also trifft es den Storch. 

Im Beitrag wird übrigens auch erwähnt, dass es bereits zu einer Anpassungsreaktion gekommen ist: so gibt es wohl mehr Brutpaare, die einzelnen Brutpaare bringen aber weniger Junge zur Welt. Eigentlich die perfekte Lösung. Die Jäger scheinen den natürlichen Regulierungsmechanismen jedoch zu misstrauen. Ein schöner Einblick in die Psyche der Jäger und ein gutes Beispiel dafür, wie weit sich große Teile der Jägerschaft bereits von der Natur entfernt haben. 

 

 

Juli 2020

Im Landkreis Altötting soll ein Fuchs eine 16 Jahre alte Katze getötet haben. Nun soll der Fuchs mit Hilfe einer Lebendfalle gefangen und anschließend getötet werden. Das Landratsamt argumentiert damit, dass der Fuchs sich nicht artgerecht verhalten habe und es nicht auszuschließen sei, dass der Fuchs krank ist. Da sich in der Nähe des "Tatorts" ein Kinderspieplatz befindet, wolle man kein Risiko eingehen. Der Fuchs wird als unberechenbar beschrieben, gleichzeitig wird durch Fehlinformationen die Bevölkerung in Alarmstimmung versetzt. Auch wenn sich jetzt mehrere Privatpersonen und Organisationen mit der Forderung, den Fuchs leben zu lassen, an das Landratsamt gewandt haben, ist das Schicksal des Fuchses wohl besiegelt. So sehr mir die Katze Leid tut: ein Fuchs ist ein Tier und somit nicht in der Lage, sein Handeln moralischen Maßstäben unterzuordnen. Sollte er die Katze also getötet haben (was noch gar nicht endgültig geklärt ist), so rechtfertigt das dennoch nicht das Töten des Fuchses.  https://www.jagderleben.de/news/fuchs-toetet-katze-erlegt-711985?fbclid=IwAR1cdc8W2_R0xCcYJtwJf3bKS6ySV3lQXzJ7RQnSK5VI2Pe8G8xUh2BvFsU

 

 

Juli 2020

In der Mittelbayerischen Zeitung ist am 18.7. ein Leserbrief erschienen, in dem der Verfasser seinem Ärger über den Schutzstatus von Wölfen, Luchsen, Ottern, Bibern und Elstern Luft macht. Er bezieht sich dabei auf den Artikel "Wölfe sind in Bayern daheim", ebenfalls erschienen in der Mittelbayerischen Zeitung. Der Verfasser bezeichnet die genannten Tiere als "Zuwanderer" und "Plagen" und macht deutlich, worum es vielen Jägern in Wirklichkeit geht, wenn sie von "Naturschutz" sprechen: den Schutz des eigenen Jagdreviers. Naturschützer werden als weltfremde Naturromantiker bezeichnet. Gleichzeitig wird im Leserbrief sehr deutlich, dass der Verfasser nicht in der Lage ist, ökologische Zusammenhänge zu erfassen. Den Leserbrief und unsere Erwiderung finden Sie unter der Rubrik "Leserbriefe".

Juli 2020

Wie bereits berichtet, beobachtete im Januar ein Spaziergänger den ortsansässigen Jäger beim Aufstellen dieser Habichtfalle. Gemeinsam mit dem LBV wurde Anzeige wegen Tierquälerei und Wilderei erstattet. Jetzt fand erneut eine Zeugenbefragung statt, ein Experte für Umweltkriminalität ermittelt in dem Fall. Offenbar hatte der Jäger zum Tatzeitpunkt keine gültige Erlaubnis zur Fallenjagd. Das dürfte den Jäger den Jagdschein kosten. Zwar streitet der Jäger die Vorwürfe ab und behauptet, nichts mit der Falle zu tun zu haben. Die Zeugenaussage des Spaziergängers und die Tatsache, dass man die Falle mittlerweile auf dem Grundstück des Jägers sichergestellt hat, machen diese Behauptung jedoch unglaubwürdig.

Passend zu diesem Thema ist in der Mittelbayerischen Zeitung ein Artikel unter dem Aufmacher "Mehr Wilderei in Bayern: Täter kommen meist straffrei davon" erschienen. In dem Artikel wird beklagt, dass es immer wieder zur Tötung geschützter Tiere wie Luchse oder Greifvögel kommt. Leider wird wenig über die Täter gesagt. Wie der oben geschilderte Fall zeigt, können durchaus auch Aktivitäten des zuständigen Jägers den Tatbestand der Wilderei erfüllen. Es muss nicht immer der große Unbekannte sein. Den Artikel finden Sie unter folgendem Link: https://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/mehr-wilderei-in-bayern-taeter-kommen-meist-straffrei-davon-21705-art1922098.html  

Wir haben uns mit einem Leserbrief an die Zeitung gewandt. Diesen können Sie auch hier in der Rubrik "Leserbriefe" nachlesen. 

Juli 2020

Ein Hundeführer aus der Oberpfalz hat seine Hunde auf gesunde Wildschweine gehetzt in der Absicht, diese zu ermüden um sie dann mit einer sog. Saufeder abstechen zu können. Gegen den Hundeführer wurde jetzt Strafbefehl erlassen, der Jagdschein wurde ihm entzogen. Ihm wird vorgeworfen, dass er bei dieser Aktion erhebliche Schmerzen und Leid für die Wildschweine billigend in Kauf genommen habe. Dies sei mit dem Tierschutz nicht zu vereinbaren. Als Beweismittel dient übrigens ein youtube-Video, welches des Beschuldigte selbst online gestellt hatte. Über den Fall wird auf "Jagderleben.de"  berichtet: https://www.jagderleben.de/news/hundefuehrer-erhaelt-strafbefehl-youtube-video-saujagd-711960?fbclid=IwAR1MdV1MOQ4etvo2NTi-odV-m7S2FezKuZBItuaR6wys9Op9ICPBNOjLB7s

Der Hundeführer kündigte an, gegen den Strafbefehl Rechtsmittel einzulegen. 

Bleibt noch anzumerken, dass viele Jagdmethoden nicht mit unserem Tierschutzgesetz zu vereinbaren sind. Es wäre an der Zeit, das Tierschutzgesetz auch im Bereich Jagd endlich konsequent umzusetzen.

 

 

Juli 2020

Eine Jagdgegnerin, die bei Altötting während einer Drückjagd Aufnahmen von Jägern gemacht und diese Aufnahmen unverpixelt auf youtube eingestellt hatte, wurde jetzt dazu verurteilt, die Aufnahmen zu löschen. Normalerweise sind Jäger nicht so öffentlichkeitsscheu. Wenn es darum geht, das Märchen vom Jäger als Natur- und Tierschützer aufrecht zu erhalten, haben sie in der Regel nichts gegen Publicity. Immer wieder sind Fotos  und Berichte in den Lokalzeitungen zu finden, in denen sich die Jägerschaft inszenieren darf: gemeinsam mit dem Bürgermeister vor einer öffentlichkeitswirksam angelegten "Bienenwiese", gemeinsam mit dem Bauern nach einer durchgeführten Drohnen-Rehkitz-Rettungsaktion -  auch mit Kindergartenkindern und Schulklassen lässt man sich gerne ablichten. All diese Berichte haben allerdings eines gemeinsam: der Jäger wird positiv dargestellt, kritische Nachfragen gibt es nicht. Dass man sich dagegen nicht so gerne bei einer Drückjagd filmen lassen möchte, ist durchaus nachvollziehbar. Denn genau diese Jagdrealität soll ja möglichst vor der Öffentlichkeit verborgen werden. Mit einer Drückjagd gewinnt man keine Sympathien. Das ist auch den Jägern klar. Also zieht man vor Gericht. Auch wenn der Jäger jetzt vor Gericht Recht bekommen hat: letztendlich hat gerade die Klage dazu geführt, dass über den Fall berichtet wurde und sich somit viele Menschen mit dem Thema Jagd auseinandergesetzt haben. Ob das Ergebnis dieser Auseinandersetzung im Sinne der Jäger ist, darf bezweifelt werden. 

Die ganze Geschichte können Sie hier nachlesen: 

 https://www.jagderleben.de/news/urteil-jagdgegnerin-anti-jagd-video-entfernen-711952

Übrigens: Ein Vorwurf der Jagdgegnerin lautete, dass während der gefilmten Drückjagd auch Rehe bejagt wurden - ein klarer Verstoß gegen geltendes Jagdrecht. Auch wir bekommen im Vorfeld von Drückjagden hier in der Gegend immer wieder Hinweise von Insidern auf Unregelmäßigkeiten: ein Vorwurf, der regelmäßig auftaucht, ist die unerlaubte Bejagung von Rehen während Drückjagden, ein anderer Vorwurf ist der Gebrauch von verbotener Munition. Wir haben bei der zuständigen Behörde nachgefragt, wie diese Jagden kontrolliert werden. Uns wurde mitgeteilt, dass überhaupt keine Kontrollen stattfinden und man sich auf die Selbstkontrolle durch die Jäger verlassen würde. 

 

 

Juli 2020

In Lichtenau wächst der Widerstand gegen die Errichtung eines Wildtiergatters. Offenbar gibt es am geplanten Standort seltene Tier- und Pflanzenarten - um diese zu schützen, organisieren Naturschutzverbände jetzt Widerstand. Jäger stellen sich in der Öffentlichkeit ja gerne selbst als Naturschützer dar - wie es in der Realität mit dem Naturschutz aussieht, zeigt dieses Beispiel. Den Artikel können Sie hier nachlesen: https://bnn.de/lokales/buehl/buerger-stellen-sich-wegen-schwarzwildgatter-bei-muckenschopf-gegen-die-jaegerschaft?fbclid=IwAR183x_7qP2LCuRUFjcnOojFnl4gig2jnPZTgUUQ7y3axRRzOBxCv8wFmJU Dass Jagdverbände der Öffentlichkeit immer noch aus Naturschutzverbände verkauft werden (auch in diesem Fall ist die Landesjägerschaft mit allen anderen anerkannten Naturschutzverbänden unter dem Dach des baden-württembergischen Landes-Naturschutzverbandes vereinigt) ist nicht zuletzt aufgrund solcher Meldungen nicht mehr nachvollziehbar. 

 

 

Juli 2020

Eigentlich war das Verbot von Bleimuntion auf europäischer Ebene bereits beschlossene Sache. Nach langwierigen Verhandlungen  hatten sich das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium darauf geeinigt, für ein Verbot auf europäischer Ebene zu stimmen. Wie es in letzter Sekunde zu einem Sinneswandel im Landwirtschaftsministerium kam, zeigt ein Beitrag auf der Seite "Riffreporter" https://www.riffreporter.de/flugbegleiter-koralle/kloeckner-blei/?fbclid=IwAR0xapFOPv6sIA7MamEK5QipqsrhI7npMH8hKhmdQih4OpAx0nG7rbPf9go  Wieder einmal wird deutlich, wie stark gewissen Interessengruppen die Tagespolitik beeinflussen. Das Einknicken vor Jagd- und Munitionslobby ausgerechnet damit zu rechtfertigen, dass bei Verwendung nicht bleihaltiger Munition der Tierschutz nicht gewährleistet werden könne, ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Es wird höchste Zeit, dass der Tierschutz nicht mehr dem Landwirtschaftsministerium zugeordnet wird - ein eigenes Tierschutzministerium ist überfällig. 

Juli 2020

Eine Spaziergängerin entdeckte in der Nähe von Ingolstadt diese fragwürdige Konstruktion. Auf einem völlig morschen Anhänger befindet sich eine Jagdkanzel, die ohne erkennbare Sicherung auf dünnen Brettern auf diesem maroden Gefährt steht. Ort (umgeben von Getreidefeldern) und Zeitpunkt (kurz vor der Ernte) lassen vermuten, dass diese wackelige Vorrichtung bei einer Erntejagd zum Einsatz kommen soll. Die Spaziergängerin hat sich so ihre Gedanken gemacht, ob eine Schussabgabe unter diesen Umständen sicher sein kann. Unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" finden Sie noch mehr Bilder und die Eindrücke der Spaziergängerin.

Juli 2020

Wie berichtet, haben wir die Gemeinde Jetzendorf Anfang Juli gebeten, mehrere Schilder im Gemeindebereich, auf denen noch immer vor Wildtollwut gewarnt wird, entfernen zu lassen. Mit Schreiben vom 7. Juli teilte uns ein Mitarbeiter nun mit, dass die gemeldeten Warnschilder mittlerweile entfernt worden sind. Falls auch Sie noch irgendwo solche Schilder sehen sollten, melden Sie diese bitte im zuständigen Rathaus. Die Gemeinden sind verpflichtet, die Schilder zu entfernen. 

 

Juli 2020

Diese Katze wurde mit einem Luftgewehr angeschossen. Es wurde Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt. Aufgrund der verwendeten Waffe ist in diesem Fall eher nicht davon auszugehen, dass es sich beim Täter um einen Jäger handelt. Sollte der Schütze also ermittelt werden können, wird er sich vor einem Gericht verantworten müssen, da eindeutig ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt. Gleichzeitig werden in Deutschland im Rahmen des "Jagdschutzes" noch immer unzählige Katzen (und auch Hunde) völlig legal  von Jägern getötet. Sie werden erschossen oder in Fallen gefangen und dann umgebracht. Manche Jäger hetzen auch ihre Jagdhunde auf  Katzen. Warum hier immer noch mit zweierlei Maß gemessen wird, ist nicht nachvollziehbar. Wie Jäger über Katzen und deren Besitzer denken, kann unter anderem unter folgendem Link (Forum Wild und Hund) nachgelesen werden:  https://forum.wildundhund.de/threads/nabu-will-katzen-einschlaefern.115904/page-4  Zwar lehnen auch hier einige Jäger den Haustierabschuss ab, die große Mehrheit der Diskutierenden aber "argumentiert" auf einem Niveau, welches kaum noch zu unterbieten ist - Zitat: "Der gute Jäger hasst die Katze. Hört sich blöd an, ist aber so."  Oder: "Die Hauskatze heißt Hauskatze, weil sie im Haus lebt, sie hat im Jagdrevier nichts verloren."  Auf diesem Niveau ist eine sinnvolle Auseinandersetzung wohl kaum möglich. 

Juli 2020

Auf der Seite von "Wildtierschutz Deutschland" ist ein Video zu sehen, auf dem gezeigt wird, wie grausam es bei der Fuchsjagd zugeht. Das Video stammt von der französischen Tierschutzorganisation ASPAS und ist unter folgendem Link zu sehen: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/Fuchsjagd?fbclid=IwAR1qzFzVh3ZlLulU7tACtMDzs6NJwmZnCA1EvUj-2MR_cGyJBkhUhMVaJuM 

Das Märchen vom Jäger als Tierschützer wird einmal mehr widerlegt.

 

Juni 2020

Jäger gegen ein Verbot von Bleimunition:

Die EU-Kommission unternimmt einen weiteren Anlauf, ein längst überfälliges Verbot von bleihaltiger Munition in Feuchtgebieten durchzusetzen. Die Bundesregierung möchte sich allem Anschein nach bei der Abstimmung enthalten. Obwohl die durch Blei verursachten gesundheitlichen Schäden bei Mensch und Tier lange bekannt sind, knickt man hier immer noch vor der Jagdlobby ein. Welche Auswirkungen Blei auf unser Ökosystem, auf Tiere und auf Menschen hat und mit welchen "Argumenten" sich Jäger gegen ein Verbot von Bleimunition wehren, können Sie im folgenden Beitrag nachlesen: https://www.spektrum.de/news/wird-bleihaltige-jagdmunition-endlich-verboten/1744688?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR0HFjGAmQNTHIoJdk08BNPMO3tJFn2nnqND7dwjBC84beTs0joNLrjT_E4#Echobox=1592817040

Die Haltung der Jäger offenbart einmal mehr, dass es mit dem viel beschworenen Tier- und Naturschutz nicht weit her ist. 

 

Juni 2020

Im Münchner Merkus wird über einen Vorfall berichtet, bei dem ein Wanderer und ein Jäger in Streit gerieten. Lesen Sie, was Ihnen passieren kann, falls Sie einmal im Wald ein Schild übersehen sollten. https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/kochel-am-see-ort28931/nach-streit-in-wildfuetterung-hausdurchsuchung-in-kochel-13804825.html?fbclid=IwAR1OFe7RSmZ3LCt7j9-QvCYmRLoBusNB8jdtpIh0EqPvJjqA9qYoV3qe2eQ 

 

Juni 2020

Und wieder ein Beispiel für gelebten Tierschutz durch einen Jäger: im August vergangenen Jahres wurde bei Freiburg ein Auerhahn von zwei betrunkenen Männern mit einer Flasche erschlagen. Einer der beiden Männer war Jäger. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage erhoben. Es liegt ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie eine illegale Tiertötung vor. Berichtet wurde über den Vorfall auf der Seite "Jagderleben". Hier der Link www.jagderleben.de/news/anklage-gegen-auerhahn-quaeler-schwarzwald-711915?fbclid=IwAR30L-3MrLTgzfDQnhgeQ1T5vuOMBnbiXgUdHNHYX5dpVwKvfMnZnQhtbLg

Wichtig schien der Redaktion vor allem die Frage zu sein, ob die Tatsache, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Jäger gehandelt hat, bei der Anklageerhebung eine Rolle gespielt hat. 

Juni 2020

Deutschland ist seit dem Jahr 2008 offiziell tollwutfrei. Trotzdem sind auch zwölf Jahre später noch Schilder zu finden, auf denen vor Wildtollwut gewarnt wird. Laut Vorgaben des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz müssten diese Schilder längst entfernt worden sein. Zuständig hierfür sind die Gemeinden. Diese Aufnahme entstand im Gemeindebereich Jetzendorf. Wir haben die Gemeinde nochmals darum gebeten, die Vorgaben des Ministeriums umzusetzen und sämtliche Schilder im Gemeindebereich endlich entfernen zu lassen. Unser Schreiben an die Gemeinde können Sie unter der Rubrik "So reagieren die Behörden" nachlesen. 

Juni 2020

Gerade in den öffentlich-rechtlichen Medien wurden in letzter Zeit immer wieder äußerst jagdfreundliche Sedungen ausgestrahlt. Jäger durften ungestört und ohne kritische Nachfragen ihre Argumente verbreiten. Jagdkritiker kamen (wenn überhaupt) nur kurz zu Wort. Außerdem wurden deren Argumente in vielen Fällen von Jägern "richtiggestellt." Das "Aktionsbündnis Fuchs" befasst sich intensiver mit einigen Sendungen im SWR und WDR und stellt die durchaus berechtigte Frage, ob die positive Berichterstattung damit zusammenhängen könnte, dass etwa der Landesjagdverband NRW im Aufsichtsrat des WDR sitzt und somit Einfluss auf die Programmgestaltung nimmt. Lesen Sie den Beitrag vom "Aktionsbündnis Fuchs" unter folgendem Link: https://www.aktionsbuendnis-fuchs.de/post/swr-und-wdr-gratispropaganda-jagd

 

Juni 2020

Auf der Seite naturwelt.org ist ein äußerst lesenswerter Beitrag zum Thema Jagd erschienen. Die Verfasserin hat sich eine Jagdzeitschrift vorgenommen und zeigt gekonnt auf, wie Jäger sich darin selbst entlarven. Lesen Sie den informativen Beitrag unter folgendem Linkhttps://www.naturwelt.org/der-wald/gegen-die-jagd/jagdkritik/

 

 

Juni 2020

In Rheinland-Pfalz ereignete sich ein weiterer "tragischer Jagdunfall": beim Versuch eines Jägers, sein Gewehr im Auto zu entladen, löst sich ein Schuss. Die Kugel trifft ein auf der Weide stehendes Pferd und verletzt dieses tödlich. Vermutlich wird auch dieser Vorfall nicht dazu führen, dass sich an unserem Jagdsystem grundlegend etwas ändert. Solche "tragischen Einzelfälle" sind der Bevölkerung offensichtlich zuzumuten.   https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-schuss-loest-beim-entladen-trifft-pferd-711902?fbclid=IwAR0iSlpXgApLjkHdfM59ZgYMekJUGAKORe8oc63iGzt6k6b2-_pzc6B8PNM

 

Juni 2020

Auf der Seite www.agrarheute.com wird gerade eine Umfrage durchgeführt. Es wird darüber abgestimmt, ob Tierrechtler in Schulen Vorträge halten dürfen.  https://www.agrarheute.com/land-leben/duerfen-tierrechtler-schulen-vortraege-halten-umfrage-569281?utm_campaign=share-link&utm_source=agrarheute&utm_medium=fbsharer&fbclid=IwAR1qvGyrH0YgNVlNBDr05InLbFKXErdL5HneVGrP94wH5xpnm-dqRJxIHuk  Man kann an dieser Umfrage übrigens noch teilnehmen. Im Moment ist eine knappe Mehrheit der Abstimmenden dagegen, dass unsere Kinder in der Schule etwas über Tierrechte oder Tierschutz erfahren. Es sagt viel über unsere Gesellschaft aus, dass sich Widerstand ausgerechnet gegen die Vermittlung von Tierrechten regt. Andererseits wird es oftmals völlig unreflektiert hingenommen, wenn Jäger ihre Sicht der Dinge in Schulen und Kindergärten verbreiten. Und das ist durchaus üblich. Folgender Beitrag setzt sich mit dieser Problematik auseinander:  simmersbach.de/nein-zu-hobbyjaegern-in-schulen?fbclid=IwAR2pLUa39EmHCsJf4PQhTQJH7gI2JpR3_qCnRVFo8qji0koHUtvgYWoaoX8

Meine Lösung: solange Jäger in Schulen "unterrichten" dürfen, sollte es verpflichtend vorgeschrieben sein, dass zeitnah auch ein Tierrechtler oder Tierschützer zu Wort kommen muss. Denn nur so können sich die Kinder eine eigene Meinung bilden.

 

Juni 2020

Wie "gewissenhaft" manche Jäger mit Alkohol und Waffen umgehen, zeigt dieser Bericht: https://www.nwzonline.de/blaulicht/damme-vechta-oldenburg-berufung-in-oldenburg-verworfen-jaeger-mit-scharfer-waffe-in-bar-muss-ordentlich-zahlen_a_50,7,1861228276.html?fbclid=IwAR3hDf_YfVsLzJuc0saCkad7feb6_7ZE_bD3TAFpQvQO1X1qFK1kOYXjU-w

 

Juni 2020

Kirrungen (also das Anfüttern von Wild, um es besser schießen zu können), unterliegt gewissen gesetzlichen Regelungen. Ein Jäger in der Eifel hat jetzt gegen diese Regelungen verstoßen, es wurde ein Verfahren eingeleitet. Den ausführlichen Bericht finden Sie hier: https://www.volksfreund.de/region/bitburg-pruem/eifeler-jaeger-lockt-mit-mais-tiere-an-und-muss-mit-verfahren-rechnen_aid-51532709?fbclid=IwAR2ZtoHmjWrAwV9iUkvXGtV3AWxEUFFvhFdaE4708PDm-RvNpbqWLpByS34 Zwei Dinge fallen in dem Artikel allerdings auf. Zum Einen hat der Anwohner/Spaziergänger, der auf die illegalen Fütterungsstellen aufmerksam geworden war, seine Beweisfotos lieber anonym an die zuständige Behörde weitergeleitet - auch jetzt möchte auch jetzt nicht namentlich genannt werden. Warum das so ist, kann sicherlich jeder, der schon einmal gegen die Jagd allgemein oder auch nur gegen gewissse Jagdpraktiken Stellung bezogen hat, nachvollziehen. Zum Anderen ist die zuständige Behörde zwar den Vorwürfen nachgegangen, gleichzeitig wird aber versucht, die Angelegenheit herunterzuspielen und dieses Vergehen wieder einmal als Tat des vielbemühten "schwarzen Schafes" und als "Einzelfall" darzustellen. Und das geht an der Realität leider völlig vorbei.

 

Juni 2020

Wieder ein Unfall, der im Rahmen der Jagdausübung verursacht wurde: in diesem Fall stürzte eine Reiterin schwer, weil sich ihr Pferd durch einen Schuss erschreckt hatte und die Frau abgeworfen wurde. Auch wenn der Jäger in diesem Fall der Frau wenigstens zu Hilfe kam - solche Fälle häufen sich und es ist längst überfällig, die Sicherheitsvorschriftenn im Zusammenhang mit Schusswaffen deutlich zu erhöhen. Muss man inzwischen in der freien Natur wirklich jederzeit mit Schüssen rechnen? https://www.jagderleben.de/news/schussabgabe-reiterin-stuerzt-verletzt-schwer-711854?fbclid=IwAR2nTANQs2_Htm8nD2AyY5Kp5nuT5puyZDAhwYlz5nEdGQ0516bAHObz3hE

 

Juni 2020

Hier ein lesenswerter Bericht über den illegalen Abschuss eines Steinadlers: https://www.suedtirolnews.it/chronik/vom-tod-eines-koenigs?fbclid=IwAR1sS8f-Q-upHxFf4K8HVLMwMPuUkZSdZMBh7I1oLSFFsqp-s2Md8KguwN4

 

 

Juni 2020

Hier ein Bericht über einen Jäger aus Holland und seine Probleme bei der Einreise nach Deutschland zwecks Jagdausübung.  https://www.nordkurier.de/neubrandenburg/jaeger-aus-holland-verzweifelt-an-behoerdenauskuenften-0739619206.html?fbclid=IwAR000jsMuc_3Kk1xsb1S45yYDXxC5KB5kIagGUCnOvK_r6JchxGPvXGQVz8  Die Probleme des Jägers sind für die Öffentlichkeit nicht relevant - viel wichtiger wäre es, zu fragen, warum so viele holländische Jäger so gerne in Deutschland auf die Jagd gehen. Die Antwort darauf ist ganz einfach: weil uns unsere hollänidischen Nachbarn in Sachen Jagdrecht und Tierschutz Welten voraus sind, In Holland ist die Jagd bereits stark eingeschränkt, während in Deutschland nach wie vor so ziemlich alles erlaubt ist. Dies führt zu einem regelrechten Jagdtourismus nach Deutschland. Es wäre an der Zeit, dies durch eine entsprechende Reform der Jagdgesetzgebung zu ändern. 

 

Juni 2020

Auf folgendem Link ist ein Video zu sehen, auf welchem eindrucksvoll gezeigt wird, wie es um die Schießkünste einiger Jäger bestellt ist. Gejagt wird ein Wildschwein, welches erst nach dem dritten Schuss tot ist. Vor seinem Tod, als das Wildschwein bereits bewegungsunfähig war, durfte sich noch eine Meute Jagdhunde an dem Tier austoben, bevor es letztendlich erlöst wurde. Sind solche Szenen mit unserem Tierschutzgesetz kompatibel? https://www.youtube.com/watch?v=cSVUxBOtx9A&feature=youtu.be&fbclid=IwAR01ngJXS0rffBYLWNEivdvb_mdNfQmvghmJURg3QAvwRR0OPklnDIPxa-s

 

 

Juni 2020

Ein Jäger war mit dem Auto unterwegs, als er in einen Unfall verwickelt wurde. Die hinzugerufene Polizei stellte fest, dass der Jäger alkoholisiert war  - die mitgeführte Waffe sowie der Führerschein wurden eingezogen. Offensichtlich hätte der Jäger aber keine Bedenken gehabt, mit einem Alkoholgehalt von 1,45 Promille mit einer Schusswaffe zu hantieren - er war auf dem Weg zur Pirsch. Ein Einzelfall? Den Bericht finden Sie unter:  https://www.nordkurier.de/ueckermuende/betrunkener-jaeger-in-unfall-verwickelt-0739613606.html?fbclid=IwAR0T9hemffdl51iyFl8YkwqdH9uXJX9Z7a4lVI_3GGcDLbLEB4bNdcsWMO0

 

Mai 2020

Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages hat die Petition von "Wildtierschutz Deutschland e.V." zur Verlängerung der Schonzeit für den Fuchs erwartungsgemäß abgelehnt. Die Stellungnahme liest sich wie von der Jagdlobby diktiert. So muss laut Tierschutzgesetz ein "vernünftiger Grund" für die Tötung eines Tieres vorhanden sein. Diesen "vernünftigen Grund" sehen die Ageordneten dadurch gegeben, das das Fell des Fuchses ja zu Pelz verarbeitet werden könne - zudem sei die Fuchsjagd somit auch noch nachhaltig. Dass nur das Fell von sehr wenigen Füchsen wirklich verarbeitet wird und die große Mehrzahl der Füchse einfach entsorgt wird, stört die  Abgeordneten nicht. Dass CSU-Abgeordnete im Sinne der Jäger entscheiden, ist nicht weiter verwunderlich. Von den Grünen hätten sich sicher viele etwas mehr Einsatz für den Fuchs gewünscht. Die Stellungnahme können Sie unter folgendem Link nachlesen:

 https://www.change.org/p/michaela-kaniber-csu-landwirtschaftsministerin-in-der-bayerischen-staatsregierung-kahlgrund-keine-jagd-auf-fuchseltern-schonzeit-für-füchse/u/26667761?cs_tk=AphJKIUtMundHAZhx14AAXicyyvNyQEABF8BvC6DEd9DaVsrqvr88Koa9FY%3D&utm_campaign=db9aef70dc5d463e8728a2c6919140f4&utm_content=initial_v0_4_0&utm_medium=email&utm_source=petition_update&utm_term=cs&fbclid=IwAR1W7Fu7HVi2yEDrj8SNcBYArOAyJemTi_uEAZLLjY9LnlG7JwZmw-piyAY

 

Mai 2020

In der Öffentlichkeit stellen sich Jäger ja gerne als Natur- und Tierschützer dar. Wie es um diesen "Tierschutz" in der Praxis oftmals bestellt ist, zeigt ein Video, das auf der Facebook-Seite des "Komitees gegen den Vogelmord e.V."  unter folgendem Link https://www.facebook.com/Komitee.CABS/videos/693306824575370  zu sehen ist.  Auf dem Video hetzt ein Jäger und Jagdhundeausbilder aus Rheinland-Pfalz seinen Hund immer wieder auf ein angeschossenes junges Wildschwein, dabei fordert er den Hund mehrfach auf, das Wildschwein zu beißen - das angeschossene Tier wurde somit minutenlang bewusst gequält. Laut geltender Rechtslange wäre der Jäger verpflichtet gewesen, das angeschossene Tier sofort zu erlösen. Das Videomaterial liegt mittlerweile der zuständigen Staatsanwaltschaft vor, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. 

 

Mai 2020      

Verhalten vieler Jäger in Brutgebieten problematisch: 

 

 Wie jedes Jahr zur Brut- und Setzzeit lassen die Jäger keine Gelegenheit aus, sich einmal mehr als Beschützer der Wildtiere zu inszenieren. Ob durch entsprechende Stellungnahmen in der Lokalpresse oder durch Schilder wie das hier abgebildete – die Botschaft ist immer die gleiche: der Jäger als Anwalt und Beschützer der Wildtiere. Doch leider halten sich viele Jäger selbst nicht an die von ihnen immer wieder geforderte Rücksichtnahme. Entlarvend ist hier ein Schreiben des Vogelschutzbundes an die Jäger. In dem Schreiben (veröffentlicht im aktuellen Newsletter) werden die Jäger gebeten, freiwillig auf die Jagd in Gebieten zu verzichten, in denen Bodenbrüter ihren Nachwuchs großziehen. In dem Schreiben wird kritisiert, dass „Jäger teils massive Jagdkanzeln mitten in den Brutgebieten der störungsempfindlichen Vögel gebaut haben“. Die Vogelschützer gehen weiter davon aus, dass sich viele Jäger gar nicht bewusst seien, dass „diese Jagdform zu erheblichen Störungen der gerade brütenden Wiesenvögel führen kann“. Allein diese Einschätzung zeigt, was vom Jäger als Tier- und Artenschützer zu halten ist. Weiter heißt es, dass „abendliche und nächtliche Störungen durch die Jagd erheblichen Stress und zusätzliche Gefahren für die Vögel und ihren gerade geschlüpften Nachwuchs bedeuten“. Ein Problem sei vor allem die übliche Praxis, die geschossenen Tiere mit Fahrzeugen aus den Wiesen zu holen. Außerdem werden zum Teil die Innereien der erlegten Tiere vor Ort liegen gelassen, was zusätzlich nächtliche Beutegreifer anlockt.

Anzumerken bleibt noch, dass es den Jägern ausschließlich um den "Schutz" der jagdbaren Wildtiere geht. Es ist kein Zufall, dass für die Propagandaarbeit der Jägerschaft immer das Rehkitz herhalten muss. Können Sie sich das obige Bild mit einem Fuchs vorstellen? Eher nicht. Denn Füchse sind laut Jägerlogik keine Wildtiere, sondern Raubwild oder Raubzeug - und dieses muss ganzjährig bekämpft werden. In Hessen wurde gerade die Schonzeit für Füchse aufgrund massiver Lobbyarbeit wieder aufgehoben - dort dürfen jetzt auch wieder junge Füchse und Elterntiere ganzjährig getötet werden. So sieht der Tier- und Artenschutz der Jäger aus.

 

 

April 2020

Bejagung bedrohter Arten:

In der "Volksstimme" ist ein aufschlussreicher Artikel erschienen, der sich mit einem Aspekt der Jagd befasst, der den meisten Menschen so nicht bewusst sein dürfte - widerspricht dieser Aspekt doch so grundlegend dem Bild des Jägers als Heger und Beschützer der Wildtiere, dass von Jägerseite aus darüber in der Öffentlichkeit nicht gerne gesprochen wird.

Im Artikel kommen der Kreisjägermeister und der Kreisnaturschutzbeauftragte des Altmarkkreises sowie ein Vertreter des NABU zu Wort. Hauptkritikpunkt ist die Tatsache, dass auch Tiere bejagt werden, die in ihrem Bestand gefährdet sind. Grundsätzlich sind der Kreisnaturschutzbeauftragte und der Vertreter des NABU der Auffassung, dass es einen vernünftigen Grund für die Bejagung von Wildtieren geben muss und dass Jäger außerdem dem Tierschutz verpflichtet seien - sie kommen zu dem Schluss, dass das Vorliegen eines "vernnünftigen Grundes" nicht allein dadurchgegeben sein kann, dass ein Tier jagdbar ist. Der Jäger sieht das erwartungsgemäß anders. Da von dieser Seite keine Einsicht zu erwarten ist, wäre es an der Zeit, dass der Gesetzgeber hier endlich tätig wird und zumindest die Bejagung von gefährdeten Arten untersagt. Anzufügen wäre noch, dass manche der erwähnten Arten wie Rebhuhn und Fasan extra zu Jagdzwecken gezüchtet werden - ein "vernünftiger Grund" für den Abschuss dieser Tiere dürfte schwer zu finden sein. Den Artikel können Sie hier nachlesen: https://www.volksstimme.de/lokal/salzwedel/jagd-der-tod-lauert-im-lauf

 

 

April 2020

In der DJZ (Deutschen Jagdzeitung) werden die Leser aufgefordert, in der Coronazeit auf Initiativen gegen die Jagd zu achten. Wie Lobbyarbeit funktioniert und wie Abgeordnete auch auf europäischer Ebene beeinflusst werden, ist in diesem lesenserten Artikel sehr schön beschrieben. 

https://djz.de/in-der-corona-krise-auf-initiativen-gegen-die-jagd-achten/?fbclid=IwAR1KINaCQxvGtHgKItBrlUEiCKl9JgLeEsdXf_rAJudgUcpE-QSmLccC1Os

 

 

April 2020

In Oberhaching hat ein Jäger einen Polizeigroßeinsatz ausgelöst, nachdem Spaziergänger einen Mann mit einer Langwaffe im Wald gemeldet hatten. Offensichtlich hatte der Jäger  Schießübungen durchgeführt, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt viele Spaziergänger im entsprechenden Waldgebiet aufgehalten hatten. Der Verfasser des Artikels betont mehrmals, dass die Schießübungen des Jägers völlig legal gewesen seien, die Spaziergänger in den Kommentaren werden als "hysterisch" bezeichnet. Auch wird behauptet, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Spaziergänger bestanden hätte. Einseitiger geht Berichterstattung kaum. Den Artikel können Sie hier nachlesen: https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.oberhachinger-forst-schiessuebungen-im-wald-jaeger-loest-grossen-polizeieinsatz-aus.c743f3b3-ee36-48ba-8e00-55d2c2c0747f.html?fbclid=IwAR2Bpd5YyW7l_RrH0nx2wHHhjLpuCy1joNSXAGvPjbT_HppT4kZcc5_0a4A

 

 

April 2020

In Thüringen geriet ein Bussard an einem privaten Luderplatz in eine Schlagfalle und musste aufgrund seiner schweren Verletzungen vom Amtstierarzt getötet werden. Das zuständige Landratsamt und die Polizei ermitteln nun wegen diverser Jagdvergehen. Bleibt zu hoffen, dass nicht auch dieses Verfahren wieder eingestellt wird. Den Bericht hierzu können Sie unter https://www.thueringer-allgemeine.de/leben/blaulicht/bussard-durch-schlageisen-schwer-verletzt-id228938765.html?fbclid=IwAR0a7UCq_-Mn1Xh8KRra0-KoZ9oiQlGx_AAYJJOLNmovxkqPT_9sw4FHkfM nachlesen.

 

 

April 2020

Im Landkreis Rottal/Inn hat ein Jäger während der Schonzeit ein trächtiges Reh erschossen. Es wurde Strafanzeige wegen Jagdwilderei und Nichteinhaltung der Schonzeit erstattet. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde das Verfahren jetzt von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Einen Bericht hierzu finden Sie unter https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/eggenfelden/Traechtiges-Reh-geschossen-Verfahren-gegen-Jaeger-eingestellt-3662478.html?fbclid=IwAR0PgQO1sArMj2rtnLXg0G8k7KBGWkvH48Y5CvLJqK44F-oW_YGdB9kWWa4 

 

 

April 2020

In Hessen wurde zum 1.4.2020 die Schonzeit für Jungfüchse, Waschbären und Marderhunde aufgehoben. Die Jagdlobby wurde dabei tatkräftig von der Hessen-FDP unterstützt. Aus diesem Grund hat die Bürgerinitiative "Pro Fuchs Hessen" eine Online-Demonstration gestartet, an der jeder noch bis 11.4 2020 teilnehmen kann. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://facebook.com/events/s/online-demo-2020-quer-durch-de/205377114244528/?ti=cl

 

 

April 2020

Zum Thema "Fasanenjagd" erreichte uns heute eine interessante Zuschrift. Der Verfasser macht sich Gedanken über den Sinn bzw. die Sinnlosigkeit der Fasanenjagd. Wussten Sie z.B., dass der Fasan ursprünglich aus Asien stammt und bei uns gar nicht heimisch ist? Wussten Sie, dass jährlich unzählige Fasane zu Jagdzwecken gezüchtet werden? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen das viele Bleischrot, das bei der Fasanenjagd zum Einsatz kommt, auf unsere Umwelt hat?  Ganz zu schweigen von den Auswirkungen, die der "Schutz des Niederwilds" für heimische Beutegreifer nach sich zieht. Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie in dem lesenswerten Beitrag, der unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" zu finden ist. 

 

 

April 2020

TV-Tipp für Montag, 6.4.2020 um 20.15 in der ARD:  "Stadt - Land - Fuchs" https://programm.ard.de/?sendung=281062992750885&fbclid=IwAR3SqxkwVi_5rNHaeXi3nyA0Nfl2b0i1b_howjIi0psL_UOYuszVtLNpl6U

 

 

März 2020

Gebetsmühlenartig wird von Jägerseite das große Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Jägers und das strikte Einhalten von Sicherheitsvorschriften betont. Die Realtität sieht anders aus: in Niedersachsen schoss jetzt ein Jäger in der Dämmerung auf etwas, was er (Zitat:) "für ein Stück Wild hielt". Hier wurde die grundlegendste Sicherheitsregel nicht beachtet: nicht zu schießen , wenn man nicht sicher weiß, worauf man schießt. Die Fehleinschätzung des Jägers kostete einem Menschen das Leben. Im aktuellen Fall traf es einen Jagdkollegen, oft genug trifft es aber auch völlig Unbeteiligte. Den Bericht zu diesem Vorfall finden Sie hier: https://www.n-tv.de/der_tag/Jaeger-erschiesst-Kollegen-bei-der-Jagd-article21662961.html

 

 

März 2020

"Wir jagen was, wann und wo wir wollen!" 

Ein Spaziergänger war mit seinem Hund unterwegs und fühlte sich durch mehrere Schüsse in unmittelbarer Nähe nicht mehr sicher. Er meldete den Vorfall der Bürgermeisterin, die ihn an die Jagdbehörde verwies. Dort wurde dem Vorfall nachgegangen und man kam - wenig überraschend - zu dem Ergebnis, dass bei der beanstandeten Jagd alles vorbildlich abgelaufen sei. Dennoch entstand im Internet eine rege Diskussion, in der die Jäger doch sehr stark kritisiert wurden. Daraufhin erschien in der Lokalpresse ein überaus jagdfreundlicher Artikel. Der Artikel macht einmal mehr deutlich, wie gut Jäger, örtliche Presse, Politik und Behörden vernetzt sind. Der Artikel ist nachzulesen unter https://www.come-on.de/lennetal/nachrodt-wiblingwerde/kraehenjagd-nachrodt-eilerde-sorgt-streit-netz-13603448.html?fbclid=IwAR0uttyqPLefBeSQIw9BcSY__NSENbvHHaiQsiAm0w-h-3ZSyi_yhrxsdBI

Bleibt noch anzumerken, was hier bejagt wurde: es handelte sich um eine Krähenjagd. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Bejagung keinen Einfluss auf den Krähenbestand hat. Aber das spielt offensichtlich keine Rolle, denn: "Wir jagen was, wann und wo wir wollen!"

 

 

März 2020

Trotz Corona-Krise setzen Jäger momentan alles daran, weiter ungehindert ihr Hobby ausüben zu dürfen: Ausgangssperren sollen für sie nicht gelten, entsprechende Schreiben an die zuständigen Minister und Behörden wurden bereits versandt. Die Jäger gehen sogar so weit, ihr Hobby als "systemrelevante Daseinsvorsorge" zu bezeichnen, stellen sich somit auf eine Stufe mit Krankenschwestern und Ärzten.  Aufgrund des starken politischen Rückhalts ist davon auszugehen, dass die Jagd trotz Ausgangssperre weiterhin ausgeübt werden darf. Die Argumente der Jäger können Sie hier  https://wildundhund.de/djv-jagd-trotz-corona-krise-notwendig/?fbclid=IwAR1Dcl7X4hdauwi7PSvOcaAblqb6M8p-RxP1KL5VG1vYcxIxR_hLFrhzWi0 nachlesen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Jagdausübung in nächster Zeit zumindest eingeschränkt wird. Der Abschuss von Haustieren dürfte jedenfalls nicht unter die Rubrik "systemrelevante Daseinsvorsorge" fallen.

 

 

März 2020

Wildtierschutz Deutschland hat eine Petition gestartet, deren Ziel die Einrichtung eines Tierschutzministeriums ist. Bis jetzt ist für den Tierschutz überwiegend das Landwirtschaftsministerium zuständig. Da auch aus unserer Sicht die Einrichtung eines Tierschutzminsteriums längst überfällig ist, bitten wir Sie, die Petition möglichst zahlreich zu unterzeichnen. Sie finden die Petition unter folgenem Link: http://chng.it/QFKSz5JVjf

 

 

März 2020

Das Gerichtsurteil im Falle des Jägers, der zwei Reiterinnen beleidigt und bedroht hat (siehe unten), wird auch in Jägerkreisen diskutiert, unter anderem bei "Jawina - Jagd-Wild-Natur" unter folgendem Link:  www.jawina.de/bayern-reiterinnen-beleidigt-und-bedroht-jaeger-verurteilt/

Hier ein Auszug aus dem Kommentar eines Jägers: ..." Wenn der Staat Normen schafft, soll er sie gefälligst selbst überwachen, das ist nicht grundsätzlich Aufgabe von Jagdausübenden, wir sind keine Sherriffs und auch keine Hilfssherrifs, zumal das bußgeldbewehrte Reiten in NSG nicht Aufgabe des Jagdschutzes ist, es handelt sich ja nicht um Verstöße gegen Vorschriften, die zum Schutz der Jagd oder des Wildes erlassen wurden, sondern um Verstöße gegen die Normen im Zusammenhang mit der Errichtung dieses Gebietes und mit insoweit gerichteten, allgemeinen Schutzzwecken. Dass solche Spielchen heute immer mehr eskalieren, dass auch Falschbeschuldigungen, falsche Verdächtigungen erhoben werden, ist der gesellschaftlichen Entwicklung zu verdanken,...."

Anmerkung:  Die Aussage, dass die Überwachung von staatlichen Normen nicht grundsätzlich die Aufgabe von Jagdausübenden ist und der Staat sich gefälligst selbst um die Einhaltung kümmern soll, irritiert doch etwas.  Hierzu möchte ich anmerken: zu den Aufgaben von Jägern gehörte es noch nie, "staatliche Normen" zu überwachen. Aber offensichtlich ist das einigen Jagdausübenden nicht klar. Bleibt zu hoffen, dass solche Urteile letztlich dazu führen, dass der ein oder andere Möchtegern-Hilfssheriff sein Verhalten in der Öffentlichkeit  überdenkt und sein Auftreten den unter zivilisierten Menschen üblichen Umgangsformen anpasst. 

 

März 2020

Das Amtsgericht in Haßfurt verurteilte jetzt einen Jäger, der im Januar vergangenen Jahres zwei Reiterinnen beleidigt und bedroht hat. Während der Auseinandersetzung fuchtelte er immer wieder mit seinem Gewehr herum, drohte damit, den Hund der beiden abzuschießen und gefährdete die Reiterinnen durch seine aggressive Fahrweise. Das Gericht verurteilte den Jäger zu einer Geldstrafe, außerdem muss er für 6 Monate seinen Führerschein abgeben. Den Bericht hierzu finden Sie unter https://www.infranken.de/regional/hassberge/jaeger-legt-sich-mit-reiterinnen-an;art217,4944666?fbclid=IwAR3t80hRsj51UsTrfud-6guLyzoGTdaDHrn2MCAm_ed7O-vxYXpNFRfzGXI

Bleibt zu hoffen, dass dieses Urteil Signalwirkung hat und künftig mehr Betroffene den Mut finden, solche Vorfälle auch zur Anzeige zu bringen. Denn Einzelfälle sind solche Vorfälle leider nicht.

 

 

März 20220

Da es immer wieder vorkommt, dass Jäger Hochsitze/Kanzeln in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern aufstellen und diese zudem oft so aufgestellt sind, dass nur eine Schussabgabe in Richtung Wohnbebauung möglich ist, haben wir uns an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gewandt. Wir wollten wissen, ob es einen Sicherheitsabstand zur Wohnbebauung gibt und ob eine Schussabgabe Richtung Wohnbebauung zulässig ist. Die Antwort kurz zusammengefasst: es gibt hier vom Gesetzgeber keine Einschränkungen für Jäger, also keinen vorgeschriebenen Mindestabstand. Auch eine Schussabgabe in Richtung Wohnhaus ist zulässig, sofern sich der Jäger zuvor vergewissert hat, dass er niemanden gefährdet. Wie dies im Einzelfall aussehen soll, bleibt offen. Letztendlich muss bei einer Schussabgabe Richtung Wohnhaus immer damit gerechnet werden, dass jemand gefährdet wird. Dass es hier durchaus zu Fehleinschätzungen seitens der Jäger kommt, zeigt sich an den Fällen, in denen Kugeln im Wohnzimmer landen oder versehentlich Haustiere erschossen werden. Weiter heißt es, dass man die Jagdausübung wegen einer „abstrakten“ Gefahr nicht einschränken kann, nur bei einer „konkreten“ Gefahr kann die Jagdausübung untersagt werden. Ähnlich ungeregelt ist die Sachlage bei Jagdausübung an Straßen. Auch hier gibt es kaum verbindliche Vorschriften. Und es wird nur selten überprüft, ob die wenigen existierenden Regelungen eingehalten werden. Den vollständigen Schriftverkehr finden Sie unter der Rubrik „So reagieren die Behörden“.

 

 

 

Februar 2020

Grünen-Politikerin kritisiert die vermehrte Wildschweinbejagung zur Eindämmung der afrikanischen Schweinepest und macht damit auch deutlich, wie wenig wissenschaftliche Erkenntnisse Eingang in die Jagdpraxis finden. 

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1786226/?fbclid=IwAR3TqFc7BnrtRRGtZCuVOSwKKNhyauhLgVXGfulYipaK8d7asG1pV4uN2jI

 

 

Februar 2020

Auch im Münsterland gibt es jetzt das erste jagdfreie Gebiet. Wie die ehemaligen Jagdgenossen und der Jagdverband darauf reagieren, finden Sie unter folgendem Link https://www.die-glocke.de/Erste-jagdfreie-Zone-im-Muensterland-37776426-6758-4cd5-a18e-aa7bf9ff7684-ds?fbclid=IwAR39XX8UR8vxzlf5Eb2BkY_8Hn_KGMa0hcyCQOsBgK22tGGv4UHSoYA-I20

 

 

Februar 2020

Wie umstritten die Fuchsjagd mittlerweile in Deutschland ist, zeig folgender Bericht: https://www.zvw.de/inhalt.rems-murr-kreis-fuchswoche-massentoetung-oder-noetige-regulierung.0d7db735-ce00-46f0-a12b-4f148346b64d.html?fbclid=IwAR293ryXqhzFk7gexFLsihVVnb2TvVH6gYJGRsx1o2BqcdJm3eRX9ILvnM0

Auch in diesem Beitrag bemüht die Jägerschaft die üblichen Argumente, schürt Ängste vor Krankheiten und stellt sich selbst als Retter der Natur und der Artenvielfalt dar. Leider widersprechen sich die Rechtfertigungsversuche der Jäger immer wieder, was dem aufmerksamen Leser nicht entgehen dürfte.

 

 

Februar 2020

Dass die Fuchsjagd überflüssig ist und endlich auch in Deutschland abgeschafft werden muss, zeigt das Beispiel Luxemburg. Dort wurde die Fuchsjagd vor fünf Jahren eingestellt - mit durchweg positiven Folgen. Hier ein Beitrag dazu von "Wildtierschutz Deutschland", erschienen im Presseportal:  https://www.presseportal.de/pm/133267/4189362?fbclid=IwAR3vFA9trx2YzjF4gwnxwFXL52R3fKGyxJiFZYNRD3MMkZKLJiQHC-U7tE4

 

 

Februar 2020

Auch in Soest trafen sich 120 Jäger zur Taubenjagd. Vorgebliches Ziel war die Unterstützung der Bauern, die um ihre Wintersaat fürchteten. Und weil man nun schon gerade mal dabei war, wurde kurzerhand der Friedhof für einige Stunden gesperrt, um auch dort ungestört auf Tauben schießen zu können. Offensichtlich ist es der Bevölkerung nicht zuzumuten, verschmutzte Grabsteine hin und wieder zu reinigen. Den Bericht finden Sie unter https://www.soester-anzeiger.de/lokales/werl/jaeger-schiessen-werl-tauben-unterstuetzung-bauern-13546479.html?fbclid=IwAR2I6_gcP49e9U-jb8Bl5jtSAGFQFNbijoVzzYJM2uQs2Tsy4dLYm9jCfD4

 

 

Februar 2020

Im Saterland schießen Jäger völlig grundlos 155 Tauben ab, küren einen Jagdkönig, einen Vize-König und einen Vize-Vize-König. Zudem kann man an einem Tipp-Spiel teilnehmen. Veranstaltungen wie diese machen mehr als deutlich, worum es den Jägern wirklich geht. Da ist nicht mehr viel zu erkennen vom viel beschworenen Tier- und Naturschutz. Dass der Erlös dieser Veranstaltung dann scheinheilig der Deutschen Teddystiftung gespendet wird, macht die Sache auch nicht besser.

https://www.nwzonline.de/cloppenburg/wirtschaft/jaeger-erlegen-155-tauben-im-saterland_a_50,7,822607097.html?fbclid=IwAR02WZEqzzTMyk3teDQTkffpCjVNckMAiiPZtcCY7xhdVWICn1kfEBfCW3o

 

 

Februar 2020

Ein Jäger aus Regensburg wurde jetzt zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er illegal Luchse getötet und Fischotter ertränkt hat. Außerdem muss der Mann seinen Jagdschein abgeben. Wie Sie folgendem Artikel entnehmen können, fühlt der Mann sich aber nach wie vor im Recht und möchte das Urteil anfechten. Überführt wurde der Mann überigens, weil er lauthals mit seinen Taten geprahlt hatte. 

 https://www.tag24.de/amp/regensburg-luchse-jaeger-otter-ertraenkt-jaeger-graeueltaten-gericht-strafe-einspruch-1381132?utm_source=bytedance

 

 

Januar 2020

Ein achtjähriges Mädchen aus Nordrhein-Westfalen gerät beim Spielen im Wald in eine "Bärenfalle". Die Polizei ermittelt. Den Bericht finden Sie unter https://www.noz.de/deutschland-welt/nordrhein-westfalen/artikel/1983971/achtjaehrige-geraet-beim-spielen-in-lengerich-im-kreis-steinfurt-in-baerenfalle?fbclid=IwAR13JfnBrXuQtHvU4iQs-qd7zHsYDKzlRfpHkR-uPxsTa0dehoq8p2_YAb4

 

 

Januar 2020

Hiermit möchte ich Sie auf eine Petition aufmerksam machen, deren Ziel es ist, dem Deutschen Jagdverband die Naturschutzstatus abzuerkennen. Den Link finden Sie in der Rubrik "Petitionen".

 

 

Januar 2020

Das „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ kritisiert, dass auf der Jagdmesse „Jagd und Hund 2020“  (Start 28.1.2020) wieder mehrere Anbieter vertreten sind, die den Abschuss seltener Tiere zu ihrem Geschäftsmodell erklärt haben. Einen Beitrag zu diesem Thema finden Sie im Presseportal unter folgendem Link:

https://www.presseportal.de/pm/7154/4503087

Auch Dr. Christian Felix äußert sich in einem Update zu seiner Petition gegen den Import von Jagdtrophäen geschützter Tierarten kritisch über die Dortmunder Jagdmesse. Den Link zur Petition finden Sie unter der Rubrik „Petitionen“.

 

Elf Artenschutzorganisationen haben sich mit einem gemeinsamen Schreiben an die Stadt Dortmund gewandt und gefordert, dass Anbieter solcher Jagdreisen künftig von der Messe ausgeschlossen werden. In diesem Schreiben wird übrigens auch die immer wieder verbreitete Behauptung, dass die Einnahmen aus dem Jagdtourismus der örtlichen Bevölkerung zugutekommen würden, widerlegt. Laut einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) erhält die lokale Bevölkerung nur etwa 0,3 US-Dollar pro Person und Jahr. Das Geld aus dem Geschäft mit der Jagd geht an die Jagdveranstalter und die Besitzer der Jagdfarmen. 

 

Januar 2020

Auf dem folgenden  Bild sehen Sie eine illegale Greifvogelfalle – in der Falle sitzen lebende Tauben, mit denen die Greifvögel angelockt werden sollen. Ein aufmerksamer Spaziergänger wurde auf die Falle aufmerksam und hat einen Mitarbeiter vom LBV informiert, welcher dann die Polizei eingeschaltet hat. Die Polizei stattete dem Jäger einen Besuch ab und fand auf dessen Grundstück noch eine weitere Falle vor. Ein paar Tage später wollte der Spaziergänger nachschauen, ob die Falle entfernt worden ist und musste feststellen, dass die Falle zwar weg war, dass der Jäger aber die Tauben einfach getötet und liegen gelassen hat. Gegen den Jäger wurde Anzeige erstattet wegen Wilderei und Tierquälerei. 

 

Wenn Sie eine solche Falle sehen, melden Sie den Fund der Polizei. 

 

Hier eine der toten Tauben.

Januar 2020

 

Unter der Rubrik „Reaktionen aus der Bevölkerung“ finden Sie einen neuen Erfahrungsbericht, in dem ein Mountainbike-Fahrer erzählt, was ihm passiert ist, als er in eine Jagdveranstaltung geraten ist und die Polizei gerufen hat.

 

 

Januar 2020

Unterstützen Sie die neue Petition von Wildtierschutz Deutschland und dem Aktionsbündnis Fuchs für eine sofortige Beendingung der Raubtierwochen in Kahlgrund und eine ganzjährige Schonzeit für Füchse in Bayern. Den Link finden Sie unter der Rubrik "Petitionen".

 

Januar 2020

In Nürnberg regt sich Widerstand gegen eine Jagdkanzel, die in einem viel besuchten Naherholungsgebiet aufgestellt worden ist. Bewohner des nahe gelegenen Wohngebiets fühlen sich nicht mehr sicher. Auch in diesem Fall hört man von offizieller Seite nur die immergleichen Argumente, die Befürchtungen der Anwohner werden nicht ernst genommen. Offensichtlich sind aber immer weniger Menschen bereit, das Vorgehen der Jagd- und Forstbehörden kampflos hinzunehmen. Einen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter  https://www.br.de/nachrichten/bayern/aufregung-um-jaegerstand-in-nuernberg,Rn9Oysu?fbclid=IwAR3Wq1VkYIzyzYGiC1m1CGxnijaPItu-MJUf82yP_pwD1MruEH2yh-MOWJQ.

Ein weiterer Artikel ist auf nordbayern.de erschienen:  https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/schusse-am-tiergarten-neuer-jagerstand-sorgt-fur-arger-1.9707459

Der Jagdwagen auf der folgenden Aufnahme befindet sich ebenfalls nahe an einem Wohngebiet in unmittelbarer Nähe eines Spazierwegs. Wie sicher würden Sie sich bei einem Spaziergang in der Dämmerung fühlen? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie ständig damit rechnen müssten, dass Ihre Katze vom nächsten Ausflug nicht mehr nach Hause kommt - weil sie vom Jäger erschossen worden ist - und das direkt vor der eigenen Haustür?

Januar 2020

Zu den gerade wieder überall stattfindenden "Fuchswochen" erreichte uns ein kritisches Schreiben, in dem die Methoden der Jäger anschaulich beschrieben werden. Außerdem macht sich der Verfasser Gedanken darüber, wie ein solches Vorgehen mit unserem Tierschutzgesetz vereinbar ist. Den lesenswerten Beitrag finden Sie in der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung".

 

Januar 2020

Im Artikel "Streit um Hasenjagd" äußert ein Jäger offen Kritik an der Hasenjagd und somit auch an seinen Jagdkollegen. Bleibt zu hoffen, dass sich diese vernünftigen Stimmen innerhalb der Jägerschaft weiter durchsetzen. 

https://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Streit-um-Hasenjagd-_arid,702511.html?fbclid=IwAR1mxpP4KnJcOsav6Dcr5gf-brMV4g0iVzdT1c7CX56qhiVDVZJAOHiGELk

Januar 2020

Nachdem ein Jäger einen in einer Falle gefangenen Hund per Kopfschuss getötet hat, wurde er nun zu einer Geldstafe verurteilt, außerdem musste er seinen Jagdschein eingezogen. Die ganze Geschichte finden Sie unter https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Hund-erschossen-Jaeger-muss-seinen-Jagdschein-abgeben;art769,10379079#anker

 

Dezember 2019

Wie jedes Jahr, so stellte unser Jagdpächter auch in diesem Jahr zusätzlich zu den in ausreichender Menge vorhandenen fest installierten Hochsitzen einen mobilen Schießwagen auf. Die Aufnahme entstand von einem unserer Kinderzimmer aus. Auch wenn der Jäger sein Gefährt dieses Mal so aufgestellt hat, dass nicht in Richtung Wohnbebauung geschossen wird, ist die Ausübung der Jagd so nahe an einem Wohngebiet nicht akzeptabel. Der Schuss auf der Aufnahme ist nicht echt, vermittelt aber durchaus ein realistisches Bild davon, was Anwohnern hier zugemutet wird. 

Dezember 2019

In Baden-Württemberg will die grün-schwarze Landesregierung die Jagd erleichtern und ausweiten. Unter anderem soll die Jagd in befriedeten Gebieten ermöglicht werden. Der Gesetzentwurf ist unter folgendem Link einzusehen:

https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/lp-16/aenderung-des-jagd-und-wildtiermanagementgesetzes/

Außerdem können interessierte Bürger hier noch bis zum 10.1.2020 ihre Meinung zu diesem Gesetzentwurf äußern.

 

 

Dezember 2019

Am 7.12.2019 fand an der Straße zwischen Pöttmess und Kühnhausen eine Jagd statt. Einer Autofahrerin, die an diesem Tag gegen 15.00 Uhr auf dieser Straße unterwegs war, fielen (ca. 50-80m von der Straße entfernt) mehrere Jäger auf. Sie ging davon aus, dass es sich um eine Treibjagd handelte und wunderte sich, dass keinerlei Warnschilder aufgestellt waren. Um zu erfahren, ob diese Jagd genehmigt war und warum nichts unternommen worden war, um Passanten auf die Gefahr hinzuweisen, wandte sie sich an die Untere Jagdbehörde in Aichach und bekam eine erstaunliche Antwort – nachzulesen unter der Rubrik „So reagieren die Behörden“.  

 

Dezember 2019

 

Auch dieses Jahr forderte die Jagd Todesopfer, zahlreiche Menschen wurden verletzt oder durch rücksichtsloses Verhalten seitens der Jägerschaft in Angst und Schrecken versetzt, es landeten Kugeln in Wohnhäusern, Kühe und Pferde wurden mit Wildschweinen verwechselt und "versehentlich" erschossen, ebenso fielen zahlreiche Hunde und Katzen den Jägern zum Opfer. Eine Auswahl der Zwischenfälle des vergangenen Jahres hat die Initiative zur "Abschaffung der Jagd" zusammengetragen:  https://www.abschaffung-der-jagd.de/menschenalsjaegeropfer/jagdunfaelle---straftaten-2019/index.html

 

 

Dezember 2019

 

Ein weiterer interessanter Artikel zum Thema "Drückjagden" ist im  AK-Kurier erschienen. Sie können den Artikel unter folgendem Link nachlesen: https://www.ww-kurier.de/artikel/85874--totmacher--im-westerwald-?_ga=2.18728573.534093671.1576760769-362208304.1576760768

Die unter dem Link  https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/86038-drueckjagd-im-westerwald-lesermeinungen  veröffentlichten Lesermeinungen zeigen, dass solche Treibjagden in der Bevölkerung zunehmend kritisch gesehen werden.

 

 

Dezember 2019

 

Über folgenden Artikel  https://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Zarpen-Unbekannte-feuern-Schrotkugeln-auf-Kater-Filou-ab darf sich jeder gerne seine eigenen Gedanken machen. Sollte der Kater Filou also von einem "Nichtjäger" angeschossen worden sein, wäre es nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat und der Täter ein "Tierquäler" - sollte die gleiche Tat von einem Jäger begangen worden sein, wird sie völlig anders bewertet. Der Artikel ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie gut Jägerschaft und Lokalpresse zusammenarbeiten. Kritische Nachfragen? Fehlanzeige! Wieso ausgerechnet einen Hundetrainerin, zu deren Kundschaft nach eigener Aussage auch viele Jäger gehören, hier als Expertin (wofür?) zitiert wird, bleibt das Geheimnis des Verfassers. Vor dem Hintergrund, dass jedes Jahr mehrere Hundert Hunde und Zehntausende Katzen (Zahlen Deutscher Tierschutzbund) von Jägern getötet werden, ist der Verdacht, dass der Täter ein Jäger war, ganz so abwegig dann doch nicht. 

 

 

Dezember 2019

 

Immer wieder kommt es zu kriminellen Handlungen an geschützten Tierarten. Ein Großteil dieser Vergehen bleibt ungeklärt und für den Täter folgenlos. Tatsächlich wurde erst in diesem Jahr zum ersten Mal ein Täter in Bayern für seine Tat zur Rechenschaft gezogen. Bei den betroffenen Tieren handelt es sich hauptsächlich um Greifvögel, Eulen, Biber, Fischotter, Luchse und auch Wölfe. Um die Aufklärungsquote zu erhöhen, hat die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (GLUS) gemeinsam mit dem LBV das Projekt „Tatort Natur“ ins Leben gerufen. Unter www.tatort-natur.de finden Sie viele interessante Informationen zu diesem Thema. Die Seite klärt über die Hintergründe zu solchen Taten auf und zeigt, wie man vorgehen soll, wenn man den Verdacht hat, dass man auf einen Fall von Naturschutzkriminalität gestoßen ist. Gleichzeitig kann man Verdachtsfälle auch auf der genannten Seite melden.

 

 

Dezember 2019

Im Presseportal ist ein lesenswerter Beitrag von "Wildtierschutz Deutschland" erschienen. In dem Artikel erfahren Sie, was bei einer Drückjagd passiert, warum das Fleisch der geschossenen Tiere oft nicht mehr verwertbar ist und warum diese Art der Jagd sogar unter Jägern nicht unumstritten ist. Den Beitrag " Totmacher in deutschen Wäldern - warum Tiere bei Drückjagden besonders leiden" finden Sie unter folgendem Link:   https://www.presseportal.de/pm/133267/4459318 

 

 

November 2019:

In Elsendorf (Landkreis Kelheim, Bayern) flüchten sich zwei Wildschweine in Wohnhäuser. Die Wildschweine waren durch eine Treibjagd, die offenbar viel zu nah an einem Wohngebiet stattgefunden hat, in Panik geraten. Dass hierbei nur ein Sachschaden entstand und niemand verletzt wurde, ist reiner Zufall. Abgesehen davon, dass Treibjagden aus Tierschutzgründen abzulehnen sind, stellt sich die Frage, wie lange Anwohner noch mit solchen Vorkommnissen leben müssen. Den  Bericht finden Sie unter folgendem Link https://www.br.de/nachrichten/bayern/flucht-vor-treibjagd-wildschwein-durchschlaegt-wohnungsfenster,RixDWFM?fbclid=IwAR266-_WfVr8_bE5ZJl2M_Wi8I-Iw3W2ywFZejM-YZxXAwMlQ9m-70zwHiE 

 

 

 

November 2019:

Hiermit möchte ich Sie auf ein lesenswertes Interview mit Kurt Eicher von der Initiative "Abschaffung der Jagd" hinweisen. Das Interview ist unter dem Titel "Die Natur reguliert sich selbst" erschienen. Hier der entsprechende Link: https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/interview-_die-natur-reguliert-sich-selbst_-40691630.html?fbclid=IwAR3pMB8LmaeCBFqNt-fXplCwZ9mZqJqavIsVmkFiRUWOFXr1PIRuWGp0BmQ

 

 

Achtung! TV-Tipp für kommenden Montag, 21.10.2019 um 22.45 Uhr im Ersten:

 

   Rabiat - Auf der Jagd.

 

Informationen finden Sie jetzt schon unter :

 

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/rabiat/sendung/auf-der-jagd-100.html

Bitte nach der Sendung möglichst zahlreich kommentieren, um zu zeigen, dass das Thema die Menshen interessiert.

 

 

Oktober 2019: 

Passend zu den zur Zeit wieder überall stattfindenden Treib- und Drückjagden hat uns eine Leserreaktion erreicht, die die Zustände sehr treffend schildert. Sie finden diese unter der Rubrik "Reaktionen". 

 

September 2019:

Anlässlich des Welt-Tollwuttages am 28.09.2019 hat das Aktionsbündnis Fuchs eine Pressemitteilung herausgegeben - diese können Sie bei uns unter der entsprechenden Rubrik nachlesen. 

Auch wir möchten den Welt-Tollwuttag dazu nutzen, nochmals ausdrücklich darauf hinzweisen, dass Deutschland seit September 2008 offiziell als tollwutfrei gilt. Bereits vor mehr als 10 Jahren wurden die Landratsämter (bzw. die zuständigen Kommunen) daher angewiesen, noch vorhandene Schilder mit der Aufschrift "Wildtollwut - Gefährdeter Bezirk" zu entfernen. Dennoch sind viele dieser Schilder auch heute noch zu finden. Nach wie vor rechtfertigen Jäger ihr umstrittenes Tun, indem sie mit den Ängsten einer meist schlecht informierten Öffentlichkeit spielen. 

Sollten Sie daher noch irgendwo ein ensprechendes Schild finden, wenden Sie sich bitte an die zuständige Gemeinde. Städtische Gemeinden verhalten sich meist durchaus kooperativ und entfernen die Schilder ohne Probleme. In ländlichen Gemeinden ist der Widerstand deutlich höher, hier braucht man deutlich mehr Geduld, um ans Ziel zu kommen. 

Als Argumentationshilfe könnte Ihnen folgendes Schreiben von der Bayerischen Staatsregierung dienen: 


..."wir danken für Ihr Schreiben, zu dem wir Ihnen Folgendes mitteilen möchten:

Das heutige Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz .....
hat mit Schreiben an die Regierungsbezirke mitgeteilt, dass seit September 2008 Deutschland nach den internationalen Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) offiziell als tollwutfrei gilt. Da seitdem kein Tollwutfall bei Haus- oder Wildtieren aufgetreten ist, gibt es auch keine "gefährdeten Bezirke" im Sinne des § 8 der Tollwutverordnung mehr.

Gefährdete Bezirke sind nach § 8 Abs. 2 der Tollwut-Verordnung durch Schilder zu kennzeichnen, wobei die Gemeinden für das Aufstellen und Entfernen der Schilder (Wildtollwut Gefährdeter Bezirk) zuständig sind. Die Landratsämter wurden gebeten, die Gemeinden zum Entfernen von noch vorhandenen Schilder aufzufordern...."


Mit freundlichen Grüßen
Ihre Servicestelle
der Bayerischen Staatsregierung

 

 

 

September 2019:

Nachdem immer wieder Anfragen über die Rechtmäßigkeit von Wildtierfütterungen bei uns eingegangen sind, haben wir uns an das zuständige Ministerium gewandt, um die rechtliche Lage zu klären. Vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erhielten wir dazu folgende Antwort:

"Wie von Ihnen angesprochen ist zwischen der Fütterung von Wild und dem Betreiben von Kirrungen zu unterscheiden. Unter Fütterungen sind Stellen zu verstehen, an denen Futtergaben ausgebracht werden mit dem Zweck, dem Wild Nahrung zu bieten. An diesen Stellen wird nicht gejagt.

Dabei dürfen keine Futtermittel ausgebracht werden, die nach Zusammensetzung, Qualität oder Menge den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen der jeweiligen Wildart nicht entsprechen. Das Füttern von Schalenwild ist darüber hinaus nur in der Notzeit erlaubt, anderenfalls liegt eine missbräuchliche Wildfütterung  vor. Diese und weitere Regelungen zur Fütterung finden sich in Art. 43 des Bayerischen Jagdgesetzes sowie in § 23a der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz.

Kirrungen dagegen sind bestimmte Stellen, an die das Wild mit geringen Futtergaben zum Zweck der leichteren Erlegbarkeit gelockt wird. Die Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes in Bayern enthalten Vorschriften über die Kirrung bei der Schwarzwildbejagung. 

Danach ist die Kirrung auf den geringst möglichen Umfang zu beschränken. Ausreichend ist ein Kirrplatz je 100 ha Revierfläche, beschickt mit ca. 1 kg artgerechtem Kirrmaterial wie Getreide einschließlich Mais und Waldfrüchte. Im Feld soll grundsätzlich keine Kirrung bis zum Abernten erfolgen.

Die genannten Vorschriften finden Sie auf der Seite http://www.wildtierportal.bayern.de/jagd/094822/index.php unter "Rechtliche Grundlagen"..."

 

 

Dezember 2019

Die Fallenjagd erfreut sich offensichtlich bei der Jägerschaft  zunehmender Beliebtheit. Immer wieder bekommen wir Anfragen von Menschen, die zufällig auf eine Falle gestoßen sind und wissen möchten, was sie dagegen tun können. Obwohl die Fallenjagd sehr umstritten ist und von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnnt wird, halten die Jäger weiter daran fest. In einem Beitrag vom NDR https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Beliebt-und-umstritten-Jagd-mit-Lebendfallen,fallenjagd100.html kommen Tierschützer, der NABU, der Ökologische Jagdverband und konventionelle Jäger zu Wort. Wenig überraschend, dass allein die konventionellen Jäger die Fallenjagd in vollem Umfang befürworten. Auf dem Bild oben ist eine Kofferfalle zu sehen. Es handelt sich hierbei um eine sog. Lebendfalle, d. h. die Tiere werden lebend gefangen und dann "waidgerecht" getötet. Nicht selten sind die Tiere allerdings beim Öffnen der Falle bereits tot. Gestorben an Stress und Erschöpfung aufgrund verzweifelter Befreiungsversuche. PETA hat ein youtube-Video veröffentlicht, auf dem eindrucksvoll zu sehen ist, was Fallenjagd für die bejagten Tiere bedeutet. Es stellt sich die Frage, wie diese Jagdpraxis mit unserem Tierschutzgesetz zu vereinbaren ist. Das Video finden Sie unter folgendem Link:  https://www.youtube.com/watch?v=EUiZ0ZVafak

Die folgenden drei Fotos wurden an der gleichen Stelle aufgenommen (in einem Waldstück bei Geisenfeld). Da sich direkt neben der Fütterungsstelle ein Hochsitz befand, ist davon auszugehen, dass es sich wohl um eine Kirrung handeln muss. Ob sich die ausgebrachte Futtermenge (und auch deren Zusammensetzung) mit den oben aufgeführten Vorschriften in Einklang bringen lässt, darf angezweifelt werden.

Rund um den oben abgebildeten Futtertrog waren jede Menge Rüben zu finden. Die empfohlene Höchstmenge von 1 kg Kirrmaterial wurde auf jede Fall weit überschritten. Im Zweifelsfall sollten Sie solche Fütterungsstellen bei der zuständigen Behörde melden. 

 

 

Da in letzter Zeit vermehrt Autos mit dem Aufkleber "Jagdschutz" zu sehen sind, haben wir ebenfalls beim zuständigen Ministerium nachgefragt, was es mit diese Aufklebern auf sich hat und wozu die Inhaber einer solchen Plakette berechtigt sind. Hier die Antwort:

 

"...Sie erkundigen sich außerdem nach den Rechten von Personen, die die Plakette "Jagdschutz" in ihrem Auto angebracht haben. Plaketten mit dieser Aufschrift sind jedoch frei verkäuflich. Daher ist allein aufgrund der Plakette nicht ohne weiteres zu erkennen, mit welchen Rechten die Person ausgestattet ist..."

 

April 2019

Fuchsjagd: Offener Brief an den Deutschen Jagdverband 

Wildtierschutz Deutschland hat gemeinsam mit der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht, dem Aktionsbündnis Fuchs und weiteren Tierschutzorganisationen einen offenen Brief zur Fuchsjagd an den Deutschen Jagdverband (DJV) gerichtet.

Anlass waren die alljährlich im Januar und Februar stattfindenden so genannten Fuchswochen, bei denen regelmäßig während der Paarungszeit große Teile der Jagdstrecke gemacht werden. Die Fuchsjagd während dieser Zeit des Jahres wird von Tierschützern besonders kritisch gesehen:  Einerseits werden dabei Fuchsrüden erschossen, die als künftige Elterntiere für das Überleben des Nachwuchses erforderlich sind. Andererseits kommen bereits im Februar die ersten Fuchswelpen zur Welt, die nach dem Tod ihrer Eltern verhungern müssen.

Wir wollen vom DJV erfahren, wie der Verband das Thema Weidgerechtigkeit seit seiner im Jahr 2000 aufgeschriebenen „Grundsätze zur Weidgerechtigkeit“ insbesondere im Hinblick auf die Fuchsjagd weiterentwickelt hat und mit ihm eine öffentliche Diskussion dazu führen. Wir hinterfragen den Sinn der Fuchsjagd und stellen die Frage nach der Gewährleistung des Schutzes der zur Aufzucht von Jungtieren erforderlichen Elterntiere. Uns interessiert, wie die Jägerschaft zu Themen wie der seit langem wissenschaftlich belegten Selbstregulierung von Fuchsbeständen oder zur Jagd als “Schädlingsbekämpfung“ steht.

Während in Deutschland jedes Jahr noch weit über 400.000 Füchse erschossen werden, geht das Fuchsjagdverbot im benachbarten Luxemburg in das fünfte Jagdjahr. Die Behörden haben dort weder eine Zunahme der Zahl der Füchse festgestellt, noch eine Zunahme von Krankheiten. Im Gegenteil, die Befallsrate mit dem Fuchsbandwurm ist seit dem Jagdverbot sogar signifikant rückläufig. 

Hier der Link zum Brief:

www.djgt.de/system/files/242/original/190424_Offener_Brief_an_den_DJV_endgültig.pdf

März 2019

 

Mit diesem Schild wird im Raum Geisenfeld während der Brut- und Setzzeit direkt neben einem beliebten Spazierweg vor Fallen gewarnt. Genauere Informationen finden Sie auf der Seite "So reagieren die Behörden". 

 

Hinweise auf weitere Schilder, bzw. Fallen nehmen wir gerne entgegen.

 

Mittlerweile wurde uns ein weiteres Schild gleich hinter Holzleiten gemeldet. Wir haben uns die Stelle angesehen. Hier befindet sich das nächste Wohngebiet gleich auf der anderen Straßenseite. Als wir uns die Stelle angessehen haben, konnten wir auch zwei Dorfkatzen im "Sperrgebiet" entdecken. Wir haben mittlerweile neben der Unteren Jagdbehörde auch die Stadt Geisenfeld und den Tierschutzverein Pfaffenhofen informiert. Außerdem wird inzwischen in den sozialen Netzwerken wohl ebenfalls vor den Fallen gewarnt. 

Über die weitere Entwicklung halten wir Sie auf dem Laufenden.

 

11. April 2019: Nachdem die Obere Jagdbehörde eingeschaltet wurde, wurden die Schilder nach Angabe der Behörde wohl gestern Abend (10.April) durch den Revierpächter entfernt. Ob in den betroffenen Gebieten Fallen vorhanden waren oder die Schilder nur aufgestellt wurden, um unliebsame Spaziergänger (vor allem solche mit Hunden) abzuschrecken, kann letztendlich nicht mehr geklärt werden. Angeblich hat der Revierpächter "vergessen", die Schilder rechtzeitig zum Beginn der Brut- und Setzzeit abzumontieren. Das Foto oben wurde Mitte März aufgenommen. Das zweite Warnschild, welches nur ein paar Meter neben dem fotografierten Schild aufgestellt wurde, war zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gar nicht vorhanden....

Bedanken möchten wir uns außerdem beim Bund Naturschutz/Pfaffenhofen und beim Bürgermeister der Stadt Geisenfeld, die ebenfalls in der Sache tätig geworden sind. Warum ausgerechnet der Tierschutzverein Pfaffenhofen hier offensichtlich keinen Handlungsbedarf sah, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. 

 

Die Reaktionen aus der Bevölkerung haben uns auch gezeigt, dass viele Menschen die Fallenjagd grundsätzlich ablehnen, vielen war gar nicht bewusst, dass immer noch mit Fallen gejagt werden darf. Dass durch die Warnschilder so viele Menschen für das Thema "Fallenjagd" sensiblisiert werden konnten, werten wir durchauch positiv.

 

 

März 2019

Diese Fotos wurden bei einem Spaziergang aufgenommen. Was passieren kann, wenn Sie solche Funde bei den Behörden melden, können Sie auf den Seiten "Reaktionen" und "So reagieren die Behörden" lesen.

 

Diskussion „Ist Jagd nötig?“

 

Am Freitag (24.06.2016) luden die Ingolstädter Jäger zur Diskussion „Ist Jagd nötig?“ ein.  Schon an der Teilnehmerliste war zu erkennen, dass die Diskussion ziemlich einseitig ablaufen würde. Echte Jagdgegner waren nämlich gar nicht erst eingeladen worden.

In der Eröffnungsrede wurde das schlechte Image in der Öffentlichkeit beklagt. Diese schlechte Meinung über die Jäger wurde damit erklärt, dass die Jägerschaft nicht genügend Werbung in eigener Sache machen und die Öffentlichkeit nicht ausreichend über die Wichtigkeit der Jagdausübung informieren würde.  Jagdkritiker wurden als weltfremde Bambi-Beschützer dargestellt, die aber sofort nach dem Jäger schreien würden,  sobald der Marder am eigenen Auto ein Kabel durchgefressen hat.

Anschließend begann die sog. Diskussion. Zuerst wurde die Frage gestellt, ob Jagd denn überhaupt nötig sei. Danach folgten endlose Monologe seitens der Jagdbefürworter. Auch die Vertreter vom Vogelschutzbund und vom BUND Naturschutz wurden dazu befragt. Beide Organisationen lehnen die Jagd zwar nicht grundsätzlich ab, sehen aber doch hier und da Reformbedarf.

Dann wurden einzelne Kritikpunkte abgearbeitet. So wurde vom Vertreter des Vogelschutzbundes kritisiert, dass der Eichelhäher, der im Bestand gefährdet ist, nach wie vor bejagt wird. Ein Jäger aus dem Publikum meldete sich zu Wort und lieferte folgenden qualifizierten Diskussionsbeitrag ab: „Und was ist mit den ganzen Vögeln in Italien, da sagt ihr nichts!!!“  Von offizieller Seite wurde die Bejagung damit erklärt, dass dort, wo es keine Eichelhäher gibt, die Jäger freiwillig auf die Jagd verzichten würden, wenn aber ein Jäger durch intensive Hege einen hohen Bestand schaffen konnte, der die Bejagung erlaubt, dann darf er natürlich auch schießen. Das sei immerhin legal, darüber brauche man nicht weiter zu diskutieren.  Dieser Argumentation kann wohl auch nur ein Jäger folgen.

Ein weiterer Kritikpunkt wurde vom BUND Naturschutz angebracht: die illegalen Tötungen der Luchse. Daraufhin ergriff der Vorsitzende das Wort und wies darauf hin, dass in seinem Büro immerhin ein Plakat angebracht sei, das die illegalen Abschüsse verurteilt. Und „schwarze Schafe“ würde es schließlich überall geben. Ende der Diskussion.

Ich habe die Veranstaltung nach zwei Stunden verlassen, weil die Strategie der Jäger klar war. Und die Argumentation mit steigendem Alkoholkonsum nicht besser wurde. Sowieso in der Überzahl, wurden sämtliche Fragen abgeschmettert, indem man auf die Legalität bestimmter kritisierter Jagdpraktiken hinwies.

 Interessanter als die Diskussion selbst fand ich allerdings die Gespräche vor der eigentlichen Veranstaltung. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, gemeinsam mit Jägern an einem Tisch zu sitzen. Offensichtlich ist man gar nicht auf die Idee gekommen, dass auch jemand anwesend sein könnte, der die Jagd nicht ganz so toll findet. So erklärte ein angehender Jäger an meinem Tisch, dass er sich jetzt doch für den kurzen Kurs zum Jagdschein entschieden habe, für den längeren Kurs habe er keine Zeit. Daraufhin meinte ein anderer Jäger, dass es trotzdem kein Problem sei, den Jagdschein zu bestehen, weil der angehende Jagdkollege ja alle Fragebögen zu Hause habe. Die müsse er halt auswendig lernen. Ist das das „Grüne Abitur?“

 Der gleiche Jäger ließ sich auch in aller Ausführlichkeit darüber aus, dass ihm ein Verbot von bleihaltiger Munition egal sei, da er zu Hause noch Bestände habe, die bis zu seinem Lebensende reichen würden. Und für die Entenjagd gibt es halt nichts Besseres. Kontrollen gibt es wohl auch nicht. Trotzdem war dieser Jäger einer von denen, die am lautesten klatschte und „so isses! „ brüllte, als während der offiziellen Diskussion von Seiten der Jägerschaft behauptet wurde, dass Jagd Naturschutz ist.

Und um das Maß voll zu machen, wurden am Nebentisch auf einem I-Phone stolz Fotos von der letzten Safari in Afrika herumgezeigt. Der Jäger in der üblichen Pose: ein Fuß auf dem erlegten Tier, zwei schwarze Jagdhelfer an seiner Seite und ein glückliches Lächeln im Gesicht. 

Eine Anmerkung zum Schluss: falls die Jäger wirklich darüber diskutieren wollen, ob Jagd notwendig ist, dann sollten sie sich das nächste Mal auch ein paar Jagdgegner einladen. Eine Liste mit entsprechenden Vorschlägen habe ich dem Vorsitzenden der Ingolstädter Jäger zukommen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Sollten Ihnen in Ihrer Umgebung ähnliche Absperrungen aufgefallen sein, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Diese Absperrungen - von wem auch immer errichtet - befinden sich in der Nöttinger Heide bei Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen

 

Wir möchten Sie auf eine Petition zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes hinweisen. Einzelheiten finden Sie unter folgendem Link:

http://www.abschaffung-der-jagd.de/kampagnen/novellierungderjagdgesetzejetzt.html

 

 

 

 

Unter folgendem Link finden Sie ein Beispiel dafür, wie durch überhöhte Gebühren verhindert werden soll, dass Menschen, die die Jagd ablehnen, aus der Jagdgenossenschaft austreten und ihr Grundstück befrieden  lassen:  http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/pfarrkirchen/1770959_Antrag-auf-Befriedung-sorgt-fuer-Streit.html

 

 

 

 

 

Am 28.12.2015 gerieten zwei Reiterinnen bei Wolnzach in eine nicht abgesicherte Treibjagd, die Betroffenen meldeten den Vorfall bei der Polizei:

 

http://www.radio-in.de/wolnzach-treibjagd-gefaehrdet-reiter-102739/http://www.ingolstadt-reporter.de/polizeimeldungen/geisenfeld/treibjagd-gefaehrdet-reiterinnen

http://ingolstadt-today.de/lesen--schuesse-pfiffen-um-die-ohren%5B22861%5D.html

 

 

 

 

 

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