Initiative zur Eindämmung der Hobbyjad
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjad
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd

Beiträge, die wir vor Mai 2021 veröffentlicht haben, können Sie in unserem Archiv nachlesen.

Juni 2021

Im November vergangenen Jahres geriet ein Radfahrer in eine Treibjagd und wurde durch mehrere Schrotkugeln an Kopf und Arm verletzt. Es wurde Anzeige erstattet. In erster Instanz wurde daraufhin die beschuldigte Jägerin wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt, außerdem sollte der Geschädigte eine Schmerzensgeldzahlung erhalten. Die Jägerin ging in Berufung. Das Landgericht Münster hob nun das Urteil des Amtsgerichts auf, die Jägerin wurde freigesprochen.

Begründung: Aufgrund widersprüchlicher Zeugenaussagen könne der Tathergang nicht zweifelsfrei geklärt werden - da außerdem zum fraglichen Zeitpunkt mehrere Personen geschossen hätten, könne nicht ermittelt werden, welcher der Jäger die Verletzungen verursacht habe. 

https://www.jagderleben.de/news/radfahrer-schuss-verletzt-jaegerin-freigsprochen-712720

 

Juni 2021

Der Beitrag "Harte Geschütze! Radikale Tierschützer nehmen Jäger ins Visier" aus der Reihe "quer" thematisiert die zunehmenden Konflikte zwischen Jägern und Tierschützern. In der Nähe von Altötting wurden im April sechs Hochsitze durch die Animal Liberation Front zerstört. Zuerst kommt der geschädigte Jäger zu Wort. Erwartungsgemäß sieht er sich selbst als Tierschützer und versucht mit längst widerlegten Argumenten, die Jagd zu rechtfertigen. Das Vorgehen einer Jägerin aus Augsburg, die im Januar eine in einer Falle gefangene Katze brutal getötet hat, verurteilt er - von einem Verbot des Haustierabschusses hält er allerdings auch nicht viel. Besonders überzeugend wirkt der Auftritt des Jägers nicht.

Das liegt wohl auch daran, dass im Beitrag auch Vertreter von Tierrecht und Tierschutz zu Wort kommen. Ein Beauftragter von PETA etwa lehnt die Methoden der Animal Liberation Front zwar ab, berichtet aber gleichzeitig über eine zunehmende Frustration in der Bevölkerung über die fortgesetzte Tierquälerei in unseren Wäldern. Laut Bericht sind vor allem die grausame Fallenjagd, der Haustierabschuss und das Aussetzen von gezüchteten Tieren zu Jagdzwecken in der Bevölkerung umstritten. Anschließend kommt eine Vertreterin des Tierschutzvereins Augsburg zu Wort, die sich seit der oben erwähnten Tötung einer Katze durch eine Jägerin bei Augsburg vehement für ein Verbot des Haustierabschusses einsetzt - sie bezweifelt, dass der Sache weiter nachgegangen wird, sobald sich die öffentliche Aufregung wieder etwas gelegt hat. Auch über die Petition "Keine Jagd ohne vernünftigen Grund" wird im Beitrag berichtet. Die Petition wurde von Wildtierschutz Deutschland mit mehreren anderen Tierschutzorganisationen auf den Weg gebracht. Mittlerweile haben rund 88.000 Menschen unterschrieben. Die "Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht geht juristisch gegen den Haustierabschuss vor.

Der Beitrag macht deutlich, wie umstritten die Jagd in Deutschland mittlerweile ist. Den betroffenen Jäger in Altötting scheint das wenig zu interessieren. Er baut seine Hochsitze wieder auf und geht - ausgestattet mit einer Wärmebildkamera - vermehrt auf Streifgänge, um Personen, "die da nicht hingehören" im Wald ausfindig zu machen.

Hier der Link zum Beitrag:

https://www.youtube.com/watch?v=1Ux-BLJhipo

Mai 2021

Dieses Schild wurde uns aus der Gemeinde Thanstein im Landkreis Schwandorf gemeldet. Mit diesem selbst gestalteten Schild erklärt der Jagdpächter das Gebiet kurzerhand zur Wildruhezone. Gleichzeitig versucht er, Wanderer von der Nutzung ausgewiesener Wanderwege abzuhalten. Das ist nicht zulässig. Wir haben daher sowohl die Gemeinde Thanstein als auch die Untere Jagdbehörde Schwandorf in einem Schreiben aufgefordert, die Entfernung des Schildes zu veranlassen. 

Leider ist dieses Schild kein Einzelfall. Immer öfter versuchen Jäger, mit selbst gestalteten Schildern zum Teil frei erfundene Regeln in ihrem Jagdgebiet durchzusetzen. Da wir diese Entwicklung kritisch sehen,  haben wir beim  Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nachgefragt, wie derartige Schilder rechtlich zu beurteilen sind und wer für die Überprüfung solcher Schilder zuständig ist. Eine rechtliche Auskunft wollte man uns dort nicht geben - stattdessen hat man uns geraten, solche Schilder bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde zu melden. Leider zeigt die Erfahrung, dass diese nur in den seltensten Fällen tätig werden. 

Immer wieder gibt es auch Konflikte zwischen Jägern und Mountainbikern. Jäger werfen den Mountainbikern gerne vor, dass sie den Wald schädigen und das Wild scheu machen würden. Auch hier versucht so mancher Jäger, Mountainbiker mit selbst entworfenen Verbotsschildern aus seinem Jagdrevier fernzuhalten. Im BR-Beitrag "Mountainbiken schadet der Natur nicht mehr als Wandern"  https://www.youtube.com/watch?v=f_t47Um4MJ8 wird deutlich, welche Probleme durch das rechtswidrige Anbringen derartiger Schilder entstehen. Außerdem überprüft der Beitrag, was von den oben genannten Vorwürfen der Jäger zu den schädlichen Auswirkugnen des Mountainbikens unter wissenschaftlichen Aspekten zu halten ist. Die Ergebnisse der Wissenschaftler sind eindeutig: Mountainbiken ist für die Natur nicht schädlicher als Wandern.

Mai 2021

Hier ein Link zu einem äußerst lesenswerten Interview mit Hannes Jaenicke in der Zeitung "Der Westen" zum Thema Jagd und Wolf:

https://www.derwesten.de/panorama/promi-tv/zdf-hannes-janenicke-im-einsatz-fuer-den-wolf-interview-id232203553.html?fbclid=IwAR17m990Oc7Xi9YqwPT0lQnO8Ek2j51McyZmQsqlN6Q6UKsQ3PwHEzcfYyc

Der engagierte Tierschützer findet deutliche Worte und bringt die Probleme des deutschen Jagdwesens auf den Punkt. 

 

Mai 2021

Ein 47-jähriger Jäger soll in Kiel und Rendsburg-Eckernförder drei Menschen getötet haben. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Bei den Opfern handelt es sich um die Ex-Frau des Mannes, den neuen Partner der Frau sowie einen Bekannten des Täters. Bereits vor dieser Tat war das Aggressionspotential des Mannes bekannt: nachdem er seine Ex-Frau krankenhausreif geprügelt hatte, wurde ein gerichtliches Annäherungsverbot ausgesprochen. Trotzdem war er nach wie vor ganz legal im Besitz von Waffen. Hier sah man offensichtlich keinen akuten Handlungsbedarf. Eine fatale Fehleinschätzung, wie sich jetzt gezeigt hat.

https://wildbeimwild.com/law-order/hobby-jaeger-soll-3-menschen-erschossen-haben/45271/2021/05/21/

 

Mai 2021

In seinem Newsletter zieht das Komittee gegen den Vogelmord Bilanz: seit Anfang März konnten die Vogelschützer in verschiedenen Ländern (Italien, Zypern, Malta, Libanon und Deutschland) 49 Wilderer überführen, dabei wurden 545 Fallen 67 Netze sichergestellt.

In Deutschland wurden innerhalb 8 Wochen 6 Wilderer erwischt, zwei von ihnen waren Jäger. In einem Fall handelt es sich um einen Berufsjäger, der bei Münster eine illegale Elsternfalle aufgestellt hatte. Im anderen Fall handelt es sich um einen Jäger aus Niederbayern, der eine illegale Biberfalle aufgestellt hatte. Bei den anderen Tätern in Deutschland handelt es sich um einen Taubenhalter, einen Hühnerzüchter und zwei Fischteichbesitzer.

 

Mai 2021

Ein Mann war spätabends noch im Wald unterwegs, als in seiner unmittelbaren Nähe ein Schuss abgegeben wurde. Kurz darauf kam er an einem Hochsitz vorbei, auf dem eine Jägerin saß. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden. Die Jägerin zeigte sich ungehalten, weil der Mann "zu dieser späten Stunde" noch im Wald unterwegs war. Sie wies den Mann darauf hin, dass er "kein Recht" habe, sich um diese Uhrzeit noch in ihrem Jagdgebiet aufzuhalten. Da es immer wieder zu derartigen Vorfällen kommt, möchten wir an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass das allgemeine Betretungsrechts des Waldes nicht auf bestimmte Uhrzeiten beschränkt ist. Grundsätzlich muss ein Jäger jederzeit mit Menschen in seinem Jagdrevier rechnen - eine Schussabgabe darf erst dann erfolgen, wenn sichergestellt ist, dass niemand gefährdet wird. Diesen Grundsatz hat diese Jägerin in diesem Fall wohl außer Acht gelassen. Der Vorfall wurde mittlerweile der zuständigen Jagdbehörde gemeldet. Den Bericht des Mannes finden Sie in unserer Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung."

Mai 2021

Dieses Schild wurde uns aus dem Bahrenhöfer Wald in Schleswig-Holstein gemeldet. 

Der "Jagdausübungsberechtigte" macht mit diesem selbst gestalteten Schild gezielt Stimmung gegen den Fuchs und schürt Ängste in der Bevölkerung. Besonders ärgerlich ist der Versuch, die umstrittene Bejagung des Fuchses mit der Bekämpfung der Tollwut rechtfertigen zu wollen. Deutschland ist nun seit 13 Jahren offiziell tollwutfrei. Die früher überall von den Gemeinden angebrachten offiziellen Warnschilder "Wildtollwutgefährdeter Bezirk" wurden auf behördliche Anordnung schon lange entfernt - diese nun einfach durch selbstgebastelte Warnschilder zu ersetzen, ist schon dreist. Auch die Regeln des Landesjagdgesetzes legt der "Jagdausübungsberechtigte" sehr kreativ und natürlich zu seinen Gunsten aus. Hier wird also die Bevölkerung bewusst mit falschen Aussagen in die Irre geführt.

Wir haben uns mit einem Schreiben an die Untere Jagdbehörde Segeberg, die Jägervereinigung Segeberg und den Bürgermeister von Bahrenhof gewandt und darum gebeten, das Schild umgehend entfernen zu lassen. Unser Schreiben finden Sie in der Rubrik "So reagieren Behörden und Politiker".

Leider ist das Vorgehen des Jagdausübungsberechtigten in Schleswig-Holstein kein Einzelfall. Ähnliche Schilder finden sich mittlerweile in vielen Jagdrevieren. Mal wird auf eine nicht existierende Leinenpflicht hingewiesen, mal möchte man Spaziergänger davon abhalten, bestimmte Wege zu nutzen oder sich zu bestimmten Zeiten im Wald aufzuhalten. Allerdings fehlt in vielen Fällen die rechtliche Grundlage für derartige Forderungen. Der zuständige Revierpächter bringt auf diesen Schildern also lediglich seine private Meinung zum Ausdruck. Rechtlich bindend sind die zum Teil frei erfundenen Regeln nicht.

Mai 2021

Am 23.4. wandten wir uns gemeinsam mit fünf weiteren Organisationen und mehreren Privatpersonen mit einer Beschwerde an den BR. In unserer Beschwerde kritisierten wir sowohl die einseitig jagdfreundliche Berichterstattung im Beitrag "Immer weniger Wiesenbrüter - Füchse im Verdacht" als auch das unprofessionelle Verhalten der zuständigen Redakteurin, die den Jägern ganz offen weitere Beiträge dieser Art verspricht und dafür in diversen Jagdforen gefeiert wird. Nun hat sich der BR bei uns gemeldet und sich sinngemäß folgendermaßen geäußert: der Beitrag sei „aufwendig und umfassend recherchiert“ gewesen. Die Vorwürfe, dass die zuständige Redakteurin an einer objektiven Berichterstattung nicht interessiert sei, weist man zurück und verweist darauf, dass es sich um eine erfahrene Journalistin handeln würde, „…eine persönliche Meinung einfließen zu lassen“ widerspräche „ihren und unseren journalistischen Prinzipien.“ Auch unsere Kritik, dass im Beitrag ausschließlich Jäger und Vogelschützer zu Wort gekommen waren, lässt man nicht gelten. Und zwar mit der Begründung, dass schließlich auch ein Vertreter des Landesbundes für Vogelschutz (!!!) zum Thema gehört worden wäre. Interessanterweise handelt es nach Auffassung des BR hierbei nicht um einen Vogelschützer. Zu guter Letzt verweist man noch auf die besondere Situation im Wiesmet – dort  (und offensichtlich nur dort) habe sich die Zahl der Füchse nach Ausrottung der Tollwut explosionsartig vermehrt. 

Die Erklärungsversuche wirken allesamt recht hilflos und insgesamt verstärkt dieses Schreiben den Eindruck, dass man beim BR mit dieser Thematik überfordert oder an einer objektiven Berichterstattung nicht interessiert ist. 

Wir haben uns nochmals an den BR gewandt. Unser Schreiben finden Sie in der Rubrik "Leserbriefe".

 

Mai 2021

Seit dem Jahr 2019 gibt es in Rheinland-Pfalz zwei Förderprogramme für Jäger. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz berichtet nun, dass zwischen September 2019 bis Ende März 2021 eine Gesamtfördersumme von rund 1 Million Euro abgerufen wurde. Der Steuerzahler finanzierte auf diese Weise über 10.000 Drückjagdböcke und mehr als 700 Hundeschutzwesten.

Mai 2021

Im Beitrag "Die Heger und Pfleger" auf naturwelt.org 

https://www.naturwelt.org/community/bildergeschichten/die-heger-und-pfleger/

finden Sie Bilder, die die traurige Realität in unserer Natur gut dokumentieren. Eine Naturschützerin stieß bei einem Spaziergang im Wald auf einem 8km langen Rundweg auf 60(!!!) Hochsitze, auf dem Feldweg, der zum Wald führt, befinden sich 8 weitere Hochsitze. In der Umgebung der Hochsitze findet sich jede Menge Müll: verrottende, umgekippte Hochsitze, alte Autoreifen, Drahtrollen, alte Plastiksäcke und Planen. 

Diese Entwicklung (immer mehr Hochsitze, immer mehr Müll) ist überall in Deutschland zu beobachten. Es wäre an der Zeit, hier endlich regulierend einzugreifen. 

Mai 2021

TV-Tipp: "Stilles Land - Vom Verschwinden der Vögel" 

Der Beitrag wird am Mittwoch, 12.5.2021 im NDR in der Reihe "Expeditionen ins Tierreich" ausgestrahlt.

Während Jäger, Vogelschützer und unkritische Medien gerne dem Fuchs die Hauptschuld am Rückgang der Bodenbrüterpopulationen geben, verdeutlicht dieser Film eindrücklich die wahren Ursachen für die Probleme der Bodenbrüter - gleichzeitig wird gezeigt, welche Maßnahmen nötig wären, um die Bodenbrüter vor dem Aussterben zu bewahren. 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/expeditionen_ins_tierreich/Stilles-Land-Vom-Verschwinden-der-Voegel,sendung1151128.html

Mai 2021

Über die einseitige, jägerfreundlichen Berichterstattung im BR haben wir an dieser Stelle bereits mehrmals berichtet. 

Nun erreichte uns das Schreiben eines Lesers, das sich ebenfalls mit dieser Problematik auseinandersetzt. So beklagt der Verfasser die zunehmende Anzahl von Beiträgen im BR, in denen Jägern und Förstern die Möglichkeit gegeben wird, Erholungssuchende als rücksichtslose Naturfrevler darzustellen. Kritisch hinterfragt werden die Anschuldigungen in der Regel nicht. Sonst käme man vielleicht zur gleichen Einschätzung wie der Verfasser des Schreibens: "...Der wahre Grund, warum die Jäger die Menschen nicht in den Revieren haben wollen ist, weil eine immer jagdkritischer werdende Bevölkerung von den unzähligen Schandtaten (...) nichts mitbekommen soll. Immer öfter werden extrem tierquälerische Jagdfallen entdeckt. Luderplätze, die mit Tierkadavern und Knochen übersäht sind würden den unbedarften Wanderer schockieren. Illegale Wildfütterungen, ausgediente Hochsitze die einfach liegen gelassen werden, Wildkameras an allen Ecken und Enden und tausende von Schießtürmen die die Landschaft verschandeln um nur einige Beispiele zu nennen..."

Das ganze Schreiben können Sie unter der Rubrik "Reaktionen aus der Bevölkerung" nachlesen.

Mai 2021 

Hier ein Link zu einem Beitrag auf ARTE, der sich auf wohltuend objektive Art und Weise mit den Ursachen für den Rückgang der Wiesenbrüter-Populationen auseinandersetzt und gleichzeitig aufzeigt, was unternommen werden muss, um die Wiesenbrüter vor dem Aussterben zu bewahren . 

https://www.arte.tv/de/videos/083909-000-A/vermisst-wo-sind-die-voegel/

Der Fuchs und die Fuchsjagd spielen in diesem wissenschaftlich fundierten Beitrag übrigens überhaupt keine Rolle - weder als Ursache für den Rückgang der Wiesenbrüter-Populationen noch als Lösungsansatz zu deren Rettung. 

 

 

Mai 2021

Wie ungehalten Jäger reagieren können, wenn sie ihren Jagderfolg in Gefahr sehen, zeigt folgender Vorfall aus Österreich: ein Paar war kurz vor 19.00 Uhr mit seinem angeleinten Hund auf einem Waldweg unterwegs, als es zu einer Auseinandersetzung mit einem Jäger kam. Dieser fühlte sich offenbar dermaßen gestört, dass er nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung den Mann sogar tätlich angriff - er würgte ihn, drückte ihn gegen einen Baum und drohte ihm, ihn zu erschlagen. Der Mann musste später wegen einer Kehlkopfprellung im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei wurde eingeschaltet.

Lesen Sie die ganze Geschichte unter folgendem Link:

https://vgt.at/presse/news/2021/news20210503fg.php?fbclid=IwAR1H9bRGHZbvlGulSzomZdPkBVOpv44hzGZAKO29PAZU33c_3OeI25DrfiU

 

 

Mai 2021

Der Haustierabschuss gerät zunehmend in die öffentliche Kritik. Nun befasst sich ein Beitrag im Magazin "GEO" ebenfalls mit dem Thema. Das Ergebnis ist eindeutig: da der von Hunden und Katzen verursachte Schaden verschwindend gering ist, ist der nach wie vor vielfach praktizierte Haustierabschuss unverhältnismäßig - es fehlt der "vernünftige Grund", der für die Tötung eines Tieres vom Bundestierschutzgesetz zwingend vorgeschrieben ist. 

https://www.geo.de/natur/tierwelt/zehntausende--streuner--zu-unrecht-erschossen--30502818.html?fbclid=IwAR3l3HFVP0yfFBz34drNhg619Elks1-NTBnIujOayjZREZhmYDN1iAyqrvw

Mai 2021

Wir möchten Sie hier nochmals auf eine Petition von Wildtierschutz Deutschland aufmerksam machen. Die Hauptforderungen sind: Verbot des Haustierabschusses, Verbot der Fuchsjagd und Reduzierung der Jagdzeiten sowie der Liste der jagdbaren Tiere. Mittlerweile haben mehr als 6600 Menschen die Petition unterschrieben.

Hier nochmal der Link, der gerne geteilt weden darf: 

https://www.change.org/p/f%C3%BCr-jagdgesetze-zust%C3%A4ndige-ministerien-stop-killing-keine-jagd-ohne-vern%C3%BCnftigen-grund

Mai 2021

Wenn es nach den Grünen geht, soll In Hessen der Einsatz von Totschlagfallen verboten werden - ein entsprechender Gesetzentwurf wurde im Landtag eingebracht. Im Beitrag "Hessen will Totschlagfallen verbieten" in der Frankfurter Rundschau verteidigt nun ein Vertreter des Landesjagdverbandes Hessen den Einsatz der Fallen als aktiven Beitrag zum Artenschutz -  wieder einmal  werden Fuchs, Marder und Dachs für den Rückgang der Bodenbrüterpopulation verantwortlich gemacht. Da diese Argumente längst wissenschaftlich widerlegt sind, haben wir uns mit einem Leserbrief an die Zetung gewandt - nachzulesen unter der Rubrik "Leserbriefe".  

Die Grünen wollen übrigens lediglich den Einsatz von Totschlagfallen untersagen - grundsätzlich soll auch nach einer entsprechenden Gesetzesänderung die Jagd auf Beutegreifer erlaubt sein. Auch Lebendfallen sollen weiterhin eingesetzt werden dürfen. Vor diesem Hintergrund ist die Gegenwehr der Jäger nicht ganz nachvollziehbar.

https://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/hessen-will-totschlagfallen-verbieten-90478150.html?fbclid=IwAR1xbfmY4DBKOXVn-bdWbgf1v9g4EEY1ltrhIw-KR4LEQh4rAbJy_cc6BvQ 

 

Mai 2021

Oft treten Jäger in der Öffentlichkeit als Experten für Natur- und Artenschutz in Erscheinung. Ihren Anspruch auf Deutungshoheit in diesen Bereichen rechtfertigen sie gerne mit einem Verweis auf das "Grüne Abitur". Doch was ist dran am "Grünen Abitur"? Ist das vermittelte Wissen wirklich so umfangreich, dass es die Jäger tatsächlich zu Experten auf diesem Gebiet macht? 

Wohl eher nicht. So wird etwa auf "djz.de"  für ein Ausbildungsmodell geworben, mit welchem man nach nur 30 Stunden Lehr- und 15 Stunden Praxisvideos die Jagdprüfung ablegen kann.

https://djz.de/online-zum-jagdschein-mit-dem-paul-parey-verlag/

Auf der Seite ebenfalls zu finden ist ein Link, unter welchem deutlich wird, was mit "Prüfungsvorbereitung" tatsächlich gemeint ist, nämlich das Auswendiglernen der Prüfungsfragen. So findet man auf "jungjäger.de" folgende Auskunft zum Online-Kurs:

"Im Gesamtpaket erhaltet ihr 12 Monate Zugriff auf alle Inhalte für die Jägerprüfung mit über 45 Stunden Videomaterial. Prüfe dein Wissen mit allen Prüfungsfragen und kleinen Tests zwischen den Lektionen."

https://jung-jaeger.eu

Die Mängel in der Jägerausbildung sind offensichtlich, zu einem Experten wird man durch eine derartige Ausbildung nicht. Vor diesem Hintergrund sollte sich so mancher Jäger in der Öffentlichkeit etwas zurücknehmen und die öffentliche Diskussion lieber echten Experten überlassen: Ökologen, Biologen und speziell Wildbiologen, deren Wissen durch ein mehrjähriges Studium wesentlich fundierter sein dürfte und die ihre Einschätzung auch mit wissenschaftlichen Studien unterlegen können.

Mai 2021

Immer wieder kommt es im BR zu einseitig jagdfreundlicher Berichterstattung. Antwortschreiben der zuständigen Redakteure auf Beschwerden lassen den Schluss zu, dass eine objektive Berichterstattung gar nicht gewollt ist. Wir haben uns jetzt mit einem Schreiben an die Intendantin des BR sowie den Programmdirektor gewandt. Nach unserer Auffassung darf die persönliche Meinung einzelner Redakteure nicht dazu führen, dass kritische Stimmen und wissenschaftliche Studien, die die Untauglichkeit einzelner Maßnamen (im konkreten Fall die Unsinnigkeit der Bejagung des Fuchses zum Schutz der Wiesenbrüter) aufzeigen, keine Berücksichtigung in der Berichterstattung finden. Unterstützt wird unsere Forderung vom BBT (Bündnis Bayerischer Tierrechtsorganisationen), den AkTIERvisten Oberland, der Stimme der Tiere im Ingolstädter Stadtrat, dem Tierschutzverein Noris e.V, der Life-for-Nature-Stiftung sowie mehreren Privatpersonen. Unser Schreiben finden Sie unter der Rubrik Leserbriefe. 

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