Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd
Initiative zur Eindämmung derHobbyjagd

 

Auf dieser Seite informieren wir Sie über Vorfälle und Aktionen im Großraum Pfaffenhofen, Ingolstadt und Neuburg/SOB und halten Sie allgemein über aktuelle Entwicklungen im Bereich Jagd auf dem Laufenden. Außerdem finden Sie hier Informationen zu umstrittenen Jagdmethoden.

September 2020

In einem Wohngebiet in Teltow geriet eine Frau, die gerade ihre Kinder aus der Kita abgeholt hatte, in eine Wildschweinjagd. Abgesehen davon, dass die grausamen Szenen die Kinder verstört haben, beklagt sie vor allem fehlende Hinweise oder Absperrungen und fühlt sich in ihrer Sicherheit bedroht. Stadtverwaltung und Jäger verteidigen die Vorgehensweise. Denn natürlich habe sich der Jäger vor Schussabhabe versichert, dass er niemanden gefährdet. Landbewohner schlagen sich schon lange mit diesem Problem herum, nun müssen sich offensichtlich auch Stadtbewohner damit auseinandersetzen. Grundsätzlich darf durch die Jagd niemand gefährdet werden. Ob in einer speziellen Situation eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann, entscheidet allein der Jäger. Und wie oft es hier zu einer Fehleinschätzung kommt, zeigen die Toten und Verletzten, die Jahr für Jahr zu beklagen sind. Hier geht´s zum Bericht: 

https://www.berliner-kurier.de/berlin/wildschweinjagd-im-wohngebiet-li.105604?fbclid=IwAR20ZQ15Jl9VC5qEeRzl3emXWMP3evt3cC_AQ0dD1yBMMgljFofeIl_Ji4w

 

September 2020

Auch in Frankfurt/Oberrad führen Schüsse in der Nähe eines Wohngebiets jetzt zu Diskussionen. Anwohner und Nutzer des Naherholungsgebiets fühlen sich durch die Jagd  auf Krähen gestört und auch bedroht. Nun wollen die Grünen ein Verbot der umstrittenen Krähenjagd durchsetzen. Sie sehen in der Krähenjagd eine unangemessene Nutzung des Naherholungsgebietes, die Bejagung sei tierschutzrechtlich fragwürdig, der Sinn der Krähenjagd wissenschaftlich widerlegt. So klare Worte würde man sich seitens der Politik öfter wünschen. Dass der Jagdpächter anderer Meinung ist und sich als Opfer militanter Jagdgegner sieht, versteht sich von selbst. Hier geht´s zum Artikel:

https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-oberrad-schuesse-auf-kraehen-aengstigen-anwohner-jagd-gruene-90046724.html?fbclid=IwAR19vI-goev5Ma-Ah5amJkIJ1Pp0dJUZXhKAPbcZb6hL7U-tX1UDvsp1o1Q

September 2020

Die Kritik an der Jagd wächst, der Rechtfertigungsdruck nimmt zu. Haustierabschuss, Prädatorenbejagung, Verwendung von Bleimunition, illegale Tötungen geschützter Tiere, Jagdtourismus, das Züchten und Aussetzen von Tieren zu Jagdzwecken - all dies stößt bei der breiten Bevölkerung auf wenig Akzeptanz. Um von diesen Missständen abzulenken, präsentieren sich die Jäger in der Öffentlichkeit gerne als Tier- und Naturschützer. Bis jetzt geschah das vor allem über positive Berichterstattung in der Lokalpresse oder auch über verschiedene "Bildungsangebote" für Kinder in Schulen und Kindergärten. Offenbar reicht dies jedoch nicht mehr aus. Immer öfter machen Jäger jetzt auch auf Plakaten in der freien Natur Werbung für ihr umstrittenes Hobby. Doch so ganz scheint die Strategie nicht aufzugehen. Die Menschen scheinen durchaus in der Lage zu sein, diese Art von Propaganda zu durchschauen auch das Anlegen so genannter "Wildäcker" wird sehr kritisch gesehen. 

Ein Radfahrer, der auf einer Tour auf ein solches Plakat gestoßen ist, bringt die Sache auf den Punkt. Lesen Sie seine Meinung zu dem Thema unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" nach. 

 

September 2020

Seeben Arjes ist als Nachsuchenführer a.D. ein Kenner der Jagdszene. In einem offenen Brief 

äußert er sich jetzt sehr kritisch über die Hobbyjagd - vor allem in der Kommerzialisierung sieht er den "Sargnagel für die ehrbare Jagd". Wildtierschutz Deutschland hat Auszüge aus diesem Brief unter folgendem Link https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/jagd-kritik veröffentlicht.

Was viele Hobbyjäger immer noch verdrängen, sieht Seeben Arjes ganz klar. Er sagt:

"Unsere Gesellschaft hat sich human weiterentwickelt. Sie hat die aktuelle Hobbyjagd bereits zu einer geächteten Randgesellschaft gemacht und wird sie mittelfristig aus Gründen sozialer Hygiene über den Rand hinausgeleiten.“

 

 

September 2020

Hier ein Link zu einem interessanten Beitrag im Bayerischen Fernsehen:

 https://www.facebook.com/Unser.Land/posts/1706145646208376

Es geht um die Frage: Dürfen Tierschützer und Tierrechtler Vorträge an Schulen halten? Der bayerische Bauernverband ist erwartungsgemäß dagegen. Insbesondere die bayerischen Landfrauen wehren sich gegen die in ihren Augen einseitige Meinungsmache - sie haben sich deshalb jetzt an den Kultusminister gewandt. Eigene Projekte - vom Besuch auf dem Bauernhof bis zur Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, Postern und Flyern - werden nicht so kritisch gesehen. Ebenso wie die Jagd gerät aber auch die konventionelle Landwirtschaft zunehmend unter Druck. Und ebenso wie die Jäger dürfen auch Vertreter der konventionellen Landwirtschaft Kindern ungefiltert ihre Sicht der Dinge näher bringen. Solange dies so ist, ist es zwingend notwendig, hier ein Gegengewicht zu schaffen und auch Tierschützern und Tierrechtlern im gleichen Umfang Zeit an Schulen zur Verfügung zu stellen. Den Kindern sollte ermöglicht werden, diese wichtige Thematik von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten, um sich dann eine eigene Meinung zu bilden können. 

 

 

September 2020

In Ungarn steigen die Corona-Zahlen, die Grenzen werden geschlossen. Aus Sicht vieler Jäger kommt die Grenzschließung zu einem ungünstigen Zeitpunkt: stellt doch die "Jagd auf den reifen Brunfthirschen" für viele den Höhepunkt der Jagdsaison dar. Um als Jagdtourist doch noch an einer der begehrten Jagden teilnehmen zu dürfen, wird jetzt versucht, über die deutsche Botschaft eine "Sondereinreisegenehmigung" für Jäger zu erwirkenhttps://www.jagderleben.de/news/hirschbrunft-untersagt-ungarn-deutschen-jaegern-einreise-712089

 

September 2020

Zwei bewaffnete Männer, die über einen Campingplatz gelaufen waren und kurz danach mehrere Schüsse abgegeben hatten, lösten jetzt in Rheinland-Pfalz einen Polizeieinsatz aus. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich bei den beiden Männern um Jäger, die an der Mosel auf Entenjagd gehen wollten. Konsequenzen wird dieses rücksichtslose Verhalten übrigens für die beiden nicht haben: da beide jagdausübungsberechtigt sind, sind sie rein rechtlich nicht zu belangen. Wieder einmal müssen sich die Interessen der nichtjagenden Bevölkerung - und das ist immer noch die große Mehrheit - den Interessen der Jäger unterordnen. Ökologisch gesehen ist die Jagd auf Enten übrigens völlig unsinnig. 

https://www.jagderleben.de/news/jaeger-loesen-ungewollt-polizeieinsatz-beim-entenjagen-712107

 

September 2020

In diesem Bericht in der "Volksstimme"  entlarven sich die Jäger einmal mehr selbst: 

https://www.volksstimme.de/lokal/burg/jaegerschaft-bilanz-mehr-woelfe---weniger-rehe?fbc=fbshares&fbclid=IwAR38HownNUsUe_3E0VRWgEDhHfxh4d9ILeC_sE4L1NEHynGFV4rpWa12gk0

Jahrzehntelang wurde von den Jägern das Fehlen von Beutegreifern beklagt. In der Öffentlichkeit wurde unermüdlich das Bild des Jägers als Natur- und Tierschützer gezeichnet. Ihre Hauptaufgabe wollten viele Jäger in der Hege sehen. Immer wieder wurde es so dargestellt, als ob viele Jäger nur ungern Tiere erlegen würden - um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten, seien sie jedoch gezwungen, die Aufgabe der Beutegreifer zu übernehmen. Nun also sind die Beutegreifer zurück - und die Jäger enthüllen ihre wahren Motive: im Jagdrevier Burg seien die Strecken an Rehwild in den vergangenen Jahren um 35% zurückgegangen, beim Rotwild gar um 50%. Beim Schwarzwild wird ein Einbruch der Jagdstrecke um 60% prognostiziert. Eigentlich müssten die Jäger also froh sein - nimmt der Wolf ihnen doch viel Arbeit ab. Dem ist jedoch nicht so. Da die Jagdstrecken (also die Anzahl der von Jägern erlegten Tiere) kontinuierlich abnehmen würde, sei es schwierig, die betroffenen Reviere zu verpachten. Logische Konsequenz: der Abschuss der Wölfe müsse erleichtert werden - damit die Jäger wieder gute Strecke machen können.

 

September 2020

Hier ein Link zu einem Video, auf dem eine wehrlose Hauskatze von mehreren Jagdhunden grausam getötet wirdhttps://www.facebook.com/jens.niehtouus/videos/1558308411041636

Auch dies fällt aus Jägersicht wohl unter Tier- und Artenschutz.

 

September 2020

An der TU Dresden kann man jetzt an einer Umfrage teilnehmen, mit dem das Bild der Jäger und Jägerinnen in der Öffentlichkeit ermittelt werden soll. Bitte zahlreich teilnehmen unter folgendem Linkhttps://bildungsportal.sachsen.de/umfragen/limesurvey/index.php/134777?lang=de&fbclid=IwAR1id_HZj5Uw6A47Kf_iLnWwyM09Cd9oldY3oLR7IgvtbUgJk8SIWCoFIpo

 

September 2020

Auf einen Bericht in der Süddeutschen Zeitung über die Probleme des "Vorreiterprojekts Fellwechsel" in Corona-Zeiten haben wir mit einem Leserbrief reagiert, den Sie unter der entsprechenden Rubrik nachlesen können. Den Bericht  finden Sie unter folgendem Link: https://www.sueddeutsche.de/leben/tiere-rastatt-probleme-wegen-corona-fuer-vorreiterprojekt-fellwechsel-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200830-99-360572

Den Betreibern von "Fellwechsel" wurde eine ganze Seite zur Verfügung gestellt, um Werbung für ihr Projekt zu machen. Kritische Nachfragen fehlten leider völlig.

 

 

September 2020

In Stuttgart wurde jetzt Anzeige gegen einen Jäger erstattet, der es für angemessen hielt, zwei vierzehnjährige Jungen, die ihm einen Streich gespielt hatten, mit der Waffe zu verfolgen. Einen der beiden zwang er dazu, mit ihm mitzukommen. Der Vater des Jungen schaltete die Polizei ein, der Jäger muss sich nun wegen Nötigung verantworten. Das Ordnungsamt prüft den Fall ebenfalls, da Zweifel an der nötigen Zuverlässigkeit zum Führen einer Waffe vorliegen. Hier der Bericht: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.polizeieinsatz-in-stuttgart-vaihingen-jaeger-droht-14-jaehrigen-nach-streich-mit-waffe.d3c4a433-5c2c-473d-99ff-f28902f839a2.html?fbclid=IwAR3sVu3ONLFKL3n2VbusNbFt56T5IalOUjff_A_AUcR14w1jbcre0zG6_Rk

 

August 2020

Wie bereits berichtet, hatte ein Jäger und Diplom-Forstwirt auf Facebook gepostet, dass er in diesem Jahr schon 28 Katzen "in den Katzenhimmel umgesiedelt" habe. Nach massiver Kritik äußerte sich der Jäger jetzt auf Facebook nochmals zu dem Thema. Was er zu sagen hat, können Sie unter der Rubrik "Reaktionen von Jägern" nachlesen. 

Aufgrund dieses Vorfalls startete jetzt der Landestierschutzverband Brandenburg eine Petition, in der er ein sofortiges Verbot des Haustierabschusses fordert. Außerdem wird gefordert, oben genannten Jäger die Jagdberechtigung zu entziehen. Die Petition finden Sie unter folgendem Linkhttps://www.change.org/p/landtag-brandenburg-sofortiges-jagdverbot-auf-hunde-und-katzen-im-land-brandenburg?utm_content=cl_sharecopy_24388670_de-DE%3A2&recruited_by_id=ec68d900-ea7c-11ea-a120-49cfe18bc127&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=psf_combo_share_initial&utm_term=psf_combo_share_initial

 

 

August 2020

PETA hat eine Petition gestartet, um die sinnlose und grausame Fuchsjagd endlich zu stoppen. Unter dem Link https://www.peta.de/fuchsjagd-stoppen finden Sie sowohl die Petition als auch viele Informationen zum Thema Fuchs und Fuchsjagd. 

 

August 2020

Ein Jagdscheininhaber und Diplom-Forstwirt gibt bei Facebook in einem öffentlichen Post damit an, dass er in diesem Jahr bereits 28 Katzen erschossen hat. In seinem Post bezeichnet der Jäger den Abschuss der Katzen als "aktiven Artenschutz", Katzenhalter bezeichnet er als "unverantwortliche Egoisten". Zudem ist er der Auffassung, dass Katzen "in unserer Landschaft absolut nichts verloren haben". Er rechtfertigt sein Vorgehen damit, auf diese Weise "vielen Hunderten Vögeln das Leben gerettet zu haben." Dagegen sei doch "nix einzuwenden." Im Übrigen würde er sich täglich mit dem Artenschutz befasssen, nämlich um 5.30 Uhr auf seinem Hobchsitz und vor ihm "liegen zwei Füchse auf der Wiese". Dieser Post wurde mittlerweile sehr oft geteilt, Tierschützer fordern Konsequenzen. Auch in der Jägerszene wird über diesen Post diskutiert - die vorherrschende Meinung scheint wohl zu sein, dass man sich beim Katzenabschuss an die goldene Regel "Schießen - Schaufeln - Schweigen" halten sollte. Hier ein Link zu einer der Diskussionen. 

https://forum.wildundhund.de/threads/militante-katzenfanatiker-wollen-erwebssituation-eines-waidkameraden-zerstoeren.128553/?fbclid=IwAR1snF4b5n-cHPkqoSSGFksFyog93MQewL8y_FtfPOrtnFlnsMbv_2TDZOk

Wer sich dafür einsetzt, dass der Haustierabschuss endlich verboten wird, wird als "militanter Katzenfanatiker" bezeichnet. Und das, obwohl es unzählige wissenschaftliche Studien gibt, die belegen, dass der Einfluss von Hauskatzen (übrigens auch der von verwilderten Katzen) auf unser Ökosystem verschwindend gering und eine Verfolgung der Tiere nicht gerechtfertigt ist.
Der Post des Jägers ist leider nicht mehr online.
 

August 2020

Im Münchner Merkur wird über einen Jäger berichtet, der verbotenerweise ein Rotwild-Muttertier erschossen hat. Zwei Wanderer hatten die Schüsse gehört und Anzeige erstattet. Auch in diesem Fall wurde ein Polizeibeamter mit den Ermittlungen betraut, der selbst Inhaber eines Jagdscheins ist. Mittlerweile läuft zwar ein Strafverfahren gegen den Jäger - ob die Tat Konsequenzen haben wird, ist trotzdem fraglich. Offenbar konnte er überzeugend glaubhaft machen, dass es sich um "ein Versehen" gehandelt habe. Obwohl hier eindeutig ein Verstoß gegen das Jagdrecht und gegen das Tierschutzgesetz vorliegt, betonen die örtlichen Jäger dennoch, dass Jagd und Tierschutz untrennbar miteinander verbunden sei. Eine zufriedenstellende Erklärung für diese Aussage bleiben die Jäger aber schuldig. Hier geht es zum Artikel: https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/garmisch-partenkirchen-ort28711/garmisch-partenkirchen-jaeger-muttertier-reh-kitz-tot-gesetz-wanderer-schuesse-kalb-13828529.html

 

 

 

August 2020

Auch in der Schweiz gerät die Trophäenjagd unter Druck. Vor allem grüne Politiker sezten sich für ein Verbot  der Jagd auf geschützte Tiere ein. Auch hier argumentieren die Jäger damit, dass sie durch das Töten von geschützten Tieren ihren Beitrag zum Artenschutz leisten würden. Eine Argumentation, der wohl nur Jäger folgen können. Die Argumente beider Seiten könne Sie in einem Beitrag des SRF nachlesen und nachhören.

 https://www.srf.ch/news/schweiz/trophaeenjagd-schweizer-jaeger-toeten-im-ausland-pro-jahr-50-geschuetzte-tiere

 

August 2020

In der Hildesheimer Allgemeinen wurde darüber berichtet, dass die örtliche Jägerschaft vermehrt als Lehrer aktiv werden möchten. Der Trend, dass Jäger in Schulen Werbung für ihr umstrittenes Hobby machen dürfen, hält unvermindert an. Wir haben einen Leserbrief an die Zeitung geschickt, den Sie unter der Rubrik "Leserbriefe" nachlesen können.

 

August 2020

In Halver wurden Anwohner und Waldspaziergänger durch unzählige Schüsse im Wald aufgeschreckt. Der Presseobmann des örtlichen Hegerings erklärt die Schüsse mit dem sog. "Krähensilvester". Am 1. August beginnt traditionell die Krähenjagd. Diese sei notwendig, weil es laut Meinung der Jäger einfach zu viele Krähen gibt - und diese seien auch noch sehr gefährlich. Sie würden lebenden Kitzen die Augen herauspicken (bei dieser Aussage dürfte es sich eher um Jägerlatein handeln als um eine faktenbasierte Aussage). Außerdem entstehen der Landwirtschaft angeblich enorme Schäden durch die Krähen (die Höhe dieser Schäden kann aber ebenfalls nicht beziffert werden). Die Rechtfertigungsversuche für die Krähenjagd wollen nicht so recht überzeugen. Zumal dann nicht, wenn man weiß, dass sich der Krähenbestand durch Bejagung sowieso nicht regulieren lässt. Aber offenbar ist man es in Havel nicht gewohnt, dass sich Menschen über die Jagdausübung beschweren. Der Presseobmann des Hegerings hat zu diesem Verhalten auch eine ganz spezielle Meinung: "

„Nur weil sie ein Waldbetretungsrecht haben, haben die Leute kein Mitbestimmungsrecht im Wald“, stellt Bette klar. „Die Waldbesitzer müssen es laut Gesetzgeber schon hinnehmen, dass ihr Eigentum kostenfrei von anderen betreten werden darf und müssen auch für die Schäden aufkommen, die durch zertrampelte Böschungen, ausgerissene Pilze oder weggeworfenen Müll entstehen.“
In Deutschland ist ein Großteil des Waldes in Staatsbesitz und gehört somit doch wieder allen Bürgern. Doch selbst wenn sich Waldbesucher in einem Privatwald aufhalten, haben sie durchaus das Recht, sich gegen Schüsse in unmittelbarer Nähe zu wehren oder den Sinn der Krähenjagd zu hinterfragen - auch wenn den Jägern das nicht gefällt.
 
August 2020

Während der letzten Jagdmesse "Jagd und Hund" in Dortmund kam es zu massiven Protesten. 

Tier- und Naturschutzverbände, Jagdkritiker und auch viele Einzelpersonen wandten sich an die Stadt Dortumund. Kritisiert wurde hauptsächlich, dass auch Anbieter umstrittener Trophäenjagden auf der Messe vertreten waren, deren Angebote zumindest zum Teil nicht mit deutschem Recht kompatibel waren. Dieser Protest hat jetzt Wirkung gezeigt.Die beiden Oberbürgermeister sprachen sich dafür aus, Anbieter von Trophäenjagden künftig nicht mehr auf der Messe zuzulassen. Diese Entscheidung wiederum bringt jetzt die Jäger auf die Palme. Von den Linken und den Grünen habe man nichs anderes erwartet, dass sich aber auch der Oberbürgermeisterkandidat der FDP gegen die Jagd auf geschützte Tiere ausspricht, ist für viele Jäger offenbar schwer zu verkraften. Da wird vom Selbstbestimmungsrecht afrikanischer Länder gesprochen und davon, dass die Jäger durch die Teilnahme an solchen Jagden die Armut in den Ländern bekämpfen würden. Das Argument des Oberbürgermeisterkandidaten, dass durchaus auch durch eine andere Art von Tourismus Geld erwirtschaftet werden könne, kann offenbar nicht nachvollzogen werden -  in den Kommentaren wird von "unreflektiertem Müll" gesprochen, die FDP sei mit einer solchen Position nicht mehr wählbar. Nochmal zur Erinnerung: nur etwa 1% des Betrags, den ein Jäger für den Abschuss eines Löwen oder Elefanten zahlt, kommt bei der Bevölkerung an. Den Großteil bekommen die Anbieter dieser Reisen, die Jagdfarmen und korrupte Politiker. Von daher ist die Entscheidung in Dortmund nur zu begrüßen. Und die Jäger enlarven sich einmal mehr selbst. Der Artikel ist unter diesem Link https://www.jagderleben.de/news/jagd-hund-fdp-will-trophaeenjagdangebote-verbieten-712039 nachzulesen. 

Übrigens: die Bundes-FDP hat sich von der Meinung des Oberbürgermeisterkandidaten distanziert, die CDU möchte weiterhin an den Trophäenjagden festhalten, die SPD konnte sich noch zu keiner Meinung durchringen.

 

 

August 2020

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wird von Politikern und Jägern gerne zum Vorwand genommen, um die intensive Jagd auf Wildschweine zu rechtfertigen. Den Wildschweinen wird unterstellt, Hauptüberträger der Seuche zu sein. Bereits im Jahr 2018 erschien in der Zeit ein Interview mit dem Wildbiologen Sven Herzog, der die vermehrte Bejagung als "irreführende Propaganda" und "fehlgeleiteten politischen Aktionismus" bezeichnet. Im Interview wird deutlich, dass die Wildschweine eher die Opfer der Seuche sind, Hauptüberträger ist der Mensch, der das Virus an Schuhen oder Kleidung einschleppt. Wildschweine infizieren sich hauptsächlich über weggeworfene, infizierte Nahrung und verbreiten die Seuche auch nur in einem kleinen Umkreis weiter. Ebenfalls längst erwiesen ist, dass vermehrte Abschüsse nur kurzfristig und lokal Einfluss auf den Wildschweinbestand haben - ganz unabhängig von ASP. Das lesenswerte Interview finden Sie unter folgendem Link https://www.zeit.de/2018/03/afrikanische-schweinepest-wildschweine-ausbreitung-sven-herzog-interview

All diese Informationen scheinen bei Jägern und Politikern noch nicht angekommen zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) stolz verkündet, dass im vergangenen Jagdjahr zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest so viele Wildschweine geschossen wurden, wie nie zuvor. Um genau zu sein: 96.559 Tiere! Allein in Mecklenburg-Vorpommern! 

https://www.welt.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/article213127710/Rekord-Jagd-auf-Wildschweine-96-559-Tiere-erlegt.html?cid=onsite.onsitesearch

Übrigens: im Zeit-Interview mit dem Wildbiologen Sven Herzog wird auch erwähnt, welche negativen Auswirkungen die vermehrte Jagd auf Wildschweine auch auf andere Wildtiere und den Wald hat. Durch die ständige Beunruhigung durch die Jagd verlasssen die Tiere den Wald seltener zur Futtersuche, was dann wiederum zu vermehrtem Wildverbiss an Jungbäumen führt. Dieses Problem soll dann wiederum mit einer Intensivierung der Jagd gelöst werden. 

 

 

August 2020

Viele Jäger möchten auch im Urlaub nicht auf ihr Hobby verzichten und reisen dann gerne nach Afrika, um Jagd auf Löwen oder Elefanten zu machen. Da eine solche Reise in diesem Jahr aufgrund von Corona nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist, haben die deutschen Jäger jetzt ein neues Tier für sich "entdeckt": das Murmeltier. In Deutschland gibt es eine ganzjährige Schonzeit für das Murmeltier, in Österreich hingegen darf das Murmeltier gejagt werden. Und so eilen die deutschen Jäger ihren österreichischen Kollegen jetzt zu Hilfe. Gebucht wird meist ein Pauschalangebot, im Preis stets enthalten: der Abschuss eines Murmelbären. Trifft der Jäger nicht, gibt es Geld zurück. Die Nachfrage ist groß, Murmeltierjagden sind ausverkauft. Einen Bericht hierzu finden Sie unter https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/pauschalangebote-fuer-murmeltierjaeger-wie-das-geschaeft-mit-der-jagd-auf-die-nagetiere-laeuft/26054960.html

Das Murmeltier scheint übrigens ziemlich gefährlich zu sein, denn: das Murmeltier gräbt Gänge!! Und ist somit eine Gefahr für die Allgemeinheit. Almen werden untergraben, Almhütten zum Einsturz gebracht, sogar Strom- und Telefonmasten werden destabilisiert. Dieser Rechtfertigungsversuch ist dermaßen haarsträubend - da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

August 2020

In der Mittlebayerischen Zeitung erschien vor ein paar Tagen ein Beitrag, in dem der Hegeringleiter mit der Aussage zitiert wurde, dass es zum Schutz der soeben ausgesetzten Rebhühner nötig sei, "Raubzeug wie Fuchs und Habicht" kurz zu halten. Da der Habicht unter strengem Schutz steht, haben sich viele Bürger an die Zeitung gewandt. Wir haben ebenfalls an die Zeitung geschrieben, außerdem wurde das Komitee gegen den Vogelmord, Tatort Natur und weitere Naturschutz- und Vogelschutzverbände auf den Artikel aufmerksam und haben reagiert. Wildtierschutz Deutschland hat Anzeige erstattet, diese mittlerweile aber wieder zurückgezogen. Nun hat die Zeitung mit folgendem Beitrag reagiert: https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/wirbel-um-aufruf-zur-jagd-von-habichten-21416-art1927360.html Da der Beitrag leider nur nach Anmeldung komplett zu lesen ist, hier eine kurze Zusammenfassung. Offensichtlich ist man um Schadensbegrenzung bemüht. Der Hegeringleiter spricht von einem Missverständnis und einer "unglücklichen Aussage." Der Revierpächter wird folgendermaßen zitiert: "Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat." Weitere Erklärungsversuche wirken derart an den Haaren herbeigezogen, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Selbst der LBV äußert sich zurückhaltend - hatte man doch selbst das Rebhuhnprojekt zuvor als "sehr ehrenwert" gelobt. Hier zeigt sich, dass die Zusammenarbeit mit Jägern für Natur- und Tierschutzverbände schnell zum zweischneidigen Schwert werden kann. So versucht der LBV die Äußerung des Hegeringleiters dadurch zu relativieren, dass dieser seine Empfehlung vermutlich "aus alter Literatur" heraus abgegeben habe - und ist gerne bereit, den Hegeringleiter nochmals über den Schutzstatus des Habichts aufzuklären.

Die Versuche, die Aussage des Hegeringleiters zu relativieren, sind völlig unglaubwürdig. Vermutlich hat er genau das gemeint, was er gesagt hat. Solche Äußerungen sind unter Jägern nicht ungewöhnlich - viele Jäger machen kein Geheimnis daraus, dass "Raubzeug" und Beutegreifer allgemein im Jagdrevier nicht erwünscht sind.  Allerdings hat der Hegeringleiter gegen eine wichtige Regel verstoßen: solche Aussagen äußert man nur, wenn man unter sich ist, aber niemals öffentlich.

Übrigens: die auf dem Bild abgebildete, von einem Jäger illegal aufgestellte Habichtfalle wurde keine 5 km von dem Ort entfernt gefunden, an dem jetzt die Rebhühner ausgesetzt wurden. Die Aufforderung, den Habicht kurz zu halten, fällt offenbar auf fruchtbaren Boden.

Wir haben erneut einen Leserbrief an die Zeitung geschrieben. Diesen können Sie auch unter der Rubrik "Leserbriefe nachlesen".

 

August 2020

Vor ein paar Tagen erst wurde ein Rentner auf seinem eigenen Grundstück bei einem Jagdunfall schwer verletzt. Jetzt traf es einen 68-jährigen Freibad-Besucher. Der Mann befand sich auf der Liegewiese, als er von einer Kugel getroffen wurde. Direkt neben dem Freibad fand eine Erntejagd statt. Als ein 80(!!!)-jähriger Jäger auf flüchtendes Wild schießen wollte, traf er stattdessen den Badegast. Der Mann hatte wohl Glück und wurde nur leicht verletzt. Erst letztes Jahr wurde ein Mensch bei einer Erntejagd getötet. Offensichtlich hat man nichts dazu gelernt, die Politik ist nach wie vor untätig. Und so wird auch dieses Opfer mit Sicherheit nicht das letzte sein.

https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-projektil-trifft-badegast-712015

 

 

August 2020

Im Juni erschien in der Rhein-Neckar-Zeitung ein Bericht, in dem der Fuchs wieder einmal sehr negativ dargestellt wurde. Daraufhin wandte sich eine Leserin in einem Leserbrief an die Zeitung. Als dieser nicht gedruckt wurde, versuchte die Leserin es mit einer gekürzten Fassung erneut. Auch diese wurde nicht gedruckt. Dafür bekam sie Post vom zuständigen Redakteur. Ausführlich wird erklärt, warum Jagd als Regulativ unverzichtbar sei. Obwohl der Redakteur und Jagdscheininhaber betont, dass die Jagd genauso legitim sei wie ihre Ablehnung, möchte er eine jagdkritische Meinung in "seiner" Zeitung nicht lesen. Offensichtlich sollen hier Meinungen, die nicht ins eigene Weltbild passen, unterdrückt werden. Vielleicht hat man auch Angst, dass die Argumente der "Gegenseite" überzeugender sein könnten als die eigenen. Sie finden den Leserbrief und die Antwort unter der Rubrik "Reaktionen von Jägern". Den Leserbrief haben wir zusätzlich in unsere Leserbrief-Sammlung aufgenommen.

 

Juli 2020

Und wieder wurde ein Mensch durch rücksichtslose Jagdausübung verletzt. Dieses Mal traf es einen Rentner in Niedersachsen. Der Mann befand sich im Anbau seines Hauses, als er  angeschossen wurde. Der Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Verletzungen des Mannes schwerer sind als ursprünglich angenommen. Wann endlich werden Anwohner vor solchen "Unfällen" geschützt? https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-verirrtes-projektil-trifft-anwohner-712005?fbclid=IwAR0vh3N1hsBIjO4Zam7fv-tZC8B2WadH3n2aMZ8ohDNksbgH_PXq4UWgLj0

 

 

Juli 2020

Anfang Juli erschien in der Mittelbayerischen Zeitung ein Artikel, in dem die Zunahme der Wilderei streng geschützer Tiere beklagt wird. Wilderei sei kein Kavaliersdelikt und müsse konsequent verfolgt werden. In der gleichen Zeitung wurde jedoch heute (30.7.20) ganz offen dazu aufgerufen, streng geschützte Tiere zu töten. Jäger haben Fasane gezüchtet und diese nun ausgesetzt. Dieses Engagement der Jäger wird von den beiden Bürgermeistern gelobt - gerne ist man bereit für ein gemeinsames Foto mit den Jägern. Gleichzeitig ruft der Hegeringmeister ganz offen dazu auf, Raubzeug wie Fuchs und Habicht "kurz zu halten". Offenbar ist keinem der Beteiligten aufgefallen, dass der Habicht - übrigens vom NABU zum Vogel des Jahres 2020 auserwählt - streng geschützt ist. Das Töten von Habichten ist illegal. Dass Raubvögel von Jägern gehasst werden, ist nicht neu - will man doch die jetzt ausgesetzten Rebhühner später selbst erlegen. Über die Zeitung zum Töten streng geschützter Tiere aufzurufen, ist aber mehr als dreist. Hier geht´s zum Artikel  https://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf-nachrichten/25-junge-rebhuehner-wurden-ausgewildert-21416-art1926583.html

Und das sagt der NABU über den Habichthttps://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/jagd/jagdbare-arten/greifvoegel/04510.html

 

Juli 2020

Im folgenden Beitrag https://www.jagderleben.de/mediathek/jaegerleben-folge-2-lockjagd-gaense-711964 nehmen ein paar Jäger Sie mit auf Gänsejagd. Nachdem Lockvögel auf dem Boden festgebunden worden sind, legt man sich gut getarnt auf die Lauer. Fallen vorüberfliegende Gänse auf den Trick herein und es gelingt, ein Tier zu töten, ist die Freude der Jäger groß. Die Gänsejagd ist höchst umstritten, oftmals kommt hier auch hochgiftige Bleimunition zum Einsatz. Dennoch kann auf die Bejagung der Gänse aus Jägersicht nicht verzichtet werden. Die Zunahme von "Gänsefraß" und  "Verkotung" der Felder sei den Landwirten nicht mehr zuzumuten. Offizielle Zahlen darüber, wie groß die Schäden tatsächlich sind, werden aber nicht genannt. Wieder einmal soll vermittelt werden, dass Jäger keinen Spaß am Töten von Tieren haben und dies nur aus uneigennützigen Motiven tun - die Bilder vermitteln jedoch etwas anderes. 

 

Juli 2020

Gibt es zu viele Störche? Die Jäger in Nidderau sind offensichtlich dieser Meinung. Während sich die meisten Menschen freuen dürften, wenn sie einen Storch sehen, können Teile der Jägerschaft diese Freude nicht teilen. Bis jetzt habe man den Storch geduldet, aber jetzt seien die negativen Auswirkungen der Störche auf das Ökosystem nicht mehr hinnehmbar - zu dieser Einschätzung kommen Jäger und Landwirte in Nidderau. Gleichzeitig wirft man dem Naturschutzbund  wieder einmal falsch verstandenen Artenschutz vor. Was genau die Jäger dazu zu sagen haben, können Sie unter folgendem Link nachlesen: https://www.op-online.de/region/main-kinzig-kreis/nidderau/nidderau-zu-viele-stoerche-machen-jaegern-zu-schaffen-voegel-machen-jagd-auf-hasen-90010939.html  

Einmal mehr  werden Niederwild und Bodenbrüter vorgeschoben, um ein Tier in ein schlechtes Licht zu rücken. Bei vielen anderen Tierarten ist diese Praxis schon lange an der Tagesordnung - nun also trifft es den Storch. 

Im Beitrag wird übrigens auch erwähnt, dass es bereits zu einer Anpassungsreaktion gekommen ist: so gibt es wohl mehr Brutpaare, die einzelnen Brutpaare bringen aber weniger Junge zur Welt. Eigentlich die perfekte Lösung. Die Jäger scheinen den natürlichen Regulierungsmechanismen jedoch zu misstrauen. Ein schöner Einblick in die Psyche der Jäger und ein gutes Beispiel dafür, wie weit sich große Teile der Jägerschaft bereits von der Natur entfernt haben. 

 

 

Juli 2020

Im Landkreis Altötting soll ein Fuchs eine 16 Jahre alte Katze getötet haben. Nun soll der Fuchs mit Hilfe einer Lebendfalle gefangen und anschließend getötet werden. Das Landratsamt argumentiert damit, dass der Fuchs sich nicht artgerecht verhalten habe und es nicht auszuschließen sei, dass der Fuchs krank ist. Da sich in der Nähe des "Tatorts" ein Kinderspieplatz befindet, wolle man kein Risiko eingehen. Der Fuchs wird als unberechenbar beschrieben, gleichzeitig wird durch Fehlinformationen die Bevölkerung in Alarmstimmung versetzt. Auch wenn sich jetzt mehrere Privatpersonen und Organisationen mit der Forderung, den Fuchs leben zu lassen, an das Landratsamt gewandt haben, ist das Schicksal des Fuchses wohl besiegelt. So sehr mir die Katze Leid tut: ein Fuchs ist ein Tier und somit nicht in der Lage, sein Handeln moralischen Maßstäben unterzuordnen. Sollte er die Katze also getötet haben (was noch gar nicht endgültig geklärt ist), so rechtfertigt das dennoch nicht das Töten des Fuchses.  https://www.jagderleben.de/news/fuchs-toetet-katze-erlegt-711985?fbclid=IwAR1cdc8W2_R0xCcYJtwJf3bKS6ySV3lQXzJ7RQnSK5VI2Pe8G8xUh2BvFsU

 

 

Juli 2020

In der Mittelbayerischen Zeitung ist am 18.7. ein Leserbrief erschienen, in dem der Verfasser seinem Ärger über den Schutzstatus von Wölfen, Luchsen, Ottern, Bibern und Elstern Luft macht. Er bezieht sich dabei auf den Artikel "Wölfe sind in Bayern daheim", ebenfalls erschienen in der Mittelbayerischen Zeitung. Der Verfasser bezeichnet die genannten Tiere als "Zuwanderer" und "Plagen" und macht deutlich, worum es vielen Jägern in Wirklichkeit geht, wenn sie von "Naturschutz" sprechen: den Schutz des eigenen Jagdreviers. Naturschützer werden als weltfremde Naturromantiker bezeichnet. Gleichzeitig wird im Leserbrief sehr deutlich, dass der Verfasser nicht in der Lage ist, ökologische Zusammenhänge zu erfassen. Den Leserbrief und unsere Erwiderung finden Sie unter der Rubrik "Leserbriefe".

Juli 2020

Wie bereits berichtet, beobachtete im Januar ein Spaziergänger den ortsansässigen Jäger beim Aufstellen dieser Habichtfalle. Gemeinsam mit dem LBV wurde Anzeige wegen Tierquälerei und Wilderei erstattet. Jetzt fand erneut eine Zeugenbefragung statt, ein Experte für Umweltkriminalität ermittelt in dem Fall. Offenbar hatte der Jäger zum Tatzeitpunkt keine gültige Erlaubnis zur Fallenjagd. Das dürfte den Jäger den Jagdschein kosten. Zwar streitet der Jäger die Vorwürfe ab und behauptet, nichts mit der Falle zu tun zu haben. Die Zeugenaussage des Spaziergängers und die Tatsache, dass man die Falle mittlerweile auf dem Grundstück des Jägers sichergestellt hat, machen diese Behauptung jedoch unglaubwürdig.

Passend zu diesem Thema ist in der Mittelbayerischen Zeitung ein Artikel unter dem Aufmacher "Mehr Wilderei in Bayern: Täter kommen meist straffrei davon" erschienen. In dem Artikel wird beklagt, dass es immer wieder zur Tötung geschützter Tiere wie Luchse oder Greifvögel kommt. Leider wird wenig über die Täter gesagt. Wie der oben geschilderte Fall zeigt, können durchaus auch Aktivitäten des zuständigen Jägers den Tatbestand der Wilderei erfüllen. Es muss nicht immer der große Unbekannte sein. Den Artikel finden Sie unter folgendem Link: https://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/mehr-wilderei-in-bayern-taeter-kommen-meist-straffrei-davon-21705-art1922098.html  

Wir haben uns mit einem Leserbrief an die Zeitung gewandt. Diesen können Sie auch hier in der Rubrik "Leserbriefe" nachlesen. 

Juli 2020

Ein Hundeführer aus der Oberpfalz hat seine Hunde auf gesunde Wildschweine gehetzt in der Absicht, diese zu ermüden um sie dann mit einer sog. Saufeder abstechen zu können. Gegen den Hundeführer wurde jetzt Strafbefehl erlassen, der Jagdschein wurde ihm entzogen. Ihm wird vorgeworfen, dass er bei dieser Aktion erhebliche Schmerzen und Leid für die Wildschweine billigend in Kauf genommen habe. Dies sei mit dem Tierschutz nicht zu vereinbaren. Als Beweismittel dient übrigens ein youtube-Video, welches des Beschuldigte selbst online gestellt hatte. Über den Fall wird auf "Jagderleben.de"  berichtet: https://www.jagderleben.de/news/hundefuehrer-erhaelt-strafbefehl-youtube-video-saujagd-711960?fbclid=IwAR1MdV1MOQ4etvo2NTi-odV-m7S2FezKuZBItuaR6wys9Op9ICPBNOjLB7s

Der Hundeführer kündigte an, gegen den Strafbefehl Rechtsmittel einzulegen. 

Bleibt noch anzumerken, dass viele Jagdmethoden nicht mit unserem Tierschutzgesetz zu vereinbaren sind. Es wäre an der Zeit, das Tierschutzgesetz auch im Bereich Jagd endlich konsequent umzusetzen.

 

 

Juli 2020

Eine Jagdgegnerin, die bei Altötting während einer Drückjagd Aufnahmen von Jägern gemacht und diese Aufnahmen unverpixelt auf youtube eingestellt hatte, wurde jetzt dazu verurteilt, die Aufnahmen zu löschen. Normalerweise sind Jäger nicht so öffentlichkeitsscheu. Wenn es darum geht, das Märchen vom Jäger als Natur- und Tierschützer aufrecht zu erhalten, haben sie in der Regel nichts gegen Publicity. Immer wieder sind Fotos  und Berichte in den Lokalzeitungen zu finden, in denen sich die Jägerschaft inszenieren darf: gemeinsam mit dem Bürgermeister vor einer öffentlichkeitswirksam angelegten "Bienenwiese", gemeinsam mit dem Bauern nach einer durchgeführten Drohnen-Rehkitz-Rettungsaktion -  auch mit Kindergartenkindern und Schulklassen lässt man sich gerne ablichten. All diese Berichte haben allerdings eines gemeinsam: der Jäger wird positiv dargestellt, kritische Nachfragen gibt es nicht. Dass man sich dagegen nicht so gerne bei einer Drückjagd filmen lassen möchte, ist durchaus nachvollziehbar. Denn genau diese Jagdrealität soll ja möglichst vor der Öffentlichkeit verborgen werden. Mit einer Drückjagd gewinnt man keine Sympathien. Das ist auch den Jägern klar. Also zieht man vor Gericht. Auch wenn der Jäger jetzt vor Gericht Recht bekommen hat: letztendlich hat gerade die Klage dazu geführt, dass über den Fall berichtet wurde und sich somit viele Menschen mit dem Thema Jagd auseinandergesetzt haben. Ob das Ergebnis dieser Auseinandersetzung im Sinne der Jäger ist, darf bezweifelt werden. 

Die ganze Geschichte können Sie hier nachlesen: 

 https://www.jagderleben.de/news/urteil-jagdgegnerin-anti-jagd-video-entfernen-711952

Übrigens: Ein Vorwurf der Jagdgegnerin lautete, dass während der gefilmten Drückjagd auch Rehe bejagt wurden - ein klarer Verstoß gegen geltendes Jagdrecht. Auch wir bekommen im Vorfeld von Drückjagden hier in der Gegend immer wieder Hinweise von Insidern auf Unregelmäßigkeiten: ein Vorwurf, der regelmäßig auftaucht, ist die unerlaubte Bejagung von Rehen während Drückjagden, ein anderer Vorwurf ist der Gebrauch von verbotener Munition. Wir haben bei der zuständigen Behörde nachgefragt, wie diese Jagden kontrolliert werden. Uns wurde mitgeteilt, dass überhaupt keine Kontrollen stattfinden und man sich auf die Selbstkontrolle durch die Jäger verlassen würde. 

 

 

Juli 2020

In Lichtenau wächst der Widerstand gegen die Errichtung eines Wildtiergatters. Offenbar gibt es am geplanten Standort seltene Tier- und Pflanzenarten - um diese zu schützen, organisieren Naturschutzverbände jetzt Widerstand. Jäger stellen sich in der Öffentlichkeit ja gerne selbst als Naturschützer dar - wie es in der Realität mit dem Naturschutz aussieht, zeigt dieses Beispiel. Den Artikel können Sie hier nachlesen: https://bnn.de/lokales/buehl/buerger-stellen-sich-wegen-schwarzwildgatter-bei-muckenschopf-gegen-die-jaegerschaft?fbclid=IwAR183x_7qP2LCuRUFjcnOojFnl4gig2jnPZTgUUQ7y3axRRzOBxCv8wFmJU Dass Jagdverbände der Öffentlichkeit immer noch aus Naturschutzverbände verkauft werden (auch in diesem Fall ist die Landesjägerschaft mit allen anderen anerkannten Naturschutzverbänden unter dem Dach des baden-württembergischen Landes-Naturschutzverbandes vereinigt) ist nicht zuletzt aufgrund solcher Meldungen nicht mehr nachvollziehbar. 

 

 

Juli 2020

Eigentlich war das Verbot von Bleimuntion auf europäischer Ebene bereits beschlossene Sache. Nach langwierigen Verhandlungen  hatten sich das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium darauf geeinigt, für ein Verbot auf europäischer Ebene zu stimmen. Wie es in letzter Sekunde zu einem Sinneswandel im Landwirtschaftsministerium kam, zeigt ein Beitrag auf der Seite "Riffreporter" https://www.riffreporter.de/flugbegleiter-koralle/kloeckner-blei/?fbclid=IwAR0xapFOPv6sIA7MamEK5QipqsrhI7npMH8hKhmdQih4OpAx0nG7rbPf9go  Wieder einmal wird deutlich, wie stark gewissen Interessengruppen die Tagespolitik beeinflussen. Das Einknicken vor Jagd- und Munitionslobby ausgerechnet damit zu rechtfertigen, dass bei Verwendung nicht bleihaltiger Munition der Tierschutz nicht gewährleistet werden könne, ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Es wird höchste Zeit, dass der Tierschutz nicht mehr dem Landwirtschaftsministerium zugeordnet wird - ein eigenes Tierschutzministerium ist überfällig. 

Juli 2020

Eine Spaziergängerin entdeckte in der Nähe von Ingolstadt diese fragwürdige Konstruktion. Auf einem völlig morschen Anhänger befindet sich eine Jagdkanzel, die ohne erkennbare Sicherung auf dünnen Brettern auf diesem maroden Gefährt steht. Ort (umgeben von Getreidefeldern) und Zeitpunkt (kurz vor der Ernte) lassen vermuten, dass diese wackelige Vorrichtung bei einer Erntejagd zum Einsatz kommen soll. Die Spaziergängerin hat sich so ihre Gedanken gemacht, ob eine Schussabgabe unter diesen Umständen sicher sein kann. Unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" finden Sie noch mehr Bilder und die Eindrücke der Spaziergängerin.

Juli 2020

Wie berichtet, haben wir die Gemeinde Jetzendorf Anfang Juli gebeten, mehrere Schilder im Gemeindebereich, auf denen noch immer vor Wildtollwut gewarnt wird, entfernen zu lassen. Mit Schreiben vom 7. Juli teilte uns ein Mitarbeiter nun mit, dass die gemeldeten Warnschilder mittlerweile entfernt worden sind. Falls auch Sie noch irgendwo solche Schilder sehen sollten, melden Sie diese bitte im zuständigen Rathaus. Die Gemeinden sind verpflichtet, die Schilder zu entfernen. 

 

Juli 2020

Diese Katze wurde mit einem Luftgewehr angeschossen. Es wurde Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt. Aufgrund der verwendeten Waffe ist in diesem Fall eher nicht davon auszugehen, dass es sich beim Täter um einen Jäger handelt. Sollte der Schütze also ermittelt werden können, wird er sich vor einem Gericht verantworten müssen, da eindeutig ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt. Gleichzeitig werden in Deutschland im Rahmen des "Jagdschutzes" noch immer unzählige Katzen (und auch Hunde) völlig legal  von Jägern getötet. Sie werden erschossen oder in Fallen gefangen und dann umgebracht. Manche Jäger hetzen auch ihre Jagdhunde auf  Katzen. Warum hier immer noch mit zweierlei Maß gemessen wird, ist nicht nachvollziehbar. Wie Jäger über Katzen und deren Besitzer denken, kann unter anderem unter folgendem Link (Forum Wild und Hund) nachgelesen werden:  https://forum.wildundhund.de/threads/nabu-will-katzen-einschlaefern.115904/page-4  Zwar lehnen auch hier einige Jäger den Haustierabschuss ab, die große Mehrheit der Diskutierenden aber "argumentiert" auf einem Niveau, welches kaum noch zu unterbieten ist - Zitat: "Der gute Jäger hasst die Katze. Hört sich blöd an, ist aber so."  Oder: "Die Hauskatze heißt Hauskatze, weil sie im Haus lebt, sie hat im Jagdrevier nichts verloren."  Auf diesem Niveau ist eine sinnvolle Auseinandersetzung wohl kaum möglich. 

Juli 2020

Auf der Seite von "Wildtierschutz Deutschland" ist ein Video zu sehen, auf dem gezeigt wird, wie grausam es bei der Fuchsjagd zugeht. Das Video stammt von der französischen Tierschutzorganisation ASPAS und ist unter folgendem Link zu sehen: https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/Fuchsjagd?fbclid=IwAR1qzFzVh3ZlLulU7tACtMDzs6NJwmZnCA1EvUj-2MR_cGyJBkhUhMVaJuM 

Das Märchen vom Jäger als Tierschützer wird einmal mehr widerlegt.

 

Juni 2020

Jäger gegen ein Verbot von Bleimunition:

Die EU-Kommission unternimmt einen weiteren Anlauf, ein längst überfälliges Verbot von bleihaltiger Munition in Feuchtgebieten durchzusetzen. Die Bundesregierung möchte sich allem Anschein nach bei der Abstimmung enthalten. Obwohl die durch Blei verursachten gesundheitlichen Schäden bei Mensch und Tier lange bekannt sind, knickt man hier immer noch vor der Jagdlobby ein. Welche Auswirkungen Blei auf unser Ökosystem, auf Tiere und auf Menschen hat und mit welchen "Argumenten" sich Jäger gegen ein Verbot von Bleimunition wehren, können Sie im folgenden Beitrag nachlesen: https://www.spektrum.de/news/wird-bleihaltige-jagdmunition-endlich-verboten/1744688?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR0HFjGAmQNTHIoJdk08BNPMO3tJFn2nnqND7dwjBC84beTs0joNLrjT_E4#Echobox=1592817040

Die Haltung der Jäger offenbart einmal mehr, dass es mit dem viel beschworenen Tier- und Naturschutz nicht weit her ist. 

 

Juni 2020

Im Münchner Merkus wird über einen Vorfall berichtet, bei dem ein Wanderer und ein Jäger in Streit gerieten. Lesen Sie, was Ihnen passieren kann, falls Sie einmal im Wald ein Schild übersehen sollten. https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/kochel-am-see-ort28931/nach-streit-in-wildfuetterung-hausdurchsuchung-in-kochel-13804825.html?fbclid=IwAR1OFe7RSmZ3LCt7j9-QvCYmRLoBusNB8jdtpIh0EqPvJjqA9qYoV3qe2eQ 

 

Juni 2020

Und wieder ein Beispiel für gelebten Tierschutz durch einen Jäger: im August vergangenen Jahres wurde bei Freiburg ein Auerhahn von zwei betrunkenen Männern mit einer Flasche erschlagen. Einer der beiden Männer war Jäger. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage erhoben. Es liegt ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie eine illegale Tiertötung vor. Berichtet wurde über den Vorfall auf der Seite "Jagderleben". Hier der Link www.jagderleben.de/news/anklage-gegen-auerhahn-quaeler-schwarzwald-711915?fbclid=IwAR30L-3MrLTgzfDQnhgeQ1T5vuOMBnbiXgUdHNHYX5dpVwKvfMnZnQhtbLg

Wichtig schien der Redaktion vor allem die Frage zu sein, ob die Tatsache, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Jäger gehandelt hat, bei der Anklageerhebung eine Rolle gespielt hat. 

Juni 2020

Deutschland ist seit dem Jahr 2008 offiziell tollwutfrei. Trotzdem sind auch zwölf Jahre später noch Schilder zu finden, auf denen vor Wildtollwut gewarnt wird. Laut Vorgaben des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz müssten diese Schilder längst entfernt worden sein. Zuständig hierfür sind die Gemeinden. Diese Aufnahme entstand im Gemeindebereich Jetzendorf. Wir haben die Gemeinde nochmals darum gebeten, die Vorgaben des Ministeriums umzusetzen und sämtliche Schilder im Gemeindebereich endlich entfernen zu lassen. Unser Schreiben an die Gemeinde können Sie unter der Rubrik "So reagieren die Behörden" nachlesen. 

Juni 2020

Gerade in den öffentlich-rechtlichen Medien wurden in letzter Zeit immer wieder äußerst jagdfreundliche Sedungen ausgestrahlt. Jäger durften ungestört und ohne kritische Nachfragen ihre Argumente verbreiten. Jagdkritiker kamen (wenn überhaupt) nur kurz zu Wort. Außerdem wurden deren Argumente in vielen Fällen von Jägern "richtiggestellt." Das "Aktionsbündnis Fuchs" befasst sich intensiver mit einigen Sendungen im SWR und WDR und stellt die durchaus berechtigte Frage, ob die positive Berichterstattung damit zusammenhängen könnte, dass etwa der Landesjagdverband NRW im Aufsichtsrat des WDR sitzt und somit Einfluss auf die Programmgestaltung nimmt. Lesen Sie den Beitrag vom "Aktionsbündnis Fuchs" unter folgendem Link: https://www.aktionsbuendnis-fuchs.de/post/swr-und-wdr-gratispropaganda-jagd

 

Juni 2020

Auf der Seite naturwelt.org ist ein äußerst lesenswerter Beitrag zum Thema Jagd erschienen. Die Verfasserin hat sich eine Jagdzeitschrift vorgenommen und zeigt gekonnt auf, wie Jäger sich darin selbst entlarven. Lesen Sie den informativen Beitrag unter folgendem Linkhttps://www.naturwelt.org/der-wald/gegen-die-jagd/jagdkritik/

 

 

Juni 2020

In Rheinland-Pfalz ereignete sich ein weiterer "tragischer Jagdunfall": beim Versuch eines Jägers, sein Gewehr im Auto zu entladen, löst sich ein Schuss. Die Kugel trifft ein auf der Weide stehendes Pferd und verletzt dieses tödlich. Vermutlich wird auch dieser Vorfall nicht dazu führen, dass sich an unserem Jagdsystem grundlegend etwas ändert. Solche "tragischen Einzelfälle" sind der Bevölkerung offensichtlich zuzumuten.   https://www.jagderleben.de/news/jagdunfall-schuss-loest-beim-entladen-trifft-pferd-711902?fbclid=IwAR0iSlpXgApLjkHdfM59ZgYMekJUGAKORe8oc63iGzt6k6b2-_pzc6B8PNM

 

Juni 2020

Auf der Seite www.agrarheute.com wird gerade eine Umfrage durchgeführt. Es wird darüber abgestimmt, ob Tierrechtler in Schulen Vorträge halten dürfen.  https://www.agrarheute.com/land-leben/duerfen-tierrechtler-schulen-vortraege-halten-umfrage-569281?utm_campaign=share-link&utm_source=agrarheute&utm_medium=fbsharer&fbclid=IwAR1qvGyrH0YgNVlNBDr05InLbFKXErdL5HneVGrP94wH5xpnm-dqRJxIHuk  Man kann an dieser Umfrage übrigens noch teilnehmen. Im Moment ist eine knappe Mehrheit der Abstimmenden dagegen, dass unsere Kinder in der Schule etwas über Tierrechte oder Tierschutz erfahren. Es sagt viel über unsere Gesellschaft aus, dass sich Widerstand ausgerechnet gegen die Vermittlung von Tierrechten regt. Andererseits wird es oftmals völlig unreflektiert hingenommen, wenn Jäger ihre Sicht der Dinge in Schulen und Kindergärten verbreiten. Und das ist durchaus üblich. Folgender Beitrag setzt sich mit dieser Problematik auseinander:  simmersbach.de/nein-zu-hobbyjaegern-in-schulen?fbclid=IwAR2pLUa39EmHCsJf4PQhTQJH7gI2JpR3_qCnRVFo8qji0koHUtvgYWoaoX8

Meine Lösung: solange Jäger in Schulen "unterrichten" dürfen, sollte es verpflichtend vorgeschrieben sein, dass zeitnah auch ein Tierrechtler oder Tierschützer zu Wort kommen muss. Denn nur so können sich die Kinder eine eigene Meinung bilden.

 

Juni 2020

Wie "gewissenhaft" manche Jäger mit Alkohol und Waffen umgehen, zeigt dieser Bericht: https://www.nwzonline.de/blaulicht/damme-vechta-oldenburg-berufung-in-oldenburg-verworfen-jaeger-mit-scharfer-waffe-in-bar-muss-ordentlich-zahlen_a_50,7,1861228276.html?fbclid=IwAR3hDf_YfVsLzJuc0saCkad7feb6_7ZE_bD3TAFpQvQO1X1qFK1kOYXjU-w

 

Juni 2020

Kirrungen (also das Anfüttern von Wild, um es besser schießen zu können), unterliegt gewissen gesetzlichen Regelungen. Ein Jäger in der Eifel hat jetzt gegen diese Regelungen verstoßen, es wurde ein Verfahren eingeleitet. Den ausführlichen Bericht finden Sie hier: https://www.volksfreund.de/region/bitburg-pruem/eifeler-jaeger-lockt-mit-mais-tiere-an-und-muss-mit-verfahren-rechnen_aid-51532709?fbclid=IwAR2ZtoHmjWrAwV9iUkvXGtV3AWxEUFFvhFdaE4708PDm-RvNpbqWLpByS34 Zwei Dinge fallen in dem Artikel allerdings auf. Zum Einen hat der Anwohner/Spaziergänger, der auf die illegalen Fütterungsstellen aufmerksam geworden war, seine Beweisfotos lieber anonym an die zuständige Behörde weitergeleitet - auch jetzt möchte auch jetzt nicht namentlich genannt werden. Warum das so ist, kann sicherlich jeder, der schon einmal gegen die Jagd allgemein oder auch nur gegen gewissse Jagdpraktiken Stellung bezogen hat, nachvollziehen. Zum Anderen ist die zuständige Behörde zwar den Vorwürfen nachgegangen, gleichzeitig wird aber versucht, die Angelegenheit herunterzuspielen und dieses Vergehen wieder einmal als Tat des vielbemühten "schwarzen Schafes" und als "Einzelfall" darzustellen. Und das geht an der Realität leider völlig vorbei.

 

Juni 2020

Wieder ein Unfall, der im Rahmen der Jagdausübung verursacht wurde: in diesem Fall stürzte eine Reiterin schwer, weil sich ihr Pferd durch einen Schuss erschreckt hatte und die Frau abgeworfen wurde. Auch wenn der Jäger in diesem Fall der Frau wenigstens zu Hilfe kam - solche Fälle häufen sich und es ist längst überfällig, die Sicherheitsvorschriftenn im Zusammenhang mit Schusswaffen deutlich zu erhöhen. Muss man inzwischen in der freien Natur wirklich jederzeit mit Schüssen rechnen? https://www.jagderleben.de/news/schussabgabe-reiterin-stuerzt-verletzt-schwer-711854?fbclid=IwAR2nTANQs2_Htm8nD2AyY5Kp5nuT5puyZDAhwYlz5nEdGQ0516bAHObz3hE

 

Juni 2020

Hier ein lesenswerter Bericht über den illegalen Abschuss eines Steinadlers: https://www.suedtirolnews.it/chronik/vom-tod-eines-koenigs?fbclid=IwAR1sS8f-Q-upHxFf4K8HVLMwMPuUkZSdZMBh7I1oLSFFsqp-s2Md8KguwN4

 

 

Juni 2020

Hier ein Bericht über einen Jäger aus Holland und seine Probleme bei der Einreise nach Deutschland zwecks Jagdausübung.  https://www.nordkurier.de/neubrandenburg/jaeger-aus-holland-verzweifelt-an-behoerdenauskuenften-0739619206.html?fbclid=IwAR000jsMuc_3Kk1xsb1S45yYDXxC5KB5kIagGUCnOvK_r6JchxGPvXGQVz8  Die Probleme des Jägers sind für die Öffentlichkeit nicht relevant - viel wichtiger wäre es, zu fragen, warum so viele holländische Jäger so gerne in Deutschland auf die Jagd gehen. Die Antwort darauf ist ganz einfach: weil uns unsere hollänidischen Nachbarn in Sachen Jagdrecht und Tierschutz Welten voraus sind, In Holland ist die Jagd bereits stark eingeschränkt, während in Deutschland nach wie vor so ziemlich alles erlaubt ist. Dies führt zu einem regelrechten Jagdtourismus nach Deutschland. Es wäre an der Zeit, dies durch eine entsprechende Reform der Jagdgesetzgebung zu ändern. 

 

Juni 2020

Auf folgendem Link ist ein Video zu sehen, auf welchem eindrucksvoll gezeigt wird, wie es um die Schießkünste einiger Jäger bestellt ist. Gejagt wird ein Wildschwein, welches erst nach dem dritten Schuss tot ist. Vor seinem Tod, als das Wildschwein bereits bewegungsunfähig war, durfte sich noch eine Meute Jagdhunde an dem Tier austoben, bevor es letztendlich erlöst wurde. Sind solche Szenen mit unserem Tierschutzgesetz kompatibel? https://www.youtube.com/watch?v=cSVUxBOtx9A&feature=youtu.be&fbclid=IwAR01ngJXS0rffBYLWNEivdvb_mdNfQmvghmJURg3QAvwRR0OPklnDIPxa-s

 

 

Juni 2020

Ein Jäger war mit dem Auto unterwegs, als er in einen Unfall verwickelt wurde. Die hinzugerufene Polizei stellte fest, dass der Jäger alkoholisiert war  - die mitgeführte Waffe sowie der Führerschein wurden eingezogen. Offensichtlich hätte der Jäger aber keine Bedenken gehabt, mit einem Alkoholgehalt von 1,45 Promille mit einer Schusswaffe zu hantieren - er war auf dem Weg zur Pirsch. Ein Einzelfall? Den Bericht finden Sie unter:  https://www.nordkurier.de/ueckermuende/betrunkener-jaeger-in-unfall-verwickelt-0739613606.html?fbclid=IwAR0T9hemffdl51iyFl8YkwqdH9uXJX9Z7a4lVI_3GGcDLbLEB4bNdcsWMO0

 

Mai 2020

Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages hat die Petition von "Wildtierschutz Deutschland e.V." zur Verlängerung der Schonzeit für den Fuchs erwartungsgemäß abgelehnt. Die Stellungnahme liest sich wie von der Jagdlobby diktiert. So muss laut Tierschutzgesetz ein "vernünftiger Grund" für die Tötung eines Tieres vorhanden sein. Diesen "vernünftigen Grund" sehen die Ageordneten dadurch gegeben, das das Fell des Fuchses ja zu Pelz verarbeitet werden könne - zudem sei die Fuchsjagd somit auch noch nachhaltig. Dass nur das Fell von sehr wenigen Füchsen wirklich verarbeitet wird und die große Mehrzahl der Füchse einfach entsorgt wird, stört die  Abgeordneten nicht. Dass CSU-Abgeordnete im Sinne der Jäger entscheiden, ist nicht weiter verwunderlich. Von den Grünen hätten sich sicher viele etwas mehr Einsatz für den Fuchs gewünscht. Die Stellungnahme können Sie unter folgendem Link nachlesen:

 https://www.change.org/p/michaela-kaniber-csu-landwirtschaftsministerin-in-der-bayerischen-staatsregierung-kahlgrund-keine-jagd-auf-fuchseltern-schonzeit-für-füchse/u/26667761?cs_tk=AphJKIUtMundHAZhx14AAXicyyvNyQEABF8BvC6DEd9DaVsrqvr88Koa9FY%3D&utm_campaign=db9aef70dc5d463e8728a2c6919140f4&utm_content=initial_v0_4_0&utm_medium=email&utm_source=petition_update&utm_term=cs&fbclid=IwAR1W7Fu7HVi2yEDrj8SNcBYArOAyJemTi_uEAZLLjY9LnlG7JwZmw-piyAY

 

Mai 2020

In der Öffentlichkeit stellen sich Jäger ja gerne als Natur- und Tierschützer dar. Wie es um diesen "Tierschutz" in der Praxis oftmals bestellt ist, zeigt ein Video, das auf der Facebook-Seite des "Komitees gegen den Vogelmord e.V."  unter folgendem Link https://www.facebook.com/Komitee.CABS/videos/693306824575370  zu sehen ist.  Auf dem Video hetzt ein Jäger und Jagdhundeausbilder aus Rheinland-Pfalz seinen Hund immer wieder auf ein angeschossenes junges Wildschwein, dabei fordert er den Hund mehrfach auf, das Wildschwein zu beißen - das angeschossene Tier wurde somit minutenlang bewusst gequält. Laut geltender Rechtslange wäre der Jäger verpflichtet gewesen, das angeschossene Tier sofort zu erlösen. Das Videomaterial liegt mittlerweile der zuständigen Staatsanwaltschaft vor, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. 

 

Mai 2020      

Verhalten vieler Jäger in Brutgebieten problematisch: 

 

 Wie jedes Jahr zur Brut- und Setzzeit lassen die Jäger keine Gelegenheit aus, sich einmal mehr als Beschützer der Wildtiere zu inszenieren. Ob durch entsprechende Stellungnahmen in der Lokalpresse oder durch Schilder wie das hier abgebildete – die Botschaft ist immer die gleiche: der Jäger als Anwalt und Beschützer der Wildtiere. Doch leider halten sich viele Jäger selbst nicht an die von ihnen immer wieder geforderte Rücksichtnahme. Entlarvend ist hier ein Schreiben des Vogelschutzbundes an die Jäger. In dem Schreiben (veröffentlicht im aktuellen Newsletter) werden die Jäger gebeten, freiwillig auf die Jagd in Gebieten zu verzichten, in denen Bodenbrüter ihren Nachwuchs großziehen. In dem Schreiben wird kritisiert, dass „Jäger teils massive Jagdkanzeln mitten in den Brutgebieten der störungsempfindlichen Vögel gebaut haben“. Die Vogelschützer gehen weiter davon aus, dass sich viele Jäger gar nicht bewusst seien, dass „diese Jagdform zu erheblichen Störungen der gerade brütenden Wiesenvögel führen kann“. Allein diese Einschätzung zeigt, was vom Jäger als Tier- und Artenschützer zu halten ist. Weiter heißt es, dass „abendliche und nächtliche Störungen durch die Jagd erheblichen Stress und zusätzliche Gefahren für die Vögel und ihren gerade geschlüpften Nachwuchs bedeuten“. Ein Problem sei vor allem die übliche Praxis, die geschossenen Tiere mit Fahrzeugen aus den Wiesen zu holen. Außerdem werden zum Teil die Innereien der erlegten Tiere vor Ort liegen gelassen, was zusätzlich nächtliche Beutegreifer anlockt.

Anzumerken bleibt noch, dass es den Jägern ausschließlich um den "Schutz" der jagdbaren Wildtiere geht. Es ist kein Zufall, dass für die Propagandaarbeit der Jägerschaft immer das Rehkitz herhalten muss. Können Sie sich das obige Bild mit einem Fuchs vorstellen? Eher nicht. Denn Füchse sind laut Jägerlogik keine Wildtiere, sondern Raubwild oder Raubzeug - und dieses muss ganzjährig bekämpft werden. In Hessen wurde gerade die Schonzeit für Füchse aufgrund massiver Lobbyarbeit wieder aufgehoben - dort dürfen jetzt auch wieder junge Füchse und Elterntiere ganzjährig getötet werden. So sieht der Tier- und Artenschutz der Jäger aus.

 

 

April 2020

Bejagung bedrohter Arten:

In der "Volksstimme" ist ein aufschlussreicher Artikel erschienen, der sich mit einem Aspekt der Jagd befasst, der den meisten Menschen so nicht bewusst sein dürfte - widerspricht dieser Aspekt doch so grundlegend dem Bild des Jägers als Heger und Beschützer der Wildtiere, dass von Jägerseite aus darüber in der Öffentlichkeit nicht gerne gesprochen wird.

Im Artikel kommen der Kreisjägermeister und der Kreisnaturschutzbeauftragte des Altmarkkreises sowie ein Vertreter des NABU zu Wort. Hauptkritikpunkt ist die Tatsache, dass auch Tiere bejagt werden, die in ihrem Bestand gefährdet sind. Grundsätzlich sind der Kreisnaturschutzbeauftragte und der Vertreter des NABU der Auffassung, dass es einen vernünftigen Grund für die Bejagung von Wildtieren geben muss und dass Jäger außerdem dem Tierschutz verpflichtet seien - sie kommen zu dem Schluss, dass das Vorliegen eines "vernnünftigen Grundes" nicht allein dadurchgegeben sein kann, dass ein Tier jagdbar ist. Der Jäger sieht das erwartungsgemäß anders. Da von dieser Seite keine Einsicht zu erwarten ist, wäre es an der Zeit, dass der Gesetzgeber hier endlich tätig wird und zumindest die Bejagung von gefährdeten Arten untersagt. Anzufügen wäre noch, dass manche der erwähnten Arten wie Rebhuhn und Fasan extra zu Jagdzwecken gezüchtet werden - ein "vernünftiger Grund" für den Abschuss dieser Tiere dürfte schwer zu finden sein. Den Artikel können Sie hier nachlesen: https://www.volksstimme.de/lokal/salzwedel/jagd-der-tod-lauert-im-lauf

 

 

April 2020

In der DJZ (Deutschen Jagdzeitung) werden die Leser aufgefordert, in der Coronazeit auf Initiativen gegen die Jagd zu achten. Wie Lobbyarbeit funktioniert und wie Abgeordnete auch auf europäischer Ebene beeinflusst werden, ist in diesem lesenserten Artikel sehr schön beschrieben. 

https://djz.de/in-der-corona-krise-auf-initiativen-gegen-die-jagd-achten/?fbclid=IwAR1KINaCQxvGtHgKItBrlUEiCKl9JgLeEsdXf_rAJudgUcpE-QSmLccC1Os

 

 

April 2020

In Oberhaching hat ein Jäger einen Polizeigroßeinsatz ausgelöst, nachdem Spaziergänger einen Mann mit einer Langwaffe im Wald gemeldet hatten. Offensichtlich hatte der Jäger  Schießübungen durchgeführt, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt viele Spaziergänger im entsprechenden Waldgebiet aufgehalten hatten. Der Verfasser des Artikels betont mehrmals, dass die Schießübungen des Jägers völlig legal gewesen seien, die Spaziergänger in den Kommentaren werden als "hysterisch" bezeichnet. Auch wird behauptet, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Spaziergänger bestanden hätte. Einseitiger geht Berichterstattung kaum. Den Artikel können Sie hier nachlesen: https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.oberhachinger-forst-schiessuebungen-im-wald-jaeger-loest-grossen-polizeieinsatz-aus.c743f3b3-ee36-48ba-8e00-55d2c2c0747f.html?fbclid=IwAR2Bpd5YyW7l_RrH0nx2wHHhjLpuCy1joNSXAGvPjbT_HppT4kZcc5_0a4A

 

 

April 2020

In Thüringen geriet ein Bussard an einem privaten Luderplatz in eine Schlagfalle und musste aufgrund seiner schweren Verletzungen vom Amtstierarzt getötet werden. Das zuständige Landratsamt und die Polizei ermitteln nun wegen diverser Jagdvergehen. Bleibt zu hoffen, dass nicht auch dieses Verfahren wieder eingestellt wird. Den Bericht hierzu können Sie unter https://www.thueringer-allgemeine.de/leben/blaulicht/bussard-durch-schlageisen-schwer-verletzt-id228938765.html?fbclid=IwAR0a7UCq_-Mn1Xh8KRra0-KoZ9oiQlGx_AAYJJOLNmovxkqPT_9sw4FHkfM nachlesen.

 

 

April 2020

Im Landkreis Rottal/Inn hat ein Jäger während der Schonzeit ein trächtiges Reh erschossen. Es wurde Strafanzeige wegen Jagdwilderei und Nichteinhaltung der Schonzeit erstattet. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde das Verfahren jetzt von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Einen Bericht hierzu finden Sie unter https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/eggenfelden/Traechtiges-Reh-geschossen-Verfahren-gegen-Jaeger-eingestellt-3662478.html?fbclid=IwAR0PgQO1sArMj2rtnLXg0G8k7KBGWkvH48Y5CvLJqK44F-oW_YGdB9kWWa4 

 

 

April 2020

In Hessen wurde zum 1.4.2020 die Schonzeit für Jungfüchse, Waschbären und Marderhunde aufgehoben. Die Jagdlobby wurde dabei tatkräftig von der Hessen-FDP unterstützt. Aus diesem Grund hat die Bürgerinitiative "Pro Fuchs Hessen" eine Online-Demonstration gestartet, an der jeder noch bis 11.4 2020 teilnehmen kann. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://facebook.com/events/s/online-demo-2020-quer-durch-de/205377114244528/?ti=cl

 

 

April 2020

Zum Thema "Fasanenjagd" erreichte uns heute eine interessante Zuschrift. Der Verfasser macht sich Gedanken über den Sinn bzw. die Sinnlosigkeit der Fasanenjagd. Wussten Sie z.B., dass der Fasan ursprünglich aus Asien stammt und bei uns gar nicht heimisch ist? Wussten Sie, dass jährlich unzählige Fasane zu Jagdzwecken gezüchtet werden? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen das viele Bleischrot, das bei der Fasanenjagd zum Einsatz kommt, auf unsere Umwelt hat?  Ganz zu schweigen von den Auswirkungen, die der "Schutz des Niederwilds" für heimische Beutegreifer nach sich zieht. Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie in dem lesenswerten Beitrag, der unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" zu finden ist. 

 

 

April 2020

TV-Tipp für Montag, 6.4.2020 um 20.15 in der ARD:  "Stadt - Land - Fuchs" https://programm.ard.de/?sendung=281062992750885&fbclid=IwAR3SqxkwVi_5rNHaeXi3nyA0Nfl2b0i1b_howjIi0psL_UOYuszVtLNpl6U

 

 

März 2020

Gebetsmühlenartig wird von Jägerseite das große Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Jägers und das strikte Einhalten von Sicherheitsvorschriften betont. Die Realtität sieht anders aus: in Niedersachsen schoss jetzt ein Jäger in der Dämmerung auf etwas, was er (Zitat:) "für ein Stück Wild hielt". Hier wurde die grundlegendste Sicherheitsregel nicht beachtet: nicht zu schießen , wenn man nicht sicher weiß, worauf man schießt. Die Fehleinschätzung des Jägers kostete einem Menschen das Leben. Im aktuellen Fall traf es einen Jagdkollegen, oft genug trifft es aber auch völlig Unbeteiligte. Den Bericht zu diesem Vorfall finden Sie hier: https://www.n-tv.de/der_tag/Jaeger-erschiesst-Kollegen-bei-der-Jagd-article21662961.html

 

 

März 2020

"Wir jagen was, wann und wo wir wollen!" 

Ein Spaziergänger war mit seinem Hund unterwegs und fühlte sich durch mehrere Schüsse in unmittelbarer Nähe nicht mehr sicher. Er meldete den Vorfall der Bürgermeisterin, die ihn an die Jagdbehörde verwies. Dort wurde dem Vorfall nachgegangen und man kam - wenig überraschend - zu dem Ergebnis, dass bei der beanstandeten Jagd alles vorbildlich abgelaufen sei. Dennoch entstand im Internet eine rege Diskussion, in der die Jäger doch sehr stark kritisiert wurden. Daraufhin erschien in der Lokalpresse ein überaus jagdfreundlicher Artikel. Der Artikel macht einmal mehr deutlich, wie gut Jäger, örtliche Presse, Politik und Behörden vernetzt sind. Der Artikel ist nachzulesen unter https://www.come-on.de/lennetal/nachrodt-wiblingwerde/kraehenjagd-nachrodt-eilerde-sorgt-streit-netz-13603448.html?fbclid=IwAR0uttyqPLefBeSQIw9BcSY__NSENbvHHaiQsiAm0w-h-3ZSyi_yhrxsdBI

Bleibt noch anzumerken, was hier bejagt wurde: es handelte sich um eine Krähenjagd. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Bejagung keinen Einfluss auf den Krähenbestand hat. Aber das spielt offensichtlich keine Rolle, denn: "Wir jagen was, wann und wo wir wollen!"

 

 

März 2020

Trotz Corona-Krise setzen Jäger momentan alles daran, weiter ungehindert ihr Hobby ausüben zu dürfen: Ausgangssperren sollen für sie nicht gelten, entsprechende Schreiben an die zuständigen Minister und Behörden wurden bereits versandt. Die Jäger gehen sogar so weit, ihr Hobby als "systemrelevante Daseinsvorsorge" zu bezeichnen, stellen sich somit auf eine Stufe mit Krankenschwestern und Ärzten.  Aufgrund des starken politischen Rückhalts ist davon auszugehen, dass die Jagd trotz Ausgangssperre weiterhin ausgeübt werden darf. Die Argumente der Jäger können Sie hier  https://wildundhund.de/djv-jagd-trotz-corona-krise-notwendig/?fbclid=IwAR1Dcl7X4hdauwi7PSvOcaAblqb6M8p-RxP1KL5VG1vYcxIxR_hLFrhzWi0 nachlesen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Jagdausübung in nächster Zeit zumindest eingeschränkt wird. Der Abschuss von Haustieren dürfte jedenfalls nicht unter die Rubrik "systemrelevante Daseinsvorsorge" fallen.

 

 

März 2020

Wildtierschutz Deutschland hat eine Petition gestartet, deren Ziel die Einrichtung eines Tierschutzministeriums ist. Bis jetzt ist für den Tierschutz überwiegend das Landwirtschaftsministerium zuständig. Da auch aus unserer Sicht die Einrichtung eines Tierschutzminsteriums längst überfällig ist, bitten wir Sie, die Petition möglichst zahlreich zu unterzeichnen. Sie finden die Petition unter folgenem Link: http://chng.it/QFKSz5JVjf

 

 

März 2020

Das Gerichtsurteil im Falle des Jägers, der zwei Reiterinnen beleidigt und bedroht hat (siehe unten), wird auch in Jägerkreisen diskutiert, unter anderem bei "Jawina - Jagd-Wild-Natur" unter folgendem Link:  www.jawina.de/bayern-reiterinnen-beleidigt-und-bedroht-jaeger-verurteilt/

Hier ein Auszug aus dem Kommentar eines Jägers: ..." Wenn der Staat Normen schafft, soll er sie gefälligst selbst überwachen, das ist nicht grundsätzlich Aufgabe von Jagdausübenden, wir sind keine Sherriffs und auch keine Hilfssherrifs, zumal das bußgeldbewehrte Reiten in NSG nicht Aufgabe des Jagdschutzes ist, es handelt sich ja nicht um Verstöße gegen Vorschriften, die zum Schutz der Jagd oder des Wildes erlassen wurden, sondern um Verstöße gegen die Normen im Zusammenhang mit der Errichtung dieses Gebietes und mit insoweit gerichteten, allgemeinen Schutzzwecken. Dass solche Spielchen heute immer mehr eskalieren, dass auch Falschbeschuldigungen, falsche Verdächtigungen erhoben werden, ist der gesellschaftlichen Entwicklung zu verdanken,...."

Anmerkung:  Die Aussage, dass die Überwachung von staatlichen Normen nicht grundsätzlich die Aufgabe von Jagdausübenden ist und der Staat sich gefälligst selbst um die Einhaltung kümmern soll, irritiert doch etwas.  Hierzu möchte ich anmerken: zu den Aufgaben von Jägern gehörte es noch nie, "staatliche Normen" zu überwachen. Aber offensichtlich ist das einigen Jagdausübenden nicht klar. Bleibt zu hoffen, dass solche Urteile letztlich dazu führen, dass der ein oder andere Möchtegern-Hilfssheriff sein Verhalten in der Öffentlichkeit  überdenkt und sein Auftreten den unter zivilisierten Menschen üblichen Umgangsformen anpasst. 

 

März 2020

Das Amtsgericht in Haßfurt verurteilte jetzt einen Jäger, der im Januar vergangenen Jahres zwei Reiterinnen beleidigt und bedroht hat. Während der Auseinandersetzung fuchtelte er immer wieder mit seinem Gewehr herum, drohte damit, den Hund der beiden abzuschießen und gefährdete die Reiterinnen durch seine aggressive Fahrweise. Das Gericht verurteilte den Jäger zu einer Geldstrafe, außerdem muss er für 6 Monate seinen Führerschein abgeben. Den Bericht hierzu finden Sie unter https://www.infranken.de/regional/hassberge/jaeger-legt-sich-mit-reiterinnen-an;art217,4944666?fbclid=IwAR3t80hRsj51UsTrfud-6guLyzoGTdaDHrn2MCAm_ed7O-vxYXpNFRfzGXI

Bleibt zu hoffen, dass dieses Urteil Signalwirkung hat und künftig mehr Betroffene den Mut finden, solche Vorfälle auch zur Anzeige zu bringen. Denn Einzelfälle sind solche Vorfälle leider nicht.

 

 

März 20220

Da es immer wieder vorkommt, dass Jäger Hochsitze/Kanzeln in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern aufstellen und diese zudem oft so aufgestellt sind, dass nur eine Schussabgabe in Richtung Wohnbebauung möglich ist, haben wir uns an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gewandt. Wir wollten wissen, ob es einen Sicherheitsabstand zur Wohnbebauung gibt und ob eine Schussabgabe Richtung Wohnbebauung zulässig ist. Die Antwort kurz zusammengefasst: es gibt hier vom Gesetzgeber keine Einschränkungen für Jäger, also keinen vorgeschriebenen Mindestabstand. Auch eine Schussabgabe in Richtung Wohnhaus ist zulässig, sofern sich der Jäger zuvor vergewissert hat, dass er niemanden gefährdet. Wie dies im Einzelfall aussehen soll, bleibt offen. Letztendlich muss bei einer Schussabgabe Richtung Wohnhaus immer damit gerechnet werden, dass jemand gefährdet wird. Dass es hier durchaus zu Fehleinschätzungen seitens der Jäger kommt, zeigt sich an den Fällen, in denen Kugeln im Wohnzimmer landen oder versehentlich Haustiere erschossen werden. Weiter heißt es, dass man die Jagdausübung wegen einer „abstrakten“ Gefahr nicht einschränken kann, nur bei einer „konkreten“ Gefahr kann die Jagdausübung untersagt werden. Ähnlich ungeregelt ist die Sachlage bei Jagdausübung an Straßen. Auch hier gibt es kaum verbindliche Vorschriften. Und es wird nur selten überprüft, ob die wenigen existierenden Regelungen eingehalten werden. Den vollständigen Schriftverkehr finden Sie unter der Rubrik „So reagieren die Behörden“.

 

 

 

Februar 2020

Grünen-Politikerin kritisiert die vermehrte Wildschweinbejagung zur Eindämmung der afrikanischen Schweinepest und macht damit auch deutlich, wie wenig wissenschaftliche Erkenntnisse Eingang in die Jagdpraxis finden. 

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1786226/?fbclid=IwAR3TqFc7BnrtRRGtZCuVOSwKKNhyauhLgVXGfulYipaK8d7asG1pV4uN2jI

 

 

Februar 2020

Auch im Münsterland gibt es jetzt das erste jagdfreie Gebiet. Wie die ehemaligen Jagdgenossen und der Jagdverband darauf reagieren, finden Sie unter folgendem Link https://www.die-glocke.de/Erste-jagdfreie-Zone-im-Muensterland-37776426-6758-4cd5-a18e-aa7bf9ff7684-ds?fbclid=IwAR39XX8UR8vxzlf5Eb2BkY_8Hn_KGMa0hcyCQOsBgK22tGGv4UHSoYA-I20

 

 

Februar 2020

Wie umstritten die Fuchsjagd mittlerweile in Deutschland ist, zeig folgender Bericht: https://www.zvw.de/inhalt.rems-murr-kreis-fuchswoche-massentoetung-oder-noetige-regulierung.0d7db735-ce00-46f0-a12b-4f148346b64d.html?fbclid=IwAR293ryXqhzFk7gexFLsihVVnb2TvVH6gYJGRsx1o2BqcdJm3eRX9ILvnM0

Auch in diesem Beitrag bemüht die Jägerschaft die üblichen Argumente, schürt Ängste vor Krankheiten und stellt sich selbst als Retter der Natur und der Artenvielfalt dar. Leider widersprechen sich die Rechtfertigungsversuche der Jäger immer wieder, was dem aufmerksamen Leser nicht entgehen dürfte.

 

 

Februar 2020

Dass die Fuchsjagd überflüssig ist und endlich auch in Deutschland abgeschafft werden muss, zeigt das Beispiel Luxemburg. Dort wurde die Fuchsjagd vor fünf Jahren eingestellt - mit durchweg positiven Folgen. Hier ein Beitrag dazu von "Wildtierschutz Deutschland", erschienen im Presseportal:  https://www.presseportal.de/pm/133267/4189362?fbclid=IwAR3vFA9trx2YzjF4gwnxwFXL52R3fKGyxJiFZYNRD3MMkZKLJiQHC-U7tE4

 

 

Februar 2020

Auch in Soest trafen sich 120 Jäger zur Taubenjagd. Vorgebliches Ziel war die Unterstützung der Bauern, die um ihre Wintersaat fürchteten. Und weil man nun schon gerade mal dabei war, wurde kurzerhand der Friedhof für einige Stunden gesperrt, um auch dort ungestört auf Tauben schießen zu können. Offensichtlich ist es der Bevölkerung nicht zuzumuten, verschmutzte Grabsteine hin und wieder zu reinigen. Den Bericht finden Sie unter https://www.soester-anzeiger.de/lokales/werl/jaeger-schiessen-werl-tauben-unterstuetzung-bauern-13546479.html?fbclid=IwAR2I6_gcP49e9U-jb8Bl5jtSAGFQFNbijoVzzYJM2uQs2Tsy4dLYm9jCfD4

 

 

Februar 2020

Im Saterland schießen Jäger völlig grundlos 155 Tauben ab, küren einen Jagdkönig, einen Vize-König und einen Vize-Vize-König. Zudem kann man an einem Tipp-Spiel teilnehmen. Veranstaltungen wie diese machen mehr als deutlich, worum es den Jägern wirklich geht. Da ist nicht mehr viel zu erkennen vom viel beschworenen Tier- und Naturschutz. Dass der Erlös dieser Veranstaltung dann scheinheilig der Deutschen Teddystiftung gespendet wird, macht die Sache auch nicht besser.

https://www.nwzonline.de/cloppenburg/wirtschaft/jaeger-erlegen-155-tauben-im-saterland_a_50,7,822607097.html?fbclid=IwAR02WZEqzzTMyk3teDQTkffpCjVNckMAiiPZtcCY7xhdVWICn1kfEBfCW3o

 

 

Februar 2020

Ein Jäger aus Regensburg wurde jetzt zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er illegal Luchse getötet und Fischotter ertränkt hat. Außerdem muss der Mann seinen Jagdschein abgeben. Wie Sie folgendem Artikel entnehmen können, fühlt der Mann sich aber nach wie vor im Recht und möchte das Urteil anfechten. Überführt wurde der Mann überigens, weil er lauthals mit seinen Taten geprahlt hatte. 

 https://www.tag24.de/amp/regensburg-luchse-jaeger-otter-ertraenkt-jaeger-graeueltaten-gericht-strafe-einspruch-1381132?utm_source=bytedance

 

 

Januar 2020

Ein achtjähriges Mädchen aus Nordrhein-Westfalen gerät beim Spielen im Wald in eine "Bärenfalle". Die Polizei ermittelt. Den Bericht finden Sie unter https://www.noz.de/deutschland-welt/nordrhein-westfalen/artikel/1983971/achtjaehrige-geraet-beim-spielen-in-lengerich-im-kreis-steinfurt-in-baerenfalle?fbclid=IwAR13JfnBrXuQtHvU4iQs-qd7zHsYDKzlRfpHkR-uPxsTa0dehoq8p2_YAb4

 

 

Januar 2020

Hiermit möchte ich Sie auf eine Petition aufmerksam machen, deren Ziel es ist, dem Deutschen Jagdverband die Naturschutzstatus abzuerkennen. Den Link finden Sie in der Rubrik "Petitionen".

 

 

Januar 2020

Das „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ kritisiert, dass auf der Jagdmesse „Jagd und Hund 2020“  (Start 28.1.2020) wieder mehrere Anbieter vertreten sind, die den Abschuss seltener Tiere zu ihrem Geschäftsmodell erklärt haben. Einen Beitrag zu diesem Thema finden Sie im Presseportal unter folgendem Link:

https://www.presseportal.de/pm/7154/4503087

Auch Dr. Christian Felix äußert sich in einem Update zu seiner Petition gegen den Import von Jagdtrophäen geschützter Tierarten kritisch über die Dortmunder Jagdmesse. Den Link zur Petition finden Sie unter der Rubrik „Petitionen“.

 

Elf Artenschutzorganisationen haben sich mit einem gemeinsamen Schreiben an die Stadt Dortmund gewandt und gefordert, dass Anbieter solcher Jagdreisen künftig von der Messe ausgeschlossen werden. In diesem Schreiben wird übrigens auch die immer wieder verbreitete Behauptung, dass die Einnahmen aus dem Jagdtourismus der örtlichen Bevölkerung zugutekommen würden, widerlegt. Laut einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) erhält die lokale Bevölkerung nur etwa 0,3 US-Dollar pro Person und Jahr. Das Geld aus dem Geschäft mit der Jagd geht an die Jagdveranstalter und die Besitzer der Jagdfarmen. 

 

Januar 2020

Auf dem folgenden  Bild sehen Sie eine illegale Greifvogelfalle – in der Falle sitzen lebende Tauben, mit denen die Greifvögel angelockt werden sollen. Ein aufmerksamer Spaziergänger wurde auf die Falle aufmerksam und hat einen Mitarbeiter vom LBV informiert, welcher dann die Polizei eingeschaltet hat. Die Polizei stattete dem Jäger einen Besuch ab und fand auf dessen Grundstück noch eine weitere Falle vor. Ein paar Tage später wollte der Spaziergänger nachschauen, ob die Falle entfernt worden ist und musste feststellen, dass die Falle zwar weg war, dass der Jäger aber die Tauben einfach getötet und liegen gelassen hat. Gegen den Jäger wurde Anzeige erstattet wegen Wilderei und Tierquälerei. 

 

Wenn Sie eine solche Falle sehen, melden Sie den Fund der Polizei. 

 

Hier eine der toten Tauben.

Januar 2020

 

Unter der Rubrik „Reaktionen aus der Bevölkerung“ finden Sie einen neuen Erfahrungsbericht, in dem ein Mountainbike-Fahrer erzählt, was ihm passiert ist, als er in eine Jagdveranstaltung geraten ist und die Polizei gerufen hat.

 

 

Januar 2020

Unterstützen Sie die neue Petition von Wildtierschutz Deutschland und dem Aktionsbündnis Fuchs für eine sofortige Beendingung der Raubtierwochen in Kahlgrund und eine ganzjährige Schonzeit für Füchse in Bayern. Den Link finden Sie unter der Rubrik "Petitionen".

 

Januar 2020

In Nürnberg regt sich Widerstand gegen eine Jagdkanzel, die in einem viel besuchten Naherholungsgebiet aufgestellt worden ist. Bewohner des nahe gelegenen Wohngebiets fühlen sich nicht mehr sicher. Auch in diesem Fall hört man von offizieller Seite nur die immergleichen Argumente, die Befürchtungen der Anwohner werden nicht ernst genommen. Offensichtlich sind aber immer weniger Menschen bereit, das Vorgehen der Jagd- und Forstbehörden kampflos hinzunehmen. Einen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter  https://www.br.de/nachrichten/bayern/aufregung-um-jaegerstand-in-nuernberg,Rn9Oysu?fbclid=IwAR3Wq1VkYIzyzYGiC1m1CGxnijaPItu-MJUf82yP_pwD1MruEH2yh-MOWJQ.

Ein weiterer Artikel ist auf nordbayern.de erschienen:  https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/schusse-am-tiergarten-neuer-jagerstand-sorgt-fur-arger-1.9707459

Der Jagdwagen auf der folgenden Aufnahme befindet sich ebenfalls nahe an einem Wohngebiet in unmittelbarer Nähe eines Spazierwegs. Wie sicher würden Sie sich bei einem Spaziergang in der Dämmerung fühlen? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie ständig damit rechnen müssten, dass Ihre Katze vom nächsten Ausflug nicht mehr nach Hause kommt - weil sie vom Jäger erschossen worden ist - und das direkt vor der eigenen Haustür?

Januar 2020

Zu den gerade wieder überall stattfindenden "Fuchswochen" erreichte uns ein kritisches Schreiben, in dem die Methoden der Jäger anschaulich beschrieben werden. Außerdem macht sich der Verfasser Gedanken darüber, wie ein solches Vorgehen mit unserem Tierschutzgesetz vereinbar ist. Den lesenswerten Beitrag finden Sie in der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung".

 

Januar 2020

Im Artikel "Streit um Hasenjagd" äußert ein Jäger offen Kritik an der Hasenjagd und somit auch an seinen Jagdkollegen. Bleibt zu hoffen, dass sich diese vernünftigen Stimmen innerhalb der Jägerschaft weiter durchsetzen. 

https://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Streit-um-Hasenjagd-_arid,702511.html?fbclid=IwAR1mxpP4KnJcOsav6Dcr5gf-brMV4g0iVzdT1c7CX56qhiVDVZJAOHiGELk

Januar 2020

Nachdem ein Jäger einen in einer Falle gefangenen Hund per Kopfschuss getötet hat, wurde er nun zu einer Geldstafe verurteilt, außerdem musste er seinen Jagdschein eingezogen. Die ganze Geschichte finden Sie unter https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Hund-erschossen-Jaeger-muss-seinen-Jagdschein-abgeben;art769,10379079#anker

 

Dezember 2019

Wie jedes Jahr, so stellte unser Jagdpächter auch in diesem Jahr zusätzlich zu den in ausreichender Menge vorhandenen fest installierten Hochsitzen einen mobilen Schießwagen auf. Die Aufnahme entstand von einem unserer Kinderzimmer aus. Auch wenn der Jäger sein Gefährt dieses Mal so aufgestellt hat, dass nicht in Richtung Wohnbebauung geschossen wird, ist die Ausübung der Jagd so nahe an einem Wohngebiet nicht akzeptabel. Der Schuss auf der Aufnahme ist nicht echt, vermittelt aber durchaus ein realistisches Bild davon, was Anwohnern hier zugemutet wird. 

Dezember 2019

In Baden-Württemberg will die grün-schwarze Landesregierung die Jagd erleichtern und ausweiten. Unter anderem soll die Jagd in befriedeten Gebieten ermöglicht werden. Der Gesetzentwurf ist unter folgendem Link einzusehen:

https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/mitmachen/lp-16/aenderung-des-jagd-und-wildtiermanagementgesetzes/

Außerdem können interessierte Bürger hier noch bis zum 10.1.2020 ihre Meinung zu diesem Gesetzentwurf äußern.

 

 

Dezember 2019

Am 7.12.2019 fand an der Straße zwischen Pöttmess und Kühnhausen eine Jagd statt. Einer Autofahrerin, die an diesem Tag gegen 15.00 Uhr auf dieser Straße unterwegs war, fielen (ca. 50-80m von der Straße entfernt) mehrere Jäger auf. Sie ging davon aus, dass es sich um eine Treibjagd handelte und wunderte sich, dass keinerlei Warnschilder aufgestellt waren. Um zu erfahren, ob diese Jagd genehmigt war und warum nichts unternommen worden war, um Passanten auf die Gefahr hinzuweisen, wandte sie sich an die Untere Jagdbehörde in Aichach und bekam eine erstaunliche Antwort – nachzulesen unter der Rubrik „So reagieren die Behörden“.  

 

Dezember 2019

 

Auch dieses Jahr forderte die Jagd Todesopfer, zahlreiche Menschen wurden verletzt oder durch rücksichtsloses Verhalten seitens der Jägerschaft in Angst und Schrecken versetzt, es landeten Kugeln in Wohnhäusern, Kühe und Pferde wurden mit Wildschweinen verwechselt und "versehentlich" erschossen, ebenso fielen zahlreiche Hunde und Katzen den Jägern zum Opfer. Eine Auswahl der Zwischenfälle des vergangenen Jahres hat die Initiative zur "Abschaffung der Jagd" zusammengetragen:  https://www.abschaffung-der-jagd.de/menschenalsjaegeropfer/jagdunfaelle---straftaten-2019/index.html

 

 

Dezember 2019

 

Ein weiterer interessanter Artikel zum Thema "Drückjagden" ist im  AK-Kurier erschienen. Sie können den Artikel unter folgendem Link nachlesen: https://www.ww-kurier.de/artikel/85874--totmacher--im-westerwald-?_ga=2.18728573.534093671.1576760769-362208304.1576760768

Die unter dem Link  https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/86038-drueckjagd-im-westerwald-lesermeinungen  veröffentlichten Lesermeinungen zeigen, dass solche Treibjagden in der Bevölkerung zunehmend kritisch gesehen werden.

 

 

Dezember 2019

 

Über folgenden Artikel  https://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Zarpen-Unbekannte-feuern-Schrotkugeln-auf-Kater-Filou-ab darf sich jeder gerne seine eigenen Gedanken machen. Sollte der Kater Filou also von einem "Nichtjäger" angeschossen worden sein, wäre es nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat und der Täter ein "Tierquäler" - sollte die gleiche Tat von einem Jäger begangen worden sein, wird sie völlig anders bewertet. Der Artikel ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie gut Jägerschaft und Lokalpresse zusammenarbeiten. Kritische Nachfragen? Fehlanzeige! Wieso ausgerechnet einen Hundetrainerin, zu deren Kundschaft nach eigener Aussage auch viele Jäger gehören, hier als Expertin (wofür?) zitiert wird, bleibt das Geheimnis des Verfassers. Vor dem Hintergrund, dass jedes Jahr mehrere Hundert Hunde und Zehntausende Katzen (Zahlen Deutscher Tierschutzbund) von Jägern getötet werden, ist der Verdacht, dass der Täter ein Jäger war, ganz so abwegig dann doch nicht. 

 

 

Dezember 2019

 

Immer wieder kommt es zu kriminellen Handlungen an geschützten Tierarten. Ein Großteil dieser Vergehen bleibt ungeklärt und für den Täter folgenlos. Tatsächlich wurde erst in diesem Jahr zum ersten Mal ein Täter in Bayern für seine Tat zur Rechenschaft gezogen. Bei den betroffenen Tieren handelt es sich hauptsächlich um Greifvögel, Eulen, Biber, Fischotter, Luchse und auch Wölfe. Um die Aufklärungsquote zu erhöhen, hat die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (GLUS) gemeinsam mit dem LBV das Projekt „Tatort Natur“ ins Leben gerufen. Unter www.tatort-natur.de finden Sie viele interessante Informationen zu diesem Thema. Die Seite klärt über die Hintergründe zu solchen Taten auf und zeigt, wie man vorgehen soll, wenn man den Verdacht hat, dass man auf einen Fall von Naturschutzkriminalität gestoßen ist. Gleichzeitig kann man Verdachtsfälle auch auf der genannten Seite melden.

 

 

Dezember 2019

Im Presseportal ist ein lesenswerter Beitrag von "Wildtierschutz Deutschland" erschienen. In dem Artikel erfahren Sie, was bei einer Drückjagd passiert, warum das Fleisch der geschossenen Tiere oft nicht mehr verwertbar ist und warum diese Art der Jagd sogar unter Jägern nicht unumstritten ist. Den Beitrag " Totmacher in deutschen Wäldern - warum Tiere bei Drückjagden besonders leiden" finden Sie unter folgendem Link:   https://www.presseportal.de/pm/133267/4459318 

 

 

November 2019:

In Elsendorf (Landkreis Kelheim, Bayern) flüchten sich zwei Wildschweine in Wohnhäuser. Die Wildschweine waren durch eine Treibjagd, die offenbar viel zu nah an einem Wohngebiet stattgefunden hat, in Panik geraten. Dass hierbei nur ein Sachschaden entstand und niemand verletzt wurde, ist reiner Zufall. Abgesehen davon, dass Treibjagden aus Tierschutzgründen abzulehnen sind, stellt sich die Frage, wie lange Anwohner noch mit solchen Vorkommnissen leben müssen. Den  Bericht finden Sie unter folgendem Link https://www.br.de/nachrichten/bayern/flucht-vor-treibjagd-wildschwein-durchschlaegt-wohnungsfenster,RixDWFM?fbclid=IwAR266-_WfVr8_bE5ZJl2M_Wi8I-Iw3W2ywFZejM-YZxXAwMlQ9m-70zwHiE 

 

 

 

November 2019:

Hiermit möchte ich Sie auf ein lesenswertes Interview mit Kurt Eicher von der Initiative "Abschaffung der Jagd" hinweisen. Das Interview ist unter dem Titel "Die Natur reguliert sich selbst" erschienen. Hier der entsprechende Link: https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/interview-_die-natur-reguliert-sich-selbst_-40691630.html?fbclid=IwAR3pMB8LmaeCBFqNt-fXplCwZ9mZqJqavIsVmkFiRUWOFXr1PIRuWGp0BmQ

 

 

Achtung! TV-Tipp für kommenden Montag, 21.10.2019 um 22.45 Uhr im Ersten:

 

   Rabiat - Auf der Jagd.

 

Informationen finden Sie jetzt schon unter :

 

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/rabiat/sendung/auf-der-jagd-100.html

Bitte nach der Sendung möglichst zahlreich kommentieren, um zu zeigen, dass das Thema die Menshen interessiert.

 

 

Oktober 2019: 

Passend zu den zur Zeit wieder überall stattfindenden Treib- und Drückjagden hat uns eine Leserreaktion erreicht, die die Zustände sehr treffend schildert. Sie finden diese unter der Rubrik "Reaktionen". 

 

September 2019:

Anlässlich des Welt-Tollwuttages am 28.09.2019 hat das Aktionsbündnis Fuchs eine Pressemitteilung herausgegeben - diese können Sie bei uns unter der entsprechenden Rubrik nachlesen. 

Auch wir möchten den Welt-Tollwuttag dazu nutzen, nochmals ausdrücklich darauf hinzweisen, dass Deutschland seit September 2008 offiziell als tollwutfrei gilt. Bereits vor mehr als 10 Jahren wurden die Landratsämter (bzw. die zuständigen Kommunen) daher angewiesen, noch vorhandene Schilder mit der Aufschrift "Wildtollwut - Gefährdeter Bezirk" zu entfernen. Dennoch sind viele dieser Schilder auch heute noch zu finden. Nach wie vor rechtfertigen Jäger ihr umstrittenes Tun, indem sie mit den Ängsten einer meist schlecht informierten Öffentlichkeit spielen. 

Sollten Sie daher noch irgendwo ein ensprechendes Schild finden, wenden Sie sich bitte an die zuständige Gemeinde. Städtische Gemeinden verhalten sich meist durchaus kooperativ und entfernen die Schilder ohne Probleme. In ländlichen Gemeinden ist der Widerstand deutlich höher, hier braucht man deutlich mehr Geduld, um ans Ziel zu kommen. 

Als Argumentationshilfe könnte Ihnen folgendes Schreiben von der Bayerischen Staatsregierung dienen: 


..."wir danken für Ihr Schreiben, zu dem wir Ihnen Folgendes mitteilen möchten:

Das heutige Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz .....
hat mit Schreiben an die Regierungsbezirke mitgeteilt, dass seit September 2008 Deutschland nach den internationalen Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) offiziell als tollwutfrei gilt. Da seitdem kein Tollwutfall bei Haus- oder Wildtieren aufgetreten ist, gibt es auch keine "gefährdeten Bezirke" im Sinne des § 8 der Tollwutverordnung mehr.

Gefährdete Bezirke sind nach § 8 Abs. 2 der Tollwut-Verordnung durch Schilder zu kennzeichnen, wobei die Gemeinden für das Aufstellen und Entfernen der Schilder (Wildtollwut Gefährdeter Bezirk) zuständig sind. Die Landratsämter wurden gebeten, die Gemeinden zum Entfernen von noch vorhandenen Schilder aufzufordern...."


Mit freundlichen Grüßen
Ihre Servicestelle
der Bayerischen Staatsregierung

 

 

 

September 2019:

Nachdem immer wieder Anfragen über die Rechtmäßigkeit von Wildtierfütterungen bei uns eingegangen sind, haben wir uns an das zuständige Ministerium gewandt, um die rechtliche Lage zu klären. Vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erhielten wir dazu folgende Antwort:

"Wie von Ihnen angesprochen ist zwischen der Fütterung von Wild und dem Betreiben von Kirrungen zu unterscheiden. Unter Fütterungen sind Stellen zu verstehen, an denen Futtergaben ausgebracht werden mit dem Zweck, dem Wild Nahrung zu bieten. An diesen Stellen wird nicht gejagt.

Dabei dürfen keine Futtermittel ausgebracht werden, die nach Zusammensetzung, Qualität oder Menge den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen der jeweiligen Wildart nicht entsprechen. Das Füttern von Schalenwild ist darüber hinaus nur in der Notzeit erlaubt, anderenfalls liegt eine missbräuchliche Wildfütterung  vor. Diese und weitere Regelungen zur Fütterung finden sich in Art. 43 des Bayerischen Jagdgesetzes sowie in § 23a der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz.

Kirrungen dagegen sind bestimmte Stellen, an die das Wild mit geringen Futtergaben zum Zweck der leichteren Erlegbarkeit gelockt wird. Die Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes in Bayern enthalten Vorschriften über die Kirrung bei der Schwarzwildbejagung. 

Danach ist die Kirrung auf den geringst möglichen Umfang zu beschränken. Ausreichend ist ein Kirrplatz je 100 ha Revierfläche, beschickt mit ca. 1 kg artgerechtem Kirrmaterial wie Getreide einschließlich Mais und Waldfrüchte. Im Feld soll grundsätzlich keine Kirrung bis zum Abernten erfolgen.

Die genannten Vorschriften finden Sie auf der Seite http://www.wildtierportal.bayern.de/jagd/094822/index.php unter "Rechtliche Grundlagen"..."

 

 

Dezember 2019

Die Fallenjagd erfreut sich offensichtlich bei der Jägerschaft  zunehmender Beliebtheit. Immer wieder bekommen wir Anfragen von Menschen, die zufällig auf eine Falle gestoßen sind und wissen möchten, was sie dagegen tun können. Obwohl die Fallenjagd sehr umstritten ist und von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnnt wird, halten die Jäger weiter daran fest. In einem Beitrag vom NDR https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Beliebt-und-umstritten-Jagd-mit-Lebendfallen,fallenjagd100.html kommen Tierschützer, der NABU, der Ökologische Jagdverband und konventionelle Jäger zu Wort. Wenig überraschend, dass allein die konventionellen Jäger die Fallenjagd in vollem Umfang befürworten. Auf dem Bild oben ist eine Kofferfalle zu sehen. Es handelt sich hierbei um eine sog. Lebendfalle, d. h. die Tiere werden lebend gefangen und dann "waidgerecht" getötet. Nicht selten sind die Tiere allerdings beim Öffnen der Falle bereits tot. Gestorben an Stress und Erschöpfung aufgrund verzweifelter Befreiungsversuche. PETA hat ein youtube-Video veröffentlicht, auf dem eindrucksvoll zu sehen ist, was Fallenjagd für die bejagten Tiere bedeutet. Es stellt sich die Frage, wie diese Jagdpraxis mit unserem Tierschutzgesetz zu vereinbaren ist. Das Video finden Sie unter folgendem Link:  https://www.youtube.com/watch?v=EUiZ0ZVafak

Die folgenden drei Fotos wurden an der gleichen Stelle aufgenommen (in einem Waldstück bei Geisenfeld). Da sich direkt neben der Fütterungsstelle ein Hochsitz befand, ist davon auszugehen, dass es sich wohl um eine Kirrung handeln muss. Ob sich die ausgebrachte Futtermenge (und auch deren Zusammensetzung) mit den oben aufgeführten Vorschriften in Einklang bringen lässt, darf angezweifelt werden.

Rund um den oben abgebildeten Futtertrog waren jede Menge Rüben zu finden. Die empfohlene Höchstmenge von 1 kg Kirrmaterial wurde auf jede Fall weit überschritten. Im Zweifelsfall sollten Sie solche Fütterungsstellen bei der zuständigen Behörde melden. 

 

 

Da in letzter Zeit vermehrt Autos mit dem Aufkleber "Jagdschutz" zu sehen sind, haben wir ebenfalls beim zuständigen Ministerium nachgefragt, was es mit diese Aufklebern auf sich hat und wozu die Inhaber einer solchen Plakette berechtigt sind. Hier die Antwort:

 

"...Sie erkundigen sich außerdem nach den Rechten von Personen, die die Plakette "Jagdschutz" in ihrem Auto angebracht haben. Plaketten mit dieser Aufschrift sind jedoch frei verkäuflich. Daher ist allein aufgrund der Plakette nicht ohne weiteres zu erkennen, mit welchen Rechten die Person ausgestattet ist..."

 

April 2019

Fuchsjagd: Offener Brief an den Deutschen Jagdverband 

Wildtierschutz Deutschland hat gemeinsam mit der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht, dem Aktionsbündnis Fuchs und weiteren Tierschutzorganisationen einen offenen Brief zur Fuchsjagd an den Deutschen Jagdverband (DJV) gerichtet.

Anlass waren die alljährlich im Januar und Februar stattfindenden so genannten Fuchswochen, bei denen regelmäßig während der Paarungszeit große Teile der Jagdstrecke gemacht werden. Die Fuchsjagd während dieser Zeit des Jahres wird von Tierschützern besonders kritisch gesehen:  Einerseits werden dabei Fuchsrüden erschossen, die als künftige Elterntiere für das Überleben des Nachwuchses erforderlich sind. Andererseits kommen bereits im Februar die ersten Fuchswelpen zur Welt, die nach dem Tod ihrer Eltern verhungern müssen.

Wir wollen vom DJV erfahren, wie der Verband das Thema Weidgerechtigkeit seit seiner im Jahr 2000 aufgeschriebenen „Grundsätze zur Weidgerechtigkeit“ insbesondere im Hinblick auf die Fuchsjagd weiterentwickelt hat und mit ihm eine öffentliche Diskussion dazu führen. Wir hinterfragen den Sinn der Fuchsjagd und stellen die Frage nach der Gewährleistung des Schutzes der zur Aufzucht von Jungtieren erforderlichen Elterntiere. Uns interessiert, wie die Jägerschaft zu Themen wie der seit langem wissenschaftlich belegten Selbstregulierung von Fuchsbeständen oder zur Jagd als “Schädlingsbekämpfung“ steht.

Während in Deutschland jedes Jahr noch weit über 400.000 Füchse erschossen werden, geht das Fuchsjagdverbot im benachbarten Luxemburg in das fünfte Jagdjahr. Die Behörden haben dort weder eine Zunahme der Zahl der Füchse festgestellt, noch eine Zunahme von Krankheiten. Im Gegenteil, die Befallsrate mit dem Fuchsbandwurm ist seit dem Jagdverbot sogar signifikant rückläufig. 

Hier der Link zum Brief:

www.djgt.de/system/files/242/original/190424_Offener_Brief_an_den_DJV_endgültig.pdf

März 2019

 

Mit diesem Schild wird im Raum Geisenfeld während der Brut- und Setzzeit direkt neben einem beliebten Spazierweg vor Fallen gewarnt. Genauere Informationen finden Sie auf der Seite "So reagieren die Behörden". 

 

Hinweise auf weitere Schilder, bzw. Fallen nehmen wir gerne entgegen.

 

Mittlerweile wurde uns ein weiteres Schild gleich hinter Holzleiten gemeldet. Wir haben uns die Stelle angesehen. Hier befindet sich das nächste Wohngebiet gleich auf der anderen Straßenseite. Als wir uns die Stelle angessehen haben, konnten wir auch zwei Dorfkatzen im "Sperrgebiet" entdecken. Wir haben mittlerweile neben der Unteren Jagdbehörde auch die Stadt Geisenfeld und den Tierschutzverein Pfaffenhofen informiert. Außerdem wird inzwischen in den sozialen Netzwerken wohl ebenfalls vor den Fallen gewarnt. 

Über die weitere Entwicklung halten wir Sie auf dem Laufenden.

 

11. April 2019: Nachdem die Obere Jagdbehörde eingeschaltet wurde, wurden die Schilder nach Angabe der Behörde wohl gestern Abend (10.April) durch den Revierpächter entfernt. Ob in den betroffenen Gebieten Fallen vorhanden waren oder die Schilder nur aufgestellt wurden, um unliebsame Spaziergänger (vor allem solche mit Hunden) abzuschrecken, kann letztendlich nicht mehr geklärt werden. Angeblich hat der Revierpächter "vergessen", die Schilder rechtzeitig zum Beginn der Brut- und Setzzeit abzumontieren. Das Foto oben wurde Mitte März aufgenommen. Das zweite Warnschild, welches nur ein paar Meter neben dem fotografierten Schild aufgestellt wurde, war zum Zeitpunkt der Aufnahme noch gar nicht vorhanden....

Bedanken möchten wir uns außerdem beim Bund Naturschutz/Pfaffenhofen und beim Bürgermeister der Stadt Geisenfeld, die ebenfalls in der Sache tätig geworden sind. Warum ausgerechnet der Tierschutzverein Pfaffenhofen hier offensichtlich keinen Handlungsbedarf sah, ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. 

 

Die Reaktionen aus der Bevölkerung haben uns auch gezeigt, dass viele Menschen die Fallenjagd grundsätzlich ablehnen, vielen war gar nicht bewusst, dass immer noch mit Fallen gejagt werden darf. Dass durch die Warnschilder so viele Menschen für das Thema "Fallenjagd" sensiblisiert werden konnten, werten wir durchauch positiv.

 

 

März 2019

Diese Fotos wurden bei einem Spaziergang aufgenommen. Was passieren kann, wenn Sie solche Funde bei den Behörden melden, können Sie auf den Seiten "Reaktionen" und "So reagieren die Behörden" lesen.

 

Diskussion „Ist Jagd nötig?“

 

Am Freitag (24.06.2016) luden die Ingolstädter Jäger zur Diskussion „Ist Jagd nötig?“ ein.  Schon an der Teilnehmerliste war zu erkennen, dass die Diskussion ziemlich einseitig ablaufen würde. Echte Jagdgegner waren nämlich gar nicht erst eingeladen worden.

In der Eröffnungsrede wurde das schlechte Image in der Öffentlichkeit beklagt. Diese schlechte Meinung über die Jäger wurde damit erklärt, dass die Jägerschaft nicht genügend Werbung in eigener Sache machen und die Öffentlichkeit nicht ausreichend über die Wichtigkeit der Jagdausübung informieren würde.  Jagdkritiker wurden als weltfremde Bambi-Beschützer dargestellt, die aber sofort nach dem Jäger schreien würden,  sobald der Marder am eigenen Auto ein Kabel durchgefressen hat.

Anschließend begann die sog. Diskussion. Zuerst wurde die Frage gestellt, ob Jagd denn überhaupt nötig sei. Danach folgten endlose Monologe seitens der Jagdbefürworter. Auch die Vertreter vom Vogelschutzbund und vom BUND Naturschutz wurden dazu befragt. Beide Organisationen lehnen die Jagd zwar nicht grundsätzlich ab, sehen aber doch hier und da Reformbedarf.

Dann wurden einzelne Kritikpunkte abgearbeitet. So wurde vom Vertreter des Vogelschutzbundes kritisiert, dass der Eichelhäher, der im Bestand gefährdet ist, nach wie vor bejagt wird. Ein Jäger aus dem Publikum meldete sich zu Wort und lieferte folgenden qualifizierten Diskussionsbeitrag ab: „Und was ist mit den ganzen Vögeln in Italien, da sagt ihr nichts!!!“  Von offizieller Seite wurde die Bejagung damit erklärt, dass dort, wo es keine Eichelhäher gibt, die Jäger freiwillig auf die Jagd verzichten würden, wenn aber ein Jäger durch intensive Hege einen hohen Bestand schaffen konnte, der die Bejagung erlaubt, dann darf er natürlich auch schießen. Das sei immerhin legal, darüber brauche man nicht weiter zu diskutieren.  Dieser Argumentation kann wohl auch nur ein Jäger folgen.

Ein weiterer Kritikpunkt wurde vom BUND Naturschutz angebracht: die illegalen Tötungen der Luchse. Daraufhin ergriff der Vorsitzende das Wort und wies darauf hin, dass in seinem Büro immerhin ein Plakat angebracht sei, das die illegalen Abschüsse verurteilt. Und „schwarze Schafe“ würde es schließlich überall geben. Ende der Diskussion.

Ich habe die Veranstaltung nach zwei Stunden verlassen, weil die Strategie der Jäger klar war. Und die Argumentation mit steigendem Alkoholkonsum nicht besser wurde. Sowieso in der Überzahl, wurden sämtliche Fragen abgeschmettert, indem man auf die Legalität bestimmter kritisierter Jagdpraktiken hinwies.

 Interessanter als die Diskussion selbst fand ich allerdings die Gespräche vor der eigentlichen Veranstaltung. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, gemeinsam mit Jägern an einem Tisch zu sitzen. Offensichtlich ist man gar nicht auf die Idee gekommen, dass auch jemand anwesend sein könnte, der die Jagd nicht ganz so toll findet. So erklärte ein angehender Jäger an meinem Tisch, dass er sich jetzt doch für den kurzen Kurs zum Jagdschein entschieden habe, für den längeren Kurs habe er keine Zeit. Daraufhin meinte ein anderer Jäger, dass es trotzdem kein Problem sei, den Jagdschein zu bestehen, weil der angehende Jagdkollege ja alle Fragebögen zu Hause habe. Die müsse er halt auswendig lernen. Ist das das „Grüne Abitur?“

 Der gleiche Jäger ließ sich auch in aller Ausführlichkeit darüber aus, dass ihm ein Verbot von bleihaltiger Munition egal sei, da er zu Hause noch Bestände habe, die bis zu seinem Lebensende reichen würden. Und für die Entenjagd gibt es halt nichts Besseres. Kontrollen gibt es wohl auch nicht. Trotzdem war dieser Jäger einer von denen, die am lautesten klatschte und „so isses! „ brüllte, als während der offiziellen Diskussion von Seiten der Jägerschaft behauptet wurde, dass Jagd Naturschutz ist.

Und um das Maß voll zu machen, wurden am Nebentisch auf einem I-Phone stolz Fotos von der letzten Safari in Afrika herumgezeigt. Der Jäger in der üblichen Pose: ein Fuß auf dem erlegten Tier, zwei schwarze Jagdhelfer an seiner Seite und ein glückliches Lächeln im Gesicht. 

Eine Anmerkung zum Schluss: falls die Jäger wirklich darüber diskutieren wollen, ob Jagd notwendig ist, dann sollten sie sich das nächste Mal auch ein paar Jagdgegner einladen. Eine Liste mit entsprechenden Vorschlägen habe ich dem Vorsitzenden der Ingolstädter Jäger zukommen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

 

Sollten Ihnen in Ihrer Umgebung ähnliche Absperrungen aufgefallen sein, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Diese Absperrungen - von wem auch immer errichtet - befinden sich in der Nöttinger Heide bei Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen

 

Wir möchten Sie auf eine Petition zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes hinweisen. Einzelheiten finden Sie unter folgendem Link:

http://www.abschaffung-der-jagd.de/kampagnen/novellierungderjagdgesetzejetzt.html

 

 

 

 

Unter folgendem Link finden Sie ein Beispiel dafür, wie durch überhöhte Gebühren verhindert werden soll, dass Menschen, die die Jagd ablehnen, aus der Jagdgenossenschaft austreten und ihr Grundstück befrieden  lassen:  http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/pfarrkirchen/1770959_Antrag-auf-Befriedung-sorgt-fuer-Streit.html

 

 

 

 

 

Am 28.12.2015 gerieten zwei Reiterinnen bei Wolnzach in eine nicht abgesicherte Treibjagd, die Betroffenen meldeten den Vorfall bei der Polizei:

 

http://www.radio-in.de/wolnzach-treibjagd-gefaehrdet-reiter-102739/http://www.ingolstadt-reporter.de/polizeimeldungen/geisenfeld/treibjagd-gefaehrdet-reiterinnen

http://ingolstadt-today.de/lesen--schuesse-pfiffen-um-die-ohren%5B22861%5D.html

 

 

 

 

 

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