Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd
Initiative zur Eindämmung derHobbyjagd
Aufgenommen am 19.04.2016 in der Nähe von Manching, Landkreis Pfaffenhofen

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Auf dieser Seite fnden Sie Berichte von Betroffenen

Hallo,

ich hatte heute mal wieder etwas Zeit um einen längeren Spaziergang zu machen. Dabei habe ich wieder mal zwei Fallen gefunden, die beide sehr nahe an einer Ortschaft versteckt sind, was beweist dass auch Hauskatzenfänge in Kauf genommen werden. In einem Jagdforum habe ich gelesen, dass eine am Feuer angebratene Katze ein super Köder für eine Fuchsfalle sein soll. Der Jagdausstatter Kieferle hat sogar Katzenfallen und einen Katzenlockstoff im Sortiment, der die Katze angeblich sicher aus großer Entfernung in die Falle lockt. (Google Suche : kieferle jagdbedarf katzenlockmittel)

 

Das erste Foto zeigt einen so genannten Fangbunker,  in dem meistens sogenannte Abzugeisen platziert sind. Die Hobbyjäger behaupten zwar, dass diese Art Fallen sofort tödlich sind, doch das stimmt mit Sicherheit nicht. Die meisten Tiere versuchen den Köder zuerst mit den Pfoten aus der Falle zu holen, deshalb werden dann oft die Beine oder die Schnautze eingeklemmt. Es folgt oft ein tagelanger Todeskampf, denn solche Fallen werden oft sehr lange nicht kontrolliert, oder sie werden oft ganz vergessen. In Lebendfallen verhungern, verdursten oder erfrieren die Tiere dann. Viele sterben auch an Stress. Oft kommt es auch zu so genannten Beifängen, wo z.B. Igel, Siebenschläfer, Eichhörnchen, Kaninchen usw. getötet oder verletzt werden.

 

Das zweite Bild zeigt eine sogenannten Kofferfalle, die zunächst lebend fängt, doch kein Tier verlässt so eine Falle lebendig. Es wird meist mit Kopfschuss hingerichtet, oder mit einem Knüppel erschlagen. Oft darf auch der Jagdhund das „Stück Raubzeug“ zerreißen. Er muss ja bei der nächsten Jagdhundeprüfung den Schärfenachweis bestehen.

(Google Suche : Jagdhunde zerreißen Katze auf Kommando)

 

 

Ich habe vor einigen Jahren zufällig eine Betonrohrfalle im Wald gefunden und wusste zunächst nicht was ich da entdeckt habe. Erst nach genauerer Begutachtung wurde mir klar, dass es sich um eine Tierfalle handeln muss.  Zu Hause habe ich sofort angefangen mich über die Fallenjagd in unseren Wäldern zu informieren. Wenn man in YouTube die Filme  dazu ansieht wird einem schlecht. Von da an habe ich angefangen gezielt nach solchen Fallen zu suchen, und ich wurde sehr oft fündig! Mit der Zeit bekommt man ein Gespür dafür, wo man suchen muss. Mittlerweile habe ich 9 Fangbunker mit Totschlagfallen (Schwanenhals, Abzieheisen, Conibearfalle usw) ,17 Betonrohrfallen und 7 Holzkastenfallen gefunden! Aufgestellt von  Hobbyägern. Zur Ausübung eines fragwürdigen Hobbys. Wenn solche Fallen doch ab und zu angezeigt werden, berichtet die Presse dann von Wilderei.  Rechtlich kann man dagegen kaum etwas machen, denn das alles ist erlaubt.

Anonym

 

 

 

Wir wohnen hier an der Ostsee und dem Zufolge überfliegen auch zahlreiche Wildgänse unser Wohngebiet. Es ist immer wieder sehr schön diese Formationsflüge zu beobachten.  Diese Freude wird immer wieder im Herbst getrübt, wenn die Ballerei auf die Vögel beginnt. Die Jäger sind, wie Sie selbst sagen, im Gänserausch. Die Vögel werden mit Attrappen und Gänselaute aus Lautsprechern angelockt und im Ladeanflug dann von mehreren Jägern, die in vorher Deckung gelegen haben, mit Schrotsalven aus der Luft geholt. Es sieht aus wie im Krieg und die armen Tiere fallen dann schreiend zu Boden.

Eines morgens wurden wir ( meine Frau und ich) wieder von Schrotsalven geweckt, haben uns angezogen und sind sofort zu dem einige 100 Meter entfernten Feld gelaufen, um zu sehen, was dort wieder passiert.

Ein Bild des Grauen als wir hat und am Tatort erwartet. Überall tote und angeschossene Gänse, die emsig von den Jägern eingesammelt wurden, um gleich wieder für den nächsten Anflug andere Gänse wieder in Deckung zu gehen.  Wir hatten dann sofort über 110 die Polizei informiert und uns wurde versichertc dass ein Streifenwagen vorbei geschickt wird. In der Zwischenzeit hatten uns aber die Jäger jetzt am Feldrand entdeckt und sind dann voller Empörung zu uns gekommen mit Anschuldigungen wie: Jagdstörung sowie Betreten eines Privatgeländes. Dann sogar Androhungen: Wenn wir nicht sofort verschwinden gibt es einen Jagdunfall usw.

Aber was dann noch der Gipfel an der Sache war: Die beiden Polizisten, die auch gleich am Tatort eintrafen, waren selbst Jäger. Was dann passierte können Sie sich wohl vorstellen. Wir waren mit den Nerven am Ende.

 

Hier würde ich das Ziel Ihrer Initiative noch um diesen Punkt erweitern: Keine Jäger bei der Polizei.

 

Wir gehen viel in der Natur spazieren und freuen uns immer wieder, wenn wir Damwild beobachten können.

Letzte Woche haben wir dann einen sogenannten Luderplatz entdeckt, mit einem Damtier ohne Kopf, und 3 toten Rehen.

Ich habe dann erfahren, dass dies ein Verstoß gegen die Seuchen-Verordnung ist und somit eine Straftat sei.

Am nächsten Morgen haben wir und dann dazu entschlossen das Kreisveterinäramt anzurufen. Am Telefon habe ich dann die Sachlage geschildert, Namen und die geografischen Daten vom Fundort genannt. Aber die Sache wurde von dem Herrn am anderen Ende heruntergespielt und ich misstrauisch dann fragte ob er Jäger sei, bestätigte er meine Frage mit den Worten: Alle hier auf dem Amt sind Jäger, aber er werde die Sache auf den Grund gehen.

Vom Kreisveterinäramt haben wir bis heute nichts mehr gehört, aber es wurden Meine Kotaktdaten an dem betroffenen Jäger weitergegen mit den Fazit eines bösen Briefes.

Anonym, Kreis Ostholstein

 

 

Hallo, 

es ist entsetzlich geworden, als Hundebesitzer im Wald und Feld Gassi zu gehen.

Immer wieder werde ich schroff und massiv von Jägern angefaucht. Mein Hund ist stets angeleint.

Waldwege, die auch als solche zu erkennen sind, wollte man mir schon verbieten. Aber auch wenn ich weiblich bin, lass ich mich nicht unterkriegen.  Auch dem Bürgermeister unseres Ortes habe ich schon geschrieben. Seither gehe ich nur noch mit Handy laufen. (…) Oft stelle ich mir folgende Fragen und erhalte leider keine Antworten:

-              Wo kommen die vielen leeren Alkoholflaschen im Wald her?

-              Wie weit muss ein Schleckstein vom Hochsitz entfernt sein?

-              Warum sind die Futterkrippen in einem solch erbärmlichen Zustand?

-              Warum wird Mais am Waldrand angebaut, wenn es in diesem Raum angeblich so viele   Wildschweine gibt?                                                                                                       

-              Wer kontrolliert die Munition?

-              Wer kontrolliert die Jäger?

-              Werden wie beim Flugschein Alkoholkontrollen/Tests verlangt?

-              Warum findet man so viele Kadaver im Wald?

-              Dürfen an Futterstellen Wildkameras aufgestellt werden?

-              Sind Nachtsichtgeräte verboten?

-              Was bewirkt eine Treibjagd? Laufen da Wildtiere nicht vor Autos in der Panik?

-              Warum sind viele Jäger so aggressiv?

-              Warum müssen Jagdhunde so grausam erzogen werden? Was passiert, wenn einer nicht taugt?

-              Warum dürfen Hobbyjäger so viel?

-              Ein Radar wäre angebracht, wo schon Lebendfallen und andere Fallen /Schnappfallen aufgefunden wurden. Wie eine Zecken-App.

-              Wann wird es für einen Jäger brenzlig in der Öffentlichkeit?

-              Diese und noch viel mehr Fragen stell ich mir. Nun kommt der arme Wolf, das nächste Opfer. Es fehlt der natürliche Jäger und schon würde sich viel reduzieren. Auf natürlicher Basis. Zwar auch grausam, aber so ist es in der Natur. Ich persönlich erschrecke fast, wenn ich einen Hasen auf dem Feld sehe. Ein fast seltenes Geschöpf-traurig oder? Aber es wimmelt von Hochsitzen. Idylle? Habe mich schon an das Rathaus in meiner Gemeinde gewendet mit der Bitte die Jäger sollten sich doch rhetorisch besser im Zaun halten.  Ob es was bringt? Es ist sehr traurig geworden da draußen.

Birgit-Anita Dörr, Ralf Baierlein (Ötigheim)

 

 

"Guten Tag, 

ich habe gestern von Bekannten erfahren,  dass Sie eine Internetplattform gegen die Hobbyjagd gestartet haben.

Wir sind vor 2 Monaten von Dachau nach Manching umgezogen. Am Wochenende unternehmen wir gerne lange Wanderungen um die Region kennen zu lernen.

In der Dachauer Region, in der wir die letzten 10 Jahren wohnten gab es eigentlich nie Probleme mit den Jägern. Niemand hat uns dumm angeredet, im Gegenteil wir haben uns oft nett unterhalten.

Aber was wir hier in der Region Manching, Geisenfeld, Vohburg erleben, das kannten wir vorher nicht. Jeder Jäger den wir treffen redet uns dumm an, wirklich jeder. Was ist hier los ? Wir wollen nur in die Natur. Wir haben uns ein wenig schlau gemacht im Jagdrecht um uns einigermaßen wehren zu können. Die Aussage, „ wir haben hier die Jagd gepachtet“ hört man sehr oft. Die Jagd pachten heißt laut Jagdgesetz aber nur das die Jagd auf der gepachteten Fläche ausgeübt werden darf sonst nichts. Die glauben anscheinend, dass sie die ganzen Flächen für sich in Anspruch nehmen dürfen, das stimmt aber so nicht.

Beim Landratsamt habe ich auch nachgefragt ob ich wirklich meinen Hund anleinen muss. Die Aussage des LA war das es im Landkreis Pfaffenhofen / Ilm keine Leinenpflicht außerhalb von Dörfern und Städten gibt.

Also frag ich mich was die Herrn Jäger überhaupt von und wollen.

Wir würden Sie gerne unterstützen bei ihrer Arbeit."

Petra und Hans S., Manching

 

 

"Vielen Dank für Ihren Leserbrief über das 'unglaubwürdige Mitgefühl'!
Sie sprechen mir aus dem Herzen!
Diese scheinheilige Betroffenheit schreit zum Himmel!
Auch ich sah mich schon beim Spazierengehen mit meinem ( angeleinten)
Hund mit schießwütigen Jägern am Rande eines Maisfeldes konfrontiert !
Mit schussbereiten Gewehren herrschten sie mich an, schleunigst weiter
zu gehen, 'weil jetzt gleich geschossen wird'
In diesem Sinne....."
Uta Arnold, Wolnzach

 

 

 "Ich habe mit der Jagd aufgehört, weil ich das was da die letzten Jahre läuft nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

Das Wild wird degradiert zur Zielscheibe, es wird auf alles rücksichtslos geschossen was sich im Wald bewegt, und alles unter dem Deckmantel der Wildschadensverhütung.
Die Polizei bezw.das Landratsamt sollten mal bei den großen Treib und Drückjagden anwesend sein und ihren Pflichten nachkommen. Ohne Kontrolle läuft alles genauso weiter."
Anonym, Landkreis Pfaffenhofen
 

 

"Hallo,

Ich bin Hundebesitzer und gehe seit Jahren mit meinem Hund in der Nöttinger Heide bei Geisenfeld spazieren.

Die Situation mit den dortigen Jägern spitzt sich immer mehr zu, die sperren ( meines Erachtens unberechtigt ) Wege mit gefällten Bäumen und Gestrüpp ab, nur um dort riesige Halden mit Futter den Tieren anzubieten, um sie dann zu erschiessen. Wenn man sich erlaubt neben den Absperrungen vorbei zu gehen wird man angepöbelt und als Jagdstörer bezeichnet."

Anonym, Landkreis Pfaffenhofen

 

 

"Hallo,

wir haben 4 Hunde, und entsprechend in den letzten 12 Jahren, seit wir hier wohnen, oft genug "Kontakt" mit Jägern gehabt. Meist natürlich nicht unbedingt den freundlichsten. Aber es gibt 1 Ausnahme, das ist der Jäger, der das Gebiet westlich angrenzend an das südliche Flugfeld bejagd. Der hat bisher immer normal mit mir gesprochen.

Der schlimmste dagegen ist auf der östlichen Seite exakt dieses Flugfelds anzutreffen. Der hat uns sofort von einer offenen weit einsehbaren Wiese vertrieben, weil die Hunde "stöbern" würden. Sie haben geschnuppert! Und drei von Ihnen sind quasi im Rentenalter und der vierte ist ein "Zwerg". Jeder Hase ist grösser.

Er hat uns aber sofort mit der Polizei gedroht, wenn wir nicht umgehend das Gelände verlassen. Er würde hier Jagdpacht zahlen etc pp.

Es hätte ihm nichtmal gereicht, wenn wir die Hunde angeleint hätten. Zumindest hat er das nicht einmal erwähnt.

Das muss also im Umkehrschluss heissen, dass man laut diesem Jäger, nirgendwo mit seinen Hunden spazieren gehen darf, wenn das Gebiet an einen Jäger verpachtet ist.

Grundsätzlich halte ich die Hobbyjagd für vollkommen überflüssig, grausam und brutal - und friedliebende Bürger werden in Ihrer Freiheit eingeschränkt."

Christian Elling, Landkreis Pfaffenhofen

 

 

"Hallo,

ja, es gab schon Situationen, in denen ich mich durch diese Hobbyjäger

belästigt fühlte. Uns sind schon Kugeln um die Ohren gepfiffen, als wir mit dem Hund

spazieren waren. Es gab zeitgleich eine Treibjagd mit Treibern, die zu Fuss das Wild aufgescheucht haben, das war ganz in der Nähe von unserem Dorf. 

Wir wusste davon nichts, es gab keine Schilder oder Warnhinweise, gar nichts.  Urplötzlich knallte es mehrmals in unmittelbarer

Nähe von uns. Wenn man was sagt, fühlt sich keiner zuständig oder es wird verharmlost und herabgespielt und darüber gelächelt. Ein anderer

Vorfall war, dass ein Hobbyjäger direkt in meine Richtung sein Gewehr angelegt hat, als ich mit dem Hund nach Hause ging.

Sie haben Fasane am Dorfrand aufgescheucht und ein Fasan ist direkt in meine Richtung über meinen Kopf hinweg geflogen. Erst nachdem ich

stehengegblieben bin und laut rufend gewunken habe, hat dieser "Jäger"  sich mal bequemt, sein Gewehr runterzunehmen. Ich hatte wirklich

Angst, weil ich ja gar nicht wusste, was der will."

Anonym, Landkreis Pfaffenhofen

 

 

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