Initiative zur Eindämmung der Hobbyjad
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjad
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd
Initiative zur Eindämmung der Hobbyjagd

So reagieren Jäger auf Jagdkritik

April 2021

Mit folgendem Schreiben haben wir uns an den Verein "Wildes Bayern" gewandt - die Anwort finden Sie im Anschluss an unser Schreiben: 

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
nach einem Beitrag mit Fr. Dr. Miller in der Sendung "Unkraut", habe ich mir Ihre Homepage etwas genauer angeschaut - und habe nun einige Fragen:.
 
1. Sie bezeichnen sich selbst als Wildtierschützer - dennoch sind im Vorstand Ihres Vereins überwiegend aktive Jäger tätig. Welche Art der Jagd schwebt Ihnen denn in Zukunft vor?
 
2. Der 2. Vorsitzende Ihres Vereins H. xxx stellt sich selbst als Jäger von altem Schrot und Korn vor und betont, dass ihm die Waidgerechtigkeit sehr am Herzen liege. Das überrascht dann doch etwas, denn eigentlich sollte bekannt sein, dass gerade die viel beschworene Waidgerechtigkeit dem Tierschutz im Bereich Jagd im Wege steht. 
 
3. Im oben genannten Beitrag in der Sendung "Unkraut" verteidigt Fr. xxx die Fuchsjagd, bezeichnet diese als nachhaltig und macht sogar Werbung für den Pelz vom Fuchs. Die Fuchsjagd allerdings ist seit langem sehr umstritten und in einigen Ländern ohne negative Auswirkungen schon länger verboten. Kurz und gut: Fuchsjagd ist überflüssig. Vor diesem Hintergrund hätte ich eigentlich erwartet, dass jemand, der sich der Öffentlichkeit als Wildtierschützerin präsentieren möchte, die Fuchsjagd ablehnen würde. Mit Tierschutz allgemein und Wildtierschutz im speziellen hat die Position Ihrer Vorsitzenden zum Thema Fuchsjagd nichts zu tun.. 
 
4. Wie steht Ihr Verein zum Haustierabschuss?
 
5. Wie steht Ihr Verein zum Thema Prädatoren-Bejagung?
 
6. Wieso äußert sich xxxx  in einem Radiobeitrag erfreut darüber, dass es immer mehr Jäger, und vor allem immer mehr Jägerinnen gibt? Als Wildtierschützerin sollte sie diese Entwicklung eigentlich eher kritisch betrachten. 
 
Was  mir beim Durchlesen Ihrer Seite auch aufgefallen ist: Sie bleiben seltsam ungenau in der Formulierung Ihrer Ziele. Daher nochmal meine Frage: was genau möchten Sie mit Ihrer Initiative erreichen - gerade auch im Bereich Jagd.
 
Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Karin Oswald
 
Hier die Antwort:
 

Sehr geehrte Frau Oswald, 

 

vielen Dank für Ihre Mail. Wir setzen uns in unserem Verein für den Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen ein. 

 
Das Ziel unserer Arbeit ist es, dass Tiere, in erster Linie liegt der Focus hier auf Wildtieren, ein artgerechtes Leben in artgerechten Lebensräumen führen können. Artgerechtes Leben heisst, dass die Tiere in den arteigenen Sozialbeziehungen leben können, ihre artgerechten Verhaltensweisen durchführen können. Das schließt eine nachhaltige Nutzung von Wildtieren nicht aus. Allerdings setzen wir uns auch dafür ein, dass eine Nutzung so erfolgt, dass die Populationen und Gruppen langfristig überleben können. Das bedeutet, dass immer ausreichend Tiere vorhanden sind. Auch muss die jagdliche Nutzung das Wirken natürlicher Mortalitätsfaktoren auf die einzelnen Sozialklassen nachmachen. Dadurch garantiert sie die gerade beschriebenen artgerechten Sozialstrukturen.
 
Ebenso wichtig ist uns aber auch, dass die Jagd so durchgeführt werden muss, dass die Tiere so wenig wie möglich durch jagdliche Aktivitäten in ihrem natürlichen Verhalten gestört werden, dass die Erlegung so erfolgt, dass das Tier unter Vermeidung von anhaltenden Stress und Schmerzen getötet wird.
 
Ebenso gehört es zur Aufgabe der Jäger, dass Tiere vor Notsituation, denen sie sich nicht entziehen können, bewahrt werden. Verletzte oder schwer kranke Tiere müssen zudem vom Jäger fachgerecht nachgesucht und von ihrem Leiden erlöst werden (z.B. Verkehrsunfälle).
 
Die ungeschriebenen, aber anerkannten Regeln der Weidgerechtigkeit garantieren heute, dass das Wie der Jagd so erfolgt, wie es auch im Tierschutzgesetz vorgeschrieben ist. Das hat übrigens gerade auch das OLG Schleswig-Holstein so befunden. Daher schließen sich „Weidgerechtigkeit“ und „Tierschutz“ nicht aus, sondern das eine führt zu tierschutzgerechtem Handeln bei der Jagd.
 
Unter den gerade geschilderten Rahmenbedingungen, unterscheiden wir nicht zwischen der Nutzung verschiedener Wildtiere. Für alle gilt: nachhaltige Nutzung, artgerechte Lebensbedingungen und eine Erlegung ohne Stress und Schmerzen. Wir unterscheiden nicht zwischen Wildtieren erster und zweiter Klasse, damit ist auch die Frage zur Prädatorenbejagung beantwortet.
 
Der Abschuss von Haustieren kann durchaus geboten sein. Ein Jäger, der zusieht, wie ein Hund eine Rehgeiß hetzt und sie bei lebendigem Leib zerfleischt, muss bei diesem Tun Einhalt gebieten und entscheiden, welche Mittel er dabei anwendet. Andernfalls würde sich der Jäger eines Tierschutzvergehens schuldig machen. Wir engagieren uns daher auch in der Aufklärung von Haustierbesitzern, damit diese alles tun, um derartiges Tierleid zu verhindern. 
 
So komplex die Aufgabe eines fachlich basierten Umgangs mit Wildtieren ist, der dem Tierschutz und dem Naturschutz verpflichtet ist, so vielfältig sind auch unsere Ansatzpunkte. Wir haben das genau umrissen: Aufklärung der Bevölkerung und der verschiedenen Landnutzer, auch der Jäger, Verfolgung von Vergehen gegen Naturschutz und Tierschutz bei verschiedenen Landnutzungsformen, darunter auch der Jagd und Förderung von Forschung zu Fragen rund um Wildtiere.
 
Über die Erfolge bei dieser Arbeit berichten wir auch regelmäßig auf unserer Webseite. 
 
ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen damit beantworten. 

 

März 2021

Hier ein Leserbrief, der sich auf einen Leserbrief von uns bezieht, in dem wir uns kritisch zur Fuchsjagd geäußert hatten. Da die Zeitung keine weiteren Veröffentlichungen zu diesem Thema zulässt, haben wir unsere Anmerkungen zu den "Argumenten" des Jägers im Anschluss an sein Schreiben angefügt: 

 

"Mit ihrem Beitrag „Die Jagd auf Füchse muss ein Ende haben“ glaubt Frau Karin Oswald die fundierten Aussagen von B.N. über den Sinn die Notwendigkeit der Fuchsbejagung widerlegen zu müssen. Dies gelingt ihr jedoch nicht, da die von ihr gemachten Aussagen zum „Unsinn“ der Fuchsjagd keiner ernsthaften Überprüfung standhalten: so wird den Landwirten am Rückgang vieler Tierarten gegeben, weil sie „mitten in der Brutzeit die Wiesen abmähen“. Liebe Leser, der Juni war schon immer die Zeit der Wiesenmahd, auch als dort noch Rebhühner, Feldlerchen, Kiebitze und Feldhasen in sehr großer Zahl vorkamen! Das passt wohl nicht so recht zusammen! Im „Rundumschlag“ bekommen natürlich auch die Jäger ihr Fett weg: sie quälen Tiere, ihre Hunde wie auch die Füchse, und ignorieren Studien, welche den geringen Einfluss des Fuchses auf die Bodenbrüter beweisen. Der Tierschutz, auch als Waidgerechtigkeit bezeichnet, ist ein zentrales Element, sowohl in der Jägerausbildung als auch im Ehrenkodex jeden Jägers. Wer sich nicht daran hält, dem wird sehr wohl – wie gelegentliche Fälle zeigen – der Jagdschein entzogen, und das auch mit Recht. Und: wer läuft denn zur Mähzeit von früh bis spät die Wiesen ab, um Rehkitze, Junghasen und bodenbrütende Vögel vor den oft schwersten Verletzungen durch Mähmaschinen zu schützen? Die im Artikel als Tierquäler beschimpften Jäger mit ihren Familien und Freunden tun dies, „Tierschützer“ habe ich noch keine gesehen! Zu den erwähnten „Studien“, die beweisen, dass der Fuchs von Mäusen und Aas lebt, sei folgendes angemerkt: derartige „Forschungen“ bringen meist auch das Ergebnis, welches der Auftragsgeber und damit auch Arbeitgeber gerne hätte. Ein Beispiel? Um den minimalen Einfluss von Rabenvögeln auf die Singvogelpopulation zu zeigen, wurden die Mageninhalte von erlegten Krähen und Elstern untersucht. Fazit: Krähenvögel fressen kaum Eier oder Nestjunge, da nur sehr wenige darin gefunden wurden. Weiß man aber, dass die Magenuntersuchungen im Spätsommer oder Herbst gemacht wurden, wenn also kaum mehr Vögel brüten, so kann man sich auch dieses „ungewöhnliche“ Ergebnis erklären. Ein Schelm, wer über die genannten Studien ähnliches denkt?"

 

Da die Zeitung keine weiteren Meinungsäußerungen zum Thema Fuchsjagd mehr zulässt, wollen wir stattdessen hier Stellung zu den genannten Argumenten beziehen:

 

  1. Der Leserbriefschreiber behauptet, dass landwirtschaftliche Tätigkeiten während der Brutzeit keinen Einfluss auf die Bodenbrüterpopulation haben könnten – schließlich sei der Juni „schon immer die Zeit der Wiesenmahd“ gewesen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Brutzeit für viele bodenbrütende Vögel bis in den August hineinreicht. Eine Auflistung, welche Vögel wann brüten, finden Sie unter folgenden Link: https://www.as-motor.de/pms/oekologisch-orientierte-gruenflaechen-pflege/leitfaden/  Jeder, der mit offenen Augen durch die Landschaft geht, kann sehen, wie sehr sich die Lebensräume der Bodenbrüter verschlechtert haben. Nicht bewirtschaftete Randstreifen oder Brachflächen sind kaum noch zu finden – demzufolge wirken sich Mäharbeiten während der Brutzeit natürlich umso stärker aus.

 

  1. Der Leserbriefschreiber setzt Tierschutz mit Waidgerechtigkeit gleich. Das eine hat mit dem anderen aber nichts zu tun. Im Gegenteil: waidgerechtes Verhalten verhindert oft Tierschutz. So entspricht es dem „Ehrenkodex“ der Jäger, den Hasen „nicht in der Sasse“, die Ente nicht auf dem Wasser und das Rebhuhn nicht am Boden zu schießen. Will man das Tier „waidgerecht“ erlegen, muss das Tier erst aufgescheucht werden. Abgesehen davon, dass das Aufschrecken Angst und Stress für das Tier bedeutet, führt diese Praxis auch dazu, dass nun ein Tier getroffen werden muss, welches sich bewegt und auf der Flucht ist. Bewegende Ziele sind jedoch schwerer zu treffen, so dass es hier oft zu Fehlschüssen kommt, die Tiere also nur angeschossen werden und erst nach Stunden oder Tagen ihren Verletzungen erlegen. Das also versteht der Jäger unter Tierschutz.

 

  1. Auch lässt sich der Leserbriefschreiber natürlich nicht die Gelegenheit entgehen, die Jägerschaft wieder einmal als Rehkitzretter darzustellen. Von früh bis spät seien Jäger und ihre Freunde unterwegs, um Rehkitze vor dem grausamen Tod durch ein Mähmesser zu retten. Verschwiegen wird dabei allerdings, dass Jäger jedes Jahr mehr als 1.000.000 Rehe töten. Die Tiere werden bei Treibjagden über Stunden gejagt, sind einem enormen Stress ausgesetzt und versuchen verzweifelt, dem Tod zu entkommen. Viele Tiere werden bei solchen Veranstaltungen nur angeschossen und erliegen erst viel später ihren Verletzungen. Dass echte Tierschützer nicht an solchen Propaganda-Veranstaltungen der Jäger teilnehmen, ist durchaus nachvollziehbar. Mir sind durchaus Aktionen von Tierschützern bekannt, die vor Mäharbeiten durch die Wiesen laufen und nach Rehkitzen suchen. Im Gegensatz zu den Jägern rufen Tierschützer aber vorher meist nicht bei der Presse an, damit anschließend ausführlich über ihr Engagement berichtet werden kann.

 

  1. Dass der Leserbriefschreiber sogar bezweifelt, dass sich Füchse hauptsächlich von Mäusen und Aas ernähren, möchte ich gar nicht mehr weiter kommentieren. Alle Studien, die nicht ins Weltbild passen, sind also „gekauft“. Neben der Fuchsjagd verteidigt er gleichzeitig auch noch die ebenso unsinnige Krähenjagd. Dabei lässt er außer Acht, dass es sich bei Krähen ebenfalls um Singvögel handelt, die nur auf enormen Druck der Jagdlobby ihren Schutzstatus weitestgehend wieder verloren haben. Zu diesem Thema möchte ich noch auf ein großangelegtes Experiment im Saarland in den 90er Jahren verweisen: sechs Jahre lang wurde dort versucht, alle Beutegreifer zu töten. Im Schnitt kamen auf ein Rebhuhn 50 getötete Prädatoren. Dennoch war kein Zuwachs bei der Bodenbrüter- und Niederwildpopulation zu verzeichnen. Weitere Informationen zu diesem Thema und auch zum genannten Experiment finden Sie unter dem Link des österreichischenTierschutzbundes:  https://naturschutzbund.at/artenschutz/articles/kraehenvoegel-finstere-zeiten-fuer-die-klugen-schwarzen.html

 

 

Als Reaktion auf einen Leserbrief in der Mittelbayerischen Zeitung, in dem wir uns kritisch zum Thema Fuchsjagd geäußert haben, erreichte uns folgendes Schreiben eines Jägers: 

 

 

Sehr geehrte Frau Oswald,
wie vom Tierschutz zu erwarten - viel ideologische Betrachtung, wenig
Fakten, viel Unterstellung.
Das hilft jedoch keinem Bodenbrüter oder Kleinsäuger, sondern fördert
nur einen 2-Klassen Tierschutz - Raubtiere, auch die vielgeliebte
Hauskatze, sind gute Tiere, Vögel, Feldhamster, Hühnervögel, die
nicht in die Niedlichkeitskiste passen - 2/3te Klasse.
 
Tierschutz vom warmen Sofa aus ist immer sehr leicht, hilft aber keinem.
 
Die Veränderung der Landschaft durch die Agrarindustrie hat einen
überaus schlechten Lebensraum geschaffen, daraus der Fuchs und andere
Raubtiere, als Gewinner hervorgehen, die sich auch am menschlichen
Komposthaufen, oder noch schlimmer mit künstlicher Fütterung wunderbar
erhalten und vermehren können. Dadurch kommt das "natürliche" System
noch mehr aus dem Gleichgewicht, von dem Sie und Ihre werten
Tierschutzkollegen so schön schwärmen, noch mehr aus dem Takt und die
Bodenbrüter/Kleinsäuger noch mehr in Not.
 
Sie schreiben von wissenschaftlichen Studien - bringen Sie mir die
bitte.
Und bitte erklären Sie mir bitte auch, warum man gerade in
ausgewiesenen Schutzgebieten z.B. für Wiesenbrüter, Trappen, etc. wo
auch die Landwirtschaft einen weitaus geringeren Einfluß hat, man
gerade auf die fachmännische Fallenjagd setzt, um das Raubwild halbwegs
auf ein Maß zu bringen, das noch Nachzucht bei den Bodenbrütern
bringt?
 
Bin mal gespannt. Danke.
 
Hier mal ein anderer Blickwinkel - von jemandem, der täglich draußen
ist, der sogar vom Tierschutz anerkannt ist.
 
LIESERBRÉIWER [1] - LIESERBRÉIF VUM JOE WISSLER
 
ARTENSTERBEN IN LUXEMBURG
 
Vum J.W. |Update: 02.06.2020 14:04
 
Wie die grüne Ideologie unsere Artenvielfalt bedroht
 
Im Umweltministerium sowie in der ANF haben sich seit dem
Regierungswechsel ein Kreis von Entscheidungsträger zusammengefunden
welche offensichtlich ihre ganz persönliche Vorstellung über das
Ressourcen- und Populationsmanagement der Fauna und Flora in einem
autokratischen Führungsstil durchsetzen wollen.  Die Durchsetzung
dieser Projekte bleibt erwartungsgemäß einer politisch vorgegebenen
Ideologie treu damit eine gewisse Selbstinszenierung nicht zu kurz kommt
und gezielt ihre Wählergruppen angesprochen werden können. Bei Kritik
oder Widerstand wird mit besserwisserischem Finger auf so genannte
wissenschaftliche Fakten verwiesen, welche bei näherer Analyse sich als
einseitige Darstellung, Halbwahrheit oder als falsch erweisen. Der
Unterschied zwischen einer Korrelation und einer Kausalität wird
geflissentlich übergangen.
 
Stattdessen tritt das ein, was in der Psychiatrie als magisches Denken
bezeichnet wird und das ist leider dem logisch-wissenschaftlichen Denken
entgegengesetzt. Es wird nämlich nicht mehr versucht, mutmaßliche
Kausalzusammenhänge der gegenständlichen Welt zu erfassen, sondern das
Denken folgt im vorliegenden Fall denen einer Ideologie. Der geneigte
Leser wird hier gewisse Parallelen zum Umgang mit anderen Umweltthemen
wiedererkennen.
 
Beim leidigen Thema der Fuchsschonzeit wurde dies in erschreckendem
Masse deutlich.
 
Wissend, daß ein Teil der Bevölkerung heutzutage die zum Teil komplexe
als auch gnadenlose Vorgänge in unserer Natur hauptsächlich über
Facebook oder Youtube in einer vereinfachten und oftmals romantisierten
Form bekannt sind, wurde diese Maßnahme nicht sonderlich hinterfragt.
Das Umweltministerium hat, entgegen ihrer Verlautbarungen, weder
unabhängige, wissenschaftliche Überprüfungen über die Konsequenzen
der Schonzeit in Auftrag gegeben noch die Populationsdichte dieses
Kulturfolgers im Auge behalten. Bei einem Interview mit dem nationalen
Radiosender erklärte der Direktor der Forstverwaltung bezüglich der
Fuchspopulation kürzlich folgendes:
 
_„_Mir hunn keng genau Zuelen iwwert Densitéit vun den Fiiss hei zu
Lëtzebuerg, dat kennen mir momentan net bewäerten_."[1] [2]_
 
Das Fazit einer fünfjährigen Schonzeit lautet also: was ich nicht
weiß, macht mich nicht heiß.
 
Wenn nichts oder allenfalls halbherzig überprüft wird, können auch
keine unangenehmen Feststellungen gemacht werden, welche die eigene
Weltanschauung gefährden könnte. Im sicheren Gefühl der moralischen
Überlegenheit und einer falsch verstandenen Tierliebe wird es dann
nicht mehr für nötig gehalten, sich auf unangenehme Aspekte der
eingeleiteten Maßnahmen einzulassen, etwa das elendige Krepieren von
Füchsen an Räude, die heimliche Verbreitung der alveolären
Echinokokkose oder das Anfressen von Kälbern bei lebendigem Leib. Viele
Kleintierzüchter haben angesichts ihrer unwiederbringlichen Verluste
teilweise bereits das Handtuch geworfen.
 
Aus dieser Erfahrung gestärkt, wurde die gesamte Fauna einem
ideologischen Wildtiermanagment weiter unterzogen. Die ganze zur Schau
gestellte Besserwisserei scheitert jedoch an der Realität. Recht
schwerfällig kommt die Einsicht, daß man die Schuld am unaufhaltsamen
Rückgang der angestrebten Biodiversität nicht einzig und allein der
intensiven Landwirtschaft oder den Einsatz von Pestiziden anhängen
kann.
 
Beutegreifer und Kulturfolger, in der Hauptsache der erwähnte Fuchs,
verhindern jegliches Aufkommen von Bodenbrütern wie dem Rebhuhn und
seinen Gelegen während unsere Freigänger-Hauskatzen ihr Übriges tun.
_„Die Bestände des Rebhuhnes sind von allen Feldvögeln am stärksten
kollabiert, da das Rebhuhn nicht nur durch die Verarmung der Landschaft
wichtige Ressourcen verlor, sondern außerdem unter einem
Prädationsrisiko leidet"_ (Gottschalk & Beeke 2015). Ebenfalls sei auf
die wissenschaftliche Arbeit von Rolf und Kathrina Klein über den
Rebhuhn Bestand in Luxemburg von 2016 verwiesen, welche den
Prädatorendruck in den Vordergrund stellt: „_D__es Weiteren muss
über eine gezielte Prädatorenmanagement in Rebhuhnzentren zwingend
nachgedacht werden."[2] [3]_
 
Es ist purer Zynismus zu behaupten, es wären keine negativen
Auswirkungen auf die Zahlen der Bodenbrüterpopulation hinsichtlich des
Prädatoren Drucks festzustellen. Wie denn auch, die Zahl der
Bodenbrüterarten tendiert seit Jahren gegen Null, weniger geht nicht!
 
Überhaupt sieht es für unsere Vogelwelt nicht rosig aus, der Rückgang
der Singvögel ist alarmierend. Mehr als die Hälfte der Brutvogelarten
sind bereits ausgestorben oder gefährdet. Das Bejagungsverbot von
Rabenvögeln, welche mit Vorliebe Singvogelnester plündern, sorgt zwar
bei diesen räuberischen Arten für wachsende Populationen, verhindert
allerdings jegliches, proaktive Vorgehen, den Artenschwund in der
Vogelwelt zu stoppen.
 
Der Einfluss von Prädatoren bzw. nachtaktiven Raubsäugern auf bedrohte
Restpopulationen ist und bleibt deshalb ein Schlüsselfaktor den man
nicht ignorieren sollte da diese jegliche bestandserhaltende
Reproduktion bedrohter Arten nicht nur gefährden, sondern unterbinden.
Das Pflanzen von Hecken und Sträuchern wird als Lösung nicht genügen.
Allein durch die hohen Prädationsverluste sind sogar in Schutzgebieten,
deren Lebensräume optimiert sind, Zielarten wie Wiesenbrüter in hohem
Masse bedroht. (Litzbarski & Litzbarski 2008; Langgemach & Bellebaum
2005)
 
Unsere Tier- und Naturschutzorganisation erwähnen diesen Umstand nicht,
schließlich will man Mitglieder und Spender nicht mit Aktionen gegen
Raubwild oder streunende Hauskatzen vergrämen.  Nebenbei bemerkt,
zeigte sich unser Umweltministerium 2018 sehr spendierfreudig als es um
die vermeintliche Rettung von drei emblematischen Tieren wie der
nepalesische Schneeleopard ging und ganze 9 Millionen Euro (!) spendete.
 
 
Im Gegenzug sind die bei uns eingesetzten Mittel, Projekte und Konzepte
für hierlands gefährdete Arten wie das einheimische Rebhuhn, das
Haselhuhn oder die Waldschnepfe, als unzureichend zum Teil auch
kontraproduktiv einzustufen, weil der Prädatorendruck außer Acht
gelassen wird.  Man fürchtet sich wohl davor Maßnahmen zu ergreifen,
welche den einen oder anderen Wähler zu emotionalen Trotzreaktionen
führen könnten.
 
Um eins klar zu stellen: es geht nicht um das Ausmerzen oder das
„Abballern" von „bösen" Tieren sondern um die sture Verweigerung
der Umweltbehörde einzugestehen, daß der hierlands praktizierte
Vollschutz von jeglichen Prädatoren das Artensterben in unserer ohnehin
strapazierten Umwelt nicht stoppt, sondern zusätzlich belastet. Die
Vorstellung, daß die natürliche Regulationsschiene im zukünftigen Ein
Million Einwohnerstaat von Fuchs & Co zu Gunsten der Artenvielfalt
spielt, ist nichts andere als ein Ammenmärchen, welches das Fiasko
vergrößern wird.
 
Man kann die hiesige Wildfauna nicht in ideologische Schubladen
einteilen, in denen insbesondere Allesfresser und Raubtiere einen
ungewöhnlich hohen Schutz genießen und hierdurch bereits bedrohte
Tierarten, welche zu deren Beuteschema gehören, faktisch zum Aussterben
verurteilt sind.
 
Die Behauptung der ANF, Prädatoren wie der Fuchs würden ihre
Population selbst regulieren, ist durch keine ernstzunehmende Studie
belegbar. Stattdessen täte man besser, wie beim Schalenwild, einen auf
konkrete Fakten basierenden Regulationsplan für bestimmte Prädatoren,
welche als Kulturfolger gelten, auszuarbeiten. Der Einzug von invasiven
Arten wie der Waschbär oder die Nilgans verschärft das Problem
bezüglich der Artenbedrohung um ein weiteres aber auch hier tut man
sich schwer die dringend notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.
 
Mit den jetzigen Regelungen und der Weigerung, praxisorientierte,
jagdliche Mittel zu legitimieren, wird die Eroberung unseres Ökosystems
durch Neozoen nicht zu bremsen sein.
 
Der seit Jahren von der ANF hinausgezögerte und kürzlich vorgestellte
Aktionsplan entpuppt sich jetzt schon als Tropfen auf den heißen Stein.
Eine Handvoll Beamten, welche mit Fallen  in prioritären Zonen
(demzufolge nur in Natura 2000 Gebieten) das Problem der Neozoen angehen
soll, wird allenfalls reichen ein paar Statistiken zu verschönern.
Regeln werden diese Maßnahmen das Problem ganz sicher nicht.
 
Es wäre höchste Zeit, wenn das Umweltministerium, zusammen mit allen
Akteuren, inklusiv Jäger, Fischer, Waldbesitzer, Landwirte und
Naturschützer, konkrete und praxisgerechte Maßnahmen einleiten würde
um das einheimische Artensterben aufzuhalten. Dies ohne ideologische
Sturheit, pseudowissenschaftlicher Besserwisserei und rechthaberischer
Bevormundung. Ansonsten darf man sich getrost mit dem Spruch _„Natur
reegelt sech vum selwen"_ vom Artenvielfaltprojekt verabschieden.
 
J.W*
 
Beetebuerg
 
*Der Autor ist staatlich anerkannter Wildtiermanager und  Mitglied beim
Lëtzebuerger Wëldschutzverband (LWV).
 
Der LWV ist offiziell als Tierschutzorganisation anerkannt.
 

Nachdem sich ein Jäger auf Facebook damit gebrüstet hatte, in diesem Jahr schon 28 Katzen getötet zu haben, wurde er von Jagdkrtikern und Tierschützern scharf krtisiert. Zu dieser Kritik äußerte er sich - wiederum öffentlich auf Facebook- folgendermaßen: 

 

"So.... ich verabschiede mich jetzt hier. Und zwar mit der Bestätigung, dass eine Diskussion mit ideologisch verblendeten, naiven, naturentfremdeten Fuchsnazis nicht wirklich Sinn macht! 

Aber auch mit einem guten Gefühl.. und der Gewissheit, dass Sie Alle hier weiterhin niedliche Fuchs Fotos posten können, Ihre Zeit mit künstlicher Aufregung und Fuchstagen in Bremen verschwenden können - ohne jemals Ihre gefühlsduselige, fehlgeleitete Ideologie jemals in der Praxis umsetzen zu können. 

... während ich wundervoll an der Waldlichtung sitze - und fleißig Füchse schieße! Mit dem guten Gefühl, etwas für den Artenschutz zu tun! Ist das nicht wunderbar? Sie haben Freude an niedlichen Fuchsfotos - und ich am kuscheligen Winterbalg!"

Das also sind die Argumente der Jäger?

 

 

Eine Leserin wandte sich in einem Leserbrief an die Rhein-Neckar-Zeitung. Der Leserbrief wurde nicht gedruckt, dafür erhielt sie Post zum zuständigen Redakteur, der gleichzeitig Jagdscheininhaber ist. Eine Zeitung sollte eigentlich unabhängig informieren. Dieses Ziel verfolgt dieser Redakteur ganz offensichtlich nicht. Vielmehr bemüht er sich, Jagdkritik im Keim zu ersticken.

"Sehr geehrte Frau Strasser,

vielen Dank für Ihre Zuschrift.

Gestatten Sie mir, dass ich mich an die ideologiefreien Zusammenhänge halte.

 

Weil Sie den Feldhasen ansprechen: Es mag sein, dass ein erwachsener Feldhase schneller springt als ein Fuchs. Ein Nest Hasenjunge wird ein Fuchs deshalb trotzdem nicht verschmähen, genauso wenig wie er das mit Mäusen, Kaninchenjungen, Jungvögeln und Singvogel-Gelegen tun wird. Auch einem Hasen in der Sasse oder einem Rehkitz kann ein Fuchs gefährlich werden. Daran ändert sich auch nichts, wenn ein Kreiselmäher ebenso eine Gefahr darstellt – im Gegenteil, denn dann addiert sich das hinzu.

 

Wir sind uns sicher einig, dass es in der heutigen Kulturlandschaft Wildtiere gibt, die es schwerer haben als ein Fleischfresser wie der Fuchs, der nahezu keine natürlichen Feinde hat.

Der Rückgang und die „Verschlechterung“ der Lebensräume, die Sie ansprechen, sind Bedingungen, mit denen ein Fuchs besser zurechtkommt als viele anderen Arten. Genau diese Bedingungen tragen jedoch ihr Übriges zur Gesamtsituation hinzu, ähnlich wie Hauskatzen, streunende Hunde und diverse Greifvögel: Nur weil diese Arten auch die Mauspopulation dezimieren, dezimieren sie ja nicht dadurch zwangsläufig keine Jungtiere sensiblerer Arten mehr – das ist ein Denkfehler.

 

Wenn Sie also von Konkurrenzdenken sprechen – die Konkurrenz unter Räubern, Kulturfolgern und vermeintlich „stärkeren“ Arten, zu denen unzweifelhaft auch der Fuchs zählt, ist das, was in der Summe mit den Kreiselmähern auf die Bestände von Arten drückt, welche mit den bestehenden Bedingungen weniger gut zurechtkommen.

In den, wie Sie es korrekterweise nennen, wenigen Lebensräumen, die Wildtieren noch bleiben, erhöht jeglicher Druck die Anspannung. Beutegreifer hier auszunehmen, ist einfach nicht richtig.

 

Zum Thema Gesundheit: Wenn Sie den – übrigens durchaus humorig und im Kern sogar „pro Fuchs“ abgefassten - Artikel aufmerksam lesen, müssen Sie eigentlich erkennen, dass sehr wohl auf die geringe bis nicht vorhandene Gesundheitsgefährdung durch den Fuchs in der heutigen Zeit hingewiesen wird. Daran ändert sich auch nichts, selbst wenn einer der Gesprächspartner die potenzielle Gefährlichkeit eines Fuchsbandwurms anspricht. Er selbst sagt ja auch, wie dem Text zu entnehmen ist, dass das Ehrstädter Fuchs-Ereignis „jetzt nicht so dramatisch“ sei.

 

Auf das Thema Jagd als Regulativ will ich nur kurz eingehen. Es ist letztlich eine Ideologiefrage, ähnlich wie Haltungen zu Vegetarismus/Veganismus, Religion oder Atomkraft, Nutz- oder „Ausnutztieren“ Ideologiefragen sind. Fakt ist, dass Jagd genauso legitim ist, wie deren Ablehnung.

Aus meiner Erfahrung als ausgebildeter, wenn auch nicht praktizierender, Jäger kann ich sagen, dass man heutzutage im Kraichgau lange suchen muss, bis man einen Jäger findet, der sich überhaupt traut, Feldhasen zu jagen. Die Besätze geben das allermeistens nicht her. Auch dass Füchse „gnadenlos verfolgt“ werden würden, kann ich nicht bestätigen.

 

Mit freundlichen Grüßen,"

 

Hier nochmal der Leserbrief, auf den sich dieses Schreiben bezieht. Eigentlich spricht nichts gegen eine Veröffentlichung, das Schreiben ist sachlich verfasst und erfüllt alle Anforderungen eines guten Leserbriefs. Leider deckt es sich aber nicht mit der Meinung des Redakteurs:

 

"Dass die RNZ in ihrer Ausgabe vom 12.06.2020 wieder Unwahrheiten über Füchse verbreitet, ärgert mich immens! Klar, dass ich das nicht auf den Füchsen sitzen lasse! Dass der "Wildtierbeauftragte" sowie der Mitarbeiter der RNZ beide Jäger sind, spricht i. m. A. für einen eindeutigen Interessenskonflikt – und nicht für objektive Berichterstattung! 

 

Wer sich auch nur ein kleines bisschen mit dem Thema Füchse auseinandersetzen MÖCHTE, wird problemlos nachlesen können, dass ein Feldhase eine Geschwindigkeit von 70 km/h erreicht, ein Fuchs kurzzeitig max. 55 km/h - zudem ist der Feldhase um etliches wendiger, als ein Fuchs. Den Schwund bei der Feldhasenpopulation also wieder einmal einem Wildtier in die Schuhe zu schieben, um es töten zu können, ist billig! Wenn man sich mit den bundesweiten Jagdstrecken befasst, wird man ohnehin feststellen, dass Feldhasen noch immer begehrte menschliche Jagdobjekte sind. Geht es hier also wieder einmal um bloßes Konkurrenzdenken, WER ein Tier töten darf und wer nicht?!

 

Fragen wir doch einmal nach den Lebensräumen, die Hasen und Wildvögeln in der heutigen Zeit noch bleiben! Hier wird man feststellen, dass kein Beutegreifer Schuld am Artenrückgang hat. WO sollen bspw. Kiebitze und Feldlerchen noch ungestört brüten können? Teilweise wird bis zu 4 oder 5 x pro Jahr "Heu" gemacht, Flächen werden mit Glyphosat, Halmverkürzern und weiteren Herbiziden, Fungiziden, Bioziden, Pestiziden... tot gespritzt, es entstehen immer mehr versiegelte Flächen... - aber nein, man findet andere Verantwortliche, die sich nicht wehren können! Der Mensch??? Niemals der Schuldige!

 

Wer den Verlust von Hasen oder Hühnern zu beklagen hat, der sollte sich ebenfalls an die eigene Nase fassen und sich fragen "wie kam der Fuchs, der Marder, oder ein fremder Mensch überhaupt an/in den Käfig?" Seit Menschen Ausnutztiere halten, haben sie eine Sorgfaltspflicht diesen gegenüber - halten sie diese nicht ein, ist es ihnen anzulasten, wenn ein Eindringling dieser habhaft wird! Ein Schäfer, dessen Schafe aufgrund schlechter Einzäunung einen Unfall verursachen, haftet selbst für den Schaden der Tiere – nicht der Autofahrer, der evtl. in ein Schaf hineinfährt!

 

Der Fuchsbandwurm… Nachdem Deutschland und Westeuropa seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut sind, bedient man sich nun des Fuchsbandwurms (der eigentlich eher Mäusebandwurm heißen müsste!), um unsere nützlichen Gesundheitspolizisten ein weiteres Mal zu Schuldigen zu stigmatisieren. Aktuelle Studien belegen, dass die Fuchsjagd die Ausbreitung dieses Parasiten fördert! (Quellen zu finden unter: https://www.aktionsbuendnis-fuchs.de/post/2017/12/27/neue-studie-fuchsjagd-f-c3-b6rdert-fuchsbandwurm). Zudem fördert der enge Kontakt zu unseren eigenen Haustieren (Katze und Hund) die Infektion, denn keiner von uns schmust mit einem Fuchs!

Statt diese Tiere gnadenlos zu verfolgen, sollten wir den Füchsen dankbar sein - zumal jeder einzelne +/- 12 Mäuse oder Ratten pro Tag vertilgt – und somit den Einsatz weiterer Gifte verzichtbar macht! Nehmen wir uns ein Beispiel an Luxemburg, ein Land in dem die Fuchsjagd nunmehr im sechsten Jahr verboten ist!

 

Freundliche, aber sehr enttäuschte Grüße"

 

 

Hier Auszüge aus der Antwort eines Jägers auf ein Schreiben einer Jagdkritikerin, die vegan lebt und sich autark aus ihrem Garten ernährt. Das Beispiel zeigt recht gut, wie Jäger reagieren, wenn sie glauben, sich für ihr Tun rechtfertigen zu müssen. Es wird sich einerseits der immergleichen Argumente bedient, deren Wahrheitsgehalt auch durch mehrfaches Wiederholen nicht größer wird. Andererseits wird immer wieder die Verachtung, die man Tierschützern gegenüber an den Tag legt, deutlich. Insgesamt lässt einen das Schreiben eher ratlos zurück, da es sich immer wieder widerspricht und den Eindruck erweckt, dass der Jäger selbst nicht so recht weiß, warum er jetzt eigentlich auf die Jagd geht.

 

„..Sie nehmen also das Töten von Tieren in Kauf wenn es Ihrer Ernährung dient.

Es ist unvermeidlich sagen Sie. Sie wollen doch, so nehme ich an, niemandem vorschreiben wie er sich zu ernähren hat. Und das menschliche Verdauungssystem ist nun einmal das eines Omnivoren. Sie schreiben folgendes „Ohne Nahrung kann niemand leben, wir sollten aber solche Nahrung wählen, die den geringsten Schmerz und Schaden an der eigenen Gesundheit, an der Natur und an den Tieren verursacht.“  Dazu kann ich Ihnen nur recht geben, denn ich vermeide bei der Jagd unnötiges Leiden durch einen guten Schuss, erspare dem Tier Transport und beengte Mast. Sie nehmen aber bei allem Gutmenschentum doch den qualvollen Tod, wenn auch von kleinen Lebewesen, in Kauf. Denn bei der Pflanzenproduktion wird bei weitem nicht tierschutzgerecht getötet!

Was Ihre Hundehaltung mit Tierschutz zu tun hat fragen Sie. Sie importieren Hund aus Ländern in denen Tollwut und andere schwere Krankheiten durchaus noch an der Tagesordnung sind und schleppen diese unter Umständen in das tollwutfreie Deutschland ein, gefährden damit also Ihre Umwelt. Das ist in meinen Augen falschverstandene Tierliebe.

 

Die menschenverachtenden Organisationen sind z.B. die der PETA nahestehende Organisation pro iure animals. Das Ziel der PETA ist die Abschaffung der Menschheit. Sie wird von den PETA-Organisatoren als größte Krankheit der Welt bezeichnet die abgeschafft werden muss. Wieviel anders als das im Vergleich zum absolut ekelhafte Treiben der Nazis?

Jagdgegner behaupten immer wieder, das die Wildbestände sich auch ohne die Jagd selbst regulieren würden. Das stimmt für Wildnisgebiete. Aber wo auf unserer Welt, und vor allem wo in Deutschland finden wir noch echte Wildnis. Außer in der Arktis und Antarktis wohl nirgends. Wir leben in einer Kulturlandschaft, die vom Menschen beeinflusst wurde und wird. Wir haben diese Landschaft zu einem Schlaraffenland für unser Schalenwild gemacht. Klimaerwärmung durch CO² und andere Treibhausgase der Industrieländer bringen den Fruktifikationszyklus der Bäume durcheinander. Das Wild findet mehr Äsung und ist somit vitaler und vermehrt sich stärker.

Der politische und gesellschaftliche Wille zur Energie aus regenerativen Energiequellen führt neben unseren Essgewohnheiten zu einem vermehrten Anbau von Mais, Weizen und Raps die dem Wild im Sommer Äsung und Einstand (Logis) bieten, es somit wiederum vitaler machen. Ohne die Jagd können diese Produkte nicht erzeugt werden und selbst der sparsamste Veganer müsste verhungern.

Ich bekenne mich zur Jagd und zum Fleisch essen. Es ist tief in uns verwurzelt und etwas völlig natürliches. Anthropologen konnten eindeutig nachweisen, das das menschliche Gehirn bzw. das unserer Vorfahren sich erst durch den Verzehr von Fleisch zu dem entwickeln konnte, was es heute ist.

Sie kritisieren weiterhin die „Treibjagden“ als Stress für das Wild. Dazu muss ich Ihnen sagen, dass dies eine stressfreie Form der Jagd ist. Das Wild wird bei den heute als Stöber- und Drückjagden (Jagd mit geringem Druck auf das Wild) durchgeführten Gesellschaftsjagden für nur wenige Stunden beunruhigt und der notwendige Abschuss überwiegend in dieser kurzen Zeit erfüllt. Das minimiert den Jagddruck für den Rest das Jahres, denn das Wild kann dann weitestgehend in Ruhe gelassen werden. Dies trifft natürlich nur auf den Wald. Den im Feld geht das Wild das ganze Jahr zu Schaden und muss dort auch bejagt werden.

Wie sie sehen ist es doch eher die Ihre Argumentation die fadenscheinig ist.

Im Übrigen verbitte ich mir die Bezeichnung –töter. Wenn es mir ums Töten ginge würde ich im Schlachthof arbeiten. Ich bin Jäger, und die Jagd ist mehr als nur das Töten. Sie werden dies nicht verstehen können, das erwarte ich auch nicht. Sie werden aber akzeptieren müssen, das Jagd sowohl notwendig ist als auch Freude bereiten darf. Ich empfehle Ihnen dazu gerne folgende Lektüre www.jagdfakten.de sowie http://www.amazon.de/Jagen-Sex-Tiere-essen-Archaischen/dp/3788814969...“

 

Hier noch kurz Auszüge aus der Antwort auf die Ausführungen des Jägers:

„..Doch ich verstehe es , dass die Jagd die gleichen Gefühle beinhaltet wie der Sex!

Ich zitiere hier aus dem Buch von Rolf Meyer, „Vom Umgang mit Tieren“. Rolf Meyer war u.a. Direktor im Erfurter Aquarium :….Ohne die Herausbildung des Jagdtriebes hätte sich die Art Mensch in ihrer Frühzeit nicht behaupten können und die bewusste Durchführung kollektiver Jagden hat wie die Arbeit die geistige Entwicklung beschleunigt. Was jedoch auf niedriger Entwicklungsstufe einmal notwendig und richtig war, muß es nicht zwangsläufig für alle Zeiten bleiben. Die Jagdleidenschaft als Ausdruck des Jagdtriebes ist einer der primitivsten Triebe, der sich bei manchen Menschen erhalten hat. Selbst dann, wenn sich in der Jagdleidenschaft Reste …..des naturgegebenen sogenannten Aggressionstriebes ausdrücken sollten, so ist dies noch lange  keine Rechtfertigung.

Der Mensch unterscheidet sich ganz besonders deshalb vom Tier, weil er in der Lage ist, durch seinen Verstand überkommene Triebe zu beherrschen….Wenn es eine Ethik der Jagd geben sollte, dann kann es nur die Ethik des Tötens sein. Wird die Jagd aus Leidenschaft oder aus sportlichen Motiven und Vergnügen betrieben dann gilt für sie nicht einmal mehr die Notwendigkeit des Tötenmüssens wie beim Fleischerhandwerk, dann wird daraus das Privileg des Tötendürfens. Dafür muß man sich schon eine ganz besondere Form der Auslegung ehtischer Normen einfallen lassen…“

 

 

 

 

 

Im Dezember 2015 erschien in  der Mitteldeutschen Zeitung ein Bericht über eine Jagdveranstaltung, zu der der WWF eingeladen hatte. Erwartungsgemäß gingen daraufhin Leserbriefe von Jagdkritikern bei der Zeitung ein, auf  welche wiederum die Jägerschaft reagierte, unter anderem mit folgendem Kommentar. Den Bericht finden Sie unter folgendem Link: 

http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/drueckjagd-in-dessau-schwarzkittel-und-rehe-erlegt,20640938,32713980.html

 

„Sehr geehrte Frau xxx,

 

dazu kann ich dem WWF nur gratulieren. Wenn es auch nicht in ihr Weltbild passt, aber Jagd und Naturschutz sind untrennbar miteinander verbunden.

 

Weidmannsheil“

 

Anmerkung: Dem Verfasser dieser Zeilen möchte ich widersprechen: Jagd und Naturschutz haben nichts miteinander zu tun. Leider ist es aber tatsächlich so, dass viele Jäger in Naturschutzverbänden aktiv sind. Dieses Engagement entspringt aber nicht dem Naturschutzgedanken, sondern dient dazu, ureigenste Interessen durchzusetzen. Denn natürlich ist es so, dass viele Naturschützer auch Tierschützer sind. Jagdkritik soll in den Naturschutzverbänden klein gehalten werden, außerdem macht es sich in der Öffentlichkeit gut, wenn man sich als Jäger in einem Naturschutzverband engagiert. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Insofern muss ich dem Verfasser in leicht abgeänderter Form doch wieder Recht geben: Jagd und Naturschutzverbände sind mittlerweile untrennbar miteinander verbunden. Und diese Verknüpfung hat durchaus negative Auswirkungen, weil Menschen, denen es mit Tier- und Naturschutz ernst ist, durch solche Strukturen vor den Kopf gestoßen werden. Wer sich außerdem weitergehend darüber informieren möchte, was gerade der WWF so unter Naturschutz versteht, dem möchte ich das Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ von Kathrin Hartmann empfehlen.

 

 

 

Hier ein weiteres Beispiel dafür, wie Jäger ihr Tun rechtfertigen:

 

„Sehr geehrte Frau  xxx,

 

allem Anschein nach sind sie über das was in unseren Wäldern geschieht schlecht informiert. Zuerst einmal muss ich Ihnen sehr deutlich sagen, dass die Jäger in unserem Land nach sehr restriktiven Regeln ihr Handwerk ausüben. Dazu gehört sowohl das Training der Schießfertigkeiten als auch die Beachtung von ethischen und wildbiologischen Grundsätzen bei der Auswahl der zu erlegenden Tiere. Und selbst am Ende eines „Chrashkurses“ steht eine Prüfung. Ich lade Sie herzlich ein sich dieser Prüfung einmal zu stellen. Beachtung der Sozialstrukturen der Wildarten und der Schutz der Muttertiere ist eine Selbstverständlichkeit für uns Jäger. Ist sie auch Selbstverständlich im Straßenverkehr, oder gar in der Natur selbst. Würde der Wolf, der Adler oder ein anderes Raubtier ein Muttertier schonen wenn er es bekommen könnte??

Die meisten Tiere die auf der Jagd zur Strecke kommen werden mit guten Schüssen getötet und sterben , um es mit Ihren Worten zu sagen, innerhalb von Sekunden und ohne Schmerzen. Wie sieht es aber bei den Abermillionen Schlachttieren aus die wir mittlerweile in Deutschland halten und in Tötungsfabriken umbringen um unsere Bevölkerung mit billigem Fleisch satt zu bekommen!? Haltung auf engstem Raum, kurzes Leben in großen Gruppen und Transport aus der gewohnten Umgebung heraus zum Schlachthof. All dies erfährt unser Wild nicht. Bis zu seinem Tod lebt es frei in der Natur und stirbt in der Regel schnell in der gewohnten Umgebung.

 

Sie meinen es gibt keine Rechtfertigung mehr für die Jagd in unserer Gesellschaft. Ich meine erstens Jagd muss sich nicht rechtfertigen, sie gehört zur Menschheit wie das Leben. Zweitens möchte ich sie fragen, warum können Naturschützer in sensiblen Gebieten nicht auf die Jagd verzichten oder erlauben Sie als einzige Nutzungsform. Sie meinen die Wildbestände regulieren sich von selbst, verschweigen aber wie das geschehen wird. Über Krankheit, Hunger und Qual der betroffenen Tiere. Ist das besser? Und gerade hier spielt die Fallenjagd eine große Rolle. Dies praktiziert sogar der NABU.

Ihre Weisheiten lassen sich schön in unserer satten Welt verbreiten. Sie vergessen dabei das selbst bei der Produktion von pflanzlichen Nahrungsmittel Tiere getötet werden.

 

Zur Akzeptanz der Jagd in der Bevölkerung empfehle ich Ihnen die Lektüre folgenden Links http://www.jagd-fakten.de/alle-fakten-zur-jagd-in-deutschland-auf-einem-blick/jagd-in-deutschland-ist-wichtig/

 

Auf Ihre Irrungen bezüglich der Jagd als Perversion bzw. der Aussage Jäger seien geistig nicht normal, möchte ich Sie fragen wie pervers sind die derzeitigen Ernährungsgewohnheiten unserer Bevölkerung. Nur wenige haben noch einen Bezug zu der Herkunft ihre Nahrungsmittel. Es gibt nur wenig Ehrfurcht vor den hohen Aufwendungen die zur Erzeugung unsere qualitativ hochwertigen Lebensmittel notwendig sind. Das zeigt die große Menge an Lebensmitteln die jährlich in unserem Land weggeworfen werden. Ich persönlich finde es um eine Vielfaches besser ein Tier mit sauberem Schuss in Feld oder Wald zu erlegen und daraus eines der hochwertigsten Lebensmittel zu gewinnen, als ein abgepacktes Stück Fleisch im Supermarkt zu kaufen, von dem nichts weiß, außer dass es mit Sicherheit nicht frei war.

 

Mir ist bewusst, dass wir sicher nicht zu einer übereinstimmenden Meinung kommen werden. Aber ich wünsche mir, dass Sie außerhalb Ihrer Ideologie vielleicht etwas über den Tellerrand sehen und es getreu mit dem „Friedrich dem Großen“ halten der da sagte: „Jeder möge nach seiner Facon selig werden“

 

Mit freundlichen Grüßen“

 

Anmerkung: Auch hier wird wieder in völlig überheblicher Weise auf Jagdkritik reagiert und die übliche Jagdpropaganda verbreitet. Jagd muss sich also nicht rechtfertigen, weil es sie immer schon gegeben hat? Wie soll man auf dieser Basis diskutieren? Nur weil die Zustände in unseren Schlachthöfen unerträglich sind, rechtfertigt das die Jagd? In vielen Punkten wird auch schlicht und ergreifend nicht die Wahrheit gesagt: so gibt es eben nach wie vor keinen verpflichtenden Schießübungen für Jäger, ein Großteil der Tiere wird nur angeschossen und leidet noch stunden- oder tagelang. Außerdem versucht der Verfasser den Eindruck zu vermitteln, dass jedes geschossene Tier auch gegessen wird. Dem ist aber nicht so. Beutegreifer (also Konkurrenten der Jäger) werden gnadenlos verfolgt und dann einfach weggeworfen. Obwohl es keinen vernünftigen Grund für die Fuchsbejagung gibt, werden immer noch jährlich Hunderttausende Füchse jährlich getötet, und das oft auf äußerst grausame Weise. Auch ist wissenschaftlich seit Jahren bewiesen, dass die Bejagung von Krähen keine Auswirkung auf den Bestand hat – trotzdem wird alljährlich zum Krähenabschuss eingeladen. Wer sich für dieses Thema interessiert, sei das Buch „Rabenschwarze Intelligenz“ von Josef H. Reichholf ans Herz gelegt. Auch über den (leider immer noch legalen) Haustierabschuss redet man nicht so gerne. Jährlich kommen Hunderttausende Katzen und Tausende Hunde durch Jäger ums Leben. Die Fälle, in denen versehentlich Kühe oder Pferde erschossen werden, kommen noch dazu. Aber über all das redet der Jäger nicht gerne. Wer rücksichtslos das Haustier seines Nachbarn abschießen kann, kann niemandem weismachen, dass er Mitleid mit einem Wildtier hat, das alters- und krankheitsbedingt sterben muss. Diese Argumentation hinkt auch, weil der Jäger eben nicht alte und kranke Tiere erschießt und die natürlichen Beutegreifer diese Aufgabe viel besser erledigen würden – wenn diese nicht zuvor dem Jäger zum Opfer gefallen wären. Außerdem würde diese Argumentation (so sie denn ernst gemeint wäre) deutlich zeigen, wie weit sich der Jäger von der Natur bereits entfernt hat (ein Vorwurf, der ja sonst immer den Jagdkritikern gemacht wird): es ist völlig normal und natürlich, dass man am Ende seines Lebens eben auf die oben beschriebene Weise stirbt. Und letztlich regelt sich Natur genau auf diese Weise. Über vorhandene Ressourcen, Krankheiten und Seuchen. Ganz ohne Jäger.

 

 

 

Hier noch ein schönes Beispiel dafür, wie Jäger reagieren, wenn sie sich angegriffen fühlen. Obwohl der Verfasser offensichtlich versucht hat, sachlich zu argumentieren, sind ihm an der einen oder anderen Stelle doch die Sicherungen durchgebrannt. Im Grunde zeigt das Beispiel, dass sich dieser Jäger selbst genauso verhält, wie er es den Jagdkritikern vorwirft:

 

Sehr geehrte Frau xxx,



„…ich lege auch keinen besonderen Wert darauf mit Ihnen auf diesem Wege zu
kommunizieren.
Meine Antwort an Sie ist somit eine einmalige Ausnahme!
Sie gehören nach meiner Überzeugung zu den Menschen, die unbelehrbar und
verbohrt auf ihren
Standpunkten bestehen, ohne bereit zu sein die andere Seite anzuhören bzw.
zu akzeptieren!
Gegenseitige Achtung und Akzeptanz sind aber die Grundlage für eine
sachliche Diskussion!
Nun zum Thema "Wolf":
Genau das Beispiel "Seehund "zeigt doch, wie Ihresgleichen "arbeiten"!
Sie ziehen solche  "Argumente" an den Haaren herbei, die nichts als
bösartige Vermutungen sind,
nur um damit Ihre Abneigung gegen die Jagd und vor allem die Jäger
pauschal artikulieren zu können!
Nun gibt es in Brandenburg noch keine freilebenden Seehunde! Kann mit
Ihrem Engagement ja noch kommen!
Meines Wissens hat es auch bisher um den Seehund keine mit der
Wolfsdiskussion vergleichbaren Aktivitäten gegeben!

Mit einer Grafik  beweisen zu wollen, dass Wölfe von Jägern verfolgt
worden sind, beweist gar nichts.
Zugegeben, es gab einige wenige Fälle, wo Jäger Wölfe mit Absicht
geschossen haben. Diese Männer sind dafür
zu recht hart bestraft worden, indem ihnen neben Entzug des Jagdscheins
auch empfindliche Geldstrafen auferlegt  wurden.
Das sind  leider die berühmten "Schwarzen Schafe" , die es übrigens auch
bei den Naturschützern  sicher gibt! Gehören Sie etwa auch dazu?
Vielleicht ist Ihnen unbekannt, dass sich Jäger in Zusammenarbeit mit der
Landesregierung  und
seriösen Naturschützern am Wolfsmonitoring aktiv beteiligen. Das setzt
natürlich Beobachtungstätigkeit,
die den Jagdausübungsberechtigten in ihren Revieren gesetzlich auch
zusteht, voraus.
Wenn Sie daraus den Vorwurf begründen, spricht das nur für das , was ich
in meinem Leserbrief, der
im Übrigen stark verkürzt wurde, geschrieben habe. Die offizielle Haltung
der Jäger in Deutschland
ist gegen die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht!
Sicher ist, dass Sie von der Jagd und von den Aufgaben des guten Jägers
keine Ahnung haben!
Und ich vermute, auch keine Ahnung haben wollen!
Der Wolf ist ein sehr schönes und edles Tier. Ich gehöre zu den Menschen,
die ihn willkommen heißen.
Ich gehöre auch zu den Jägern, die ihn schützen wollen. Das allerdings im
Einklang mit unserer
Landesregierung, den Bauern und Weidetierhaltern bis zu einem gewissen
Grad, der mit der rasanten
Populationsentwicklung sehr bald zu einer Überpopulation führen wird.
In Wolfsgebieten sind Mufflonvorkommen bereits teilweise ausgelöscht, Dam-
und Rehwild bereits stark dezimiert.
Obwohl wir Jäger sich um den Erhalt unserer heimischen Wildarten sorgen,
wissen wir dass der Wolf, wie auch Luchs und
Bär, ein Raubtier ist und sich in seinem Jagdrevier von dem ernährt, was
ihm die Natur so bietet!
Da geht es nicht um die paar "Problemwölfe" , trotz aller (lächerlichen)
Vergrämungsversuche ihre
Scheu vor dem Menschen verloren haben. Weshalb wohl? Weil er ungestört
auch in der Nähe menschlicher Siedlungen
sein "Futter"  holen kann! Aber den Wolf als Erziehungsmittel für
Nutztierhalter ins Kalkül zu nehmen, um die Weidetierhalter zu
zwingen wolfssicher Einzäunungen zu installieren, ist nicht nur
abenteuerlich, sonder ist auch der Beweis, dass Sie von
der artgerechten Haltung von Weidetieren auch keine Ahnung haben! Von den
Kosten, die Sie diesen Menschen auferlegen, ganz zu schweigen
Sie wollen auch, dass die Weiden zu "Festungen" ausgebaut werden, so dass
wild lebende  Tiere,  z.B. : Reh, Fuchs oder Hase, oder andere,
nicht mehr dort äsen oder gar leben können? Denn nur so können
Einzäunungen sicher gegen Wolfsangriffe auf Nutztier (Schafe, Ziegen,
Rinder und Pferde)  sein!
Die Masse der Weidetierhalter lebt von ihren Tieren, aber die Existenz
Ihrer Mitmenschen interessiert Sie offensichtlich nicht.
Sie sind sicherlich auch Veganer, oder!? Und glauben und wollen natürlich,
dass alle Menschen so leben und sich ernähren sollen, wie Sie!
Ich esse gerne auch mal ein Steak, Schinken oder Wurst von einem ehemals
glücklichen, weil artgerecht gehaltenen, Nutz- oder auch Wildtier!
Das würde ich mir auch von Ihresgleichen, die noch dazu gottseidank in der
absoluten Minderheit sind (, aber am lautesten schreien!), niemals
verbieten lassen!
Achtung, Wissenschaftler haben herausgefunden, dass auch Pflanzen
Schmerzen empfinden!

Offensichtlich haben Sie auch keine Ahnung, was die Jäger Jahr für Jahr
für den Natur- und Umweltschutz tun! Da empfehle ich Ihnen, sich mal mit
dem Landesjagdverband Brandenburg e.V. in Verbindung zu setzen!
Die Adresse werden Sie sicher finden, Sie haben ja auch meine mail-Adresse
gefunden!
Oder wollen Sie lieber weiter ahnungslos über die Jagd und die Jäger
Unwahrheiten verbreiten?

Mit freundlichem Gruß“




Anmerkung: So stellt sich der Verfasser also eine sachliche Diskussion vor? Indem man den Gesprächspartner als „unbelehrbar“ und „verbohrt“ bezeichnet und ihm bescheinigt, dass er von der Thematik sowieso keine Ahnung hat? Dem Verfasser sei gesagt: jeder Jagdkritiker hat sich intensiv mit dem Thema Jagd auseinandergesetzt. Offensichtlich liegt es außerhalb seines Vorstellungsvermögens, dass sich jemand mit dem Thema Jagd befasst und zu einer anderen Einschätzung gelangt als er selbst. Dieses Schreiben spricht für sich. Die Jäger als Tier- und Naturschützer, jetzt offenbar sogar Wolfsschützer, die Jagdkritiker minderbelichtete Veganer und wenn dann doch mal ein Wolf unrechtmäßig abgeschossen wird, dann war hier wieder ein einzelnes schwarzes Schaf am Werk. Und auch hier wird wieder die ungute Zusammenarbeit zwischen Politik, Naturschutzverbänden und Jägern deutlich.

 

 

 

 

 

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